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Was mach(t)en die bei diesen Vereinen?

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Weird Transfer 20 – 16: Vom Juve-Flop bis zum Gladbacher Kaufhaus-Dieb

20. Ronnie O´Brien zu Juventus Turin

Ronnie O´Brien ging 1999 zu Juventus Turin. Foto: Getty Images
Ronnie O´Brien ging 1999 zu Juventus Turin. Foto: Getty Images

Einer der vermutlich irrsinnigsten Transfers in der Fußballgeschichte ist der von Ronnie O`Brien zu Juventus Turin. Während sich die meisten Fans im Jahr 1999 an den Champions League Titel von Manchester United erinnern, werden die Fans von Juventus eher den Transfer von O`Brien im Kopf behalten.

Das Kuriose: Der damals 20-jährige wurde vom FC Middlesbrough entlassen und hatte noch kein einziges Profispiel gemacht, bekam dann aber ein unglaubliches Angebot. Der italienische Spitzenclub Juventus Turin bot ihm einen Fünf-Jahres-Vertrag an. Überraschend, war der Mittelfeldmann doch bis dahin nur in der irischen Jugendnationalmannschaft mit Größen wie Damien Duff oder Robbie Keane erfolgreich.

Für Juventus machte O´Brien kein einziges Spiel und wurde jedes Jahr verliehen. 2002 wechselte er dann in die USA, wo er in der Major League Soccer doch noch erfolgreich kickte.

Ebenfalls kurios ist, dass Ronnie O`Brien kurzzeitig mal die Liste des Time Magazines „Person des Jahrhunderts“ anführte. Wegen eines Fehlers bei einer Online-Abstimmung der Zeitschrift lag der Ire zwölf Stunden lang vor Persönlichkeiten wie John F. Kennedy, Elvis Presley oder Martin Luther King.

19. Socrates zu Garforth Town

Socrates unterzeichnete 2004 einen Vertrag über einen Monat bei dem englischen Neuntligisten Garforth Town. Foto: Getty Images
Socrates unterzeichnete 2004 einen Vertrag über einen Monat bei dem englischen Neuntligisten Garforth Town. Foto: Getty Images

Socrates war einer der besten brasilianischen Fußballer aller Zeiten. Bei den Weltmeisterschaften 1982 und 1986 führte er die Selecao als Kapitän an.

Seine gesamte Karriere (1974 bis 1989) kickte der Mittelfeldspieler mit dem hohen Spiel-IQ allerdings ausschließlich in seiner Heimat, bis auf eine kleine Ausnahme, die mit einem der bizarrsten Transfers überhaupt zusammen hängt.

15 Jahre nach dem Ende seiner Laufbahn kehrte Socrates im Alter von 50 Jahren nochmal zum Fußball zurück und dann auch noch im Ausland.

2004 unterzeichnete der Brasilianer einen Vertrag über einen Monat bei dem englischen Neuntligisten (!!!) Garforth Town. Insgesamt spielte er nur zwölf Minuten für den Amateurverein, dennoch bleibt er damit unvergessen.

18. Ali Dia zum FC Southampton

Auf der Liste der skurrilen Transfers darf sein Name nicht fehlen: Ali Dia. Foto: Allsport
Auf der Liste der skurrilen Transfers darf sein Name nicht fehlen: Ali Dia. Foto: Allsport
Auf der Liste der skurrilen Transfers darf sein Name nicht fehlen: Ali Dia schaffte es, den FC Southampton zu täuschen und richtig zu blamieren. Der Stürmer spielte für viele unterklassige Mannschaften in Frankreich und Finnland.

Sogar in Deutschland beim VfB Lübeck war er 1995 zweimal aktiv. 1996 gelang ihm dann ein Spiel in der Premier League für den FC Southampton, wobei die Art und Wiese des Zustandekommens als einer der verrücktesten Transfers überhaupt in die Geschichte eingeht.

Damals erhielt der Trainer des englischen Erstligisten Graeme Souness einen Anruf von Dias Spieleragent, der sich jedoch als ehemaliger Weltfußballer Georg Weah ausgab. Er gab Ali Dia als seinen Cousin an, der bereits für Paris Saint-Germain und die Nationalmannschaft gespielt hatte – natürlich alles Lügen. Souness ließ sich schnell überzeugen und verpflichtete Dia erst einmal für einen Monat.

In seinem ersten und einzigen Spiel für Southampton wurde der Stürmer in der 32. Minute eingewechselt. Seine Leistung war allerdings so schlecht und im Gegensatz zu dem Niveau der anderen unterdurchschnittlich, dass Dia nach 53 Minuten direkt wieder ausgewechselt wurde. Im Anschluss an die Partie entließ der Verein den Senegalesen. Einen Namen hat er sich mit der Aktion jedoch in England gemacht, zumindest in den Listen der schlechtesten Fußballer.

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17. Didier Drogba zu Shangai Shenhua

Mit Chelsea London feierte Didier Drogba große Erfolge. Foto: Getty Images

Für viele war er einer der besten europäischen Stürmer: Didier Drogba. Er machte über 200 Spiele für Chelsea London und erzielte dabei über 100 Tore.

Neben sämtlichen englischen Titeln konnte der Ivorer 2012 die Champions League mit den Blues gewinnen. Umso überraschender war sein Abgang in der Folgesaison, wobei besonders das Ziel des langjährigen Kapitän der Nationalmannschaft der Elfenbeinküste den ein oder anderen verwunderte.

Der Superstar Drogba ging nach China zu Shanghai Shenhua. Für zwei Jahre band sich der Stürmer an den Erstligisten.

In elf Spielen traf er acht Mal. Doch nachdem es Probleme mit den Gehaltszahlungen gab, nutzte Drogba eine Ausstiegsklausel und wechselte zur Rückrunde 2012/13 zu Galatasaray Istanbul. 2014 kehrte der zweifache Fußballer des Jahres in Afrika zu Chelsea zurück.

16. Igor Iwanowitsch Belanowà zu Borussia Mönchengladbach

Einer der größten Transferflops in der Bundesliga war Igor Iwanowitsch Belanov. Foto: Allsport
Einer der größten Transferflops in der Bundesliga war Igor Iwanowitsch Belanov. Foto: Allsport
Einer der größten Transferflops in der Bundesliga war Igor Iwanowitsch Belanov. Der ehemalige sowjetische Fußballer war Mitte der 1980er Jahre ein Weltstar: Europapokalsieger 1986, Europas Fußballer des Jahres 1986 und EM-Zweiter 1988 mit der Sowjetunion.

Umso größer war die Freude bei Borussia Mönchengladbach, als der Stürmer 1989 in die Bundesliga zu den Fohlen kam. Der damals 29-jährige kostete ca. zwei Millionen Mark Ablöse. Er war einer der ersten Russen in der deutschen Liga überhaupt.

Doch der Kulturschock war für den Superstar zu groß und er floppte. Zu den schwankenden Leistungen kam noch ein Skandal wegen Diebstahls hinzu. Belanow und seine Frau wurden beim Klauen von Kleidung erwischt.

Nach eineinhalb Jahren mit 24 Spielen und vier Toren flüchtete der Stürmer nach Braunschweig in die zweite Liga. Der Wechsel lohnte sich für Gladbach also nur geringfügig.

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