1:1 ! Späte Tore gaben der Partie noch Pfeffer


FC Augsburg - 1. FC Köln 1:1 (0:0)

Auch das dritte Spiel am Sonntag war kein fußballerischer Leckerbissen. Der FC Augsburg zittert nach dem hart erkämpftem Remis gegen den 1. FC Köln weiter um den Klassenerhalt. Die Rheinländer bleiben im fünften Spiel nach dem Liga-Neustart sieglos.

Ein verschossener Elfmeter von FCA-Stürmer Florian Niederlechner und zwei späte Tore gaben der Begegnung Würze. Beide Vereine hatten 50% Ballbesitz, bemühten sich lange Zeit eifrig, doch ohne Fortune und Durchsetzungsvermögen.

Niederlechner wartet inzwischen seit mehr als 900 Minuten auf ein Tor. Er scheiterte auch aus dem Spiel heraus freistehend an Kölns Torwart Timo Horn.

Der hätte in seinem 150. Bundesliga-Spiel ebenso zum Held werden können wie Stürmer Anthony Modeste. Fünf Minuten vor dem Ende schoss der Franzose den Ball wuchtig in die Maschen. 1:0 ! Doch Philipp Max sorgte drei Minuten später für den umjubelten Ausgleich der Augsburger, die sich den Punkt für ihr couragiertes Auftreten verdient hatten.

Die beiden Klubs liegen nun benachbart auf Platz 12 und 13. Köln dürfte bei sieben Punkten Vorsprung auf Rang 16 gerettet sein.

Augsburg hat drei Zähler weniger und wird sich noch reichlich strecken müssen, um den Klassenerhalt sicherzustellen. Zuhause empfängt der FCA noch Hoffenheim und Leipzig. Auswärts sind die direkten Konkurrenten Mainz und Düsseldorf die Gegner. Es könnte dramatisch werden in den nächsten Wochen, doch leider ohne Fans im Stadion..

1.Bundesliga, Alles klar: Wechsel von Philipp Max vom FC Augsburg zu PSV Eindhoven
Alles klar: Wechsel von Philipp Max vom FC Augsburg zu PSV Eindhoven. Foto: imago images / Poolfoto / Peter Schatz

Weitere Trainer-Stimmen zum 30. Bundesliga-Spieltag

Florian Kohfeldt (Trainer SV Werder Bremen) vor dem Fußball-Bundesliga Spiel gegen den VfL Wolfsburg Saison 2019 / 2020
Werder-Trainer Florian Kohfeldt hat vielleicht doch keine Zukunft in Bremen. Foto: imago images / gumzmedia / nordphoto / Poolfoto

Mannschaften im Dauer-Formtief, wenig Tore: Nach den mauen Spielen am Sonntag Nachmittag übten sich die Trainer weitgehend in Durchhalteparolen. So kommentierten die Übungsleiter die Leistungen ihrer Teams:

Urs Fischer, Trainer von Union Berlin sagte nach dem 1:1 gegen den FC Schalke 04: "Es war ein sehr intensives Spiel mit einer deutlichen Dominanz in der ersten Halbzeit für uns. Das Einzige, was wir uns vorwerfen können, ist, dass wir nicht mehr Kapital aus unseren Möglichkeiten geschlagen haben. Das 1:1 ist aus meiner Sicht sehr schmeichelhaft für Schalke. In der zweiten Hälfte war es ausgeglichen, aber auch da hatten wir ein, zwei tolle Möglichkeiten. Auf die Leistung lässt sich aufbauen."

Schalke-Coach David Wagner, der den ersten (!) Punkt seit dem Liga-Neustart holte: "Es war ein sehr intensives und kampfbetontes Spiel mit wenig Highlights. Leider sind wir wieder durch einen individuellen Fehler in Rückstand geraten. Dass wir zurückgekommen sind, war sehr, sehr gut. Ich bin mit dem Fight, den wir heute angeboten haben, absolut einverstanden."

Werder Bremen steht nach dem 0:1 gegen den VfL Wolfsburg mit dem Rücken zur Wand. Die elfte Heimniederlage der Saison kommentierte Trainer Florian Kohfeldt wie gewohnt emotional: "Natürlich ist die Enttäuschung nach dieser Niederlage groß. Unser Mutmacher ist die Tabelle, in vier Spielen kann man drei Punkte aufholen. Positiv war auch, dass wir nach wie vor keine tote Mannschaft sind. Vom Spielverlauf her hätten wir ein Unentschieden verdient gehabt. Klar ist aber auch: Wir müssen torgefährlicher werden."

Oliver Glasner vom VfL Wolfsburg freute sich: "Es wurde Zeit, dass bei uns mal wieder die Null steht. Das ist ein Erfolg für unsere Defensivabteilung, die klar heraus gestochen hat. Unsere Leistungen in den vergangenen Wochen war ziemlich konstant, deshalb können wir mit einem Lächeln nach Wolfsburg zurückfahren."

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Norwich-Trainer Daniel Farke: Viel Optimismus vor dem Neustart

Der deutsche Teammanager Daniel Farke arbeitet nach wie vor voller Tatendrang beim Tabellenletzten der englischen Premier League: dem Aufsteiger Norwich City.

Am 19. Juni starten auch die „Kanarienvögel“ wieder neu: Es geht als erstes gegen den FC Southampton und gleichzeitig natürlich um das große Ziel Klassenerhalt. Norwich hat aktuell sechs Punkte Rückstand auf den rettenden Platz 17.

Farke versprüht viel Optimismus: „Wir sind vom Klassenerhalt überzeugt. Noch neun Spieltage, da ist alles drin”, glaubt der 43-Jährige. „Wichtig wird sein, wie schnell sich unsere Spieler auf die neuen Gegebenheiten einstellen können. Ohne Zuschauer zu spielen ist ungewohnt, wir sind aber gut darauf vorbereitet.“

Norwich City hätte vielleicht schon bei einem Saisonabbruch die Liga sicher gehalten. Doch Farke meint: „Es hätte sich falsch angefühlt. Ich bin und bleibe Sportler. Eine Saison hört nicht am 29. Spieltag auf. Sie gehört sportlich zu Ende geführt.“

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