WERDER BREMEN – PROFIL UND TEAMSTATISTIKEN



VEREINSPROFIL

Der am 4. Februar 1899 gegründete Sport-Verein „Werder“ v. 1899 e. V., bekannt als SV Werder Bremen oder einfach nur Werder Bremen oder SV Werder, ist einer der 15 größten Sportvereine Deutschlands. Werder Bremen war Gründungsmitglied der Fußball-Bundesliga (1963) und gehört zu den erfolgreichsten Fußballvereinen in Deutschland. 4-mal wurde die Mannschaft von Werder Bremen Deutscher Fußballmeister. 6-mal war Werder Bremen DFB-Pokalsieger.

Der größte Erfolg von Werder Bremen war 1992 der Gewinn des Europapokals der Pokalsieger. Seit 1981 spielt Werder Bremen ohne Unterbrechung in der Fußball-Bundesliga und ist seit 2019/2020 mit 56 absolvierten Spielzeiten der Verein, der am längsten in der deutschen Eliteliga vertreten ist. In der ewigen Tabelle der Fußball-Bundesliga liegt Werder Bremen hinter dem FC Bayern München auf Rang 2.

Der Vereinsname ist vom an der Weser gelegenen Stadtwerder abgeleitet, auf dem sich das erste Trainings- und Spielgelände des Vereins befand. Das Wort ,,Werder“ bezeichnet eine Flussinsel oder das Land, das von einem Fluss aufgeschwemmt wurde, wie den Peterswerder, auf dem sich das heutige Bremer Weserstadion befindet, in dem Werder Bremen seine Heimspiele austrägt. Tickets für Werder Bremen Auftritte vor heimischer Kulisse sind sehr stark angefragt.

Das Weserstadion hat eine Zuschauerkapazität von 42.100 Zuschauern. Im Weserstadion entstanden 1992 die ersten Logen in einem deutschen Fußballstadion. Seit dem 1. Juli 2019 trägt die Arena den Sponsoren-Namen ,,Wohninvest Weserstadion“. Im Weserstadion befindet sich seit Dezember 2004 auch das Vereinsmuseum ,,Wuseum“.

GOOD TO KNOW

DORTMUND, DEUTSCHLAND - FEBRUAR 05: Milot Rashica von Werder Bremen feiert mit seinen Teamkollegen, nachdem er im DFB-Pokalspiel zwischen Borussia Dortmund und Werder Bremen im Signal Iduna Park am 5. Februar 2019 in Dortmund das erste Tor erzielt hatte. (Foto von Maja Hitij/Bongarts/Getty Images)

Was nur wenige wissen (5 Werder-Katastrophen und 5 Werder-Wunder)

Für die Werder-Hater

  1. Die Spielzeit 1979/80 stellte Werder Bremens schlechteste Saison in der Fußball-Bundesliga dar. Mit nur 25 Punkten und 93 Gegentoren mussten die Norddeutschen zum ersten und einzigen Mal den bitteren Gang in die 2. Liga antreten.
  2. ,,Otto II.“ – Unter Trainerfuchs Otto Rehhagel wurde Werder 3-mal nur Vizemeister in der Bundesliga (1982, 1985, 1986). Besonders bitter war der 2. Platz 1985/86. Vom 3. bis zum 34. Spieltag führten die Bremer die Tabelle an und wurden von Bayern München am letzten Spieltag noch abgefangen. Ein 1:2 in Stuttgart kostete Werder den Titel, während die Bayern mit einem 6:0 gegen Mönchengladbach dank der besseren Tordifferenz vorbeizogen.
  3. Die Champions League 1993/94 sah Werder Bremen als ersten deutschen Vertreter in dem 1992 novellierten Wettbewerb. Die Premiere zeigte, dass die ,,Königklasse“ für Werder und ,,König Otto“ Rehhagel trotz des 5:3-Spektakels gegen den RSC Anderlecht eine Nummer zu groß war. Am 30. März 1994 kassierte Werder im Weserstadion ein 0:5 gegen den FC Porto. Dies blieb bis zu Bayer Leverkusens 0:5 gegen Manchester United bzw. Schalkes 1:6 gegen Real Madrid am 27. November 2013 und am 26. Februar 2014 die höchste Heimschlappe eines deutschen Teams in diesem Wettbewerb.
  4. Kaum zurück in der Bunderliga, kassierte Werder Bremen 1981/82 die bis heute höchste Niederlage seiner Liga-Zugehörigkeit. Bei Eintracht Frankfurt setzte es am 14. Spieltag ein 2:9 (1:4). ,,Ronny“ Borchers trug sich auf Frankfurter Seite 3-mal in die Torschützenliste ein.
  5. In der jüngeren Pokal-Historie galt für die Bremer zwischen 2012 und 2014 das Motto ,,Jeder blamiert sich so gut, wie er kann“. 3-mal in Folge flogen die Grün-Weißen gegen einen Drittligisten in Runde 1 aus dem Wettbewerb, den sie bereits 6-mal gewonnen haben. 2012 stellte ihnen der 1. FC Heidenheim (2:1) ein Bein. 2013 und 2014 waren es mit Preußen Münster und dem 1. FC Saarbrücken 2 Ex-Bundesligisten, die sich jeweils nach Verlängerung (4:2 und 3:1) durchsetzen konnten. 2016 hieß es dann ,,volle Lotte“ hieß. Die Sportfreunde Lotte aus Westfalen, neu in der 3. Liga, bezwangen den hohen Favoriten mit 2:1.

Bremen-Hater dürften sich vor allem die Bundesliga-Statistiken der Saison 1979/80 einrahmen. Eintracht Braunschweig steigt als 18. der Tabelle ab, Werder Bremen schließt sich aus norddeutscher Sympathie auf Platz 17 an. In diese Spielzeit fallen einige der größten sportlichen Pleiten der Werderaner.

Die schlechteste Saison seit der Einführung der 3-Punkte-Regelung im Jahr 1995 war die Spielzeit 2012/2013 mit Rang 14 und nur 34 Punkten. Die Folge: Meistertrainer Thomas Schaaf, zuvor 14 Jahre und 5 Monate als Spieler und als Coach im Verein tätig, musste am 33. Spieltag und trotz der geschafften Rettung gehen.

Die Saison 1979/80 ist die historisch schlechteste für Werder Bremen in der Bundesliga. Nahezu alle Negativ-Rekorde von Werder Bremen fallen in diese Spielzeit, in der die Mannschaft mit Vize-Weltmeister Wolfgang Weber und Kuno Klötzer als Coach den Abstieg nicht abwenden konnte. Zu diesen Fremdschäm-Rekorden gehörten

Schlechteste Platzierung in der Abschluss-Tabelle:
1979/1980 war der Bremen auf Rang 17 neben Eintracht Braunschweig. Auf Rang 16 ging Hertha BSC mit in die 2. Liga Nord.

Meiste Gegentore:
1979/80 musste Werders Torhüterlegender Dieter ,,Budde“ Burdenski 93-mal hinter sich greifen. Nie musste ein Bremer Torhüter in der Bundesliga mehr Gegentreffer hinnehmen.

Höchste Auswärtsniederlage:
1979/1980 verlor Werder Bremen am 12. April 1980 beim FC Bayern München mit 0:7 (0:2). Es ist bis zum Wiederaufstieg 1981 die höchste Pleite von Werder Bremen in einem fremden Stadion. Die Rekord-Auswärtspleite von 2:9 bei Eintracht Frankfurt kassierte man erst am 14. November 1981.

Wenigsten erzielte Punkte:
Die geringste Punktzahl seiner Bundesliga-Geschichte gab es für Werder Bremen in der Saison 2012/2013 und eben nicht im Abstiegsjahr 1979/80. Mit nur 34 Punkten kämpften die Norddeutschen bis zum 33. Spieltag gegen den Abstieg.

Wenigsten erzielten Siege:
In die Spielzeit 2012/2013 fallen auch die wenigsten Siege: Nur 8-mal dürfen Bremens Fans einen Sieg bejubeln. In der Abstiegs-Saison 1979/80 waren es wenigstens 10, 1974/75 (Rang 15) gewann man 9-mal.

Meiste Niederlagen:

Auch hier landen wir wieder in Bremens Abstiegsjahr 1979/80. Die Werderaner verloren damals 20 von 34 Bundesliga-Spielen.

Schlechteste Tor-Differenz:

Die Saison 1979/80 brachte Werder Bremen die schlechteste Tordifferenz seiner Klubhistorie: Minus 41, bei 93 Gegentoren. Das ist eine einsame Bestmarke vor den Spielzeiten 2013/2014 und 1974775 mit jeweils minus 24.

Nicht zu vergessen:

Zwischen 1989 und 1992 ist Werder Bremen Remis-König der Fußball-Bundesliga. 1989/90 und 1990/91 holte man jeweils 14 Unentschieden aus 34 Partien, übertroffen wurde diese Ausbeute nur in der 38 Spiele umfassenden Rekord-Saison 1991/92, mit 16 Punkteteilungen.

Für die Werder-Fans…

  1. Werder ,,rockte“ die 2. Liga Nord: Auf den bitteren Abstieg von 1980 folgte der direkte Wiederaufstieg – mit der für Werder liga-übergreifend besten Bilanz der Klubgeschichte. Nach 3-Punkte-Rechnung holte man 98 Zähler aus 42 Spielen. Am 12. Mai 1981 machte Werder Bremen 98 Punkte aus 42 Spielen. Mit einem 3:0 (2:0)-Erfolg beim VfB Oldenburg im legendären Donnerschweer Stadion (,,Die Hölle des Nordens“) die Rückkehr in die deutsche Fußball-Eliteliga perfekt. Die Mannschaft von Trainer Otto Rehhagel ist namhaft besetzt. Neben Torhüter Dieter Burdenski laufen in Oldenburg Schalke-Legende Klaus Fichtel und der erste farbige deutsche Nationalspieler Erwin Kostedde auf. Dazu kommen mit Norbert Meier, dem späteren Co-Trainer Kalli Kamp, Jonny Otten und Benno Möhlmann Spieler, die jedem Bremen-Fan geläufig sein dürften.
  2. Einer der besten Vizemeister:  Werders beste Saison in der Bundesliga ist die Spielzeit 1982/83 mit (umgerechnet) 75 Zählern. Das bedeutet punktgleich mit dem Erzrivalen Hamburger SV die Vizemeisterschaft. Rudi Völler holt sich zwar die Torjägerkrone, nicht jedoch die Meisterschale.
  3. Die beste Tor-Ausbeute: Die Ballermänner von der Weser – Rudi Völler, Frank Neubarth und Uwe Reinders – lassen es krachen. 87 Tore bedeuteten Werder-Rekord in der Bundesliga und die beste Offensiv-Leistung in dieser Saison. Kaiserslautern und Karlsruhe traten mit 1:6 und 1:7 die weite Heimreise an… Rudi Völler, der unumstrittene Publikumsliebling jener Jahre, traf 25-mal. Allein: Es reichte wieder nur zu Rang zwei, weil den Bayern bei 4 Punkten Vorsprung in dieser Spielzeit nicht beizukommen war.
  4. Historisches Double: Die Saison 2003/2004 – mehr Werder war nie! Seit dem 16. Spieltag stand die Mannschaft von Werder-Legende Thomas Schaaf (nach einem 3:1 gegen Bayer Leverkusen) an der Tabellenspitze und gab sie nicht mehr her. Mit 6 Punkten vor Bayern München wurde Werder Bremen Deutscher Meister und holte sich mit einem 3:2 gegen Alemannia Aachen im Berliner Olympiastadion den DFB-Pokal. Im Schatten von Top-Torjäger Ailton wurde Ivan Klasnic mit 13 Toren und 11 Assists die absolute Entdeckung dieser Saison. Bei Werders triumphaler Krönung am 31. Spieltag bei den Bayern (3:1) düpierte Klasnic den Münchner Keeper Oliver Kahn.
  5. Meister – und dabei nur 1-mal Tabellenführer! Das vielleicht größte Werder-Wunder in der Bundesliga! In der Spielzeit 1992/93 wird Bremen Meister und steht dabei nur am letzten Spieltag auf Rang 1! Am 4. Spieltag waren Rehhagel und Co. nach einem 2:5 in Karlsruhe sogar auf Rang 16. Am letzten Spieltag überrundeten die Norddeutschen mit einem 3:0 in Stuttgart den Dauer-Tabellenführer FC Bayern, der beim 3:3 auf Schalke patzte, und revanchierten sich für die ebenfalls auf der Zielgeraden verlorene Meisterschaft von 1986.

GRÖßTE ERFOLGE, GRÖßTE PEINLICHKEITEN

BREMEN, GERMANY - JUNE 10: 1. BUNDESLIGA 94/95, SV WERDER BREMEN - KARLSRUHER SC 2:1, Bremen; VERABSCHIEDUNG VON OTTO REHHAGEL
BREMEN, GERMANY - JUNE 10: 1. BUNDESLIGA 94/95, SV WERDER BREMEN - KARLSRUHER SC 2:1, Bremen; VERABSCHIEDUNG VON OTTO REHHAGEL :; v.l.n.r.: Mario BASLER und Trainer Otto REHHAGEL/BREMEN (Photo by Bongarts/Getty Images)

Der größte Erfolg in der Vereinsgeschichte von Werder Bremen ist der Gewinn des Europapokals der Pokalsieger 1992 unter der Regie von Trainerfuchs Otto Rehhagel.

Am 6. Mai 1992 bezwangen die Bremer in Lissabon die AS Monaco mit 2:0 (1:0) durch Tore von Klaus Allofs und Wynton Rufer. Auf einer Stufe mit dem bis heute einzigen Europapokal-Erfolg – 2009 verlor Werder Bremen das UEFA-Cup-Finale gegen Schachtjor Donezk mit 1:2 nach Verlängerung – steht für Werder-Fans das ,,Double“ von 2004 mit Meistertitel und DFB-Pokalsieg. Durch das Meisterstück bei Verfolger und Rivale Bayern München gewinnt dies eine besondere Note. Ebenso wie die Saison 2008/2009, in der Werder Bremen in den unvergessenen ,,Fisch-Wochen“ sowohl im DFB-Pokal als auch im UEFA-Cup jeweils im Halbfinale beim Erzrivalen HSV triumphiert.

In die ,,Double“-Saison 2003/2004 fiel aber auch die größte fußballerische Peinlichkeit in der Geschichte von Werder Bremen. Am 30. Juli 2003 ging Werder mit ,,voller Kapelle“, also mit fast der Elf, die knapp ein Jahr später Deutscher Meister und Pokalsieger wurde, im UI-Cup-Halbfinale mit 0:4 (0:3) beim österreichischen No-Name-Klub SV Superfund Pasching unter.

Nicht minder peinlich ist die Rekord-Negativ-Serie des SV Werder gegen den FC Bayern München, die mit dem 0:1 in der Allianz Arena am 20. April 2019 manifestiert wurde. Mit dieser Pleite blieb Bremen in 19 Spielen gegen die Münchner zum 19-mal in Folge der Verlierer, kein anderer Verein kann bis heute eine längere Niederlagenserie gegen einen einzelnen Bundesliga-Gegner verbuchen. Ebenso bitter ist die Torbilanz: Der Rekordmeister schoss in diesen Spielen 66 Tore. Das ist fast 6-mal so viel wie die Werderaner, die lediglich 11 Treffer bejubeln durften.

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OMG

GERMANY - APRIL 22: 1. BUNDESLIGA 85/86 WERDER BREMEN - BAYERN MUENCHEN 2:2 Bremen; Michael KUTZOP/Bremen verschiesst den Elfmeter. Der FC Bayern wird Meister.
GERMANY - APRIL 22: 1. BUNDESLIGA 85/86 WERDER BREMEN - BAYERN MUENCHEN 2:2 Bremen; Michael KUTZOP/Bremen verschiesst den Elfmeter. Der FC Bayern wird Meister. (Photo by Bongarts/Getty Images)

Lost in Translation: So ,,klaut“ Werder in England…

,,Football’s coming home“ (,,Three Lions on the Shirt“)… Diese Fan-Hymne der EURO 1996 von Baddiel, Skinner & The Lightning Seeds kennt wohl jeder Fußball-Fan. Da man in Bremen die Dinge wörtlich nimmt (,,Moin, moin, Gascoigne“), haben die Stadion-DJs diesen Song einfach 1:1 ins Deutsche übersetzt. Damit aber nicht genug. Auch bei einem Slogan ging Werder 2016 ,,englisch einkaufen“…

  1. Ein Song, der im Bremer Weserstadion seit der Double-Saison 2003/2004 regelmäßig gespielt wird, ist ,,Fußball kommt nach Haus“ (,,Das W auf dem Trikot“) und statt ,,Jules Rimet still gleaming“ heißt es darin ,,Die Meisterschale glänzt noch“ . Vor den Übersetzungskünstlern von der Weser ist auch der ,,Day Dream Believer“ von den Monkees nicht sicher. In Bremen hört sich das dann so an: ,,Wir sind Werder Bremen“ – Bei allem Respekt: Das ist wirklich nur was für eingefleischte Fans… ebenso der Slogan ,,This is Osterdeich“, der 2016 als norddeutsches Pendant zum eigentlich unantastbaren ,,This is Anfield“ das Team im Abstiegskampf beflügelt.
  2. Werder zum Fremdschämen gibt es auch bei der Rückkehr nach dem Europapokalsieg in Lissabon 1992. ,,Nun betritt Otto Rehhagel deutschen Boden“, lässt Werder-Hausreporter Rolf Töpperwien vom ZDF bei der Ankunft des Trainer-Königs mit dem Pokalsieger-Pokal auf dem Flughafen Bremen-Neuenland nun wirklich jede Zurückhaltung fallen.
  3. Der Bremer Spieler Norbert Siegmann wird sicher nicht wegen seines Treffers zum 1:0 beim Wiederaufstieg 1981 in Oldenburg in die Werder-Geschichte eingehen. Am 14. August 1981 schlitzte Siegmann im Bundesliga-Heimspiel gegen Arminia Bielefeld (1:0) seinem Gegenspieler Ewald Lienen mit den Stollen den Oberschenkel auf – bei der klaffenden, 25 Zentimeter tiefen Schnittwunde liegt die Muskelhülle frei! Ein Foul, das Bundesliga-Geschichte schrieb! Da Lienen Werder-Coach Otto Rehhagel beschuldigt, Siegmann (,,Das Foul geschah aus Übermotivation und fehlender Erfahrung heraus“) zum unfairen Spiel angestiftet zu haben, musste ,,König Otto“ im Rückspiel auf der ,,Alm“ (0:2) unter Personenschutz und mit kugelsicherer Weste auf der Trainerbank sitzen.

Otto Rehhagel: "Ein Fußballtrainer muss allein deshalb so viel Geld verdienen, damit er sich als Pensionist ein Zimmer erster Klasse in der Klapsmühle leisten kann."

WERDER BREMEN - FUN FACTS

BREMEN, GERMANY - JUNE 06: 1. Bundesliga 92/93, Bremen; SV Werder Bremen - Deutscher Meister 1993;
BREMEN, GERMANY - JUNE 06: 1. Bundesliga 92/93, Bremen; SV Werder Bremen - Deutscher Meister 1993; v.li.. Uli BOROWSKI, Jubel Thomas SCHAAF mit Meisterschale (Photo by Ruediger Fessel/Bongarts/Getty Images)

Die größten Erfolge und die ,,Wunder von der Weser“ mit den unvergessenen Flutlicht-Nächten im Europapokal im Weserstadion gegen Anderlecht (5:3, 1993), Dynamo Berlin (5:0, 1988) oder Olympique Lyon (4:0, 1999) sind längst Teil der deutschen Fußball-Geschichte.

Aber: Werder ist mehr als nur Wunder. Es gibt eine Menge an Fun Facts über den Deutschen Meister von 1965, 1988, 1993 und 2004, mit dem man gegen jeden HSV-Fan punkten kann.

Werder? Hamburg hat genug! Bremen gegen den HSV, das ging noch nie gut. Aber wenn Bremen Meister wird, dann gab es auch eine Packung für die ungeliebten Hamburger. Mit 5:0 fegten Andy Herzog und Co. die ,,Rothosen“ am 33. Spieltag 1992/93 aus dem Weserstadion. Das Stimmungsbild im Hamburger Volksparkstadion eine Woche später gegen Eintracht Frankfurt (1:2) war eindeutig. ,,Uns reicht’s!“, stand auf einem einsamen Fan-Transparent in der leeren Westkurve…2004 setzte es für die Hamburger am 30. Spieltag in Bremen gar ein 0:6.

Das Jahr des Freibad-Toni: Ailton war mit Sicherheit einer der schillerndsten Spieler, die Werder Bremen jemals unter Vertrag hatte. Der Brasilianer, 1998 von den UANL Tigres aus Mexiko geholt, holte sich in der Meistersaison 2003/2004 mit 28 Treffern die Torjäger-Kanone der Fußball-Bundesliga. Der ,,Freibad-Toni“, wie der gemütliche Südamerikaner auch genannt wurde, legte damit die beste Tor-Ausbeute seit Bayern-Legende Karl-Heinz Rummenigge 1980/81 (29 Tore) vor und wurde 2004 ,,Fußballer des Jahres“. 3-mal ging die Auszeichnung ,,Tor des Monats“ in dieser Spielzeit an ,,Ein Chanc, zwei Tor, das Ailton“, viel mehr geht nicht.

Otto und ,,Assi“ auf Kneipenstühlen: Das Meisterstück in der 2. Liga 1981 in Oldenburg erlebten Werder-Coach Otto Rehhagel und Manager Rudi Assauer im engen Stadion am Spielfeldrand auf eigens herbeigeschafften Kneipenstühlen.

Phänomen ,,Piza“: Der am 3. Oktober 1978 geborene peruanische Fußballprofi Claudio Pizarro hält in der Bundesliga drei Rekorde: Er ist der am häufigsten eingesetzte ausländische Spieler, der älteste Bundesliga-Torschütze und Rekordtorschütze von Werder Bremen. 2018 begann sein 5. Engagement an der Weser.

Werders Tor-Könige Nur einer holte die Schale! 4 Werder-Stürmer holten sich in mehr als 55 Jahren Bundesliga die Torjäger-Krone. Mit einem kleinen Schönheitsfehler, denn nur Ailton (2004) wurde als Top-Torjäger der Liga auch Deutscher Meister. Den Anfang machte Rudolf ,,Rudi“ Völler in der Vizemeister-Saioson 1982/83. Es folgte 1994/95: ,,Super-Mario“ Basler. Der explosive Pfälzer wollte Deutscher Meister werden, musste sich am Ende aber mit Heiko Herrlich von Borussia Mönchengladbach (ebenfalls 20 Tore) sogar den Torjäger-Titel teilen. Dritter im Bunde war 2005/2006 Miroslav Klose. Mit 25 Toren schoss der Nationalstürmer Werder zur Vizemeisterschaft hinter den Bayern.

,,Otto find ich gut“: Ein Denkmal vor dem Weserstadion für die größten Erfolge der Vereinsgeschichte und die bis heute Amtszeit eines Trainers in der Bundesliga – von 1981 bis 1995 regierte ,,König“ Otto Rehhagel bei Werder Bremen. Seine Mannschaft sang ihm zum Abschied gar ein etwas ungelenkes Liedchen (,,Otto… find ich gut“)

Europacup ist nichts für Feiglinge: ,,Kommt raus, Ihr Feiglinge, damit wir Euch fertigmachen können“, pochte Werder-Stürmer Manfred Burgsmüller († 2019) in der Halbzeitpause der Europacup-Partie der Bremer gegen Dynamo Berlin 1998 im Meister-Wettbewerb an die Kabinentür der Gäste. Werder überrollte den DDR-Meister nach 0:3 im Berliner Hinspiel noch mit 5:0 – und es hätte sogar 6:0 ausgehen müssen. Einen Ball von Burgsmüller kratzte BFC-Torhüter Bodo Rudwaleit in der 1. Halbzeit hinter der Torlinie weg…

Die Dschungel-Könige: Mit Ailton (2012) und Thorsten Legat (2016) machten sich 2 Ex-Werder-Profis in der RTL-Show Ich bin ein Star, holt mich hier raus zum Horst. Eine Übersicht der Fußballstars, die ins ,,Dschungelcamp“ zogen, gibt es hier.

Das Schiff zum Spiel: Werder Bremen bietet liga-weit einen einmaligen Service. Die Fans können mit dem Fährschiff an Spieltagen mit Stopps in Farge, Blumenthal, Vegesack, Pier 2 / Waterfront und am Martinianleger zum Stadion fahren. Alternativ geht das auch mit der Sielwallfähre vom P+R-Parkplatz auf dem Stadtwerder zum Osterdeich.

Werder in HSV-Trikots: Das ist nun aber wirklich aus der Rubrik OMG! Als zu ähnlich im Farbton empfand auch Schiedsrichter-Legende Walter Eschweiler (heute 81 / Euskirchen) am 27. November 1971 zur Halbzeit im Hamburger Volksparkstadion die Trikots der Nord-Rivalen HSV und Werder Bremen. Denn: Anders als im gewohnten Grün-Weiß bestritten die Werderaner die Saison 1971/72 in Jerseys in den Bremer Landesfarben Rot und Weiß und auch zum Auswärtsspiel in Hamburg hatten sie keine wirklich unterscheidbaren Ausweichtrikots mitgebracht. Die Folge: Werder musste in der zweiten Hälfte der Partie, die mit 1:2 verloren ging, in HSV-Trikots spielen.

TEAM-STATS, INFOGRAFIKEN, EXTERNE QUELLEN

TEAM-STATISTIKEN

Infos umfassen: Alter der Spieler, Einsätze, Gespielte Minuten, Gegentore, Zu Null gespielt, Einwechselungen, Auswechselungen, Gelbe Karten, Rote Karten, Ampelkarten. 

 

EXTERNE QUELLEN

Uli Hoeneß war mal das große Feindbild in Bremen.
Uli Hoeneß war mal das große Feindbild in Bremen. (Photo by Alexander Hassenstein/Bongarts/Getty Images)

Offizielle Website von Werder Bremen

https://www.werder.de/de

Wikipedia-Eintrag von Werder Bremen

https://de.wikipedia.org/wiki/Werder_Bremen

Facebook-Eintrag von Werder Bremen

https://www.facebook.com/WerderBremen/

AKTUELLES (INKL. SPIELE, STATS ZU TORSCHÜTZEN, FORMÜBERSICHT, HANDICAP, ÜBER/UNTER)

Bundesliga-Saison 1992/93 - Werder Bremen wird Deutscher Meister.
Bundesliga-Saison 1992/93 - Werder Bremen wird Deutscher Meister. (Photo by Mark Sandten/Bongarts/Getty Images)