Werder-Horror! Abstiegsfinale ohne Rashica?


“Milot Rashica hat das Training am Mittwoch vorzeitig beendet. Der Offensivakteur zog sich in einem Zweikampf eine Verletzung am Knöchel zu. Für eine genauere Diagnose (…) müssen weitere Untersuchungen abgewartet werden”, teilte Werder Bremen kurz und bündig auf seiner Webseite mit.

Sollten sich die schlimmsten Befürchtungen bewahrheiten, müsste Bremen im wichtigsten Spiel der jüngeren Vereinshistorie auf einen seiner wenigen Leistungsträger verzichten.

Vor dem höchst wichtigen Duell beim 1. FC Köln am Samstag wäre Rashicas Ausfall ein herber Rückschlag für Trainer Florian Kohfeldt. Der Stürmer ist mit sieben Toren und fünf Vorlagen Werders bester Akteur, wartet in diesem Kalenderjahr allerdings noch auf seinen ersten Treffer für den Tabellensiebzehnten.

Im Fernduell um den Klassenerhalt mit Fortuna Düsseldorf, muss Werder gegen Köln um jeden Preis gewinnen, um den ersten Abstieg seit 40 Jahren doch noch zu verhindern. Düsseldorf könnte bei Union Berlin schon ein Unentschieden reichen, sollten die Bremer nicht mit mindestens vier Toren Unterschied gegen Köln gewinnen.

Neben Theodor Gebre Selassie, der sich in Mainz eine Knöchelverletzung zuzog, trainiert auch Kevin Vogt, der schon in den letzten Spielen verletzungsbedingt ausfiel, weiterhin individuell. Wegen Oberschenkelproblemen verpasste auch Sebastian Langkamp die Trainingsinheit am Mittwoch.
Ein Ausfall Rashicas wäre für die sowieso schon gebeutelten Bremer ein weiterer herber Schlag auf dem Weg in die Zweitklassigkeit.

Rashica, Werder Bremen
Werder Bremens Milot Rashica ist bei Bayer Leverkusen „kein Thema“ mehr. Copyright: Imago images

Top News 2: Fanbündnis will Fußball „grundlegend neu gestalten“

BVB, Ultras, DFB, Fadenkreuz
Das Bündnis „Unser Fußball“ setzt die deutschen Verbände mit Forderungen gewaltig unter Druck. Copyright: imago images / Laci Perenyi

Das neue Bündnis „Unser Fußball“, aus über 1000 Fan-Klubs, von denen viele aus der Ultra-Szene stammen, will die Corona-Krise nutzen, um ihre Forderungen durchzusetzen.

Das Bündnis, das sich in den letzten Wochen heimlich formiert hat, will den Profi-Fußball grundlegend verändern und listet in einer ersten Mitteilung vier grundlegende Änderungswünsche auf.

Zunächst soll ein fairer Wettbewerb eingeführt werden, in dem TV-Gelder gerechter verteilt werden. Zusätzlich soll es ein nationales Financial Fair Play geben, während der Einfluss von Investoren begrenzt wird.

Der zweite Punkt befasst sich mit der gesellschaftlichen Vorbildfunktion. „Unser Fußball“ setzt sich für den Kampf gegen Diskriminierung und Korruption sowie für soziales und ökologisches Handeln ein.

Geht es nach dem Bündnis, soll der Fußball außerdem demokratisch und wirtschaftlich nachhaltiger werden. Ziel sei eine Stärkung der Vereine als eingetragene Vereine sowie transparentere Entscheidungsprozesse.

Zuletzt wünscht sich „Unser Fußball“ eine Förderung der Fankultur mit Senkungen der Ticketpreise und fangerechten Anstoßzeiten.

Nach Ende der Saison soll die Erklärung mit allen Unterschriften dem DFB und der DFL übergeben werden.

„Wir müssen die aktuelle Krise als Chance begreifen, um den Fußball grundlegend neu zu gestalten. Die Sommerpause muss zu einem Wendepunkt werden. Verbände und Vereine sind aufgefordert zu handeln und den Fußball neu aufzustellen: basisnah, nachhaltig und zeitgemäß,“ sagte Manuel Gaber, Sprecher der Vereinigung.

Zu den Unterzeichnern gehören unteranderem die bekannten Ultra-Gruppierungen „The Unity“ von Borussia Dortmund, Bayern Münchens „Schickeria“, die „Wilde Horde“ des 1. FC Köln und Dresdens „Ultras Dynamo“.

Welche Konsequenzen das Bündnis bei Nicht-Erfüllung der Forderungen ziehen will, ist offen.

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Top News 3: Kampl verlängert bis 2023!

Der RB Leipzig konnte seinen besten Torjäger Timo Werner nicht halten.
Dafür haben es die Sachsen aber geschafft, einen anderen ihrer Leistungsträger länger an sich zu binden:
Mittelfeldspieler Kevin Kampl hat seinen Vertrag vorzeitig um zwei Jahre bis Juni 2023 verlängert.

“Meine Familie und ich fühlen uns hier unheimlich wohl, und Leipzig ist für uns wie ein zweites Zuhause geworden”, teilte der Slowene mit und ergänzte: “Der Verein hat mir trotz meiner langwierigen Verletzung immer klar signalisiert, dass wir gemeinsam in die nächsten Jahre gehen wollen, und ich denke, dass ich das Vertrauen seit meiner Rückkehr zurückzahlen konnte.”

Aufgrund von Sprunggelenks-Problemen war der 29-Jährige, der 2017 für 20 Millionen Euro von Bayer Leverkusen zu RB kam, lange ausgefallen. Nach seiner Rückkehr entwickelte sich Kampl aber schnell wieder zum lauf- und zweikampfstarken Anführer auf dem Platz.

“Kevin ist einer unserer absoluten Führungsspieler und ein ganz wichtiger Faktor in der Mannschaft – auf und vor allem auch neben dem Platz”, lobte Sportdirektor Markus Krösche.

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