Transfers: Wen Jürgen Klinsmann alles nicht sicher hatte…


Die Partie beim FC Watford inklusive Auswechslung war am 14. September das erste Saisonspiel für Mesut Özil 2019/2020 beim FC Arsenal...
Mesut Özil war nach seiner Auswechslung in Watford erst gar nicht mit dem FC Arsenal nach Frankfurt gereist... (Photo by Marc Atkins/Getty Images)

Nach der Flucht von Jürgen Klinsmann (55) von Hertha BSC stellt das Kicker-Sportmagazin am Montag und nach dem 2:1 (1:0)-Auswärtssieg  beim SC Paderborn süffisant fest: ,,Es ging bei Hertha BSC am Sonntag nur um Fußball.”

Das ist irgendwie wohltuend, hat man doch in den Tagen bis zu Jürgen Klinsmanns überstürztem Abschied am Dienstag den Eindruck, als wolle der Hauptstadt-Klub das Rad neu erfinden – in der Bundesliga und auf dem Transfermarkt.

,,Sie haben im Berliner Westend nach einer Woche, die in die Klub-Annalen eingehen wird, dankt des 2:1 fürs Erste etwas reinbekommen, was im Hertha-Kosmos in diesem schlagzeilenträchtigen Winter als Rarität galt: Ruhe”, kommentiert Hertha-Insider Steffen Rohr im Kicker-Sportmagazin.

Nicht, dass wir in der Winterpause nicht über die täglichen Wasserstandsmeldungen darüber, wer alles zu Hertha BSC wechselt, nicht dankbar gewesen wäre. Oh nein! Wir sind in der Weihnachtspause über jeden Tipp dankbar, wissen Sie? Schade nur, dass das Ganze am Ende so klingt wie ,,Gedacht wie Messi, gespielt wie Chihi.” Oder anders: Geplant wie bei Klopp, ausgeführt wie bei Klinsmann…

Matheus Cunha Hertha BSC
Matheus Cunha jubelte erst für Hertha BSC, als Jürgen Klinsmann weg war... Foto: Imago Images / Team 2

Klinsmann wollte Hertha mit Weltmeistern und Nationalspielern aufwerten - das misslang!

Emre Can Juventus Turin Parma
Emre Can stand am 19. Januar 2020 beim Spiel von Juventus Turin gegen Parma Calcio zum letzten Mal im Kader des italienischen Rekordmeisters. Foto: Imago Images / Pacific Agency
Nach Klinsmanns Flucht bei Hertha BSC kommen mehr Details über seine Pläne mit dem „Big City Club“ ans Licht.

Gut, dass er die Weltmeister Julian Draxler (PSG) und Mario Götze (Borussia Dortmund) nach Berlin holen will, darüber hat LigaLIVE berichtet….

Es sind nicht die einzigen prominenten Namen auf Klinsmanns Shopping-Liste. Ausgestattet mit 224 Millionen Euro von Hertha-Investor Lars Windhorst will der Ex-Bundestrainer den lahmen Hauptstadtklub über Nacht quasi in einen High Flyer des deutschen Fußballs verwandeln.

Klinsmann bringt noch weitere, aktuelle oder ehemalige deutsche Nationalspieler aufs Trapez: Mesut Özil vom FC Arsenal, bis zur Amtsübernahme von Mikel Arteta im Londoner Norden mit der Gesamtsituation unzufrieden, Lukas Podolski, der sich im Januar 2020 Antalyaspor anschließt, und Emre Can von Juventus Turin, bei dem Borussia Dortmund aber am Ende die besseren Karten hat. Außerdem plant er dem Kicker-Bericht zufolge, seinen Sohn Jonathan (22) vom FC St. Gallen zurück nach Berlin zu holen. Der US-amerikanische Torwart hat sich bei den Berlinern nicht durchsetzen können und den Klub im vergangenen Sommer verlassen.

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Transfers: Klinsmann weitab vom Realismus...

Julian Draxler vor dem prestigeträchtigen Testspiel 1. FC Nürnberg gegen Paris St.-Germain am 20. Juli 2019.
Julian Draxler vor dem prestigeträchtigen Testspiel 1. FC Nürnberg gegen Paris St.-Germain am 20. Juli 2019. (Photo by Sebastian Widmann/Bongarts/Getty Images)

Keinen dieser Spieler kann Klinsmann nach Berlin locken.

Dennoch holt er im Winter für 77 Mio. Euro neue Spieler zu Hertha BSC, das ist eine weltweite Rekordmarke für diese Tranferperiode!

Glaubt man Kicker-Insider Rohr, dann hat es nur bei Julian Draxler einen ernsthaften Vorstoß gegeben. Der Weltmeister winkt aber angesichts der sportlichen Perspektive in Berlin dankend ab. Die Verpflichtungen von Can als auch von Özil sind dem Vernehmen nach schon aufgrund der Gehaltsvorstellung der türkischstämmigen Stars nicht zu stemmen. Dies soll in Gesprächen mit Cans Management relativ schnell deutlich geworden sein. Selbst Borussia Dortmund kann Can am Ende der Transferperiode nur von Juventus Turin ausleihen! ,,Bei Özil und Podolski soll Klinsmann schlichtweg kein Gehör gefunden haben” heißt es dazu am Montag im Kicker.

Will sagen: Keiner wollte zu Klinsmann! Das bittere Fazit von Hertha-Experte Rohr: ,,Preetz sucht nach den Irrtümern Covic und Klinsmann den Trainer, der dieses Projekt ab dem Sommer sportlich in die gewünschte Richtung lenkt – und mehr Detailversessenheit und Realismus besitzt als Klinsmann.”

Ligalive-Infografik: Die Defensiv-Fehler von Hertha BSC, Bundesliga 2019/2020

Ligalive-Infografik: Leistungsdaten Matheus Cunha, Hertha BSC, Bundesliga 2019/2020

Ligalive TV: Michael Preetz zum Rückzug von Jürgen Klinsmann