Wenn „O Rei“ zürnt: Fußballkönig Pelé kritisiert Superstar Neymar


Sein Wort hat mehr Gewicht im brasilianischen Fußball als jedes andere: Fußballkönig Pelé (78 / „O Rei“) nimmt sich Superstar Neymar (26) vor – und kritisiert vor allem die nervigen Schauspiel-Einlagen des Halbstürmers von Paris St.-Germain.

Dieux de Bésil“ – „Brasilianische Fußballkönige – diesen ebenso wertvollen wie selten gezeigten Dokumentarfilm hat der französische Autor Jean-Christophe Rosé 2002 über Pelé und Garrincha gedreht. Es ist unwahrscheinlich, dass ein ähnlich anschauliches Werk einmal über einen ihrer zahlreichen, selbst ernannten Nachfolger gemacht werden wird.

Vor allem Neymar scheint für eine solche Rolle nicht mehr in Frage zu kommen. Zu oft hat Brasiliens zerbrechlicher Fußballheiland enttäuscht, zu oft hat er sich mit Schwalben und anderen Mätzchen unbeliebt gemacht.

Das missfällt auch Pelé. Der beste Fußballer aller Zeiten, 3-maliger Weltmeister, hat sich den Superstar von Paris St-Germain jetzt vorgenommen.

George Best zusammen mit Pele im April 1978. Foto: Getty Images

Fußballidol Pelé: Darum ist Neymars Image so schlecht

Pelé übt nun im französischen Sender Canal + scharfe Kritik an Neymar.

Brasiliens Fußball-Idol: „Er (Neymar; Anm. d. Red.) wollte anders bekannt werden. Weder Tore schießen noch ein schönes Dribbling machen, nein, er begann, Fouls zu simulieren, das Leben der Schiedsrichter zu komplizieren. Deshalb wurde sein Image negativ.“ Pelé hat damit seine Meinung zu Neymar bekräftigt.

Am Donnerstag hat er der brasilianischen Zeitung Folha de Sao Paulo in einem Interview schon einmal seine Sichtweise über den Olympiasieger von 2016 geschildert.

Pelé gegenüber der Zeitung: „Irgendwann wurde es schwierig, Neymar für all diese Dinge, die er neben dem Fußball tut, zu verteidigen.“

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Pelé: „Ich tue das zu seinem Besten“

So sieht man den 17-jährigen Pelé 2002 auch im Dokumentarfilm ,,Brasilianische Fußballkönige"...

Damit meint der Fußballkönig neben Neymars beinahe in Echtzeit zu verfolgendem Privatleben auf diversen Social-Media-Kanälen auch die ständigen Transfergerüchte um den mit 222 Mio. Euro Ablöse teuersten Fußballer aller Zeiten.

Der neueste Hit: Wie Goal.com und T-Online.de übereinstimmend berichten, soll Neymar im Tauschgeschäft mit dem ehemaligen Dortmunder Ousmane Dembélé von PSG zum FC Barcelona zurückgehen. 200 Millionen will sich der Katar-Klub aus Paris den Deal kosten lassen.

Bei der Weltmeisterschaft hat Neymar mit seinen Schauspiel-Einlagen fast ganz Brasilien gegen sich aufgebracht. Fast 14 Minuten lang wälzt er sich in allen WM-Spielen am Boden, allein gegen Mexiko im Achtelfinale (2:0) sind es mehr als 5 Minuten.

Pelé lässt trotz dieser Vorkommnisse Altersmilde walten. „Neymar zweifellos einer der besten Spieler der Welt. Ein Vater kritisiert nicht, sondern erzieht seinen Sohn“, erklärt Pelé bei Canal+ seine Intention, „die Leute denken, dass ich ihm die Ohren zu oft langziehe, aber ich tue es zu seinem eigenen Besten. Ich wünsche ihm alles Gute und unserer Nationalmannschaft auch. Ich werde alles tun, um ihm zu helfen und ihn voran zu bringen.“

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