And the Oscar goes to … – die größten Schauspieler im Fußball


And the Oscar goes to … – die größten Schauspieler im Fußball sind illustre Burschen. Und es sind nicht nur Italiener, Spanier oder andere Südländer, die die verschiedenen Disziplinen der Fußball-Schauspielerei genial beherrschen und denen man ja einen eher natürlichen Hang zur Theatralik nachsagt. Nein – einige Deutsche und Holländer beherrschen das Metier mindestens genauso gut.
Und es gibt verschiedene Typen von Schauspielern. Zur Kategorie 1 gehören die Diver, die schwerelosen Schwalbenmacher, die bei jeder Berührung mit Vorliebe im Strafraum fallen. Da haben wir natürlich unseren holländischen Vorzeigediver Arjen Robben. Aber auch die ehemaligen deutschen Nationalspieler Andreas Möller und Jürgen Klinsmann. Wobei Klinsmann hat ja auf die Diver-Vorwürfe bei seinem Wechsel in die Premier League hervorragend reagiert und alle Kritiker schnell auf seine Seite gezogen.

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In die Kategorie 2 fallen die Schauspieler, die gerne mal den “sterbenden Schwan” mimen und aus kleinen Fouls große Sachen machen. Um Zeit zu schinden oder damit der Gegner vielleicht doch die gelbe oder rote Karte bekommt. In diese Kategorie fallen dann die anderen Künstler aus unserem Video. Und während logischerweise die Diver primär Stürmer sind, gehören zur zweiten Kategorie eben auch die Abwehrspieler und Mittelfeldrenner.

Doch es gibt große Unterschiede in Europa. So wurde Chelsea-Stürmer Didier Drogba im Jahr 2008 mal ob seiner zwei Tore gegen ManCIty zum Man of the Match gewählt – und von den eigenen Fans ausgepfiffen. Die Fans störten sich keineswegs an Drogbas Leistung, sondern vielmehr an seiner Berufsmoral, denn Drogba hatte sich zwischenzeitlich mal den Ruf als Diver (Schwalbenkönig) und Cheater (Schummler) erarbeitet. Und etwas Schlimmeres kann einem Premiere-League-Profi praktisch nicht passieren.

Das musste schon Jürgen Klinsmann feststellen, der nach der WM 1994 zu den Tottenham Hotspurs wechselte. Das englische Fernsehen hatte den Schwabenpfeil als größten Simulanten des Turniers ausgemacht und seine peinlichsten Flugeinlagen ständig ausgiebigst wiederholt. Doch Klinsmann ist ja schlau, stellte sein Spiel um und feierte sein erstes Tor demonstrativ mit einem Bauchklatscher.

In der Bundesliga gehört Simulation mittlerweile zum Standard-Repertoire. Und Deutschland ist ja auch mit Hilfe durchaus nicht eindeutiger Elfmeterentscheidungen 2 Mal Weltmeister geworden. England, wo der Begriff fair play geprägt wurde, verfolgt die zunehmende Fallsucht der Liga mit wachsender Sorge. Dort gilt Theaterspielen als unmännlich, unehrlich, unbritisch; man sieht die fußballerische Leitkultur gefährdet. “Ein Krebsgeschwür” nannte Fifa-Referee Graham Poll den Trend zum schnellen Fall vor einigen Jahren.

Und sogar ein ehrwürdiges Blatt wie die Times nahm sich in Form eines Leitartikels bereits dem Thema an. Das Blatt rief vor einigen Jahren sogar eine “Say No To Diving”-Kampagne ins Leben, die von 12 Ligavereinen und der Football Association unterstützt wurde. Dabei wurde in Tausenden von Schulen und Vereinen “Tauchen verboten”-Poster verteilt.

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