Paul McGowan – der Erstliga-Rüpel mit der Fußfessel


Paul McGowan gilt als der Rüpel schlechthin in der schottischen Fußball-Liga.

Geboren am 7. Oktober 1987 in Bellshill ist der 170 cm große Stürmer zurzeit beim FC Dundee in der Scottish Premiership, der höchsten schottischen Spielklasse, aktiv.

Nach seinem vorerst letzten Aussetzer musste McGowan vor Gericht. Und das ließ keine Gnade walten und verurteilte den Profi.

Danach musste er hoffen, dass die Spiele seines FC Dundee am Wochenende nicht zu spät angepfiffen werden.

Der Rüpel der schottischen Fußball-Liga.
Paul McGowan - der Rüpel der schottischen Fußball-Liga. (Photo by Mark Runnacles/Getty Images)
Zumindest für einen Zeitraum von 2 Monaten – bei Erfüllung aller Bewährungsauflagen.

Auf die Bewährungsauflagen aufpassen

Paul McGowan mit Fussfessel im Spiel gegen St. Mirren.
Paul McGowan mit Fussfessel im Spiel gegen St. Mirren. Foto: Getty Images
Dabei hatte Paul McGowan ziemliches Glück im Unglück, denn die Ersteller des Spielplans der ersten schottischen Liga der Saison 2018/19 meinten es richtig gut mit ihm.

Das erste Spiel des FC Dundee beim FC St. Mirren wurde an einem Samstag um 16.00 Uhr angepfiffen. Der Mittelfeldspieler durfte von Anfang an spielen.

Weil sein Trainer ihn für gut genug befand und er damit nicht gegen die Bewährungsauflagen verstieß.

Der 30-Jährige musste von Freitag bis Sonntag spätestens um 19 Uhr zu Hause sein – für einen Zeitraum von 2 Monaten.

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Immer wieder kam der knapp 31-Jährige mit dem Gesetz in Konflikt

170 cm rüpelhaftes Benehmen.
170 cm rüpelhaftes Benehmen. (Photo by Mark Runnacles/Getty Images)

McGowan gilt als unbelehrbarer Rüpel in der schottischen Liga. Immer wieder kam der knapp 31-Jährige mit dem Gesetz in Konflikt, so weil er zwei Polizisten attackiert haben soll.

Der Schotte spielte sogar bei Celtic Glasgow und wurde 2008 schottischer Meister. Im folgenden Jahr spielte er beim 2:0 gegen den FC Villarreal sogar 16 Minuten in der Champions League.

Zuletzt gab es Ärger, als er angetrunken im Mai 2018 einen Türsteher anpöbelte und ihm ins Gesicht spuckte. McGowan entkam zwar einer Haftstrafe, wurde aber im Juli 2018 zu 200 Stunden gemeinnütziger Arbeit, zur Zahlung von 200 Britischen Pfund an den Türsteher und zu einer zweimonatigen Ausgangssperre verurteilt.

Diese galt von Freitags bis Sonntags – jeweils von 19.00 bis 7.00 Uhr morgens. Matchday-Zeiten für einen Fußballprofi. Zusätzlich ordnete das Gericht ein sehr effektives Mittel an, um McGowan ständig kontrollieren zu können.

Der Stürmer musste zwei Monate lang ständig eine elektronische Fußfessel tragen. Auch während des Trainings und sogar während der Spiele auf dem Platz.

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Zu stören schien das den Profi aber nicht sonderlich

Jetzt darf er wieder ohne Fussfessel - Paul McGowan.
Zu stören schien das den Profi aber nicht sonderlich. Im Spiel gegen St. Mirren im August 2018 war unter dem linken Stutzen eine mehr als deutliche Ausbuchtung zu sehen, die Fußfessel. McGowan spielte von Beginn an und wurde beim 1:2 in der 87. Minute ausgewechselt.

So lange Dundee nicht zum Abendspiel ran muss, kann er seinen Job weiter machen. Ansonsten muss er zu Hause bleiben. Denn um 19 Uhr muss er in den eigenen vier Wänden sein. Sonst piept die Fessel.

Am kommenden Samstag spielt Dundee in Motherwell. Spielbeginn ist um 16.00 Uhr. Das Spiel ist kurz vor 18.00 Uhr vorbei. Das wäre knapp bis 19.00 Uhr.

Denn die Entfernung zwischen Motherwell und Dundee beträgt knapp 140 Kilometer. Zum Glück sind die 2 Monate Tragefrist vorbei. Sonst hätte sich der Profi schon zur Halbzeit auswechseln lassen müssen.