Spanischer Supercup: Ein bizarres Finale!


Supercup FC Barcelona - Atlético Madrid 2:3
Das hat man vom modernen Fußball! Ein Flitzer schnappt sich in Dschidda, Saudi-Arabien, im spanischen Supercup-Halbfinale mal eben Barcelonas Superstar Lionel Messi... Foto: Imago Images / Agencia EFE

Erinnern Sie sich noch an den 29. Mai 2019? An diesem Tag spielen die beiden Londoner Vereine FC Chelsea und FC Arsenal in der aserbaidschanischen Hauptstadt das Europa-League-Finale aus.

In einer halbleeren Arena zelebrieren die beiden Teams, die in der britischen Hauptstadt gut 12 Kilometer Luftlinie voneinander entfernt liegen den ganz normalen Wahnsinn im modernen Fußball. Sie fliegen mehr als 3.000 Kilometer, um ein Europapokalfinale auszuspielen.

Da haben sich die Spanier gedacht: Wir setzen noch einen drauf! Der spanische Supercup wird in den nächsten 3 Jahren in Saudi-Arabien stattfinden. Dafür streichen die 4 teilnehmenden Teams 120 Millionen Euro ein.

Die Halbfinal-Spiele am Mittwoch und Donnerstagabend haben eine Konstellation gebracht, die noch bizarrer ist als die von Baku 2019.

Dieses Tor kostete Valverde wohl den Job: Angel Correa schoss Atlético Madrid mit dem 3:2 gegen den FC Barcelona ins spanische Supercupfinale in Saudi-Arabien. Foto: Imago Images / Agencia EFE

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Spanien Supercup
Schon 2018 jubelten der FC Barcelona und Lionel Messi (m.) fremd in Marokko... Foto: Imago Images

Sie lautet: Madrid gegen Madrid am Golf. Real Madrid, das am Mittwoch in Dschidda mit 3:1 gegen den FC Valencia klar die Oberhand behält, trifft auf Atlético Madrid. Die Mannschaft von Trainer Diego Simeone setzt sich am Donnerstagabend mit 3:2 (0:0) gegen den FC Barcelona durch. 

Und weil man sich in Madrid so oft sieht, u. a. in den Champions-League-Finals 2014 und 2016 in Lissabon und Mailand, geht es dieses Mal mehr als 6.600 Kilometer auf die Walz, nonstop fliegst du zwar nur 5,5 Stunden, das geht aber nur 4-mal die Woche. Mit mehreren Stops sitzt du mindestens 8,5 Stunden im Flieger und an Flughäfen herum.

Atlético Madrid gegen Real Madrid in Saudi-Arabien – ein bizarres Finale! Während Real-Coach Zinedine Zidane (47) am Dienstag diese Ansetzung im als Austragungsort umstrittenen Saudi-Arabien vollkommen kritiklos kommentiert hat (,,Ich bin froh, in Saudi-Arabien zu sein”), wird Barcelonas Trainer Ernesto Valverde schon deutlicher.

,,Es gibt eine große Resonanz aufgrund des Kontextes rund um das Land. Man sollte immer bedenken, dass der Fußball, in dem wir involviert sind, eine Industrie ist, die immer nach neuen Wegen sucht, wie man Einkünfte generiert”, erklärt der 55-Jährige in der Pressekonferenz vor dem Spiel gegen Atlético, ,,genauso wie es hier besondere Begleitumstände gibt, gab es diese auch letztes Jahr (in Marokko, wo der letzte Supercup ausgetragen wurde, Anm. d. Red.).” Die ausführenden TV-Sender haben aufgrund der heiklen Menschenrechtslage in Saudi-Arabien auf eine TV-Übertragung verzichtet (Ligalive.net berichtete).

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Dass der ganz normale Wahnsinn im modernen Fußball weitergeht, dafür sorgt Atlético Madrid.

Die ,,Colchoneros” biegen eine 2:1-Führung des FC Barcelona noch um: 3:2 am Ende – und damit am Sonntag das Finale gegen Real Madrid in der Wüste.

Man kann den Akteuren beider Teams auf keinen Fall das Temperament absprechen. Das käme uns bei einer Partie, in der eine von Heißkiste Diego Simeone (49) trainierte Mannschaft dabei ist, auch nie in den Sinn. Unmittelbar vor der Pause gibt es eine zünftige Rudelbildung, ausgelöst von ,,Barca”-Genie Lionel Messi (32) und Jordi Alba. Gelb gibt es jedoch für Luis Suárez und Atléticos Stefan Savic.

Das spanisch-argentinische Stürmerduo Alváro Morata und Angel Correa bringt Atlético mit 2 Toren in der Schlussphase (81. / 86.) auf die Siegerstraße. Der FC Barcelona hat den Supercup-Irrsinn hinter sich: Trotz der 2:1-Führung von Messi und Weltmeister Antoine Griezmann (51. / 62.) – Koke hat Atletico nach 46 Minuten in Führung gebracht – reist der Titelverteidiger vorzeitig nach Hause. Die Stars werden es verschmerzen können…

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