Nations League: Schweiz holt sich das Endrunden-Ticket!


Die Schweiz spielt im Juni 2019 in Portugal um den jüngsten internationalen Titel für Nationalmannschaften. Die „Nati“ hat am Sonntagabend Belgien mit 5:2 (3:2) in die Knie gezwungen und sich das hart umkämpfte Ticket für das „Final Four“-Turnier in der UEFA Nations League gesichert.

Die Partie in Luzern hätte mehr als nur 15.000 Zuschauer verdient gehabt! Die „Schwizzer Nati“ hat mit einem bewundernswerten Kraftakt und am Ende eines tollen Fußballspiels doch noch das Ticket für die Finalrunde in der UEFA Nations League gebucht.

Das war der Mannschaft von Nationaltrainer Vladimir Petkovic (55) nach den Querelen um den „Doppeladler“-Jubel im WM-Spiel gegen Serbien (2:1) nicht unbedingt zuzutrauen. Aber: Die Schweiz hat mit dem 6:0 gegen Island im ersten Nations-League-Auftritt in St. Gallen ein erstes Ausrufezeichen gesetzt. Auch in Reykjavik bleiben die Schweizer mit 2:1 obenauf.

Angeführt vom früheren Bundesliga-Profi Xherdan Shaqiri vom FC Liverpool gelingt der Schweiz schließlich am Sonntag gegen Belgiens Star-Ensemble eine tolle Aufholjagd. „Das ist fast schon eine Sensation“, sagt Fußballprofi Jonas Hummels nach dem Spiel bei DAZN, „einfach ein geiles Fußballspiel. Die Schweiz steht verdient in der Finalrunde.“ Mit 5:2 holen die Eidgenossen ein Ergebnis, welches sie nach dem 1:2 im Oktober in Brüssel gebraucht haben. In der UEFA Nations League zählt bei Punktgleichheit zwischen 2 Teams die aus den Europapokal-Wettbewerben bewährte Auswärtstor-Regel.

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Ex-Bayernprofi Xherdan Shaqiri führte die Schweiz zum Sieg gegen Belgien in der UEFA Nations League. (Photo by Laurence Griffiths/Getty Images)
Die mit vielen aktuellen und ehemaligen Bundesliga-Spielern wie Yann Sommer und Nico Elvedi von Borussia Mönchengladbach oder dem Ex-Frankfurter Haris Seferovic (jetzt Benfica Lissabon) besetzte Schweizer Elf liegt bereits nach 17 Minuten mit 0:2 zurück.

Shaqiri und Mbabu auf Schweizer Seite überragend

Landet der Nations-League-Pokal, den UEFA-Präsident Aleksander Ceferin hier in Lausanne präsentiert, 2020 Mal in Deutschland?
Landet der Nations-League-Pokal, den UEFA-Präsident Aleksander Ceferin hier in Lausanne präsentiert, 2020 Mal in Deutschland? (Photo by Robert Hradil/Getty Images)
Thorgan Hazard, belgischer Nationalspieler von Borussia Mönchengladbach, schockt die Gastgeber mit 2 Toren. Er trifft bereits nach 120 Sekunden nach Vorarbeit von Dries Mertens.

Nach 17 Minuten gelingt Hazard das scheinbar vorentscheidende 0:2. Nach einem Foul an Kevin Mbabu von Young Boys Bern verwandelt der frühere Wolfsburger Ricardo Rodriguez (26.) den fälligen Elfmeter zum 1:2.

Das Signal zur Aufholjagd für die Schweizer, die in jedem Fall einen Sieg mit 2 Toren Differenz brauchen, um in Portugal im nächsten Sommer dabei zu sein. In Luzern geht es fast so spannend zu wie in einem K.o.-Spiel der Champions League. Vielleicht macht das den Reiz des neuen Wettbewerbs aus, das es eben nicht nur sportlich wertlose Freundschaftsspiele sind, sondern Partien mit Knock-out-Charakter.

Fünf Minuten nach dem Anschlusstreffer stellt Seferovic auf 2:2. Der Stürmer trifft nach Kopfballablage von Shaqiri, der das Team überragend führt. Fast an jeder torgefährlichen Aktion ist der Wahl-Liverpooler beteiligt.

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Schweiz: Dreier-Pack vom Ex-Frankfurter Seferovic

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Die Bundesliga-Filiale aus der Schweiz. (Photo by Laurence Griffiths/Getty Images)

Kurz vor der Pause stellt die Schweiz die Partie komplett auf den Kopf. Nach Vorlage von Edmilson Fernandes vom AC Florenz ist Seferovic wieder zur Stelle – 3:2!

Eine Ecke von Shaqiri, die Elvedi einköpft, bringt den WM-Gastgeber von 1954 endgültig auf die Siegerstraße – 4:2 nach 62 Minuten.

Treffsicherster Spieler ist aber Haris Seferovic, der eine Rechtsflanke von Mbabu in Höhe des Elfmeterpunkts wuchtig zum 5:2 einköpft (85.) und die faustdicke Überraschung perfekt macht.

Es ist sein 3. Treffer an diesem denkwürdigen Fußballabend für alle Schweizer Fans. Für Seferovic ist es das erste Dreierpack in einem seiner 60 Länderspiele. Sein Debüt hat er am 6. Februar 2013 beim 0:0 in Griechenland unter Trainerlegende Ottmar Hitzfeld gegeben.

Belgiens „goldene Generation“ hat zwar alles andere als enttäuscht, steht wieder einmal und wie zuletzt beim Halbfinal-Knock-out bei der WM in Russland gegen Frankreich (0:1) mit leeren Händen da.

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