Deshalb bleiben Manchester City und Pep in England so gefährlich


Die Spitzenpartie gegen den FC Liverpool (2:1) geht an Manchester City. Der Titelverteidiger hat sich in einem von Taktik geprägten Spiel eindrucksvoll zurückgemeldet. Die Mannschaft von Pep Guardiola (47) und gezeigt, dass wieder mit den „Citizens“ zu rechnen ist. Dafür gibt es Gründe.

„Schickt Klopp Guardiolas Spielidee in Rente?“, diese Frage stellt SPORT BILD (Ausgabe 1 / 2019) am Mittwoch unmittelbar vor dem großen Spiel im Etihad Stadium.

Am Ende von turbulenten 90 Minuten können wir getrost sagen: „Nein!“

Pep Guardiola (47) gegen Jürgen Klopp (51), Manchester City gegen den FC Liverpool, das Spitzenspiel in der englischen Premier League ist auch das Duell zweier Offensiv-Prediger. Sie kennen sich aus der Bundesliga aus ihrer Zeit beim FC Bayern und bei Borussia Dortmund, sie schätzen sich und sie scheinen jeden Winkelzug des Kontrahenten erahnen zu können. Guardiola hat am Donnerstagabend das bessere Ende für sich und darf nun wieder von der ersten Titelverteidigung in der englischen Fußball-Eliteliga seit 2009 (Manchester United) träumen.

Warum? Weil das nach der Weltmeisterschaft von vielen Experten voreilig verabschiedete Modell „Ballbesitzfußball“ eben keineswegs ausgedient hat.

Seht her, wir sind noch da! Manchester Citys Abwehrchef John Stones feiert am 3. Januar 2019 das 2:1 im Spitzenspiel gegen den FC Liverpool. (Photo by Clive Brunskill/Getty Images)

Ligalive-Faktencheck: Action Zones bei Manchester City gegen den FC Liverpool, PL-Saison 2018/2019

Ligalive-Faktencheck: Stichwort Ballbesitz - City ist und bleibt die Nummer 1 in Europa

Seine Taktik ging in Manchester nicht ganz auf - Jürgen Klopp.
Seine Taktik ging in Manchester nicht ganz auf - Jürgen Klopp.(Photo by Julian Finney/Getty Images)
Die Rechnung von Jürgen Klopp (51), City mit weniger Ballbesitz und überfallartigen Kontern ähnlich wie beim 2:1-Erfolg am 10. April 2018 im Champions-League-Viertelfinale schachmatt zu setzen, geht dieses Mal nicht auf.

Es ist nicht die Millimeter-Entscheidung seitens der Torlinien-Technik, die nach 10 Minuten einen schlecht abgewehrten Ball von Sadio Mané nach vorangehendem Pfostenschuss ganz knapp eben nicht im Netz sieht… Es ist auch nicht der viel beschworene Ballbesitz – mit jeweils 50 Prozent neutralisieren sich die Premier-League-Giganten in dieser Rubrik.

Nein, es ist die bessere Passquote! Mit 81 Prozent spielen es die „Sky Blues“ in diesem entscheidenden Duell einfach ein bisschen genauer als die „Reds“. Ein minimaler Unterschied, der auf diesem hohen spielerischen Niveau, das beide Teams verkörpern, aber letztlich den Ausschlag gibt. Beide City-Tore sind Maßarbeit. Sergio Agüero nagelt den Ball nach 40 Minuten ins kurze Eck. Der deutsche Nationalspieler Leroy Sané (72.) zeigt Augenmaß und legt den Ball via Innenpfosten ins Tor – ein Billard-Treffer.

Dazu kommt die geringere Fehlpassquote. Citys Pass-Maschinen im Mittelfeld, David Silva und Bernardo Silva, leisten sich weniger unpräzise Zuspiele als Liverpool. Exakt das ist es, was Guardiola im Training bis zum Abwinken einstudieren lässt: Ballbesitz, Kurzpassspiel, immer wieder. Es verwundert daher nicht, dass seine „Citizens“ mit 63,9 Prozent Ballbesitz im Schnitt die höchste Ballbesitzquote aller Mannschaften in den europäischen Top-Ligen aufweist. Mit 56, aus dieser optischen Überlegenheit heraus erzielten Treffern ist Manchester City das torgefährlichste Team der Premier League. Den spanischen Coach Roberto Martinez wundert dies nicht. „Pep Guardiola ist der beste Offensiv-Trainer der Welt“, sagt der Trainer der belgischen Fußball-Nationalmannschaft.

Ligalive Infografik - Manchester City gegen FC Liverpool, PL-Saison 2018/19

Pep Guardiola ist selbst beim Ärgern Perfektionist... (Photo by Shaun Botterill/Getty Images)

EINE ANDERE LIGALIVE STORY?

Ist er der beste Bundesliga-Trainer?

Ligalive-Faktencheck: Auf Sergio Agüero ist Verlass…

Und dann wäre da noch der Liverpool-Schreck Nummer 1, Sergio Agüero. Das 10. Saisontor des Argentiniers ist der 7. Heim-Treffer gegen die „Reds“.

Der 30-jährige Argentinier ist für Manchester City der Mann der wichtigen Tore.

7 von 10 Agüero-Treffern gibt es in dieser Premier-League-Saison in der ersten Halbzeit.

Zudem ist der Ex-Schwiegersohn von Argentiniens Fußballidol Diego Armando Maradona mit 10 Liga-Treffern erfolgreichster City-Schütze vor dem englischen Nationalspieler Raheem Sterling (9 Tore).

Ligalive Infografik - Spielerprofil Sergio Agüero, Manchester City, PL-Saison 2018/19

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