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Transfers: Hertha BSC – Ein 0:0 für 38 Millionen Euro

Hertha BSC ist ,,Winter-Transfermeister”! Weltweit hat kein Klub mehr Geld ausgegeben als der von Investor Lars Windhorst mäzenierte Hauptstadtverein. Einen ersten Schub hat das am Freitag, beim tristen 0:0 gegen Schalke 04, noch nicht gegeben…

Krzysztof Piatek Hertha BSC

Stand Freitag, 19 Uhr, hat Hertha BSC den ersten Titel in dieser Saison geholt.

Die Berliner dürfen sich, so nichts Weltbewegendes mehr passiert, Winter-Transfermeister 2020 nennen. Kein anderer Klub hat weltweit so viel Geld in die Hand genommen wie der von Jürgen Klinsmann (55) trainierte Hauptstadtklub.

Berlin ist nun reich, aber unsexy. Denn von den Neuzugängen hat am Freitagabend beim 0:0 gegen den FC Schalke 04 nur ein Spieler auf dem Rasen gestanden.

Krzysztof Piatek kommt in der Schlussphase in die Partie, kann aber keine Akzente mehr setzen. Das ,,Projekt Hertha” wird, wie Ex-Profi Jonas Hummels glaubt, ,,eine Menge Zeit brachen.”Hertha hat in diesem Winter-Transferfenster rund 78 Mio. Euro für Matheus Cunha von RB Leipzig, Mittelstürmer Krzysztof Piatek (Milan), Mittelfeldspieler Santiago Ascacíbar (22, VfB Stuttgart) und Lyons Lucas Tousart (22), der erst im Sommer zum Verein stößt, ausgeben.

Auf komplette Saison gesehen steigen die Investitionen der Hertha auf knapp 112 Mio. Euro. Mit der Verpflichtung von Tousart und Piatek hat Hertha den ohnehin erst im Sommer durch die Ablöse von 20 Mio. Euro für Dodi Lukebakio vom FC Watford, zuletzt Leihgabe bei Fortuna Düsseldorf, neu aufgelegten, vereinsinternen Transfer-Rekord innerhalb von einer Woche 2-mal verbessert.

„Wir wollten uns im Angriff quantitativ und qualitativ breiter aufstellen – das ist uns durch die Transfers von Krzysztof Piatek und nun Matheus Cunha gelungen“, sagt Hertha-Manager Michael Preetz.

Piatek kommt am Freitagabend, in einer tristen Begegnung gegen den FC Schalke 04, nach 63 Minuten für Marius Wolf ins Spiel.10 Minuten nach seiner Einwechslung verpasst Piatek per Kopfball seinen Premieren-Treffer.

Von den übrigen Neuzugängen steht nur Santiago Ascacibar in der Startelf. Matheus Cunha, am Freitag von RB Leipzig geholt, ist gegen Schalke 04 noch nicht im Kader.

Der von Investor Windhorst alimentierte Hauptstadtverein hat zwar die zuerst gehandelten Namen Julian Draxler (PSG), Mario Götze (Borussia Dortmund) oder Granit Xhaka vom FC Arsenal nicht verpflichten können, doch im Schluss-Spurt dieser Transfer-Periode hat man in Berlin aufgerüstet.

Insgesamt hat Hertha 77 Millionen Euro im Schlussverkauf ausgegeben – weltweit ein Top-Wert. Die Millionen von Großinvestor Lars Windhorst versetzen den Hauptstadtverein in die Lage, auf dem als schwierig geltenden Transfermarkt im Januar kräftig nachzulegen. Ob sich die Investitionen schon in der Rückrunde auszahlen, muss man abwarten. Hertha stellt trotzdem noch ein sehr fragiles Gebilde dar.


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