Aus für die Spaßmaschine: HSV suspendiert Lewis Holtby


Lewis Holtby erlebte mit dem HSV im Jahr 2018 Höhen und Tiefen...
Lewis Holtby erlebte mit dem HSV im Jahr 2018 Höhen und Tiefen...(Photo by Martin Rose/Bongarts/Getty Images)

Wer geglaubt hat, es würde rund um den Hamburger SV nach dem Abstieg aus der Bundesliga ,,ruhiger“ werden, der muss sich fragen lassen, von was er nachts träumt…

Seit Sonntag ist die Unruhe beim HSV nämlich wieder Bundesliga-reif. Die Leistungen auf dem Rasen sind es nicht. Die Hanseaten verlieren mit 0:2 bei Union Berlin im direkten Duell und finden sich 3 Spieltage vor Saisonende dank des 3:1-Heimerfolgs des Verfolgers vom SC Paderborn gegen den 1. FC Heidenheim auf Rang 4 wieder. Damit springen die Ostwestfalen auf den direkten Aufstiegsrang 2, Union Berlin auf 3. Platz 4, das wäre nur Blech für die Mannschaft von Trainer Hannes Wolf.

Mit-Absteiger 1. FC Köln hat sich am Wochenende von Trainer Markus Anfang getrennt. Da will man in Hamburg, mit Wolf ja auch der 2. Trainer in dieser Saison Hof hält, nicht wirklich nachstehen – und suspendiert Mittelfeldspieler Lewis Holtby.

Seit der HSV Ende März bekannt gegeben hat, dass der Vertrag des 28-Jährigen nicht verlängert wird, ist der Stimmungsmacher beim HSV am Ende. Nun folgt die Suspendierung.

Ausgejubelt: Lewis Holtby wird nicht mehr für den Hamburger SV spielen.
Ausgejubelt: Lewis Holtby wird nicht mehr für den Hamburger SV spielen. (Photo by Stuart Franklin/Bongarts/Getty Images)

Holtby wollte nicht mit nach Berlin...

Lewis Holtby bei seinem letzten HSV-Team-Fototermin im Sommer 2018. (Photo by Martin Rose/Bongarts/Getty Images)
Diese geht wohl von Lewis Holtby selbst aus. Vor dem Spiel bei den ,,Eisernen“ hat der ehemalige Bundesligaprofi von Schalke 04 Trainer Hannes Wolf offenbar gebeten, nicht mit nach Berlin reisen zu müssen. Das gibt HSV-Sportvorstand Ralf Becker am Sonntag bekannt. 

,,Für uns ist klar und das wird auch bis zum Ende der Saison so bleiben, dass es keinen Sinn mehr macht“, erklärt Becker die Suspendierung.

,,Du bekommst es nicht mehr gedreht, wenn ein gesunder Spieler ausspricht, dass er nicht mitreisen will, auch wenn er zugibt, einen Fehler gemacht zu haben“, sagt Hannes Wolf – und macht für Lewis Holtby die Tür zu.

138-mal hat der Mann aus Erkelenz Wettbewerb übergreifend für den HSV gespielt (127 Bundesliga-Spiele) und dabei wird es bleiben.

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Stimmungsmacher allein reicht nicht...

Markus Schubert von Dynamo Dresden (l.) kassiert das letzte HSV-Tor von Lewis Holtby (Hintergrund). (Photo by Martin Rose/Bongarts/Getty Images)

Es ehrt Lewis Holtby, dass er wie viele andere HSV-Spieler nach dem historischen Bundesliga-Abstieg im Mai 2018 geblieben ist und mithelfen wollte, diese Schmach zu tilgen.

Leider bleiben das aus HSV-Sicht nur Lippenbekenntnisse. Holtbys Leistungsdaten sprechen schon vor der Suspendierung nur bedingt für eine Weiterbeschäftigung über den Sommer hinaus.

In 26 Zweitliga-Partien liefert der offensive Mittelfeldspieler, der einmal beim FSV Mainz 05 und Weltmeister André Schürrle und Marcel Risse als ,,Bruchweg Boys“ die Bundesliga gerockt hat und als Riesen-Talent auf seiner Position gilt, 9 Tor-Beteiligungen (4 Treffer) ab. In seiner gesamten Zeit beim HSV (seit 2014) kommt der Ex-Premier-League-Profi von Tottenham Hotspur nur auf 15 Tore in allen Wettbewerben. Für die ,,Spurs“ hat Holtby gar nur 3-mal eingenetzt. Auf Schalke gelingen ihm in 79 Spielen 13 Tore.

Das letzte Highlight im HSV-Dress setzt Holtby am 11. Februar 2019 mit dem 1:0-Siegtreffer für Dynamo Dresden. Für den Stimmungsmacher, der nach Siegen beim Feiern mit den Fans gern den Tambor mit dem Megafon gibt, ist vorerst Schluss mit lustig. Jedenfalls in Hamburg. ,,Wir müssen schauen, auf wen wir uns verlassen können“, schließt Ralf Becker die Personalie.

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