Totentanz in Totttenham: Transfer von Stürmerstar Harry Kane?


Tottenham Hotspur und Erik Lamela: Der totale Frust.
Tottenham Hotspur und Erik Lamela: Der totale Frust. Foto: Imago Images / Alan Stanford

Die historische Champions-League-Schmach gegen den FC Bayern München (2:7) vom vergangenen Dienstag scheint Tottenham Hotspur in seinen Grundfesten zu erschüttern.

Der Champions-League-Finalist aus dem Vorjahr verliert am Samstag beim Außenseiter Brighton & Hove Albion mit 0:3, kassiert damit 10 Gegentore in 3 Tagen.

Damit nicht genug. In Brighton stockt allen ,,Spurs“-Fans der Atem. Keeper Hugo Lloris verletzt sich so schwer am Arm, dass er mit Morphium behandelt werden und vom Platz getragen werden muss.

Der Klub und Coach Mauricio Pochettino (47), der britischen Medienberichten vor dem ,,Aus“ steht, müssen nun fürchten, dass ihnen das, was sie in den letzten 4 Jahren mühsam aufgebaut haben, innerhalb kürzester Zeit zusammenbricht.

Hier könnte auch Ihre Pokal-Blamage stehen: Die Stars von Tottenham Hotspur scheiterten an Viertligist Colchester United, der offensichtlich noch Werbepartner sucht... (Photo by Stephen Pond/Getty Images)

Tottenham Hotspur und die Zahlen des Grauens

Harry Kane konnte nach dem 2:4 für Tottenham gegen den FC Bayern keine Wende mehr erzwingen...
Harry Kane konnte nach dem 2:4 für Tottenham gegen den FC Bayern keine Wende mehr erzwingen...Foto: Imago / Paul Terry/Sportimage
Nur, falls Sie es am Dienstag bei uns nicht gelesen haben. Hier noch mehr Zahlenwerk zum 2:7 (1:2)-Debakel der ,,Spurs“ gegen den FC Bayern.

Das 2:7 ist die höchste Pleite, die jemals ein englisches Team in einem Europapokal-Wettbewerb kassiert hat. 7 Gegentore, das hat es für einen Insel-Klub noch nie gegeben. Die bis Dienstag höchste Niederlage eines englischen Vertreters datiert noch aus den Kindertagen des Europapokals. 0:6 verliert 1958 im ,,Pokal der Messe-Städte“ (später UEFA-Pokal) eine Londoner Stadtauswahl gegen den FC Barcelona.

Nie zuvor hat Tottenham Hotspur, immerhin amtierender Champions-League-Finalist und 2-maliger UEFA-Cup-Sieger (1972, 1984) so viele Gegentore in einem Europapokalspiel hinnehmen müssen. Die Pleite gegen die Bayern war die erste mit 5 Toren Differenz.

7 Gegentore im eigenen Stadion, das ist in der ,,Königsklasse“ ohnehin zuvor nur 5 Teams hinnehmen, von denen 4 wahrlich nicht zur europäischen Elite zählen: MSK Zilina, Dinamo Zagreb, BATE Borissow und NK Maribor. Zudem bekommt AS Rom 2014 vom FC Bayern beim 1:7 sieben Stück eingewickelt.

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Verlässt Harry Kane Tottenham Hotspur?

Wie viele große Spieler vor ihm auch blieb Harry Kane in Madrid der bittere Weg am Meistercup vorbei in nicht erspart...
Wie viele große Spieler vor ihm auch blieb Harry Kane in Madrid der bittere Weg am Meistercup vorbei in nicht erspart... (Photo by Matthias Hangst/Getty Images)

Das sind Werte, die sich in Tottenham fatal auf die Stimmung auswirken.

Die Niederlage gegen die Bayern, so sind sich führende Beobachter sicher, hat bei den ,,Spurs“ etwas kaputt gehen lassen. ,,Vieles deutet darauf hin“, so der britische Autor Keir Radnedge im Kicker (Freitag), ,,dass dieser 1. Oktober 2019 der Anfang vom Ende einer Ära ist.“

Gemeint ist die Ägide des Argentiniers Mauricio Pochettino. ,,The Poch“ steht wohl vor der Ablösung. ,,Es wird einen neuen Coach brauchen und viele neue Spieler“, vermutet Radnedge, ,,damit dieses Team entsprechend zu den Ambitionen mit dem neuen Milliardenstadion wachsen kann.“ Pochettino gibt sich am Samstag nach der Niederlage in Brighton kämpferisch: ,,Wir werden uns dem Negativen stellen.“ Das müssen sie auch. In der Premier League hat Tottenham nur 11 von 24 möglichen Zählern geholt, seit dem 20. Januar (2:1 in Fulham) hat man keines der letzten 10 Auswärtsspiele gewinnen können.

Nach dem Desaster ist auch die Personalie Harry Kane wieder akut geworden. Insider sollen dem ,,Spurs“-Kapitän zu einem Wechsel geraten haben – weil Tottenham eben kein Team für Titel ist. Geht Kane, verliert Tottenham Hotspur seine Lebensversicherung. Der Kapitän der englischen Fußball-Nationalmannschaft ist mit 171 Pflichtspieltoren in 263 Partien der erfolgreichste Torjäger der Klubgeschichte. ,,Klubchef Daniel Levy wird abwägen“, mutmaßt Keir Radnedge, ,,ob Kane auf dem Spielfeld mehr wert ist oder ob die annähernd 200 Millionen Euro, die ein Wechsel einbringen könnte, das wäre knapp ein Fünftel der Stadionbaukosten übrigens.“

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