Weltmeister Julian Draxler vor Abschied bei PSG – England und Sancho schwach in der Nations League


Top-News 1: Die Weltmeister von 2014 – Auch Julian Draxler bei PSG nur noch Ladenhüter

Fußball-Deutschland im Herbst 2020. Die „Klasse von 2014“, die Spieler, die die Nation mit dem „Sambamärchen“ und dem 4. WM-Titel verzaubert haben, sind nur noch ein Auslaufmodell. Julian Draxler (26) von PSG ist da keine Ausnahme.

Der offensive Mittelfeldspieler dachte schon im Winter 2019/2020 über einen Abschied aus Paris nach. Zu einem Wechsel zu Hertha BSC kam es jedoch, trotz intensiven Werbens des damaligen Berliner Coachs und Ex-Bundestrainers Jürgen Klinsmann (56), nicht…

In der abgelaufenen Saison hat der ehemalige Schalker, mit 43 Mio. Euro zum VfL Wolfsburg 2015 der bis dahin teuerste Abgang der S04-Geschichte, nur 11 Spiele in der Ligue 1 absolviert. Beim ersten Vorstoß von PSG in ein Champions-League-Finale stand Draxler nur 5-mal auf dem Platz. Im „Final 8“-Turnier in Lissabon war er im August insgesamt nur 45 Minuten in Aktion. Draxler blieb 2019/2020 in allen Wettbewerben ohne Torerfolg und kam nur in 22 Spielen zum Zug. Für den Deutschen ist die Argumentation für einen Verbleib in der französischen Hauptstadt trotz 9 gewonnener Titel dünn. In Konkurrenz mit dem Quartett Neymar, Kylian Mbappé, Ángel Di María und Mauro Icardi, so wird PSG-Spordirektor Leonardo (51) zitiert, habe Draxler das Nachsehen. Die Spielminuten, so der Brasilianer weiter, stünden nicht mehr im Verhältnis zu Draxlers monatlichem Einkommen von fast 600.000 Euro brutto – rund 370.000 Euro netto.

Der Weltmeister von 2014 hat in Paris noch einen Vertrag bis zum 30. Juni 2021. Das bedeutet: Wenn der französische Hauptstadtklub den deutschen Nationalspieler noch gewinnbringend abgeben will, muss dies im Sommer, spätestens im Winter 2020/2021 passieren.

Die französische Fußball-Bibel L‘ Equipe berichtet am Dienstag, dass Paris St.-Germain Draxler unbedingt transferieren will. Das Problem: Draxler will zum einen nicht weg aus Paris und zum anderen hat sich noch kein Kaufinteressent aufgedrängt. Die 35 Millionen hohe Ablöse-Forderung schreckt indes viele Klubs ab. Hertha BSC soll einen Gehaltsvorschlag von 450.000 Euro pro Monat bei 4 Jahren Vertragslaufzeit gemacht haben. Das ist stramm, hat die Draxler-Seite um Berater Roger Wittmann aber nicht wirklich überzeugt. Mit Leeds United wirbt laut RMC auch ein Premier-League-Aufsteiger um Draxler. Hier, so heißt es, sei man bei Draxler und seinem Beraterteam jedoch ebenso von den sportlichen Perspektiven überzeugt wie bei einer Offerte des AC Mailand. Klingt nicht nach schneller Entscheidung. Draxler könnte in Paris zum Ladenhüter werden – und im Extremfall das letzte Vertragsjahr auf der Tribüne absitzen.

Wir fassen den Transfer-Sommer aus Sicht der deutschen Weltmeister von 2014 einmal zusammen. Mario Götze, bei Borussia Dortmund ohne Vertragsverlängerung. sucht ebenso einen neuen Job wie sein früherer BVB-Teamkollege Kevin Großkreutz (zuletzt KFC Uerdingen). André Schürrle und Benedikt Höwedes (beide zuletzt Spartak Moskau) sowie Mario Gomez (VfB Stuttgart) haben ihre Karriere beendet. Mesut Özil und Shkodran Mustafi stehen beim FC Arsenal auf der Streichliste. Sami Khedira hat bei Juventus Turin seine Zukunft hinter sich.

Julian Draxler PSG
Julian Draxler von Paris St. Germain. Foto: Imago Images / PanoramiC

Top-News 2: Nations League – England und BVB-Star Sancho nullen in Dänemark

Dänemark England Harry Kane
Der pure Frust bei Harry Kane! Der England-Kapitän vergab in Dänemark (0:0) die beiden besten Chancen für sein Team. Foto: Imago Images / PA Images

Der Final-Rundenteilnehmer von 2019 aus England mühte sich am 2. Spieltag in Gruppe A2 der UEFA Nations League in Kopenhagen gegen Dänemark (0:0) redlich. Die Dänen waren aber in einer insgesamt schwachen Partie das agilere Team. Jadon Sancho von Borussia Dortmund konnte bei den „Three Lions“ nicht überzeugen.

„This is Viking Territory“ – Das ist Wikinger-Territorium. Dies war am Dienstagabend das auffälligste Fan-Plakat, das im leeren PARKEN Stadion in Kopenhagen hing. Erstmals musste das Traditionsduell zwischen den „Wikingern“ aus Dänemark und den Three Lions“ aus England, das es bei der EURO 1992 und bei der WM 2002 bei großen Turnieren gegeben hatte, vor leeren Rängen stattfinden. Die „Wikinger“ verteidigten ihr Territorium.

In einer schwachen Partie taten sich die Engländer, u. a. mit BVB-Star Jadon Sancho in der Startelf, sehr schwer. Kasper Dolberg (38.) von OGC Nizza brach dann endlich einmal auf dänischer Seite durch und zwang Jordan Pickford aus 7 Metern zur Glanztat.

Die Mannschaft des dänischen Nationaltrainers Kasper Hjulmand (48), 2014 auch mal Coach beim FSV Mainz 05 in der Fußball-Bundesliga, verstand es, in der ersten Halbzeit die beiden pfeilschnellen englischen Flügelstürmer Sancho und Raheem Sterling (Man. City) aus dem Spiel zu nehmen. Sancho ging nach 60 Minuten für Mason Mount vom FC Chelsea (7. Länderspiel) aus der Partie. Besser wurde es ohne den Wahl-Dortmunder bei den Engländern nicht. Und wenn dann noch Harry Kane nullt, heißt es „Game over“! Der englische Nationalmannschafskapitän verzog nach Linksflanke von Kieran Trippier aus 5 Metern mit einem Kopfball (69.). In der 3. Minute der Nachspielzeit rettete Mathias „Zanka“ Jörgensen einen Schuss von Kane auf der Torlinie, das hätte es sein müssen für die Engländer!

„Die Dänen sind einfach spritziger, wacher, frischer, antizipieren die Situationen besser“, befand Ex-England-Profi Sebastian Kneißl bei DAZN, „gerade die englischen Spieler, die so viele Spiele in den Knochen haben, sind irgendwann auch mal am Limit.“

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Top-News 3: Nations League –Frankreich gewinnt das Spitzenspiel gegen Kroatien auch ohne Kylian Mbappé

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Nach dem Sieg über Kroatien im WM-Finale 2018 konnte Kylian Mbappé noch mitjubeln - in der Nations League heißt es nun Abstand halten! Copyright: imago images / ULMER Pressebildagentur

Mit 7 personellen Veränderungen musste Frankreichs Nationaltrainer Didier Deschamps die Partie in Gruppe A3 der UEFA Nations League angehen. Im leeren Stade de France in St. Denis fehlten u. a. die Weltmeister Kylian Mbappé (positiv auf Corona getestet) und Presnel Kimpembe. Das nutzte Kroatien nicht konsequent aus. Frankreich gewann die Neuauflage des WM-Finales von 2018 – wie damals in Moskau – mit 4:2 (2:1).

Aber: Souverän geht anders! Der vom FC Liverpool zu Zenit St. Petersburg gewechselte Innenverteidiger Dejan Lovren traf nach 16 Minuten und nach einer Ecke von rechts aus Mittelstürmerposition zum 0:1 für den Vize-Weltmeister. Bayern-Star Lucas Hernández ließ sich in dieser Szene abkochen.
Frankreich kam durch Antoine Griezmann (43.) aber noch vor der Pause ins Spiel zurück. Der Weltmeister vom FC Barcelona schloss die erste sehenswerte Kombination der Gastgeber über Anthony Martial und Wissam Ben Yedder zum 1:1 ab.

Die Wende noch Sekunden vor der Pause: Martial (45. + 1) lenkte den Ball nach Rechtsflanke von Ben Yedder unter gütiger Mithilfe des kroatischen Torhüters Dominik Livakovic ins Netz. „Frankreich geht aus dem Nichts in Führung“, so DAZN-Experte Alexis Menuge erstaunt bei Halbzeit.
Kroatien glich nach 56 Minuten durch Bundesligaprofi Josip Brekalo aus. Der Mann vom VfL Wolfsburg setzte sich gegen Leipzigs Dayot Upamecano durch und traf flach ins Eck, 2:2. Upamecano machte seinen Fehler 9 Minuten später wieder gut und brachte die „Equipe Tricolore“ wieder in Führung! Der Innenverteidiger von RB Leipzig köpfte eine Ecke von Antoine Griezmann (65.) aus 6 Metern zum 3:2 für die Franzosen ein. Livakovic sah im kroatischen Kasten erneut nicht gut aus.

Damit war Frankreich auf der Siegerstraße. Der eingewechselte Giroud (77.) nutzte einen von Inter-Star Marcelo Brozovic verursachten Handelfmeter zum 4:2. Es war sein 40. Tor im 99. Länderspiel. Frankreich damit mit der optimalen Ausbeute von 6 Punkten aus 2 Spielen. Kroatien konnte den Laden zusammenmbpappen…

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