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2. Liga: So rumpelte der HSV gegen Darmstadt in die neue Saison…

Lukas Hinterseer kann es nicht fassen: Der HSV blieb wie im Vorjahr gegen Darmstadt 98 ohne Heimsieg

Den HSV-Fans die am Sonntagnachmittag gegen 16.30 Uhr bei fast 30 Grad aus dem Volksparkstadion zum Hamburger Hauptbahnhof zurückkommen, ist nicht nach Humor.

Missmutig trinken sie ihr Bier und drängeln in die Regionalzüge. Sie wissen: Ihre ,,Rothosen” sind zum Start in die neue Zweitliga-Saison 2019/2020 am Sonntagmittag gegen den SV Darmstadt 98 (1:1) gerade noch einmal davon gekommen.

In der 7. Minute der Nachspielzeit rettet der Video-Beweis den Hamburger SV gegen die Südhessen vor dem totalen Fehlstart.

Video-Schiedsrichterin Bibiana Steinhaus hat in Köln ein Foul an Manuel Wintzheimer gesehen. In der 8. Minute der Nachspielzeit lässt sich HSV-Kapitän Aaron Hunt nicht lange bitten – und trifft zum 1:1-Endstand. Der HSV-Auftakt – Eine Quälerei bei Gluthitze in der Hansestadt!In Hamburg gilt: Es bleibt alles anders. Die eklatante Heimschwäche kostet das Team von HSV-Trainer Dieter Hecking (54) gleich zum Start 2 wertvolle Punkte.

Mit Ausnahme des 3:0 gegen Absteiger MSV Duisburg am letzten Spieltag hat der Hamburger SV in der 2. Liga seit dem 4. März – also seit fast 5 Monaten – kein Heimspiel mehr gewonnen!

Dieter Hecking hat im Vorfeld schon mal versucht, die Erwartungen ein bisschen zu dämpfen. ,,Es wird noch nicht alles zu 100 Prozent reibungslos ablaufen”, stellt der neue Trainer seiner umformierten Mannschaft schon mal einen Freibrief aus.

Am Ende rettet nur der Videobeweis den HSV vor der Wettbewerb- und Saison übergreifend 4 Heimpleite in den letzten 7 Spielen. Die Partie gegen Darmstadt 98 zeigt, dass die Volkspark-Gänger vor allem eines mitbringen müssen: Geduld und Leidensfähigkeit! Nie hat der erfahrene Coach Hecking in seiner Laufbahn eine höhere Spielerfluktuation erlebt als in diesem Sommer. 15 Abgängen stehen 11 Neue gegenüber.

 

Hecking verteidigt den radikalen personellen Umbruch schon vor dem Spiel gegen Darmstadt. 

„Wenn du etwas Neues gestalten möchtest, musst du diesen Weg gehen“, sagt der Pokalsieger von 2015 (mit Wolfsburg) und versucht es gegen die ,,Lilien” mit 6 Neuen, darunter u. a. der vom SVD geholte Keeper Daniel Heuer Fernandes. Außerdem geben Jan Gyamerah, Tim Leibold, Jeremy Dudziak, Adrian Fein und Lukas Hinterseer ihr Pflichtspieldebüt für den HSV. Von den Akteuren, die bereits im vergangenen Jahr zum Kader zählen, stehen der lange verletzte Kyriakos Papadopoulos, Rick van Drongelen, Khaled Narey und Aaron Hunt in der Startelf.

Die HSV-Fans machen vor dem Anpfiff deutlich, dass sie bereit sind, die nötige Geduld aufzubringen – unter einer Voraussetzung. „Wir vergeben alles, solange ihr alles gebt“, steht auf einem Banner in der Nordkurve, wo die treuesten Anhänger der Norddeutschen stehen.

Die beste Chance hat Aaron Hunt, der nach 14 Minuten eine glasklare Chance vergibt. „Ich war mit dem Kopf vielleicht schon weiter als mit dem Fuß. Es ist eigentlich unmöglich, den Ball vorbeizuschieben“, hadert der 32 Jahre alte Routinier anschließend, „wenn wir da in Führung gehen, dann hätten wir das Spiel deutlich gewonnen – davon bin ich überzeugt.“ So ist es am Ende Hunt, der mit dem letzten Schuss der Partie eine Bauchlandung zum Start abwendet (90.+8). „Ich bin nicht der Typ, der immer nur das Negative sucht. Ich habe viel Gutes gesehen, bin aber auch nicht naiv zu sagen, dass alles gut war“, zieht der neue HSV-Sportvorstand Jonas Boldt hinterher ein differenziertes Fazit und lobte vor allem die Moral: „Das Banner der Fans haben sich die Spieler auf jeden Fall zu Herzen genommen.“


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