Pokal-Aus für den BVB in Bremen: Ein Haaland ist zu wenig


Erling Braut Haaland Werder Bremen - Borussia Dortmund 3:2
Pokal-Aus in Bremen - Borussia Dortmunds Sturmbulle Erling Braut Haaland kann es nicht fassen. Foto: Imago Images / Jan Huebner

Er kommt, als die Karre schon tief im Dreck steckt: Die Einwechslung von Erling Braut Haaland (19) nach 46 Minuten für Thorgan Hazard kann am Dienstagabend das erneute Pokal-,,Aus” von Borussia Dortmund gegen Werder Bremen (2:3) nicht abwenden.

Haaland trifft zwar wie auf Bestellung zum 2:1 (67.), benötigt also nur 21 Minuten Anlaufzeit im DFB-Pokal, doch die Dortmunder Abwehr lässt nur 3 Minuten später das vorentscheidende 3:1 für Werder durch Milot Rashica zu.

Das 3:2 von Giovanni Reyna (78.) eröffnet eine hoch dramatische Schlussphase, in der Haaland bei einem Getümmel auch mal den ,,Raging Bull” gibt.

Der Neuzugang von Red Bull Salzburg tobt, als es nach einer Tätlichkeit von Niklas Moisander gegen Reyna keinen Elfmeter für den BVB gibt. Die letzte Szene in diesem Spiel gehört Haaland, aber sie spricht auch Bände: Mit einem Kopfball aus kurzer Distanz scheitert der BVB-Wunderstürmer an Werder-Torhüter Jiri Pavlenka. Aus, vorbei, Dortmund scheitert wie im Vorjahr im Achtelfinale an Werder Bremen – und offenbart alte Schwächen, die auch ein Erling Braut Haaland nicht allein glattbügeln kann!

Erling Braut Haaland Werder Bremen - Borussia Dortmund 3:2
Der Moment, der Dortmunds Pokal-Aus besiegelte: Erling raut Haaland scheitert mit einem Flugkopfball an Bremens Torhüter Jiri Pavlenka. Foto: Imago Images / Kirchner-Media

Borussia Dortmund ist ohne Haaland komplett harmlos!

Erling Braut Haaland erzielt den 2:1-Anschlusstreffer für Borussia Dortmund im DFB-Pokal-Achtelfinale bei Werder Bremen (3:2). Foto: Imago Images / Nordphoto
BVB-Coach Lucien Favre (62) muss sich fragen lassen, warum er in einem Knockout-Spiel bei einem Bundesliga-Abstiegskandidaten auf den überragenden Haaland in der Startelf verzichtet.

Dazu schwächt er die komplette linke Seite, in dem er den schwachen Dan-Axel Zagadou und den gegen Union Berlin nicht aufgebotenen Nico Schulz bringt! Der Nationalspieler liefert keine Flanken, trifft in der Vorwärtsbewegung viel zu viele falsche Entscheidungen.

Dortmunds 3-4-3 bleibt wirkungslos, ohne Haaland wirkt der BVB wie in der Hinrunde: Uninspiriert und fahrig. Bestes Beispiel: Marco Reus (30). Der BVB-Kapitän hat die wenigsten Ballaktionen aller Dortmunder Spieler und geht nach 89 Minuten vollkommen zu Recht für Neuzugang Emre Can vom Platz. Der von Juventus Turin verpflichtete Defensiv-Allrounder kann keine Akzente mehr setzen.

„Wir haben es nicht geschafft, Zug zum gegnerischen Tor zu entwickeln. Werder hat sehr kompakt verteidigt und sehr gut gekontert”, analysiert Julian Brandt, der sich – wie Haaland und Reyna – und trotz eines Fehlers vor dem 0:1 voll reinhängt, nach dem Spiel.

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Mats Hummels übt deutliche Kritik

Werder Bremen - Borussia Dortmund 3:2
Zu spät! Mats Hummels kann das Traumtor von Leonardo Bittencourt zum 2:0-Halbzeitstand für Werder Bremen gegen Borussia Dortmund (3:2) nicht mehr verhindern. Foto: Imago Images / Team 2

BVB-Abwehrchef  Mats Hummels übt ungeachtet der insgesamt zu dürftigen Leistung Kritik an Schiedsrichter Guido Winkmann, der dem BVB kurz vor Schluss trotz einer Tätlichkeit von Werder-Kapitän Niklas Moisander an Giovanni Reyna einen Strafstoß verweigert.

Hummels trifft dabei das Dortmunder Kernproblem. ,,Wir haben eine Mannschaft, die gerade sicherlich nicht vor Selbstvertrauen strotzt, nicht vor genügend Probleme gestellt und sie damit ins Spiel geholt. Wir haben es ihnen leicht gemacht, aggressiv zu verteidigen und ihr Publikum mitzunehmen”, resümiert Hummels bei Sky.

,,Ohne Erling Haaland hatten wir keine Tiefe im Spiel hatten. Unser Problem heute war aber nicht auf eine einzelne Person zurückzuführen. Mit einem unnötigen Fehler vor dem ersten Gegentor haben wir Werder unnötig ins Spiel geholt”, so der Weltmeister von 2014 weiter.

,,Wenn ich die Zeitlupe sehe, ist das Rot und Elfmeter. Ich weiß nicht, wie man zu einer anderen Entscheidung kommen kann”, hat Hummels kein Verständnis für den Referee nach der Szene in der 85. Minute.

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