Transfers: So wird es nichts mehr mit dem BVB und Jadon Sancho!


Jadon Sancho BVB Transfer
Jadon Sancho kann es nicht fassen: So ein schlechtes Spiel von Borussia Dortmund gegen den SC Paderborn! Foto: Imago Images / Team 2

Borussia Dortmund ist in diesen Wochen dabei, sich eine Menge Sympathie zu verscherzen.

Bei der Jahres-Hauptversammlung des BVB am Sonntagnachmittag in der Dortmunder Westfalenhalle gibt es gellende Pfiffe und Buh-Rufe für die Stars. Wirklich Werbung für sich und die ambitionierten Saisonziele haben sie am Freitagabend im Heimspiel gegen den Tabellenletzten SC Paderborn (3:3 nach 0:3-Pausenrückstand) nicht für sich gemacht.

Mitten drin im dunklen Anzug und wie verloren wirkend, beschämt in die Runde schauend: BVB-Juwel Jadon Sancho. Der 19-jährige Engländer ist eine Art ,,Gesicht der Dortmund-Krise.“

Von Trainer Lucien Favre (62) erst suspendiert, dann nach dem 0:4 in München vor der Länderspiel-Pause richtig rund gemacht, scheint der Außenstürmer sich gut zu überlegen wie es mit ihm und Borussia Dortmund weitergehen soll.

BVB Favre Sancho
Die Blamage von München: Nach 36 Minuten hatte BVB-Coach Lucien Favre (r.) ein Einsehen mit Jadon Sancho - und nahm ihn in München für Raphael Guerreiro vom Platz. Besser wurde das BVB-Spiel dadurch nicht... Foto: Imago Images

BVB: Jadon Sancho sieht sich als ,,Sündenbock"

Jadon Sancho, hier vor dem 0:0 im Gruppenspiel gegen den FC Barcelona, spielt mit Borussia Dortmund in der Champions League auf der ganz großen Bühne vor... (Photo by Christian Kaspar-Bartke/Bongarts/Getty Images)
Der 19-jährige Flügelstürmer ist in den vergangenen Wochen eines der größten Diskussionsthemen beim BVB.

Das Online-Portal The Athletic befeuert die angeblichen Abwanderungsgedanken mit der Aussage, dass Sancho sich von der Führung der Schwarz-Gelben „gedemütigt, ungeschützt und zum Sündenbock erklärt“ fühle – und die Zeichen deshalb auf Abschied stehen könnten.

Dass wäre vor dem Hintergrund auf Sanchos tolle letzte Saison mit 12 Toren und 17 Assists in der Bundesliga ein Armutszeugnis für den Verein – und für den Coach Favre, dem ja immer ein gutes Händchen bei der Förderung junger Spieler nachgesagt wird. Thorgan Hazard und Marco Reus seien als Beispiele genannt.
Hintergrund seien mehrere Vorgänge, die den englischen Nationalspieler „traurig und verwirrt“ zurückgelassen hätten.

Da wäre zum einen die Streichung Sanchos durch Favre vor dem Spiel gegen Borussia Mönchengladbach (1:0) wegen Zuspätkommens nach der Länderspiel-Pause inklusive Geldstrafe von 100.000 Euro. (Ligalive.net berichtete)

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Sancho: BVB ,,ab 140 Millionen Euro gesprächsbereit"

Jadon Sancho bejubelt das 1:0 für Borussia Dortmund gegen Mainz 05.
So sah man ihn letzte Saison am liebsten: Jadon Sancho bejubelt das 1:0 für Borussia Dortmund gegen Mainz 05. (Photo by Alex Grimm/Bongarts/Getty Images)

Am heftigsten hätte das Top-Talent aber die Auswechslung nach nur 36 Minuten beim desaströsen Auftritt des BVB bei Bayern München (0:4) getroffen – und dass Favre nicht einmal bis zur Halbzeit gewartet hätte, heißt es bei The Athletic.

Dies sei von Spielerseite als „schmachvoll“ aufgefasst worden, zumal sich der Schweizer Coach nach der Partie in den Medien mit Kritik nicht zurückgehalten hatte: „Er war einfach nicht gut genug. Er war zwei Tage verletzt, konnte nicht trainieren. Er hat gestern trainiert. Ich denke, man hat das gesehen.“

Hinzukomme, dass Dortmunds Sportchef Michael Zorc und Geschäftsführer Hans-Joachim Watzke regelmäßig bei Sanchos Berateragentur Elite Project Group vorstellig würden, um dessen Wechselabsichten abzuklopfen. In Hinblick auf die Geschehnisse rund um die Transfers von Pierre-Emerick Aubameyang (30, Arsenal) und Ousmane Dembélé (22, Barcelona), die ihren Wechsel ins Ausland erstreikt haben, ist das aus BVB-Sicht wohl gut zu verstehen. Sancho bekommt nun die Härte zu spüren, die die BVB-Bosse beim Abgang der Leistungsträger Aubameyang und Dembélé einst vermissen ließen. Dabei bringt eine harte Linie gegenüber dem englischen Feingeist nur wenig. Im Gegenteil: Mit einem harten Kurs droht der BVB den Jungstar, dessen Seite jüngst versichert hat, dass es keinen Winter-Transfer geben werde, zu vergraulen!

In Kürze sei ein weiteres Treffen geplant, wo die Situation auf den Tisch gebracht werden soll. Laut BILD (Montag-Ausgabe)  ist der BVB gesprächsbereit, was einen Verkauf anbelangt – ab einer Ablöse von 140 Millionen Euro. Mit dem FC Barcelona, FC Liverpool, Manchester United und Real Madrid stünden finanzkräftige Top-Klubs schon Schlange. Sanchos Ex-Klub Manchester City möchte informiert werden, sollte Bewegung in einen möglichen Wechsel kommen. In der laufenden Saison kommt der wertvollste Spieler der Bundesliga (Marktwert: 100 Mio. Euro / Quelle: Transfermarkt.de) auf 5 Tore und 9 Vorlagen.

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