“Mit 1,5 Meter Abstand!“- Polter scherzt über Bundesliga-Neustart


Sebastian Polter, Stürmer von Union Berlin, hat im Rahmen einer Skype-Konferenz am Dienstag, einen nicht ganz ernst gemeinten Wunsch für die mögliche Wiederaufnahme des Spielbetriebs in der Bundesliga geäußert:

“Es wäre schön, wenn die Verteidiger im ersten Spiel immer eineinhalb Meter Abstand halten!“

Das würde sich wohl jeder Angreifer wünschen…

Auf die kommenden Geisterspiele blickt er hingegen mit gemischten Gefühlen: “Keiner möchte Geisterspiele haben – kein Spieler, kein Fan”, gab Polter offen zu: “Es gibt Familien, die gehen am Wochenende mit den Kindern ins Stadion, essen eine Bratwurst, der Papa trinkt ein Bierchen. Das gehört alles dazu. Solche Aktionen vermisst die Gesellschaft derzeit.”

Dennoch müsse man sich „der Gesellschaft und der Politik fügen. Wir als Fußballer müssen auch da auch Vorbilder sein,“ sagte der 29-Jährige. Auch die schweren, wirtschaftlichen Folgen eines Saisonabbruchs für die Vereine würden Fans nachvollziehen können, glaubt Polter, so dass sie „auch verstehen, dass wir momentan mit Geisterspielen weiterspielen.”

Die Wahrscheinlichkeit auf eine Wiederaufnahme des Spielbetriebs am 9. Mai war durch die positiven Aussagen der Ministerpräsident Markus Söder und Armin Laschet am Montag gestiegen. Am Donnerstag treffen sich die Klubchefs der 36 Bundesligavereine zur wahrscheinlich entscheidenden Sitzung über die Saisonzukunft in der Krise.

Die ungewohnte Kulisse vor leeren Rängen werde viele Vereine betreffen, “so auch uns. Jeder, der schon einmal in der Alten Försterei war, weiß, was das für eine geile Kulisse ist und wie uns die Fans nach vorne pushen. Natürlich wird das fehlen, das ist doch ganz klar”, meinte Polter.

Sebastian Polter, Union Berlin
Wenn’s nach ihm geht, wird es solche Szenen bei Wiederbeginn der Bundesliga nicht mehr geben! Sebastian Polter (l.) von Union Berlin scherzt über einen 1,5 Meter-Abstand zu Verteidigern - hier Manuel Gulde (SC Freiburg). Nun kann er sich einen neuen Verein suchen... Copyright: imago images / Jan Huebner

Top News 2: Hermann: „Wir sind in latentem Alarmzustand“

Hans Dieter Hermann, DFB, Psychologe, Arzt
Hans-Dieter Hermann, Psychologe des DFB, warnt vor den psychischen Auswirkungen der Corona-Krise. Copyright: imago images / ActionPictures

Laut der Spielergewerkschaft FIFPro zeigen sich seit Beginn der Corona-Pandemie bei Profifußballer vermehrt Depressions-Symptome. Grund dafür seien vor allem die Unterbrechungen in den Ligen, die auferlegte Quarantäne sowie die Sorge um die eigene Zukunft.

Laut dem Bericht zeigten sich zwischen dem 22. März und dem 14. April bei 22 Prozent der Frauen und 13 Prozent der Männer Symptome, die auf eine Depression hinweisen könnten.

Unter den Befragten waren unter anderem Profis aus England, Frankreich, den Niederlanden und Belgien. Es wird vermutet, dass auch ein Teil der deutschen Bundesligaprofis mental unter der aktuellen Situation leiden.

Hans-Dieter Hermann, Teampsychologe des DFB, sieht die Gesellschaft aufgrund der Corona-Krise auch weit über den Fußball hinaus vor großen Herausforderungen.

“Es sind ganz besondere Zeiten gerade, man könnte fast sagen: Die meisten von uns sind in einem latenten Alarmzustand, in einem Stresszustand”, erklärte der 59-Jährige im Life- und Leadership-Talk der DFB-Akademie.

Schlafstörungen seien vor diesem Hintergrund keine Seltenheit, sagte Hermann und riet dazu, sich abends vor dem zu Bett gehen die aktuellen Gedanken kurz zu notieren: “Dann hat man mehr Ruhe zum Schlafen.”

Auch die veränderte Arbeitswelt stelle die Menschen vor neue Herausforderungen. “Das Home Office ist wirklich eine schwierige Geschichte und erfordert unglaublich viel Disziplin”, sagte Hermann, der die Nationalmannschaft seit 16 Jahren begleitet und Olympioniken aus über 20 Sportarten sowie Führungskräfte coacht.

Auch den Fußballern rät er dazu bewusst ungestörte Aktivitäten im Privaten zu planen: “Wir sind mehr denn je digital unterwegs, so dass es für unseren Kopf gut ist, wenn wir das Handy zu definierten Zeiten beiseitelegen.”

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Top News 3: Bayern fragt Ödegaar bei Real an

Öegaard, Real Madrid
Martin Ödegaard, hier gegen Toni Kroos, hat sein Talent in Spanien wiedergefunden. Der an Real Sociedad ausgeliehene Norweger von Real Madrid hat das Interesse von Bayern München geweckt. Copyright: imago images / ZUMA Press

In den vergangenen Jahren war es ruhig um Martin Ödegaard geworden.

Zunächst als Jahrhunderttalent gefeiert, wurde der junge Norweger bei Real Madrid schnell auf den Boden der Tatsachen zurückgeholt. Auch bei seinen Leihstationen in den Niederlanden knüpfte Ödegaar selten an die Topleistungen aus seiner Heimat an. Inzwischen spielt der offensive Mittelfeldspieler wieder in Spanien bei Real Sociedad.

Die dritte Leihe in drei Jahren!

Bei den Basken blühte der 22-fache norwegische Nationalspieler allerdings wieder auf und kommt in 28 Pflichtspielen auf sieben Tore und acht Assists für den Verein aus San In den vergangenen zehn Monaten konnte er seinen Marktwert verdreifachen.

Durch seine starken Leistungen sind nun offenbar mehrere europäische Topklubs wieder auf das ehemalige Top-Talent aufmerksam geworden. Die Real Madrid-nahe Sportseite diario Madridista berichtete, dass sowohl Juventus Turin als auch der FC Bayern Interesse an Ödegaard bekundet haben. Dem Bericht zufolge hätten sich die Vereinsverantwortlichen beider Vereine sogar bereits bei den Königlichen erkundigt, ob ein Transfer prinzipiell in Frage kommen würde.

Für Real Madrid kommt ein Verkauf Ödegaards in diesem Sommer aber nicht in Frage. Denn erstmals seit 2017 soll der Offensive wieder in den Kader der Königlichen integriert werden. Ein weiterer Grund, warum Real Ödegaard ungern abgeben möchte, ist die angespannte Situation auf dem Transfermarkt. Es ist völlig unklar, inwiefern sich die Ablösesummen in Folge der Corona-Krise entwickeln werden, so dass die Spanier mit Ödegaard auf einen ersten ablösefreien Transfer im kommenden Sommer setzen könnten. Real Sociedad würde ebenfalls gerne, über das Leihende hinaus, mit dem 21-Jährigen zusammenarbeiten.

Dennoch wäre ein Wechsel Ödegaards zum deutschen Rekordmeister eine interessante Geschichte, denn er absolvierte bereits im Sommer 2014 ein Probetraining in München.
Damals, als quasi ganz Europa das „Wunderkind“ verpflichten wollte, spielte er unteranderem auch beim VfB Stuttgart und Manchester United vor. Am Ende entschied sich der Norweger für eine Zukunft in Spanien und hat bei Real Madrid einen Vertrag bis 2023. Ödegaards Marktwert beträgt aktuell 45 Millionen Euro.

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