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Nummer 9: Harry Kane über seine neue Rolle beim FC Bayern

Harry Kane hat der Bild am Sonntag (via Transfermarkt) nun ein ausführliches Interview gegeben und dabei unter anderem über seine neue Rolle beim deutschen Rekordmeister gesprochen. Der Nationalspieler Englands bezieht sich dabei auf seine Rolle als Nummer 9 und zieht einen Vergleich zu seiner Zeit bei den Spurs heran. Auch über die Ablösesumme, sein “Schicksal” als Profi ohne Titel und die Beziehung zu Thomas Tuchel sprach der 30-Jährige.

Laut Harry Kane spiele der 84-fache Nationalspieler Englands (58 Tore) beim FC Bayern München nun in einer anderen Rolle als zuvor bei den Spurs. So sehe Thomas Tuchel, zu dem er eine gute Beziehung pflege, den Stürmer als klarere Nummer 9, der sich mehr in die Tiefe fallen lassen soll. In London musste Kane noch mehr ins Spiel vor dem Strafraum eingebunden werden. Bei den Bayern trifft er mit Leroy Sané, Kingsley Coman oder Serge Gnabry nun auf Spieler, die das Mittelfeld mit Geschwindigkeit überbrücken und den Angreifer mit Flanken und Hereingaben füttern können.

Eine tiefere Positionierung im Strafraum und Sturmzentrum als Profi des FC Bayern also, während das Zurückfallen als Profi der Spurs noch eine wichtigere Rolle spielte – so erklärt sich der Wechsel von England nach Deutschland laut Kane in taktischer Hinsicht. Thomas Tuchel strotze hingegen vor Ideen und habe, so Kane, auch eine tolle Persönlichkeit. Sportlich und menschlich passe es, so der Rekord-Transfer der Bundesliga.

Harry Kane: Inwiefern ihn David Beckham inspirierte

Sieben bis acht Jahre wolle Kane noch auf Top-Niveau spielen. In Spielern wie Ronaldo oder Benzema sehe er Modelle dafür, dass dieser Plan auch aufgehen könne. In München steht er bis zum 30. Juni 2027 unter Vertrag und so hat er vorerst zumindest die Möglichkeit, sein Können für mindestens vier weitere Jahre unter Beweis zu stellen. Titel seien Kane nach seiner titellosen Zeit bei den Spurs natürlich wichtig, ebenso das entgegengebrachte Vertrauen der Bayern-Verantwortlichen, die nicht locker ließen und schließlich den Deal beschlossen, der bis zu 110 Millionen Euro wert sein kann. Auch zog Kane Parallelen zu David Beckham, der einst von England nach Spanien wechselte und damit möglicherweise auch Kanes Idee inspirierte, nach seinem Aufenthalt in der Premier League im Ausland sein Glück zu finden.


Daniel Glaser

Ursprünglich aus Baden-Württemberg kommend, schreibe ich seit August 2022 Artikel über die Premier League, Ligue 1, Süper Lig und Europa League vom schönen Hamburg aus. Meine Liebe für das Schreiben verfolgte ich durch ein Bachelorstudium des Sportjournalismus. Aktuell bin ich mit meinem Bachelorstudiengang der Psychologie an der FernUniversität in Hagen beschäftigt. Als eingetragenes Mitglied des FC Bayern München juble und leide ich mit dem deutschen Rekordmeister mit – wobei das Leiden glücklicherweise nicht allzu oft vorkommt…