Derby-Sieg bei Atlético: Real Madrid im Wende-Modus

Am Mittwoch greift Titelverteidiger Real Madrid im von der Papierform her vermeintlich leichtesten Achtelfinale bei Ajax Amsterdam in die K.o.-Phase der Champions League ein.

Anders als der zeitgleich bei Tottenham Hotspur antretende, wankelmütige Bundesliga-Tabellenführer Borussia Dortmund gehen die Madrilenen mit riesigem Selbstbewusstsein in die Partie in der Johan-Cruyff-ArenA in Amsterdam.

In der Partie bei Ajax kann es am Mittwoch nur einen Favoriten geben: Den Serien-Sieger Real Madrid.

Der Rekord-Europapokalsieger hat zu Hause in nur einem Monat die Dinge wieder geradegerückt. Anders gesagt: Das Imperium schlägt zurück.

Seht her, wir sind wieder da! Henrique Casemiro und Real Madrid triumphieren im Stadt-Duell bei Atlético. (Photo by Denis Doyle/Getty Images)

„Bale poliert die Dinge“

Dieser Ulk-Jubel von Sergio Ramos zeigt klar: Bei Real Madrid ist die Leichtigkeit des Seins zurück... (Photo by Denis Doyle/Getty Images)
Dieser Ulk-Jubel von Sergio Ramos zeigt klar: Bei Real Madrid ist die Leichtigkeit des Seins zurück... (Photo by Denis Doyle/Getty Images)

Und wie! Am Samstag landen „Los Blancos“ einen überzeugenden 3:1-Erfolg im Stadtderby bei Atlético Madrid und fühlen schon mal vor für das Finale im Estadio Wanda Metropolitano, wo am 1. Juni 2019 das große CL-Endspiel steigt.

„Real übernimmt das Wanda“, titelt die spanische Sport-Tageszeitung Marca am Samstag nach dem Auswärtserfolg von Toni Kroos und Co. Tore von Casemiro, Sergio Ramos (Elfm.) und Gareth Bale sorgen dafür, dass Real den Stadt- und Erzrivalen in „La Liga“ wieder überholt.

„Bale poliert die Dinge beim vielleicht eindrucksvollsten Sieg der Solari-Ära“, vermutet die Marca. Mit 45 Punkten und dem 5. Sieg in Folge rücken „Die Königlichen“ in der spanischen Primera Division wieder auf Rang 2 vor.

Anfang Januar hat das noch ganz anders ausgesehen…

Ligalive Infografik - Action Zones im Spiel Atlético Madrid gegen Real Madrid (1:3), La Liga, Saison 2018/19

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Gerade mal vier Wochen her: Weltfußballer Luka Modric (m.) wählte nach Real Madrids 0:2-Pleite gegen San Sebastian drastische Worte... (Photo by Gonzalo Arroyo Moreno/Getty Images)

In nur 4 Wochen hat Real Madrid sich vom Krisen- in den Angriffsmodus eingegroved.

481 torlose Minuten in der Liga – knapp am vereinsinternen Negativ-Rekord von 496 Minuten vorbei – und die 1:5-Demütigung beim FC Barcelona im „Clasico“ – das scheint alles Schnee von gestern zu sein.

Die Bilanz ist seit dem 0:1 im Achtelfinal-Rückspiel der Copa del Rey bei CD Leganés (Hinspiel: 3:0) wieder „Real Madrid“ und nicht „Kabarettisten spielen Real Madrid nach“.

Seit dem 19. Januar hat Real 6 der letzten 7 Pflichtspiele gewonnen, bei nur einem Remis. „Reals eindrucksvolle Renaissance unter Santiago Solari geht weiter“, jubelt die Marca im Anschluss an das Stadtderby. Als entscheidenden Faktor für den Umschwung beim königlichen Krisenklub sieht das Blatt eine personelle Umstellung: Sergio Reguilón (22) für Marcelo auf der linken Außenverteidigerposition. Das Eigengewächs kommt in den letzten 5 erfolgreichen Liga-Spielen auf 2 Tor-Vorbereitungen. Seit dem Tiefpunkt am Dreikönigstag beim 0:2 gegen Real Sociedad San Sebastian haben auch Sturmtank Karim Benzema mit 3 sowie der Waliser Gareth Bale mit 2 Treffern in die Erfolgsspur zurückgefunden.

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