WM 2022 Gruppe

WM 2022: Der Voraussichtliche Schweizer Nationalmannschaft Kader

Die Schweizer Nationalmannschaft “Nati” ist bereits zum fünften Mal in Folge bei einer WM Endrunde mit dabei. Sie konnten sich direkt für die Teilnahme qualifizieren und sie haben auch einen ziemlich starken Kader – allerdings konnten sie bislang noch nie einen wirklich großen Erfolg bei einer WM feiern. Immer war es für den Schweizer Nationalmannschaft Kader spätestens im Viertelfinale vorbei. Vielleicht sieht dies aber dieses Jahr anders aus.

Wer ist Trainer des Schweizer Teams und in welcher Gruppe spielen sie?

Unter Coach Murat Yakin wird der Schweizer Nationalmannschaft Kader in der Gruppe G gegen Brasilien, Kamerun und Serbien antreten. Yakin ist erst seit August 2021 als Trainer der Nationalmannschaft im Amt und hatte daher noch nicht besonders viel Zeit, das Team und deren Spielweise perfekt kennenzulernen. Ein Nachteil? Nicht unbedingt, denn Yakin war selbst ganze zehn Jahre lang Nationalspieler im Schweizer Team. Seine Karriere als Trainer hat er allerdings bereits 2006 begonnen, er trainierte zuvor den Schweizer Zweitligisten FC Schaffhausen.

schweizer nationalmannschaft kader

Die Schweiz startet am 24.11.2022 um 11:00 Uhr in die Gruppenphase mit dem Spiel gegen Kamerun, danach geht es am 28.11.2022 um 17:00 Uhr weiter gegen Weltmeisterrekordhalter Brasilien. Am 02.12.2022 um 20 Uhr geht es dann noch gegen Serbien weiter. Mit der Gruppe G hat die Schweiz eine relativ dankbare Gruppe erwischt – natürlich wird das Spiel gegen Brasilien nur schwer zu gewinnen sein, die Schweiz hat allerdings sehr gute Chancen auf den zweiten Platz und den damit verbundenen Aufstieg ins Achtelfinale. Denn sowohl Kamerun als auch Serbien sind eher schwächer einzuschätzen, als die Schweiz.

Wie sieht der voraussichtliche Schweizer Nationalmannschaft Kader aus?

Die meisten Pflichtspiele unter dem neuen Trainer machte die Schweiz in einem 4-2-3-1 System, weshalb die auserwählten Spieler wahrscheinlich auch in der WM Endrunde in diesem Format antreten werden.

Tor

Der absolute Stammtorhüter der Schweiz ist der Routinier Yann Sommer von Borussia Mönchengladbach. Er spielt bereits seit über zehn Jahren für die Schweizer Nationalmannschaft und hat sich das Vertrauen des Landes und des Trainers erarbeitet und verdient. Sollte er nicht spielen können, steht als erster Ersatz Gregor Kobel von Borussia Dortmund zur Verfügung, der einige Jahre jünger ist. Als dritte Auswahl wird wahrscheinlich der 28 Jahre alte Jonas Omlin von Montpellier HSC mit nach Katar reisen. Sollte ein vierter Torhüter als Ersatz mitkommen dürfen, wäre dies wahrscheinlich Yvon Mvogo vom FC Lorient.

Verteidigung

Voraussichtlich werden die Innenverteidigung Manuel Akanji von Manchester City und Nico Elvedi von Borussia Dortmund bilden. In der Abwehr werden wahrscheinlich Eray Cömert vom FC Valencia sowie Fabian Schär von Newcastle United eingesetzt werden.

schweizer nationalmannschaft kader

Rechts hinten könnte einer der beiden Deutschland Legionäre, Kevin Mbabu vom FC Fulham oder auch Silvan Widmer von Mainz 05 aufgestellt werden, eine Alternative wäre auch Jordan Lotomba vom OGC Nizza. Ricardo Rodriguez vom FC Turin wird vermutlich als Rechtsverteidiger gesetzt werden, sein Ersatz könnte Ulisses Garcia vom YB Bern sein.

Mittelfeld

Kapitän Granit Xhaka vom FC Arsenal, der auch der Star des Teams ist, wird im defensiven Mittelfeld der Anführer sein, neben ihm steht wahrscheinlich Remo Freuler von Nottingham Forest, allerdings könnten auch Denis Zakaria vom FC Chelsea, Djibril Sow von der Eintracht Frankfurt, Fabian Frei vom FC Basel und Michel Aebischer vom FC Bologna in der Sechser Position auflaufen. Hier stehen also viele verschiedene routinierte Spieler zur Verfügung, die auf der Bank auf ihren Einsatz warten werden.

US-Legionär Xherdan Shaqiri von den Chicago Fire hat sein Flugticket nach Katar in der Zehner Position bereits sicher. Für die Position Linksaußen stehen sowohl Ruben Vargas vom FC Augsburg als auch Steven Zuber von AEK Athen zur Verfügung.

Am rechten Flügel ist am wahrscheinlichsten, dass Renato Steffen vom FC Lugano auflaufen wird, als weitere Optionen stehen noch Christian Fassnacht vom YB Bern und der junge Noak Okafor von RB Salzburg zur Verfügung und warten auf ihre Nominierung. Letzterer kann auch als Mittelfeldspieler antreten.

Angriff

Für die Angriffsposition an der Sturmspitze ist Breel Embolo vom AS Monaco die erste Wahl, da er mit seiner Schnelligkeit und Technik überzeugt. Er kann allerdings auch rechts außen auflaufen, dass könnte Haris Seferovic von Galatasaray den Platz als Mittelstürmer erhalten. Als Ersatz würde dann wahrscheinlich Mario Gavranovic von Kayserispor auf der Bank Platz nehmen. Sowohl Embolo, als auch Seferovic werden übrigens als eventuelle Torschützenkönige eingestuft.

Die stärksten Spieler hat der Schweizer Nationalmannschaft Kader in der Defensive und der Abwehr. Im Sturm fehlen dagegen Spieler, weshalb es unter Umständen ab und zu schwer werden könnte, wirklich Tore zu schießen.

schweizer nationalmannschaft kader

Welche Chancen hat der Schweizer Nationalmannschaft Kader auf einen Sieg bei der WM 2022?

In der Qualifikation für die diesjährige WM haben die Schweizer immer gewonnen – dreimal gingen sie als Sieger hervor und dreimal ging es Unentschieden aus. Und sie hatten sogar zweimal Europameister Italien als Gegner, ein Unentschieden spielten sie gegen Nordirland und holten sich dadurch den Gruppensieg. Auch in der EM 2021 konnte die Schweiz überzeugen. Sie scheiterten Weltmeister Frankreich aus und mussten sich erst im Viertelfinale im Elfmeterschießen gegen Spanien aus dem Turnier verabschieden.

Und auch vor dieser WM steht die Schweiz wie immer gut da – der Schweizer Nationalmannschaft Kader konnte sich bisher wieder beweisen, dass sie auf hohem Niveau spielen. Und auch die FIFA Weltrangliste unterstreicht dies – die Schweizer sind dort auf Platz 15 verzeichnet. Das bedeutet, dass sie sich im vergangenen Jahr um 3 Plätze verbessert haben. Bisher haben sie bereits zwölf Mal an einer Weltmeisterschaft teilgenommen, nun sind sie zum fünften Mal in Folge dabei. Die letzten Male hat es allerdings drei Mal zum Achtelfinale gereicht, einmal schieden sie in der Vorrunde aus.

Insgesamt hat der jeweilige Schweizer Nationalmannschaft Kader 98 Mal bei Weltmeisterschaften gespielt, dabei haben sie 44 Mal gewonnen, 23 Mal Unentschieden gespielt und haben 31 Mal verloren. Tore haben sie 165 geschossen und 123 Gegentreffer kassiert. Das ergibt statistisch eine Trefferquote von 1,68 und eine Gegentor Quote von 1,26 Toren pro Spiel.

Fazit: Die Schweizer scheinen also grundsätzlich bereit dazu zu sein, den Weltmeistertitel zu holen – wenn man es realistisch betrachtet, wird es allerdings höchstens bis zum Viertelfinale reichen. Danach wird es einfach deshalb schwer, weil es zu viele, deutlich stärkere Mannschaften im Turnier gibt.


Ligalive