Neuer Vertrag bei Real Madrid: Toni Kroos ,,for Life“


Der erfolgreichste Deutsche in der Champions League - Toni Kroos.
Der erfolgreichste Deutsche in der Champions League - Toni Kroos. Foto: Imago

Am Montag gibt Real Madrid um 13 Uhr eine Pressekonferenz, Kicker.de meldet es über seine App schon um 10.30 Uhr. Toni Kroos (29) bleibt bis 2023 bei Real Madrid.

Damit sind die Abschieds-Gerüchte, die der Weltmeister von 2014 als ,,absolut falsche Informationen“ bezeichnet hat, vom Tisch.

Kroos bleibt bei den Madrilenen und dürfte in den kommenden Jahren ein Führungsspieler beim dringend notwendigen Neuaufbau des spanischen Rekordmeisters sein.

Zum Ausklang einer Saison ohne Titel kassiert Real Madrid am Sonntag ohne Kroos im Kader eine 0:2-Heimpleite gegen Betis Sevilla. Zuvor hat der Serien-Sieger der Champions League schon im Achtelfinale gegen Ajax Amsterdam (2:1 / 1:4) die Segel streichen müssen. Im UEFA Supercup unterliegen Real und Kroos im August 2018 in Tallinn dem Stadtrivalen Atlético mit 2:4 in der Verlängerung. In der Meisterschaft bleibt Real Madrid auf Rang 3 weit hinter den Erwartungen zurück, liegt am Saisonende 19 Punkte hinter dem Meister und Erzrivalen FC Barcelona.

Toni Kroos und Real Madrid, hier in der Copa del Rey in Barcelona, spielten eine enttäuschende Saison. (Photo by Angel Martinez/Getty Images)

Noch im Mai: PSG wollte Toni Kroos

Zinedine Zidane beobachtet Toni Kroos beim Abschlusstraining von Real Madrid vor dem Champions-League-Finale 2016 im Giuseppe-Meazza-Stadion in Mailand. (Photo by Laurence Griffiths/Getty Images)
Toni Kroos steht zuvor in 28 Spielen in La Liga auf dem Platz. Die Form- und Sinnkrise von Real Madrid macht aber auch vor dem 92-maligen deutschen Nationalspieler nicht halt. 

Nur 4 Tor-Vorlagen kann Kroos liefern, bleibt in der spanischen Liga ohne Treffer. In der Champions League gelingt dem Deutschen nur ein Tor. 28 Spiele sind Kroos‘ geringste Ausbeute, seit er 2014 vom FC Bayern München zu Real Madrid gewechselt ist. Alles insgesamt kein Vergleich zu seiner besten Saison im Dress von Real, 2017/2018.

Mit 5 Toren und 7 Assists sorgt Kroos in der vergangenen Spielzeit u. a. mit dafür, dass der Champions-League-Pokal verteidigt wird.

Noch Mitte Mai halten sich Wechsel-Gerüchte um Toni Kroos. Paris St.-Germain und Thomas Tuchel sollen Interesse haben. Nun die Wende. Kroos, der zuletzt 2016 bei Real verlängert hat, legt bis 2023 nach. Die spanische Sportzeitung AS, die über ,,Abschiedsgedanken“ des zentralen Mittelfeldspielers geschrieben hat, liegt falsch.

EINE ANDERE LIGALIVE STORY?

Deutsche Profis bei Real Madrid: Stielike ist noch Rekord-Spieler

Günter Netzer (li.) und Paul Breitner (beide Real Madrid), hier in einem Freundschaftspiel 1975 gegen den damaligen Zweitligisten FK Pirmasens im pfälzischen Ludwigshafen, begründeten die deutsche Tradition in Bernabeu.

Kroos for Life – Damit zementiert der Mittelfeldspieler seine Ausnahmestellung unter den deutschen Spielern bei Real Madrid.

Der ehemalige Bundesligaprofi vom FC Bayern München und Bayer Leverkusen wird auf Sicht zum mit Abstand dienstältesten deutschen Spieler bei den ,,Königlichen“ und diesen Rekord wird ihm für lange Zeit kein deutscher Legionär streitig machen können.

Erfüllt der gebürtige Mecklenburger seinen Kontrakt, wäre er 9 Jahre in Diensten der Madrilenen. Deutscher Rekordhalter ist bislang der frühere Mönchengladbacher Uli Stielike (64), der zwischen 1977 und 1985 insgesamt 8 Spielzeiten bei Real Madrid unter Vertrag steht. Bodo Illgner (heute 52) steht von 1996 bis 2001 im Tor von ,,Los Blancos“  (u. a. CL-Sieger 1998 und 2000). Mit dem Ex-Kölner und mit seinem Weltmeisterkollegen Sami Khedira (2010 bis 2015 in Madrid) hat Kroos mit seiner 5. Saison in Spanien nun gleich gezogen.

Paul Breitner (von 1974 bis 1977), Christoph Metzelder (2007 bis 2010), Günter Netzer (1973 bis 1977) und Mesut Özil (2010 bis 2013) spielen jeweils 3 Jahre in Madrid. Nuri Sahin (2010 bis 2012) und Bernd Schuster (1988 bis 1990) bleiben 2 Spielzeiten in Bernabeu. Der ,,blonde Engel“, Bernhard Schuster, vollzieht als einziger deutscher Spanien-Profi mit dem Wechsel vom FC Barcelona, für den er zuvor 8 Jahre am Ball war, den Tabu-Bruch.

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