Werder 0:3 gegen Frankfurt – Überraschungskandidat auf Favre-Nachfolge beim BVB?


3:0 bei Werder – Frankfurt, Stefan Ilsanker und das Prinzip „Ketchup-Flasche“

Riesen-Erleichterung bei Eintracht Frankfurt. Der Überflieger der letzten beiden Jahre hat mit dem 3:0 (0:0) bei Werder Bremen im Nachholspiel der Fußball-Bundesliga am Mittwochabend praktisch alle Abstiegs-Sorgen ad acta gelegt. Werder hingegen bleibt auf dem vorletzten Tabellenplatz kleben.

Es ging über den Kampf, über Herz und über die Leidenschaft – und in diesen Disziplinen waren die Frankfurter einen Tick besser! Angetrieben von einem unermüdlichen Jubilar Makoto Hasebe (36), seit Mittwoch gemeinsam mit SGE-Legende Bum-kun Cha asiatischer Rekordspieler der Bundesliga, zeigte die Mannschaft von Trainer Adi Hütter (50) nach dem Wechsel eine klare Leistungssteigerung, wirkte einfach wacher und gewann am Ende verdient durch Tore von André Silva (61.) und Stefan Ilsanker (81. / 90.).

Es waren Treffer mit statistischen Besonderheiten. Silva traf im 4. Von 5 Spielen nach dem Corona-Restart. Für Stefan Ilsanker war es das erste Bundesliga-Tor – nur 19 Sekunden vergingen zwischen der Einwechslung des Österreichers und seinem Premieren-Treffer. Einmal richtig in Fahrt, wuchtete „Ilse“ in der 90. Minute nach Vorarbeit von Jonathan de Guzman zum 0:3-Endstand ein. „Bei meiner Torgefährlichkeit haben sie gedacht, sie lassen mich einmal alleine stehen… da stand ich eben ein Mal richtig. Es ist das Ketchup-Flaschen-Prinzip. Lange kommt gar nichts und dann alles auf ein Mal. Mit Fans wäre es natürlich noch geiler gewesen“, sagte Stefan Ilsanker nach dem Spiel, nicht ohne ironischen Unterton.

„Es gibt kein Netz und keinen doppelten Boden“, hatte Werder-Coach Florian Kohfeldt (37) vor dem Spiel gemahnt. Die Situation wird für sein Team nach dem 11. Spiel ohne Sieg in Folge im Wohninvest Weserstadion prekär. Bremen hat bei jetzt begradigter Tabelle und noch 5 ausstehenden Spielen 3 Punkte Rückstand auf Rang 15 und 2 Zähler auf den Abstiegs-Relegationsplatz. Mit minus 32 weisen die Bremer die schlechteste Tordifferenz der Liga auf. Am Wochenende genießen die Bremer gegen den VfL Wolfsburg erneut Heimrecht.

Eintracht Frankfurt verbesserte sich mit dem 2. Sieg in Folge auf Rang 11 und kann bei günstigstem Saisonverlauf noch Rang 7 erreichen. Nächster Gegner der SGE ist Mainz 05.

Werder Bremen - Eintracht Frankfurt 0:3
Der Eisbrecher für Eintracht Frankfurt in Bremen: André Silva (m.) trifft zum 0:1 im Wohninvest Weserstadion. Foto: Imago Images / Poolfoto

Top-News 2: 2. Liga – Ex-BVB-Star trifft bei Hannovers 3:0-Sieg gegen Dresden

Marvin Ducksch Borussia Dortmund
Marvin Ducksch (l.) im Trikot von Borussia Dortmund, hier im Februar 2014 in Hamburg. Rechts: Heinrich Mkhitaryan. Foto: Imago Images

Die Situation von Dynamo Dresden am Tabellenende der 2. Liga wird immer prekärer. Obwohl die Sachsen nach Quarantäne noch 2 Nachholspiele in der Hinterhand haben, trennen sie bereits 8 Punkte vom ersten Nicht-Abstiegsplatz – Rang 15 – mit dem 1. FC Nürnberg. Die Dynamos verloren am frohen Mittwochabend mit 0:3 (0:3) bei Hannover 96.

Trotz der leeren Arena in Hannover hatte diese Nachhol-Partie von 26. Spieltag wenigstens ein bisschen Glamour-Faktor. Das 1:0 (10.) erzielte der frühere BVB-Profi Marvin Ducksch (26). Es war sein 9. Saisontor. Ducksch wurde in der Jugend von Borussia Dortmund ausgebildet und machte 2013/2014 insgesamt 8 Bundesliga-Spiele (1 Tor) für die damals noch von Jürgen Klopp trainierten Schwarz-Gelben. Seit 2019 spielt Ducksch für Hannover 96.

John Guidetti, Ex-Spieler von Manchester City und Leihgabe von Deportivo Alavés aus Spanien, legte 7 Minuten später für „Die Roten“ das 2:0 nach. Für den Schweden war es das 2. Tor in Folge. Edgar Prib (45. +1) sorgte nach Vorarbeit des agilen Marvin Ducksch mit einem Kopfball aus 10 Metern für den 3:0-Endstand.

Hannover 96 verbesserte sich mit diesem nie gefährdeten Sieg auf Rang 6, hat aber bei 10 Punkten Rückstand auf den 3. Platz (Hamburger SV) keine Aufstiegschance mehr. Dresden blieb im ersten Durchgang ohne Torabschluss und konnte seine Negativ-Serie gegen Bundesliga-Absteiger mit nur einem Sieg aus 14 Aufeinandertreffen nicht beenden.

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Top-News 3: Doch keine Zukunft für Lucien Favre beim Borussia Dortmund?

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Jesse Marsch (hinten) mit Dominik Szoboszlai (l.) und Erling Braut Haaland: Wird der Salzburger Coach neuer Trainer bei Borussia Dortmund? Foto: Imago Images / Mathias Mandl

Borussia Dortmund wird aller Voraussicht nach auch die 3. Saison in Folge ohne Titel bleiben. Wie schon 2019 verspielte der BVB in den direkten Duellen mit dem FC Bayern München die mögliche Meisterschaft.

In der Champions League und auch im DFB-Pokal war jeweils im Achtelfinale Schluss. Eine ernüchternde Bilanz für den im Sommer 2018 verpflichteten Schweizer Coach Lucien Favre (62). Lagen die Dortmunder 2018/2019 am Ende einen Zähler hinter dem Rekordmeister aus München, so sind es nun nach 29 Spieltagen 7 Punkte. 2017/2018 hatten sie unter Peter Bosz zum Saisonstart die Tabelle angeführt, mussten nach der Demission des Holländers im Dezember 2017 mit Nachfolger Peter Stöger bis zum Abpfiff des 34. Spieltages um die Champions-League-Teilnahme zittern.

Ein vorzeitiger Abschied von Favre beim BVB steht weiterhin zur Diskussion. Der Schweizer hatte nach dem 0:1 gegen den FC Bayern vor Wochenfrist kryptische Äußerungen zu seiner Zukunft („Ich rede in ein paar Wochen“) gemacht.

SPORT BILD geht am Mittwoch in ihrer aktuellen Ausgabe von einer Ablösung Favres zum Saisonende aus. Neben dem ehemaligen Trainer von Bayern München und Eintracht Frankfurt, Niko Kovac (48) wir auch ein Überraschungskandidat genannt.

Es ist der US-Amerikaner Jesse Marsch („This is not a fucking Freundschaftsspiel“) von RB Salzburg. Der 46-Jährige führte die „Roten Bullen“ aus Salzburg erstmals in einer Champions-League-Gruppenrunde und erzwang im Dezember 2019 ein „Endspiel“ am 6. Spieltag gegen den FC Liverpool (0:2). Marsch gilt als großer Mentor von BVB-Sturmbulle Erling Braut Haaland (19). Experten wie Weltmeister Lothar Matthäus (59) haben sich bereits festgelegt. „Ich glaube nicht, dass Favre nächste Saison noch auf der BVB-Bank sitzt“, schrieb Matthäus in einer Kolumne bei Sky.

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