„Nicht eklig genug“ – Saarbrücken enttäuscht über verpassten DFB-Pokalfinaleinzug


Für den 1. FC Saarbrücken ist am Dienstagabend der Traum vom DFB-Pokalfinale geplatzt.

Der Regionalligist unterlag Favorit Bayer 04 Leverkusen im Heimspiel deutlich mit 0:3. Saarbrücken-Coach Lukas Kwasniok zeigte sich vorallem von der Anfangsphase seiner Mannschaft enttäuscht: “Wir müssen das Spiel so gestalten, dass die Leverkusener vom Platz gehen und sagen: ‘Das war der widerlichste Gegner der Saison”, verlangte Kwasniok noch vor Anpfiff, doch genau das Gegenteil trat ein.

Seine Mannschaft, die seit 94 Tagen Pflichtspiel absolvierte, zollte dem Gegner viel zu viel Respekt, wirkte beeindruckt und lag nach Toren von Moussa Diaby in der 11. Minute und Lucas Alario in der 19. Minute bereits kurz nach Beginn mit 0:2 hinten.

“Es ärgert mich, dass wir nicht so reingekommen sind, wie wir uns das vorgestellt haben. Wir waren nicht eklig genug”, analysierte Kwasniok im Nachhinein.

Saarbrücken-Torwart Daniel Batz, der durch seine Leistungen im Achtel- und Viertelfinale jeweils im Elfmeterschießen zum Weiterkommen beitrug, sah die Situation ähnlich: “Unser Matchplan sah eigentlich anders aus. Wir sind unfassbar enttäuscht, wir haben alles gegeben. Am Ende war der Respekt zu groß.”

Dennoch wird der Enttäuschung nach dem Spiel wohl bald Stolz weichen, denn die Saarbrücker erreichten als erster Regionalligist überhaupt das Halbfinale des DFB-Pokals. “Wir wissen, dass wir Großes geleistet haben”, so Batz.

Und nicht nur im DFB-Pokal, sondern auch in der Liga war Saarbrücken erfolgreich.  Aufgrund des Abbruchs der Regionalliga Südwest, steht der FCS als Tabellenführer mit sieben Punkten Vorsprung als Aufsteiger in die 3. Liga fest. Durch das Pokal-Aus ist diese Saison für den 1. FC Saarbrücken somit frühzeitig komplett beendet – durchaus erfolgreich.

Batz, Saarbrücken
Große Enttäuschung bei Batz und Co nach dem 0:2! Saarbrücken unterliegt im DFB-Pokal-Halbfinale Bayer Leverkusen. Copyright: imago images / Poolfoto

Top News 2: Völler wünscht sich Pokalfinale mit Fans

Rudi Völler, Bayer Leverkusen
Rudi Völler wünscht sich ein DFB-Pokalfinale mit Zuschauern im Berliner Olympiastadion. Copyright: imago images / RHR-Foto

Leverkusens Sport-Geschäftsführer Rudi Völler hofft auf eines Endspiel in Berlin mit Fans im Olympiastadion.

“Ich bin optimistisch, dass man vielleicht ein paar Zuschauer reinlässt”, äußerte Völler nach dem 3:0-Sieg des Bundesligisten über den 1. FC Saarbrücken.
Das Finale wird am 4. Juli wie gewohnt im Berliner Olympiastadion stattfinden. „Das ist so ein riesiges Stadion, es wäre ein kleines Zeichen – aber das entscheidet die Politik.”

Völler hatte schon letzte Woche eine Anpassung des DFL-Corona-Hygienekonzepts gefordert: “Mittlerweile ist es schwer nachvollziehbar, dass Menschen in Cafes ohne Mundschutz ihren Cappuccino trinken dürfen, während unsere Co-Trainer, die Ersatzspieler und wir Offiziellen auf der Tribüne mit großem Abstand und an der frischen Luft noch eine Maske tragen müssen”, kritisierte der Weltmeister von 1990.

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Top News 3: Davies angeblich 133,5 Millionen Euro wert

Der Marktwert des Saison-Überfliegers Alphonso Davies steigt ebenso schnell, wie er selbst über den Platz fliegt.

Mit großem Tempo eroberte sich der Linksverteidiger eine Stammposition beim FC Bayern München und lässt seine Gegner staunend zurück.

In einer Liste der Marktwerte liegt Davies mittlerweile mit 133,5 Millionen Euro auf Rang neun und gehört somit schon jetzt zu den Top10 der wertvollsten Spieler.

Das Schweizer Unternehmen „CIES Football Observatory“ berechnet dabei aus Faktoren wie Alter und Vertragslänge einen möglichen Transferwert. Vor Davies befinden sich in der Liste nur noch absolute Superstars wie Kylian Mbappé, Raheem Sterling, Sadio Mané oder Mo Salah. Mit seinen gerade einmal 19 Jahren ist der Bayern-Star außerdem der Jüngste der Top20.

Davies gehört somit zu den besten Verteidigern Europas und hat erst kürzlich seinen Vertrag mit dem deutschen Rekordmeister bis 2025 verlängert. Bei einem Transfer müsste der interessierte Klub also tief in die Tasche greifen.

Auch Bayern-Coach Hansi Flick spricht auch nur in höchsten Tönen von dem Kanadier: „Alphonso macht das herausragend! Neben seiner Schnelligkeit agiert er gerade auch defensiv sehr souverän. Er unterbindet oft Angriffe noch im letzten Moment. Und auch offensiv macht er jetzt Tore und bereitet sie vor.“

Flick glaubt außerdem, dass „Phonzie“ noch weiteres Entwicklungspotential hat: „Er ist auf einem sehr guten Weg. Er ist noch jung, kann noch dazu lernen. Aber er ist für uns schon einer der Leistungsträger.“

Der 19-Jährige könnte in Zukunft also tatsächlich sämtliche Transfer-Rekord brechen.

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