Die schlechteste Startelf der deutschen Nationalmannschaft


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Und so ging es wieder aufwärts

Honorable Mention: Berti Vogts

Berti Vogts (Photo by Martin Rose/Bongarts/Getty Images)
Berti Vogts (Photo by Martin Rose/Bongarts/Getty Images)

Berti Vogts wurde im Jahr 1996 Europameister mit dem DFB-Team. Danach folgten 2 desaströse Wettbewerbe 2000 und 2004, unterbrochen nur von dem eher glücklichen Vizeweltmeistertitel 2002 in Südkorea und Japan. Entsprechend panisch wurde man in Frankfurt in der DFB-Zentrale.Und erinnerte sich wieder an Berti.

Und der empfahl Jürgen Klinsmann als Trainer und eine konsequente Reform der Jugendausbildung. Damit wirkte er an 2 der 3 wesentlichen Neuerungen mit, die schließlich wesentlich für den Wiederaufstieg des deutschen Fußballs wurden und nachfolgend kurz skizziert werden sollen.

Schon 1996 setzte sich Vogts für eine Reform der Jugendausbildung ein, die damals beim DFB nur eine Nebenrolle spielte und in den Händen der Regionalverbände lag. Es dauerte dann aber einige Jahre, bis alle Widerstände überwunden waren und ein dichtes Netzwerk von DFB-Stützpunkten und Nachwuchsleistungszentren, die bei den Vereinen angesiedelt sind, gebildet wurde.

Dieses Netzwerk garantiert nicht nur die Sichtung von mehr als 600.000 Jugendlichen pro Jahr, sondern auch regelmäßige zusätzliche Trainingseinheiten für Talente. Zugleich wurden die Trainerausbildung verbessert und die Lehrinhalte vereinheitlicht, um ein effektiveres Training zu gewährleisten.

Das süddeutsche Trainernetzwerk der Outlaws

Der spleenige Thomas (Photo by Pool - Getty Images)
Der spleenige Thomas (Photo by Pool - Getty Images)

Ein weiterer Anstoß zu dieser Zeit kam von einem Trainernetzwerk aus dem süddeutschen Raum, das noch heute Talente wie Thomas Tuchel oder Julian Nagelsmann hervorbringt.

Ihr Mentor war Helmut Groß, der als erster Trainer ballorientierte Raumdeckung praktizierte, bei welcher der Raum um den ballführenden Spieler zugestellt und der Ball aggressiv attackiert wird – modernes Pressing, wie es heute in der Bundesliga üblich ist, jedoch noch in den 2000er Jahren kaum praktiziert wurde.

Groß trat Mitte der 1980er Jahre in den Trainerlehrstab des Württembergischen Fußball-Verbands ein und nahm signifikanten  Einfluss auf die Ausbildung moderner Fußballlehrer wie Ralf Rangnick und Wolfgang Frank, dem Mentor Jürgen Klopps.

Diese Außenseiter der Trainergilde, die oftmals keine beeindruckende Fußballerkarriere hinter sich hatten, mussten sich allerdings zunächst in unterklassigen Ligen beweisen und es dauerte eine Weile, bis sie sich in der Bundesliga etablierten.

Die Nationalmannschaft

Die süddeutsche Trainerschule - Julian Nagelsmann. Foto: Getty Images

Der dritte wesentliche Punkt lag in der Reform der Nationalmannschaft selbst, die Jürgen Klinsmann seit 2004 in Angriff nahm und die in der Folge von Joachim Löw immer wieder einen Schritt weitergeführt wurde.

Die Bedeutung Klinsmanns für den Reformprozess wird in der deutschen Öffentlichkeit heute oftmals durch sein gescheitertes Engagement beim FC Bayern überlagert, dabei war sein Beitrag tiefgreifend. Noch unter Rudi Völler wurde bei der Nationalmannschaft nicht ernsthaft trainiert, Spiele mit der Nationalmannschaften galten eher als Erholungsurlaub vom Stress in den Vereinsmannschaften.

Klinsmann brachte moderne Leistungsdiagnostik zum DFB und hatte auch einen Sinn für moderne Fußballtaktik, die allerdings noch stärker von Joachim Löw implementiert wurde.

Vor allem bemühten sich Klinsmann und Löw, unterstützt von Oliver Bierhoff, immer wieder, neue Anregungen von außen aufzunehmen und an die Nationalmannschaft heranzuführen.

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Neue Talente hat das Land

Jogi Löw profitierte von neuen Talenten. Foto: Getty Images
Jogi Löw profitierte von neuen Talenten. Foto: Getty Images

Der Zustrom neuer Talente aus der Nachwuchsförderung und das modernisierte Fußballverständnis in der Bundesliga ermöglichten es Löw in seiner Zeit als Bundestrainer, mit der Nationalmannschaft modernen Fußball zu spielen, der sich nicht mehr auf vermeintlich deutsche Tugenden verlassen musste, sondern der technische und taktische Lösungen auf die Herausforderungen der Gegner suchte und fand.

Und entsprechend unsinnig waren natürlich Zitate wie das von Michael Skibbe, damals Co-Trainer von Rudi Völler und im Ruf, ein Experte für Nachwuchsarbeit zu sein.

Denn der erklärte sich das Fehlen von Talenten in Deutschland mit der fehlenden sozialen Not in der Bundesrepublik:

„In Deutschland gibt es kaum die Notwendigkeit, deinen sozialen Status durch Sport zu verbessern.“

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