Schlimmer geht’s immer: Das sind die Negativrekorde der Bundesliga!


Bestleistungen werden durchaus mal vergessen. Negativrekorde bleiben haften – bis in die Ewigkeit. Herbst 2018: Werder Bremen führt mit 2:1 gegen Hertha BSC und spielt eine Flanke in den Strafraum der Berliner. Marvin Plattenhardt foult Theodor Gebre Selassie. Das ist der  der fünfte Elfmeter im fünften Spiel gegen Hertha. Bundesligarekord.  Hier folgen weitere Rekorde der besonderen Art. Auch Werder Bremen ist dabei. 

 

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Wie begossene Pudel schlichen die Bremer nach einer 0:6-Schlappe in München vom Platz (Foto: Firo)

 

Die totale Flaute:

Werder Bremen war im Rennen um das internationale Geschäft in der Saison 2014/15 lange dabei – ein Erfolg. Im Gedächtnis aber wird das 0:6 in München bleiben. Bei dem Debakel gab Bremen nicht einen einzigen Torschuss ab. Das gab es seit der Datenerfassung in der Bundesliga 1993 noch nie.

 

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Tor wie vernagelt: Rafael van der Vaart zeigte sich in dieser Saison oftmals verzweifelt (Foto: Firo)

 

Flaute II:

Noch ein Nordverein, der vorne nicht trifft. Auf das erste Tor in der Saison 2014/15 musste der HSV elend lange 507 Minuten warten. Der Dino löste damit den VfL Bochum ab, der einst 474 Minuten zu Beginn einer Saison nicht getroffen hatte.

 

Flaute III:

Wohl auf immer und ewig bleibt der SC Tasmania 1900 Berlin der Negativ-Rekordhalter schlechthin. Das sind die beeindruckenden Zahlen einer unvergleichlich miesen Saison 1965/66: die meisten Gegentreffer (108), die wenigsten Tore (15), die meisten Niederlagen (28), die wenigsten Siege (2, gemeinsam mit dem Wuppertaler SV), die wenigsten Zuschauer bei einem Heimspiel (827 Fans beim Kick gegen Borussia Mönchengladbach).

 

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Stürmer mit massiver Ladehemmung: der einstige Kölner Christian Timm (Foto: Firo)

 

Flaute IV:

Der 1. FC Köln blieb in der Saison 2001/02 ganze 1.033 Minuten ohne Tor, also mehr als elf Spiele.

 

Die derbste Schlappe:

Satte zwölf Buden kassierte Borussia Dortmunds Torwart Peter Endrulat am 34. Spieltag der Saison 1977/78 gegen Borussia Mönchengladbach. Dieses 0:12 ist bis heute die höchste Niederlage der Bundesliga-Geschichte.

 

Hinein in die eigene Kiste:

Manfred Kaltz vom HSV erfand einst die Bananenflanke. Vorne war der Rechtsverteidiger eine Waffe, hinten eine Gefahr. Kaltz traf sechsmal ins eigene Tor. Auch Nikolce Noveski von Mainz 05 überwand sechsmal einen eigenen Torwart.

 

Ein Europameister mit sehr vielen Bundesliga-Niederlagen: Bernhard Dietz (Foto: Firo)

 

Die meisten Niederlagen:

Bernhard Dietz wurde als Spielführer der Nationalmannschaft Europameister (1980). Ein grandioser Triumph für ihn. Und auch ein Trost. Als Spieler des MSV Duisburg stand er bei 221 Niederlagen auf dem Platz – Bundesligarekord!

 

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Rangelei! Zwischen Dortmundern und Bayern fliegen gerne die Fetzen (Foto: Firo)

 

Das bunteste Spiel:

Den Rekord für das Spiel mit den meisten Karten halten die Erzrivalen Dortmund und Bayern. Beim 1:1-Unentschieden am 7. April 2001 setzte es zehn gelbe, eine gelb-rote und zwei rote Karten.

 

Die meisten gelben Karten:

Der „Tiger“ biss besonders oft zu. Stefan Effenberg sah in seiner Karriere insgesamt 114 Mal Gelb.

 

Die meisten roten Karten:

Insgesamt acht Mal flog Jens Nowotny vom Platz: Er sah drei gelb-rote und fünf glattrote Karten.

 

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Runter vom Feld: Das zweite Bundesliga-Spiel für Frankfurt war für Marcel Titsch-Rivero bereits nach 43 Sekunden wieder beendet (Foto: Firo)

 

Der schnellste Platzverweis:

Der Frankfurter Marcel Titsch-Rivero leistete sich am 14. Mai 2011 im Spiel gegen Dortmund eine Notbremse. Bis zu dieser Untat stand der Einwechselspieler gerade mal 43 Sekunden auf dem Platz.