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David Beckham Inter Miami

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USA: Fehlstart für Fußballstar David Beckham – Bei Inter Miami geht die Posh noch nicht ab!

Fußballstar David Beckham (44) hat mit seinem Investment-Klub Inter Miami einen Fehlstart in der US-amerikanischen Major League Soccer hingelegt – 0:1 (0:1) verliert der neu angetretene Verein, dem jeder Glamour-Faktor abgeht, beim Los Angeles FC.

David Beckham (44) und seine Familie haben auf der Ehrentribüne des Bank of California Stadium von Los Angeles nur bedingt Spaß.

Ein 0:1 (0:1) bei der Premiere des neuen Fußball-Franchises Inter Miami in der nordamerikanischen Major League Soccer (MLS) beim Los Angeles FC verdirbt dem englischen Superstar in der Nacht zum Montag doch ein wenig die Laune.

Uninspiriert, mit nur 39 Prozent Ballbesitz und lediglich 7 Schüssen aufs Tor von Los Angeles FC stolpert der Klub, dessen Vereinsfraben Pink, Weiß und Schwarz sind, in die erste Pleite.

,,Eigentlich hatten viele Beobachter mit einem großen Namen für den neuen Verein gerechnet”, heißt es am Montag vor der Premiere im Kicker-Sportmagazin über das neue US-amerikanische Fußballprojekt, ,,mit Edinson Cavani oder David Silva.”Wir nehmen es vorweg: Keinen dieser Spieler hat der Verein, der von einer Investorengruppe mit David Beckham als Zugpferd finanziert wird, verpflichten können.

Dennoch hat Inter Miami mit einem Kaderwert von 41,7 Mio. Euro den dritthöchsten Kaderwert der nordamerikanischen MLS, hinter dem ersten Gegner Los Angeles FC und Atlanta United FC.

Statt Cavani oder David Silva laufen im ersten Spiel der Projektgeschichte der Mexikaner Rodolfo Pizarro, für 10,9 Mio. Euro von Monterrey CF geholt, der argentinische Linksaußen Matias Pellegrini (19), Leihgabe von Estudiantes de la Plata, und der frühere Bundesliga-Torhüter Luis Robles (35 / FC Kaiserslautern, Karlsruher SC) auf.

Der eigentliche Star spielt beim Gegner: Der Spanier Carlos Vela (31), Ex-Spieler von Real Sociedad San Sebastian, FC Arsenal und West Bromwich Albion, erzielt das 1:0-Siegtor für L. A. gegen den neuen Klub.  

Das Fußball-Projekt von David Beckham und Co., vor 7 Jahren angeschoben, leidet aber derzeit nicht nur an den fehlenden Namen.

Das neue Stadion Freedom Park droht, kostenmäßig aus dem Ruder zu laufen. Es wird knapp eine Milliarde Dollar teuer werden und erst in 2 Jahren fertig sein. Bis 2022 wird Inter Miami im Fort Lauderdale – dort verdingt sich einst auch Bayern-Bomber Gerd Müller in der Schlussphase seiner Weltkarriere – 50 Kilometer nördlich von Miami spielen.

Wer Beckham will, muss auch Beckham-Preise zahlen. Die günstigste Dauerkarte kostet 425 Dollar. Ein Fragezeichen steht auch hinter dem Namen Inter Miami. Inter Mailand, das echte Inter sozusagen, hat in erster Instanz erfolgreich auf Markenrecht geklagt, ob der Klub diesen Namen behalten darf, ist noch völlig offen.

Auch bleibt die Frage, wie sich die Beckham-Truppe, bei der im ersten Spiel noch nicht die Posh abging, in der 5,5 Mio. Einwohner zählenden Metropolregion Miami bei den Fans etablieren will. ,,Wir haben in der Gegend viele Fans vom FC Barcelona und Real Madrid”, erklärt David Beckham beim Kick-off-Termin in New York dem Kicker-Sportmagazin (Donnerstag-Ausgabe), ,,und diese starke Community wollen wir mit unserer Mannschaft begeistern.” Die Ziele zum Start hat ,,Becks” hoch gesteckt: ,,Wir wollen zu einem der gefürchtetsten und besten Vereine dieser Liga werden. Wenn man sich Teams wie den Los Angeles FC und Atlanta (Meister 2018 im 2. MLS-Jahr, d. Red.) ansieht, dann erkennt man, was möglich ist.”


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