Transfers: Leroy Sané zu teuer für FC Bayern?


Manchester City: Was macht Leroy Sané?
Manchester City: Was macht Leroy Sané? (Photo by Michael Regan/Getty Images)

Leroy Sané (23) von Manchester City ist mit einem Marktwert von 100 Mio. Euro der derzeit wertvollste deutsche Fußballer.

Die Ablöse von 50 Mio. Euro, die die ,,Citizens“ im August 2016 für ihn an den FC Schalke 04 überweisen, ist bis heute der höchste Betrag, der jemals für einen deutschen Spieler bezahlt wurde.

Der FC Bayern ist bemüht, den teuersten deutschen Spieler aller Zeiten in die Bundesliga zurück zu holen. Ein Unterfangen, dass sich für die Münchner als schwierig erweist.

Manchester City hat am Donnerstag das erste Angebot des deutschen Rekordmeisters abgelehnt.

Das Ding ist drin! Der deutsche Nationalspieler Leroy Sané entscheidet mit diesem Schuss zum 0:2 das Manchester-Derby zugunsten von City. (Photo by Catherine Ivill/Getty Images)

Pep Guardiola setzt nicht wirklich auf Leroy Sané

Meistercoach Pep Guardiola ((m.) verzichtete in der Saison-Endphase in der Premier League und im FA Cup meist auf Leroy Sané
Meistercoach Pep Guardiola ((m.) verzichtete in der Saison-Endphase in der Premier League und im FA Cup meist auf Leroy Sané. (Photo by Shaun Botterill/Getty Images)
Es gibt nicht wenige Beobachter, die Sanés Rückkehr in die Bundesliga begrüßen.

Dazu gehört auch der frühere Bayern-Vorstand Matthias Sammer (51), der jetzt als externer Berater von Borussia Dortmund und als Experte für den TV-Sender Eurosport tätig ist. ,,Für die Bundesliga wäre es sehr gut, wenn er zurückkommen würde. Man muss fairerweise sagen, dass er zuletzt bei Pep Guardiola viel zu wenig gespielt hat. Nur dadurch geht die Türe möglicherweise auf.“

Der Blick auf Sanés Leistungsdaten bestätigt Sammers These. Seit Ende April hat Ex-Bayerncoach Guardiola die Einsatzzeiten des Shooting-Stars deutlich gedrosselt. Steht Sané beim 1:0-Zittersieg beim FC Burnley am 28. April 2019 noch 64 Minuten lang auf dem Platz, so sind es gegen Leicester City (1:0) nur 34 Minuten. Beim 4:1-Meisterstück in der Premier League bei Brighton & Hove Albion bleibt Sané auf der Bank, im FA-Cup-Finale gegen den FC Watford (6:0) in Wembley verbucht er einen 17-minütigen Kurzeinsatz.

Sané hat bei Manchester City noch einen bis zum 30. Juni 2021 datierten Vertrag.

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Manchester City ,,kein Klub, der Spieler aus Bedürftigkeit verkauft"

Karl-Heinz Rummenigge erklärt in Augsburg Matthias Sammer, wie er die Fußballwelt sieht... (Photo by Alexander Hassenstein/Bongarts/Getty Images)

Besonders schwierig wird der Transfer, den Bayern München bei seinem dringend notwendigen personellen Umbruch (Ligalive.net berichtete) gut brauchen könnte, auf der finanziellen Ebene.

Das verwundert nicht wirklich, zeigt aber auch, dass es selbst für den deutschen Branchenriesen und neben Borussia Dortmund einzigen Global Player des deutschen Fußballs schwieriger geworden ist, einen Spieler von der Klasse eines Leroy Sané zu holen.

Manchester City hat die erste Offerte aus München über kolportierte 80 Mio. Euro ausgeschlagen. ,,Letztendlich holt dich die Praxis immer wieder ein – und wenn es dann 82,5 Millionen sein sollten. Da ist Flexibilität und Verstand gefragt“, sagt Sammer, ,,und das weiß ich, dass es bei Bayern gegeben ist.“

Das Statement der Bayern-Bosse zum geplanten Deal mit Sané, der in München das verabschiedete Duo Franck Ribéry und Arjen Robben auf den Flügeln optimal ersetzen kann, klingt ein bisschen nach Resignation. ,,Ich habe noch keine genauen Zahlen, aber ich denke, dass der finanzielle Rahmen sehr schwierig wird“, sagt Präsident Uli Hoeneß gegenüber SPORT BILD (aktuelle Ausgabe), ,,das ganze Paket ist schwierig.“ Neben einer hohen Ablösesumme müssten die Münchner auch ein stattliches Gehalt für den Flügelspieler finanzieren. Vorstandschef Karl-Heinz Rummenigge (63) glaubt zudem nicht, dass die ,,Citizens“ den deutschen Nationalspieler ohne weiteres gehen lassen werden – ungeachtet der niedrigen Einsatzzeiten. ,,Er hat einen Zweijahresvertrag. Und Manchester City ist kein Verein, der wegen Bedürftigkeit Spieler verkaufen muss“, sagt Rummenigge.

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