5:1 ! Werder siegt, Paderborn sagt leise ‘Tschüs’


SC Paderborn verliert klar gegen Werder Bremen

Es war das Aus im Abstiegskampf der Bundesliga! Aufsteiger und Schlusslicht SC Paderborn 07 geht zuhause mit 1:5 unter. Tabellennachbar Werder Bremen darf weiter hoffen, die Saison 2019/20 doch noch retten zu können. Jetzt punktgleich mit Düsseldorf (Relegationsrang 16, nur noch ein Tore schlechter). 

Werder Bremen ließ die Stürmer Finn Bartels, Niclas Füllkrug, Leonardo Bittencourt und Davie Selke zunächst auf der Bank. Und setzte trotzdem auf Offensive! In der 18. Spielminute verschoss Bremen einen Elfmeter: Paderborns Torwart Leopold Zingerle hält den Schuss von Milot Rashica.

Eine Minute später war der Keeper machtlos. Ein schöner Kopfball von Davy Klaassen aus 12 Metern lässt Werder jubeln. Die präzise Flanke kam von Außenverteidiger Theodor Gebre Selassie.

In der 34. Minute zieht Josh Sargent ab, Yuya Osako braucht nur noch abzustauben - 2:0! Erst treffen sie wochenlang fast gar nicht (bis gestern erst drei Tore nach dem Liga-Neustart), doch dann dreht die bei Spielbeginn noch schwächste Offensive der Liga auf!

Fünf Minuten später zieht Klaassen in Folge einer Standardsituation erfolgreich zum 3:0 ab. Doppelpack für den Niederländer! Nach rund einer Stunde Spielzeit trifft Maxi Eggestein zum 4:0 - sein erstes Saisontor.

Der SCP kommt dann nur noch zum - allerdings verdienten - Anschlusstreffer. Niclas Füllkrug macht kurz vor dem Ende das 5:1 - nach einem Kreuzbandriss und 273 Tagen Pause.

Es war der dritte Auswärtssieg in Folge. Werder Bremen ist allerdings die schwächste Heimelf der Liga: ein Sieg, drei Remis und elf Pleiten. Am liebsten würden sie nur auswärts spielen!

Das Restprogramm erlaubt dies leider nicht: Am Dienstag kommt der FC Bayern an die Weser, dann geht es nach Mainz und am letzten Spieltag zuhause gegen Köln.

Paderborn ist mit nur acht zuhause erzielten Punkten die zweitschlechteste Heim-Mannschaft. Für die Ostwestfalen gehen - trotz vieler guter Spiele - die Lichter endgültig aus, kommende Saison geht es in der 2. Bundesliga weiter.

Torschütze Davy Klaassen beim Spiel der Fussball Bundesliga SC Paderborn 07 - SV Werder Bremen.
Torschütze Davy Klaassen vom SV Werder Bremen. Foto: imago images / Groothuis / Witters / Poolfoto

1:0 bei Fortuna Düsseldorf ! 82 Tore-Dortmunder mit Vereinsrekord

Fußball 1. Bundesliga Saison 2019/20: 31. Spieltag: Fortuna Düsseldorf - Borussia Dortmund BVB-Spieler Julian Brandt und Fortunas Kaan Ayhan.
BVB-Spieler Julian Brandt und Fortunas Kaan Ayhan. Foto: imago images / Jürgen Fromme / firo Sportphoto / Poolfoto

Borussia Dortmund gewinnt 1:0 bei sehr unglücklicher Fortuna, die zweimal den Pfosten traf. Erling Haaland trifft in der fünften Minute der Nachspielzeit per Kopf.

Beide Teams traten zunächst ohne zwei ihrer besten Torjäger an: Düsseldorf ohne Rouwen Hennings (14 Tore), Dortmund ohne Erling Haaland (10 Treffer), der nach einer Stunde eingewechselt wurde.

Die Partie kam nicht gerade schnell in die Gänge. Die Fortuna begann zaghaft, der BVB ohne das bekannte Hochgeschwindigkeitsspiel. Eine gute Chance ließ Hakimi in der 17. Minute liegen.

In der 65. Minute schoss Raphael Guerreiro sein vermeintlich siebtes Tor in der Rückrunde. Der Treffer wurde dann wegen Handspiels zurückgenommen.

Wie schon etliche Male in dieser Saison hatte Fortuna viel Pech mit Pfostentreffern. Der eingewechselte Stürmer Steven Skrzybski traf gegen den BVB zweimal Aluminium. Vor allem sein Schuss in der 90. Minute nach einem Konter hätte ein goldener werden können.

Stattdessen traf Erling Haaland 20 Sekunden vor dem Ende. Der Norweger stand mit dem Rücken zum Tor und köpfte die Flanke von Manuel Akanji aus elf Metern ein.

Düsseldorf steht weiterhin auf dem Relegationsrang 16, punktgleich vor Werder Bremen, das nur noch ein Tor schlechter ist. Borussia Dortmund bleibt Zweiter. Der BVB hat nun bereits 82 Tore in der Saison 2019/20 erzielt – nach 31 Spielen. Der bisherige Vereinsrekord für eine ganze Saison (2015/16) ist damit eingestellt.

Von den letzten 6 Spielen hat der BVB nun 5 gewonnen. Nur gegen den FC Bayern gab es mit 0:1 eine Niederlage.

Die weiteren Spiele am Samstag Nachmittag des 31. Spieltags der Saison 2019/20 ergaben folgende Ergebnisse:

Hertha BSC gegen Eintracht Frankfurt 1:4

1. FC Köln gegen 1. FC Union Berlin 1:2

VfL Wolfsburg gegen SC Freiburg 2:2

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2. Bundesliga: Immer mehr Dramatik im Abstiegskampf!

Immer mehr Dramatik im Abstiegskampf der 2. Bundesliga! Die Samstag Spiele am 31. Spieltag der Saison 2019/20 ergaben einige wichtige Weichenstellungen.

Großer Sieger des Tages: Der Tabellen-Vorletzte SV Wehen Wiesbaden gewann 2:1 bei Holstein Kiel, drehte einen Rückstand noch um. Ex-Bundesliga-Profi Stefan Aigner (Frankfurt, 1860) traf in der 56. Minute zum Sieg.

Der Aufsteiger rückt damit dem 1. FC Nürnberg (0:1 im Derby gegen die SpVgg Greuther Fürth) und dem VfL Osnabrück (0:2 gegen VfL Bochum) eng auf die Pelle. Den Karlsruher SC (vor deren Spiel am Sonntag den VfB Stuttgart) haben die Wiesbadener bereits überholt. Mächtig Druck für den KSC!

Immer brenzliger wird die Lage auch für den 1. FC Nürnberg: Derbyfrust bei den Clubberern! Besonders bitter: Nürnberg war klar überlegen, ließ gute Chancen ungenutzt.

Das Kleeblatt traf mit der ersten gelungenen Tor-Aktion zum 1:0. Mann des Tages: Fürths Torwart Sascha Burchert rettet in der Nachspielzeit nochmals durch Paraden den Sieg. Es war Fürths erster Erfolg nach der Corona-Pause! Bis auf Nürnberg haben jetzt alle Mannschaften mindestens einmal gewonnen...

Der Bundesliga-Absteiger liegt nun nur noch zwei Punkte vor dem SV Wehen, bei dem die Franken am Dienstag antreten werden. Danach geht es gegen den VfB Stuttgart...

Der 1. FC Heidenheim (Platz 4) bleibt derweil ganz oben dran an den Aufstiegsplätzen, gewann 4:1 gegen Jahn Regensburg. Der verletzte Mittelfeld-Akteur Marc Schnatterer sah auf der Tribüne, wie seine Kollegen dem Team aus dem Südosten Bayerns klar die Grenzen aufzeigten.

Das 1:0 nach einer Minute war das früheste Tor für den Gastgeber überhaupt. Regensburgs Torwart Alexander Mayer sah bei seiner verunglückten Faustabwehr sehr schlecht aus. Heidenheim drehte später weiter auf, sorgte für gefällige Kombinationen. Tim Kleindienst (81.) schoss seinen 14. Saisontreffer.

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