Umstrittenes Urteil! Hammer-Strafe für italienischen Quarantäne-Klub


Die SSC Neapel reiste aufgrund einer angeordneten Corona-Quarantäne nicht zum Spitzen-Duell gegen Juventus Turin. Das Spiel wurde dennoch angesetzt und das Team um Trainer Gennaro Gattuso nun vom italienischen Verband bestraft.

Es waren diffuse Bilder, als die Spieler von Juventus Turin am 4. Oktober im eigenen Stadion im strömenden Regen auf einen Gegner warteten, der nie kam.
Dabei war die Abwesenheit Neapels keine Überraschung, das sich nach Anordnung des lokalen Gesundheitsamtes in Corona-Quarantäne befand und sein Fernbleiben bereits im Vorfeld des Serie-A-Duells angekündigt hatte.

Da der Verband das Spiel trotzdem durchführen wollte, werden die Neapolitaner, die eine Verschiebung der Partie beantragt hatten, nun bestraft.

Ein Sportrichter erklärte den Tabellen-Achte der italienischen Liga offiziell zum Verlierer der Partie, die mit 3:0 für Juventus gewertet wird. Zusätzlich wird Napoli ein Strafpunkt abgezogen. Die Corriere dello Sport zitiert den zuständigen Richter, laut dem die Handlungen der Gesundheitsbehörden nicht als "völlig unvereinbar" mit dem Gesundheitsprotokoll des italienischen Verbandes gewesen sein sollen.

Die Serie A verwies darauf, dass es ein vom nationalen Verband FIGC und der italienischen Regierung genehmigtes Protokoll nicht infizierten Fußballern erlaubt, isoliert zu trainieren und nach negativen Tests auch an Spielen teilzunehmen.
Das sieben Seiten umfassende Urteil ergebe keinen "Fall höherer Gewalt“.

Der italienische Sportminister Vincenzo Spadafora unterstütze Neapel in dem er bekanntgab, dass Gesundheitsbelange immer Vorrang vor anderen Interessen hätte.
Nun entschied das Sportgericht aber doch gegen die SSC, die am Donnerstag Einspruch am grünen Tisch eingelegt. “Wir halten uns seit jeher an Regeln und Gesetze. Wir warten zuversichtlich auf das Ergebnis unseres Einspruchs und vertrauen der Justiz”, schrieb der Verein bei Twitter.

Frabotta, Tudor, Juve
Warten auf einen Gegner der nie kommt: Gianluca Frabotta und Igor Tudor von Juventus Turin. Copyright: imago images / Pacific Press Agency

Top News 2: Leiser Rücktritt! Nationalspieler schon seit Wochen abgetreten

Hector, Nationalmannschaft
Jonas Hector ist aus der deutschen Nationalmannschaft zurückgetreten. Copyright: imago images / photoarena/Eisenhuth

Jonas Hector vom 1. FC Köln ist nach Informationen des Kicker bereits vor Wochen aus der deutschen Nationalmannschaft zurückgetreten.

Dem Bericht zufolge habe der Linksverteidiger Bundestrainer Joachim Löw bereits vor den Länderspielen im September mitgeteilt, dass er für weitere Einsätze nicht mehr zur Verfügung stehe.

Der 30-Jährige feierte sein Debüt am 14. November 2014 beim 4:0 in der EM-Qualifikation gegen Gibraltar und spielte -stets in der Startelf - seitdem 42 weitere Male für Deutschland. Am 19. November 2019 lief der Kölner Kapitän beim 6:1 gegen Nordirland zum letzten Mal für die Nationalmannschaft auf und trug insgesamt drei Tore und zwölf Vorlagen bei.

Auf Hectors Position hinten links nominierte Löw zuletzt Leipzigs Marcel Halstenberg und Robin Gosens von Atalanta Bergamo.

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Top News 3: BVB-Juwel winkt bei Verlängerung Millionen-Deal

Giovanni Reyna untermauert zum Saisonstart mit Top-Leistungen seinen Status als Ausnahmetalent. Dafür wollen die BVB-Bosse den 17-Jährigen bald belohnen.

Acht Jahre nach Dortmunds letzter Meisterschaft in der Saison 2011/12 – damals war Reyna gerade mal neun Jahre alt – steht das Top-Talent selbst in Schwarz-Gelb auf dem Rasen und hat erheblichen Anteil daran, dass die Dortmunder nach langer Titel-Durststrecke wieder träumen dürfen.

Gemeinsam mit dem ebenfalls erst 17-jährige Jude Bellingham und den 20-Jährgen Jadon Sancho und Erling Haaland verzückt die neue BVB-Rasselbande ihre Fans mit ihrem jugendlichen Elan.

"Es macht so viel Spaß mit den Jungs in meinem Alter – wie Jude, Jadon oder Erling", sagte Reyna, der nach dem Spiel von Haaland als "American Dream" bezeichnet wurde. "Das gibt viel Energie und Spannung. Wir haben eine richtig gute Truppe."

In weniger als zwei Monaten soll der Teenager, der aktuell noch einen Fördervertrag besitzt, langfristig an den BVB gebunden werden. Der Kicker und Sport1 berichten übereinstimmend, dass mit Reynas Volljährigkeit ab dem 13. November automatisch ein Profivertrag bis 2023 greifen wird.

Allerdings möchten die Dortmunder ihren „American Dream“, der 2019 aus der Akademie des New York City FC nach Deutschland kam, noch länger an sich binden und ihn für seine bisherigen Top-Leistungen belohnen.
Beide Seiten sind laut Sport1 an einer vorzeitigen Verlängerung interessiert. Reyna dürfte zudem deutlich mehr Gehalt winken, das sich im mittleren einstelligen Millionenbereich einpendeln sollte.

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