Akte FC Bayern – Der Aufstieg der Mittelmäßigen


Steckbrief – Daten, Fakten und Ereignisse

Der FC Bayern München (FCB) wird am 27. Februar 1900 gegründet und ist mit 291.000 Mitgliedern (Stand: Juli 2019) der mitgliederstärkste Sportverein der Welt. Der Klub gehört nicht zu den Gründungsmitgliedern der Fußball-Bundesliga, spielt aber seit der Saison 1965/66 ununterbrochen und mittlerweile am längsten von allen Bundesligavereinen in der höchsten deutschen Spielklasse.

Das erste Spiel der Vereinsgeschichte findet auf dem städtischen Spielplatz an der Schyrenstraße statt. Der FCB schlägt den 1. Münchner FC mit 5:2. Von 1900 bis 1907 spielt der Verein in Schwabing an der Clemensstraße 50 und wechselt danach zur Leopoldstraße. Von 1925 an spielt der FCB 47 Jahre lang im Grünwalder Stadion – bis zum Ende des Zweiten Weltkriegs als Untermieter von 1860 München. Das erste Spiel im neuen Olympiastadion von München findet am letzten Spieltag der Saison 1971/72 statt. Von 1995 an muss der FC Bayern das Stadion mit 1860 München teilen. Das Trainingsgelände des FC Bayern befindet sich in München-Giesing an der Säbener Straße.

Im Zuge der WM 2006 in Deutschland wird ein neues Stadion in Fröttmaning am nördlichen Ende der Stadt (Stadtbezirk 12 Schwabing-Freimann) gebaut. Sowohl der FC Bayern als auch 1860 München spielen in der neuen Arena, die nur für Fußballveranstaltungen genutzt werden darf. Die FC Bayern München AG und die TSV München von 1860 GmbH & Co. KGaA sind zunächst zu je 50 % an der Stadiongesellschaft, der die Arena gehört und sie betreibt, beteiligt. Als die „Löwen“ in finanzielle Nöte geraten, verkaufen sie ihren Anteil an den FCB. Eine ausgehandelte Rückkaufoption wird kurze Zeit später ebenfalls an den FCB abgetreten. Seit dem 25. Mai 2012 beherbergt die Allianz Arena die FC-Bayern-Erlebniswelt, eine multimediale Ausstellung auf mehr als 2.500 Quadratmetern mit mehr als 400 Ausstellungsstücken aus der Geschichte des Vereins.

Die Profiabteilung der FCB-Fußballer wird im Jahr 2001 in die FC Bayern München AG ausgegliedert. Aktionäre sind per Dezember 2019 mit 75,00 % der Fußball‑Club Bayern München e. V. und mit jeweils 8,33 %: die Adidas AG, die Allianz SE und die Audi AG. Die AG ist in zwei Geschäftsbereichen aktiv: 1) dem Geschäftsbereich Fußball, der den Betrieb und die Vermarktung der Fußballmannschaften („Sportveranstaltung/Vermarktung/Sponsoring“) und  der Marke des FC Bayern („Merchandising/Lizenzen“) umfasst und 2) dem Geschäftsfeld Allianz Arena, welches die drei hundertprozentigen Töchter Allianz Arena München Stadion GmbH, Allianz Arena Payment GmbH und Arena Stadion Beteiligungs GmbH & Co. KG beinhaltet.

GOOD TO KNOW

Die Bayern-Granden der späten 70er und frühen 80er Jahre.
Paul Breitner und Karl-Heinz Rummenigge - die Bayern-Granden der späten 70er und frühen 80er Jahre. Photo by Bongarts/Getty Images)

Der FC Bayern – Entstanden aus Frust, unter Mitwirkung von viel Alkohol, mit den Vereinsfarben Blau-Weiss und ohne richtige Bayern. Unsinn? Nope!

Denn am 27. Februar 1900 findet im Gasthaus „Bäckerhöfl“ in München eine Sitzung der Fußballabteilung des MTV München statt. Bei dieser kommt es zu einem gewaltigen Streit über die weitere Entwicklung der Fußballabteilung des Vereins. Die Generalversammlung des MTV hat kurz zuvor den Beitritt des Vereins zum Verband der Süddeutschen Fußball-Vereine abgelehnt. Das kommt nicht gut an – jedenfalls nicht bei allen Sitzungsteilnehmern. Gegen 21:30 Uhr verlassen die MTV-Vereinsmitglieder Ringler, Otto Ludwig Naegele, Zoepffel, Josef Pollack, Fritz Wamsler, Karl Wamsler, Georg Schmid, Paul Francke, Kuno Friederich, Wilhelm Focke und Franz John wutentbrannt das Gasthaus. Und wechseln zur zweiten Halbzeit in das „Weinhaus Gisela“ in Schwabing. Mit viel Frust, Wut im Bauch und beseelt von Bier, Schnaps und Wein gründen sie noch am selben Abend den F.C. Bayern – mit genau elf Mann. Und ein Berliner wird erster „Cheffe“. Zu den auf der Gründungsurkunde erwähnten Mitgliedern des F.C. Bayern gehört der Bildhauer Benno Elkan, der damals noch unbekannt ist. Den Vorsitz führt ein Berliner mit Namen Franz John. John wird auch der erste Vorsitzende in der Geschichte des Vereins. Als Vereinsfarben einigt man sich auf Blau-Weiß, die Farbe Rot taucht zunächst nicht auf. Die Vereinsgründer kommen zu einem Großteil nicht aus München oder Bayern, sondern aus Berlin, Freiburg, Leipzig und Bremen. Also weniger Bayern München, sondern eher Borussia München.

Der FC Bayern ist der Krösus der Bundesliga. Das ist bekannt und stimmt auch. Was wenige wissen. Im internationalen Vergleich ist der FC Bayern nicht überragend finanzstark und wichtige Finanzkennzahlen verschlechtern sich beim Verein. Der FCB setzt vom 1. Juli 2018 bis zum 30. Juni 2019 750,4 Millionen Euro um, 93 Millionen Euro mehr als im Geschäftsjahr zuvor. Der Jahresüberschuss nach Steuern beläuft sich auf 52,5 Millionen Euro. Das sind 23 Millionen Euro oder 78 Prozent mehr als 2017/18 und 13,3 Millionen Euro mehr als beim bisherigen Rekordüberschuss 2016/17. Das Eigenkapital des Gesamtkonzerns steigt zum 30. Juni 2019 auf 497,4 Millionen Euro (Bilanz des Gesamtkonzerns, zu der auch die Allianz Arena Stadion GmbH gehört). Die Zahlen klingen exzellent, sie sind es aber nicht, zumindest nicht im Vergleich mit den internationalen Top- und Oligarchen-Klubs.

Beispiel Umsatz: Transferbereinigt lauten die drei jüngsten Jahreszahlen: 592 Mio. €, 588 Mio. € und 629 Mio. €. Der FC Bayern wächst nicht besonders dynamisch.

Beispiel Kosten: Die Spielergehälter legen schneller zu als der Umsatz. In der Saison 2017/18 betragen sie 302,5 Millionen Euro, 14 Prozent mehr als im Jahr davor. In einer 3-Jahres-Betrachtung steigt der transferbereinigte Umsatz um sieben Prozent, die Personalkosten wachsen mehr als doppelt so schnell. Inzwischen liegt die Personalkostenquote der Bayern bei 46 Prozent.

 

Bayern München - Aktuelle Spielergehälter

Stand: September 2019; * Nettogehalt - Countinho ist damit Top-Vediener beim FC Bayern ** Gehaltsteilung mit Inter Mailand
PlatzSpielerGehalt pro SaisonGeborenVertrag bis
1Robert Lewandowski€ 19.5 Mio.21.08.882023
1Manuel Neuer€ 15 Mio.27.03.862021
1Thomas Müller€ 15 Mio.13.09.892021
2Lucas Hernandez€ 13 Mio.14.02.962024
3Philippe Coutinho*13 Mio. € Netto12.06.922020 (Leihe)
4Thiago Alcantara€ 12 Mio.11.04.912021
4David Alaba€ 12 Mio.24.06.922021
4Jerome Boateng€ 12 Mio.03.09.882021
5Ivan Perisic**€ 10 Mio.02.02.892020 (Leihe)
6Leon Goretzka€ 8 Mio.06.02.19952022
6Joshua Kimmich€ 8 Mio.08.02.952023
6Kingsley Coman€ 8 Mio.13.06.962023
7Corentin Tolisso€ 7.0 Mio.03.08.942022
8Javi Martinez€ 6.0 Mio.02.09.882021
9Niklas Süle€ 5.0 Mio.02.09.952022
9Sven Ulreich€ 5.0 Mio.03.08.882021
9Benjamin Pavard€ 5.0 Mio.28.03.962024
9Jan-Fiete Arp€ 5.0 Mio.06.01.002024
10Serge Gnabry€ 4.5 Mio.14.07.952023

 

Die Gehälter werden nicht vom Verein kommuniziert und nicht öffentlich bekannt gegeben. Sie basieren daher auf Medienrecherchen und Schätzungen, insbesondere auf einer Aufstellung von www.vermoegenmagazin.de vom Juli 2018.

Man kann an einem Vergleich der Gehälter des aktuellen Kaders mit den ziemlich validen Schätzungen der Gehälter der ehemaligen Spieler die Gehaltsexplosion im deutschen und internationalen Fußball relativ genau ablesen. So verdient ein Fiete Arp das doppelte dessen, was Lothar Matthäus in der Saison 1999/00 beim FC Bayern verdient haben soll. Und er streicht ungefähr das gleiche ein wie Oliver Kahn in der Saison 2007/08.

 

Bayern München - Spielergehälter ehemaliger Spieler

PlatzSpielerGehalt pro SaisonGeborenLetzte Spielzeit
Lothar Matthäus€ 2.5 Mio.21.03.611990/00
Stefan Effenberg€ 4.5 Mio02.08.682001/02
Oliver Kahn€ 5.0 Mio.15.06.692007/08
Lukas Podolski€ 3.0 Mio.04.06.852008/09
Luca Toni€ 10 Mio.26.05.772009/10
Mark van Bommel€ 4.0 Mio.22.04.772010/11
Miroslav Klose€ 7 Mio.09.06.782010/11
Toni Kroos€ 4.5 Mio.04.01.902013/14
Bastian Schweinsteiger€ 10 Mio.01.08.842014/15
Holger Badstuber€ 4 Mio.13.03.892015716
Mario Götze€ 12 Mio.03.06.922015/16
Tom Starke€ 1.5 Mio.18.03.812016/17
Xabi Alonso€ 5.4 Mio.25.11.812016/17
Douglas Costa€ 7 Mio.14.09.902016/17
Philipp Lahm€ 10 Mio.11.11.832016/17
Arturo Vidal€ 10 Mio.22.05.872017/18

Beispiel Gewinn und Bimbes: In der Saison 2017/18 bilanziert die FC Bayern AG einen operativen Gewinn (EBITDA) von 110 Millionen Euro, für die Saison 2018/19 knapp 115 Millionen Euro. Das ist weniger als in der Saison 2016/17 und ungefähr auf dem Niveau der Saison 2015/16.  Das Eigenkapital der Bayern wächst zwar noch, zuletzt von 446 auf 451 und 497 Millionen Euro. Aber beim Umlaufvermögen, das in erster Linie aus Bankguthaben und Transferforderungen besteht, zeigt sich ein Rückgang. 211 Millionen Euro haben die Bayern Ende Juni 2019 auf der hohen Kante. Zwei Jahre zuvor sind es gut 220 Millionen Euro, Mitte 2016 sogar noch über 227 Millionen Euro. Im Bundesligavergleich sind die Bayern damit nach wie vor die unangefochtene Nummer Eins: Der größte Konkurrent Borussia Dortmund weist zum 30. Juni 2018 ein Umlaufvermögen von 120 Millionen Euro aus, davon 55 Millionen Euro als Bankguthaben. Doch den größten Vorsteuergewinn eines Fußballklubs erzielt im Finanzjahr 2017/18 der FC Liverpool mit 125 Millionen Britischen Pfund.

Fazit: Für einen Transfersommer oder -winter mit gezielten Verpflichtungen sind die Bayern gerüstet. Aber die wirtschaftliche Substanz, um auf Dauer auf Top-Level auf dem globalen Transfermarkt zu agieren, haben sie nicht mehr – maximal das Geld für genau eine Rundumerneuerung des Kaders. Denn vor zehn Jahren konnte man mit dem Festgeldkonto des FCB (ca. 200 Mio. €) noch eine ganze Mannschaft bestehend aus Weltklassespielern kaufen. Heute bekommt man für diese Summe gerade noch eine Weltklasseabwehr – ohne Torhüter und Ersatzbank.

Gladbach und Bayern – Zwischen 1969 und 1977 tauchen nur zwei Namen auf der Meisterschale auf. Borussia Mönchengladbach und Bayern München. Beide Teams qualifizieren sich in der Aufstiegsrunde 1964/65 für die Bundesliga und beide Teams spielen flotten Angriffsfußball. Was weniger bekannt ist: Beide Vereine setzen in den 60-er Jahren fast komplett auf „local heroes“ und nicht auf nationale und internationale Stars. Auch der FC Bayern! In Gladbach stammen Spieler wie Netzer, Vogts, Wimmer und Heynckes aus Mönchengladbach oder der näheren Umgebung, in München sind es die Bajuwaren Beckenbauer, Maier und Müller und etwas später Roth und Schwarzenbeck, die eine neue Ära einleiten.

Die Bayern haben die Bundesliga schon immer bestimmt. Ihre Dominanz ist genauso vorbestimmt wie die von Barca oder Real in Spanien. Das mögen einige Bayern-Hater verzweifelt denken. Doch selbstverständlich ist die Dominanz der Münchener nicht – eher schon hart und geschickt erarbeitet. Denn mindestens zwei Vereine haben in den 80-er Jahren des 20. Jahrhunderts, als durch das Privatfernsehen ein neues Fußballzeitalter eingeleitet wird, ähnlich gute Startbedingungen wie der FCB: der Hamburger SV und der 1. FC Köln. Alle drei Vereine spielen in einem großen Stadion, sind in einer Millionenstadt angesiedelt, haben ein lokales Umfeld mit großen finanzkräftigen Sponsoren, eine große Fanggemeinde, Tradition und ein Top-Team. Aber nur der FCB hat auch ein gutes Management. Bei den beiden anderen Vereinen regieren von den 90-er Jahren an das Peter-Prinzip und Avanti Dilettanti. Der FC Bayern entwickelt sich zum Krösus der Liga, die beiden anderen erst in Richtung Mittelmaß und dann zu Fahrstuhlteams. Schon 1991 rettet nur der Thomas Doll-Transfer den Hanseaten die Lizenz, die Kölner steigen nach 34 Jahren Bundesligazugehörigkeit 1998 zum ersten Mal und bis 2019 insgesamt sechsmal ab.

Der FC Bayern in Geldschwierigkeiten? Das muss vor Einführung der Bundesliga gewesen sein. Bullshit! Im Jahr 1984 steht der FCB mit 8,0 Mio. DM in der Kreide, viel Geld für damalige Verhältnisse. Der Hamburger SV hat sich gerade als dominierende Kraft im deutschen Fußball etabliert. Da rettet der Verkauf von Karl-Heinz Rummenigge die Bayern-Bilanz. Inter Mailand zahlt rund 11,5 Millionen D-Mark für den Weltklassestürmer, womit die Bayern auf einen Schlag entschuldet sind. „Bayern-Millionen machen die Bundesliga verrückt”, textet der „Kicker” etwas hysterisch. Die Münchener legen das Mailand-Geld exzellent an. Sie verpflichten Lothar Matthäus für 2,4 Millionen DM von Borussia Mönchengladbach und Roland Wohlfarth für eine Million DM von Zweitligist MSV Duisburg, die teuersten Transfers der Saison 1984/85. Zusätzlich stoßen Norbert Eder und Ludwig Kögl für kleineres Geld zum FCB. Insgesamt investieren die Bayern für damalige Verhältnisse gewaltige vier Millionen Deutsche Mark in ihren Kader. Mit Erfolg: Von 1985 – 1987 folgt der zweite Titel-Hattrick in der Geschichte des Vereins.

Für die Hater – Peinliche Katastrophen und große Niederlagen

Der Anfang vom Ende. Diego Milito mit dem 1:0 gegen den FC Bayern im Champions League Finale 2010. Inter Mailand schlägt den FC Bayern mit 2:0.
Der Anfang vom Ende. Diego Milito mit dem 1:0 gegen den FC Bayern im Champions League Finale 2010. Inter Mailand schlägt den FC Bayern mit 2:0. Foto: Imago Images/AFLOSPORT

Die größten fußballerischen Peinlichkeiten des FCB bei internationalen Spielen sind zwei besonders schmerzhafte Niederlagen des FC Bayern in Europa. Als Mutter aller fußballerischen Peinlichkeiten des FC Bayern gilt die Niederlage im Finale der Champions League 1999 in der Nou Camp Arena des FC Barcelona gegen Manchester United, als das Team einen 1:0 Vorsprung in den letzten Minuten des Spiels nicht über die Zeit retten kann.

Fast genauso peinlich ist den Bayern-Oberen die Niederlage im Finale der Champions-League in der heimischen Allianz-Arena im Jahr 2012 gegen Chelsea London, das trotz drückender Überlegenheit im Elfmeterschießen verloren wird. Das Vize-Tripple im Jahr 2012 gilt als Tiefpunkt, aber auch als Wendepunkt des FC Bayern. Weitere peinliche Katastrophen und große Niederlagen der Klubgeschichte sind (Stand Dezember 2019):

Bayern vs. Barca in der UCL 2015 – Das Original frisst die Kopie: Im Halbfinale der Champions-League Saison 2014/15 trifft der FC Bayern auf den FC Barcelona. Pep Guardiolas neues Team gegen seinen Heimatverein. Die Kopie gegen das Original. Und das Original zeigt der Kopie, was Klasse ist. 3:0 gewinnen die Katalanen das Hinspiel und auch im Rückspiel dominiert das beste Team der Saison 2014/15 lange Zeit. Nach einer frühen Führung und dem 2:1 für Barca ist klar, dass die Bayern diesen Rückstand nicht mehr würden aufholen können. Der 3:2 Sieg der Münchner ist Kosmetik.

Ancelotti überlistet die Bayern – UCL 2014: Ein weiteres UCL-Desaster für den FC Bayern und Pep Guardiola ereignet sich in der Saison 2013/14. Der Titelverteidiger scheitert im Champions-League-Halbfinale an Real Madrid. Ohne ein einziges Tor und mit der höchsten Heimspiel-Niederlage (0:4) der Europapokal-Geschichte lässt sich eine konfuse Bayernelf von den Königlichen von Europas Fußball-Thron stoßen. Sechs Tage nach dem 0:1 in der spanischen Hauptstadt zerstören Sergio Ramos mit einem Kopfball-Doppelschlag in der 16. und 20. Minute sowie Cristiano Ronaldo (34./89.) vor 68.000 Zuschauern in der ausverkauften Arena die Münchner Hoffnungen auf die erste Titelverteidigung in der Champions League. Die Bayern merken sich den Trainer, der ihnen das angetan hat: Carlo Ancelotti, er wird 2016 Nachfolger von Pep Guardiola.

Schema F unter LvG – UCL Finale 2010: Das historische Tripple hat der FC Bayern schon mehrfach in letzter Minute vergeigt. Unter anderem im Jahr 2010. Der deutsche Meister und Pokalsieger verliert in Madrid das Finale der Champions League gegen Inter Mailand mit 0:2 (0:1). Vor 74 954 besiegelt Diego Milito (35./70. Minute) mit seinen Toren die damals vierte Niederlage der Bayern in einem europäischen Landesmeister-Finale nach 1982, 1987 und 1999. Inter erobert erstmals seit 45 Jahren wieder die wertvollste Trophäe des europäischen Club-Fußballs und macht nach Meisterschaft und Pokalsieg den Dreifach-Triumph perfekt. Die Bayern sind feldüberlegen, doch spielen sie typischen LvG-Fußball. Schematisch, ausrechenbar und uninspiriert.

Felix Magath – Rache ist süß: Bundesliga 2009. Bittere Niederlagen gibt es nicht nur in Europa, sondern auch in der Bundesliga. Und Ex-Trainer, die sich „rächen“. Felix Magath ist ein Paradebeispiel. Aufgrund seiner Erfolge als Trainer beim VfB Stuttgart wird der FC Bayern auf Magath aufmerksam und verpflichtet „Quälix“ zur Saison 2004/05 als Trainer. Das Engagement beim Rekordmeister dauert vom 1. Juli 2004 bis zum 31. Januar 2007 – In dieser Zeit wird Magath mit den Bayern sowohl in der Saison 2004/05 als auch 2005/06 Deutscher Meister und gewinnt jeweils auch den DFB-Pokal. Zwei Doubles in Folge sind zuvor noch keinem Verein oder Trainer gelungen. Als die Bayern nach der WM 2006 und dem Abgang von Michael Ballack nicht an die Leistungen der Vorjahre anknüpfen können, wird Magath am 31. Januar 2007 nach einem 0:0 gegen den VfL Bochum entsorgt und durch seinen Vorgänger Ottmar Hitzfeld ersetzt. Am 15. Juni 2007, knapp zwei Monate vor dem Beginn der Saison 2007/08, wird Magath neuer Geschäftsführer und Trainer beim VfL Wolfsburg. Er verpflichtet weitgehend unbekannte Spieler wie den Brasilianer Grafite oder den Bosnier Edin Džeko. In der Saison 2007/08 schafft das Team den UEFA-Cup und 2008/09 gewinnt der VfL Wolfsburg die Deutsche Meisterschaft. Dabei „schreddern“ sie im Frühjahr 2009 den FC Bayern zu Hause mit 5:1. Rache ist süß.

Richtig schlecht sind die Bayern im Jahr eins nach Beckenbauer, in der Saison 1977/78: Da setzt es auch die größte Negativserie des Vereins mit sieben Niederlagen nacheinander. Sie beginnt mit einem 0:2 in Mönchengladbach am 22.10., setzt sich fort mit den gleichen Ergebnissen im Heimspiel gegen Hertha BSC und im UEFA-Cup-Spiel bei Marek Stanke Dimitrov (nach 3:0 im Hinspiel ein „Erfolg“), einem 3:6-Desaster beim MSV Duisburg, einem 1:3 im Derby gegen die bis dahin sieglosen „Löwen“ und gleich zwei 0:4-Niederlagen binnen drei Tagen bei Eintracht Frankfurt, letzte am 26.11. im UEFA-Pokal. Erst dann verliert Trainer Dettmar Cramer seinen Job, Bayern tauscht ihn gegen den Eintracht-Trainer Gyula Lorant ein, der prompt sein Debüt gewinnt (4:2 gegen Kaiserslautern).

So schlimm wird es nie wieder. Aber im Oktober 1991 gibt es immerhin noch vier Niederlagen hintereinander: Am 5.10. heißt es 1:4 gegen die Stuttgarter Kickers (H), am 12.10. gibt’s ein 0:3 gegen Borussia Dortmund (H), am 19.10. ein 2:3 beim VfB Stuttgart und am 22.10. ein 2:6 bei Bröndby 1903 Kopenhagen (UEFA-Cup, 2. Runde, Hinspiel). Diesen Wert hat nur noch ein Coach egalisiert, dem man das gar nicht zugetraut hätte – Wunder-Mann Pep Guardiola. Denn der Rekordtrainer verliert im Frühjahr 2015 nach fast 24 Jahren ebenfalls vier Spiele nacheinander. Gegen Borussia Dortmund (Halbfinale DFB-Pokal/H/1:1, 0:3 i.E.), bei Bayer Leverkusen (Bundesliga/0:2), beim FC Barcelona (Halbfinal-Hinspiel Champions League/0:3) und gegen den FC Augsburg (Bundesliga/0:1). Vor allzu scharfer Kritik schützt ihn die schon längst gewonnene Meisterschaft.

2:6 im Europacup gegen das „Weltteam” aus Kopenhagen – 1991: Im Oktober 1991 kassiert der FCB die höchste Niederlage in einem europäischen Wettbewerb. Die setzt es ausgerechnet gegen den „Weltklub“ Bröndby Kopenhagen. Am 23. Oktober 1991 verlieren die Bayern in der 2. Runde des UEFA-Pokals in Kopenhagen mit 6:2 (Torschützen Kopenhagen: Manniche (2), Nielsen, Wegner, Kraus, Uldbjerg; München: Mazinho, Münch). Bei den Bayern ist wenige Tage zuvor Jupp Heynckes von Manager Uli Hoeneß entlassen worden, nach der Niederlage wachsen die Zweifel an Trainernovize Sören Lerby.

Es setzt noch sechs Niederlagen mit vier Toren Differenz, doch da sind die Gegner aber von anderem Kaliber: 1973 gibt es im Landesmeister-Cup ein 0:4 bei Ajax Amsterdam, ebenso wie 1977 im erwähnten UEFA-Cup-Spiel bei Eintracht Frankfurt, 2009 unter Jürgen Klinsmann in der Champions League beim FC Barcelona oder 2014 im Halbfinalheimspiel dieses Wettbewerbs gegen Real Madrid. Mehr als nur den Hauch einer Blamage hat dagegen das 0:4 im UEFA-Cup-Halbfinale bei Zenit St. Petersburg. Nur einmal heißt es 1:5: im UEFA-Cup-Halbfinale 1980 bei Angstgegner Eintracht Frankfurt, aber erst in der Verlängerung.

Endstation Breisgau und Magdeburg, Weinheim und Vestenbergsgreuth: Selbst gegen Teams wie den SC Freiburg setzt es Anfang der 90-er Jahre richtige Klatschen, wie z.B. am 2. Spieltag der Saison 1994/95 mit 1:5 beim SC Freiburg. Von besonderer Peinlichkeit sind aber einige Bayern-Niederlagen im Pokal. Die Bayern scheiden im DFB-Pokal drei Mal innerhalb von zehn Jahren gegen Amateure aus. Gegen den 1. FC Magdeburg, gegen den FV Weinheim 08 und – legendär – gegen die Mittelfranken des TSV Vestenbergsgreuth. In Weinheim (1990) und in Nürnberg (1994), wohin Vestenbergsgreuth wegen der Fernsehübertragung ausweicht, erwischt es sie schon in der ersten Runde. Beide Spiele enden 1:0.  Im November 2000 kommen sie immerhin in die 2. Runde, ehe ihnen der damals viertklassige 1. FC Magdeburg (Oberliga Nordost-Süd) im Elfmeterschießen (4:3) den Garaus macht. Was für ein Fest für Bayern-Hater.

Die aus Bayern-Hater Sicht erfreulichsten Spielzeiten in der Bundesliga sind 1974/75, 1977/78, 1991/92 sowie 1976/77. Darin finden sich folgende Negativ-Rekorde der Bayern:

Schlechteste Platzierung in der Abschluss-Tabelle: 1977/78 sind die Roten am Ende auf Platz 12.

Meisten Gegentore: 1976/77 kassiert Sepp Maier 65 Gegentore.

Schlechteste Tordifferenz: 1974/75 hat der FCB eine Tordifferenz von -6 (57:63).

Wenigsten erzielten Punkte: 1977/78 sind es 32:36 Punkte (34 Spiele), 1991/92 36:40 Punkte (38 Spiele). Es sind die einzigen Spielzeiten in der Bundesliga mit negativen Bilanzen.

Wenigste Siege: 1977/78 gibt es für die Münchener nur elf Siege, alle zuhause. Daraus folgt…

Wenigste Auswärtssiege: 1977/78 bleibt der FC Bayern in der Fremde erfolglos, schafft nur sieben Remis.

Meiste Niederlagen: 1991/92 verliert der FCB 15 von 38 Spielen, 1974/75 gibt es 14 Niederlagen in 34 Spielen.

Schlechteste Heimbilanz: 1991/92 ist der FCB 14. (von 20 Mannschaften) in der Heimspieltabelle, die Münchener kommen nur auf 21:17 Punkte.

Schlechteste Halbserien: 1977/78 steht der FCB nach der Hinrunde mit 14:20 Punkten auf Platz 15. In der Rückrundentabelle 1991/92 liegt er auf Platz 13 bei mageren 17:21 Punkten (20 Teams). Vergleichbar schlecht verläuft die Rückrunde 1976/77 mit 15:19 Punkten (18 Teams).

Nicht in diesen zeitlichen Korridor fällt nur diese Rubrik:

Wenigste Tore: 1994/95 und 2006/07 erzielt der FCB nur jeweils 55 Tore (in 34 Spielen).

Besonders berühmt ist ein 4:7…Die überraschendste Wende in einem Bundesligaspiel gegen den FC Bayern. Am 20. Oktober 1973 liegt der 1. FC Kaiserslautern gegen die Bayern zur Halbzeit mit 1:3 hinten, in der 57. Minute erhöhen die Münchener auf 4:1. Fait accompli – denken alle Zuschauer, die ersten gehen nach Hause. Doch das Spiel kippt noch einmal. 7:4 für die Pfälzer steht es nach 90 Minuten! Sechs Tore gegen den FC Bayern in 33 Minuten – eine grandiose Leistung der „Roten Teufel“.  Wegen seines spektakulären Verlaufs wird diese Partie von den Lesern der „Sport Bild“ 2013 zur besten in 50 Jahren Bundesliga gekürt, sicherlich auch mit den Stimmen zahlreicher Bayern-Hater. Die Statistik: 1. FC Kaiserslautern – Bayern München 7:4 (1:3), 12. Spieltag, 20.10.1973, 15:30 Uhr; 1. FC Kaiserslautern: Elting, Ackermann, Bitz, E. Diehl, F. Fuchs, Huber, Laumen, Pirrung, Sandberg, Schwager, K. Toppmöller. München: Maier, Beckenbauer, Dürnberger, Gersdorff, Hansen, Hoeneß, Hoffmann, Müller, Roth, Schwarzenbeck, Zobel. Tore: 0:1 Gersdorff (3.), 0:2 Gersdorff (12.), 0:3 Müller (36.), 1:3 Pirrung (43.), 1:4 Müller (57.), 2:4 K. Toppmöller (58.), 3:4 Pirrung (61.), 4:4 Pirrung (73.), 5:4 E. Diehl (84.), 6:4 Laumen (87.), 7:4 Laumen (89.). Schiedsrichter: Horst Bonacker Bergheim), Zuschauer: 34000, Kartenstatistik: Gelb: Bitz – Gersdorff, Rot: Gersdorff (76.).

Dem FC Bayern die Bundesliga-Meisterschaften „geklaut“: Fünf Meisterschaften hat Borussia Mönchengladbach in der Bundesliga dem FC Bayern „geklaut“. Eine davon am letzten Spieltag. In der Saison 1970/71 liegen die Bayern vor dem letzten Spiel beim MSV Duisburg vor den Gladbachern, sie verlieren jedoch mit 0:2. Gladbach gewinnt in Frankfurt mit 4:1 und verteidigt als erster Verein den Meistertitel in der Bundesliga. Das passiert den Bayern bis Dezember 2019 nicht mehr.

Gewonnen und doch verloren. Der FC Bayern gewinnt in der Saison 1994/95 mit 5:2 in Frankfurt, aber wegen eines Wechselfehlers von Giovanni Trapattoni, der mit Dietmar Hamann einen vierten Amateur bringt (drei sind erlaubt), wird das Ergebnis am grünen Tisch in ein 2:0 für Frankfurt umgewandelt.

Die höchste Heimniederlage – 0:7 gegen Schalke 04 – 1976. Doch es geht noch peinlicher. Und dafür sorgt ausgerechnet Schalke 04, in der Regel ja kein Angstgegner für die Bayern. Doch am 9. Oktober 1976 besiegt der FC Schalke 04 den großen FC Bayern mit 7:0 im Olympiastadion in München. Klaus Fischer schießt dabei vier Tore. Das 7:0 gegen Schalke ist bis heute immer noch die höchste Pflichtspielpleite des FC Bayern und gleichzeitig der höchste Sieg der Königsblauen. Und hier die Zahlen: FC Bayern München – FC Schalke 04 0:7 (0:2) Sa 09.10.1976, 15:30 Uhr, Olympiastadion, München, Bundesliga 1976/1977, 9. Spieltag, 50.000 Zuschauer, Schiedsrichter: Günter Linn (Altendiez). Tore: 0:1 Klaus Fischer (11. Minute), 0:2 Erwin Kremers (44.), 0:3 Klaus Fischer (46.), 0:4 Manfred Dubski (64.), 0:5 Klaus Fischer (67.), 0:6 Rüdiger Abramczik (74.), 0:7 Klaus Fischer (82.). Fast genauso bemerkenswert: Fortuna Düsseldorf gewinnt am 9. Dezember 1978 mit 7:1 gegen den FCB, das ist die höchste Auswärtspleite des Rekordmeisters. Mehr als sieben Tore hat Bayern noch nie in der Bundesliga bekommen (Stand Dezember 2019).

Keine Chance gegen Kloppo und das Vize-Tripple, 2012. Die Bayern dominieren und zumindest für kurze Zeit die Nr. 1 im deutschen Fußball zu werden, diesen Wunsch hegen viele. Das gelingt dem BVB in den Jahren 2011 und 2012. Sichtbarer Ausdruck dafür ist der 5:2-Sieg im DFB-Pokalfinale 2012 und der Gewinn des Doubles. Überragender Mann im Finale ist Robert Lewandowski, der drei Tore schießt. Für die Bayern ist es damals die fünfte Pleite gegen den BVB in Serie. Peinlich. Auch die Aussage von Kapitän Philipp Lahm nach dem Spiel: „Wir waren über 90 Minuten die bessere Mannschaft…”. Das Jahr 2012 ist sowieso ein absolutes Seuchenjahr für die Bayern.

Versagt beim Penalty Shoot-Out – Die Gram beim Finale dahoam, 2012. Gegen Amateure im DFB-Pokal rauszufliegen ist peinlich. Gegen Engländer im eigenen Stadion das Champions League-Finale im Elfmeterschießen zu versemmeln, das ist megapeinlich. Wobei die größere Peinlichkeit darin besteht, dass es überhaupt zum Shootout kommt, denn an diesem 19. Mai 2012 spielt nur eine Mannschaft: der FC Bayern, der durch Thomas Müller kurz vor Schluss in Führung geht und diese durch Didier Drogbas Kopfballtor nach einer Ecke wieder hergibt. Schon in der Verlängerung üben sie dann Elfmeterverschießen, Arjen Robben vergibt den „Matchball“ und scheitert an Petr Cech. Böse Vorboten. Im Elfmeterschießen sind sie wieder im Vorteil, obwohl es an Schützen mangelt und sogar Manuel Neuer schießen muss (und trifft). Ivica Olic und ganz zuletzt Bastian Schweinsteiger vergeben und stürzen den Verein tagelang in tiefste Tristesse. Das fatale „Finale dahoam“ krönt die Seuchensaison 2011/12. Denn auch in der Bundesliga und im DFB-Pokal reicht es nur zum zweiten Platz. Es ist die Initialzündung für die bis August 2019 anhaltende Dominanz der Bayern über den deutschen Fußball. So was wollen sie nicht mehr erleben und deshalb holen sie Matthias Sammer (als Sportdirektor).

Barcelona 1999. Die Mutter aller Niederlagen oder in 102 Sekunden vom Himmel in die Hölle. Chelsea war furchtbar, aber die Mutter aller Bayern-Niederlagen ist der verpasste Sieg im Champions Legaue-Finale 1999. Durch ihre Niederlage in Barcelona verpassen die Bayern die Chance, zum damals vierten Mal in der Vereinsgeschichte den einstigen Europapokal der Landesmeister zu gewinnen. Sie kratzt auch an ihrem Mythos der Kaltschnäuzigkeit und Unbesiegbarkeit nach eigener Führung – und das auf wirklich überflüssige Art. 40.000 Fans, die im Münchner Olympiastadion auf einer Großleinwand zusehen, quittieren das Aus in allerletzter Minute mit fassungslosem Entsetzen. Vor 90.000 Zuschauern im Fußball-Tempel Camp Nou und einem Milliardenpublikum an den TV-Schirmen in aller Welt wähnt sich der FC Bayern nach dem Freistoßtor von Mario Basler (6. Minute) am Ziel aller Träume. Doch diese werden durch die Tore von Teddy Sheringham (91.) und Ole-Gunnar Solksjaer (93.), beide nach Eckbällen von David Beckham, zunichte gemacht. „Das war die grausamste Niederlage, weil wir so nah dran waren”, fasst Präsident Franz Beckenbauer das Unfassbare in Worte. „Ein paar Sekunden haben ausgereicht, um Manchester wieder ins Spiel zu bringen. Ich habe selten eine unglücklichere Niederlage erlebt als diese.” 102 Sekunden, um genau zu sein. „Es ist bitter, es ist traurig. Es ist unfassbar für Spieler und Fans, was hier passiert ist. Der Mannschaft kann man keinen Vorwurf machen”, sagt Lothar Matthäus, der sich noch beim Stand von 1:0 auswechseln lässt, was ihm intern schwere Vorwürfe einbringt. Torschütze Mario Basler wird fast poetisch: „Das waren drei Minuten bis zur Ewigkeit. Da bricht eine Welt zusammen.”

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Für die Lover – Wichtige Triumphe und große Erfolge

Trainer Zlatko Cajkovski (l.) und Manager Robert Schwan (2. v.l.) – hier am 18.12.1965 auf der Trainerbank - sind die Architekten des Bayern-Erfolges Mitte der 60-er Jahre.
Trainer Zlatko Cajkovski (l.) und Manager Robert Schwan (2. v.l.) – hier am 18.12.1965 auf der Trainerbank - sind die Architekten des Bayern-Erfolges Mitte der 60-er Jahre. Foto: Imago Images/WEREK

Mit 29 Meistertiteln ist der FCB deutscher Rekordmeister, mit 19 Pokalsiegen deutscher Rekordpokalsieger. Der FC Bayern kann bis zum Ende der Saison 2018/19 sieben Europapokalsiege verzeichnen, fünf Siege gelingen in der Champions League bzw. dem Vorläufer, dem Europapokal der Landesmeister. Zweimal wird der Klub Weltpokalsieger und einmal gewinnt er die Klub-WM.

Die höchsten Siege:

Die höchsten Siege des FCB in der Bundesliga sind:

Höchster Auswärtssieg mit 8:1 beim FC St. Pauli: Gegen den bereits als Absteiger feststehenden Kiez-Klub lassen die Bayern am 7. Mai 2011 ihren Frust über die an Borussia Dortmund vergebene Meisterschaft aus. Zur Pause steht es erst 0:2, aber dann machen die Schützlinge von Interimscoach Andries Jonker Ernst. Die Torfolge: 0:1 Gomez (10.), 0:2 van Buyten (32.), 0:3 Gomez (52.), 0:4, 0:5 Robben (54., 74.), 1:5 Eger (78.), 1:6 Robben (84.), 1:7 Gomez (86.), 1:8 Ribéry (88.). Mit sieben Toren Differenz gewinnen sie auch am 7. Dezember 2013 zu Beginn der Ära Guardiola bei Werder Bremen. Schon zur Pause (0:3) ist alles klar gegen den Lieblingsgegner der Neuzeit. Die Torfolge: 0:1 Lukimya (21./Eigentor), 0:2 van Buyten (27.), 0:3 Ribéry (38.), 0:4 Mandzukic (60.), 0:5 Müller (68.), 0:6 Ribéry (82.), 0:7 Götze (90.).

Höchster Sieg 1971 mit 11:1 gegen den BVB – Am 16. Spieltag der Saison 1971/1972 schlägt der FC Bayern München Borussia Dortmund mit 11:1. Mannschaft  (inkl. Kicker-Noten): Maier (2) – Koppenhöfer (3) , Hansen (3) , Beckenbauer (2) , Breitner (2) – Roth (2) , Zobel (3) , U. Hoeneß (2) – Krauthausen (2) , Müller (2) , Hoffmann (3) Trainer: Lattek.  Die Torfolge ist spektakulär: 1:0 Müller (11.), 2:0 U. Hoeneß (20., Kopfball), 3:0 Hoffmann (39.), 4:0 Müller (45.), 5:0 U. Hoeneß (49.), 6:0 Beckenbauer (54.), 6:1 Weinkauff (57.), 7:1 Breitner (59.), 8:1 Roth (64.), 9:1 Müller (83.), 10:1 Roth (89.), 11:1 Müller (90.). Das Resultat ist wegweisend für beide Klubs. Während Bayern mit einem Bundesligarekord von 101 Toren Meister wird, steigt der BVB ab.

Glanz und Gloria

Die wichtigsten Triumphe und größten Erfolge des FC Bayern sind:

DFB-Pokalsieg 1966 als Aufsteiger: Vor der ersten Bundesligasaison der Bayern in der Saison 1965/66 schimpft Trainer Tschick Čajkovski, dass er keine fertigen Spieler habe und zufrieden wäre, wenn die Klasse gehalten werden würde. Was soll ich anfangen mit „kleines, dickes Müller,“ sinniert der Jugoslawe. Am ersten Spieltag der Bundesliga-Saison 1965/66 gibt es im Derby gegen den TSV 1860 eine 0:1 Niederlage. Das Spiel ist ein übles Geholze. 1860 München führt früh und das Spiel erlebt kurz vor dem Abpfiff noch einen Tiefpunkt. Eine Aktion, die den weiteren Lauf der Saison, gar der Fußballgeschichte beeinflussen soll. Beteiligt sind der rustikale Bayern-Vorstopper Danzberg und 1860-Stürmerikone Konietzka. Der Bayern-Verteidiger tritt den bereits am Boden liegenden Konietzka. Die Folge: Platzverweis und eine achtwöchige Sperre. Er verliert seine Position im Team und ein junger Nachwuchsspieler rückt vor, der ein ganz anderes Spielverständnis hat – „Le Kaiser“ Franz Beckenbauer. Der damals 19-Jährige ist die Entdeckung der Saison. Nach nur sechs Liga-Einsätzen wird er in die Nationalelf berufen. Am vierten Spieltag steht der FC Bayern zum ersten Mal an der Tabellenspitze der Bundesliga. Die erste Saison wird auf dem dritten Tabellenplatz beendet. Es ist das einzige Mal in der Geschichte der Bundesliga, dass beide Vereine aus München am Ende einer Saison unter den ersten Drei stehen. Hätte Bayern das Spiel gewonnen, wäre es auf Anhieb Meister geworden (bei gleichem Saisonverlauf), so wird es zum einzigen Mal 1860. Der FCB gewinnt nach 1957 (1:0 gegen Fortuna Düsseldorf) zum zweiten Mal, nun im Finale gegen den Meidericher SV, den DFB-Pokal. Nach dem mit 4:2 gewonnenen Spiel sagt Sepp Maier: „Hoaß war’s, gschwitzt hamma, und gwunna a no. Grad schee war’s!“

Europacup der Pokalsieger – Sieg gegen Glasgow am 31.05.1967 in Nürnberg: In der nächsten Saison, 1966/67, bleibt die Mannschaft nahezu unverändert. Franz „Bulle“ Roth kommt aus Kaufbeuren hinzu, Georg Schwarzenbeck aus der eigenen Jugend. Nach dem Auftritt im Messestädte-Pokal (Vorläufer des UEFA Cups) spielt der FC Bayern erstmals in einem von der UEFA veranstalteten internationalen Wettbewerb, dem Europapokal der Pokalsieger. Mit grandiosem Erfolg. Über Tatran Prešov, die Shamrock Rovers, Rapid Wien und Standard Lüttich erreicht der FC Bayern das Finale in Nürnberg. Exakt dort, wo die Bayern schon 35 Jahre zuvor den ersten wichtigen Titel für den Verein, die Deutsche Meisterschaft 1932, gewonnen haben. Gegner im Finale sind die Glasgow Rangers, die zuvor im Achtelfinale den Titelverteidiger Borussia Dortmund aus dem Wettbewerb geworfen haben. Vor 71.000 Zuschauern erzielt Franz „Bulle“ Roth in der Verlängerung (108. Minute) das 1:0 für die Münchner. Roth hat zwei Jahre zuvor noch in der C-Klasse beim TSV Bertoldshofen gespielt. Die Bundesliga-Saison schließt der FC Bayern auf Platz sechs ab. Der DFB-Pokal wird erfolgreich verteidigt, in Stuttgart sehen 68.000 Zuschauer den Pokaltriumph der Bayern. Mit 4:0, durch Tore von Müller (2), Ohlhauser und Brenninger (je 1), wird der Hamburger SV mit Uwe Seeler geschlagen.

Deutsche Meisterschaft 1968/69 und das Double: Der FC Bayern München kann die ersten fünf Spiele der Saison gewinnen und ist vom ersten bis zum letzten Spieltag Tabellenführer. Am Ende beträgt der Vorsprung auf den Vize-Meister Alemannia Aachen acht Punkte. Die Münchner gewinnen auch den DFB-Pokal, das erste Double seit 1937. Der FC Schalke 04 hat im Pokalfinale die Chance, das zu verhindern, unterliegt aber mit 1:2. Branko Zebec setzt als Trainer in der gesamten Saison nur 13 Spieler ein. Torschützenkönig wird, wie schon 1967, Gerd Müller mit 30 Toren.

Deutsche Meisterschaft 1971/72: Nachdem Borussia Mönchengladbach 1969/70 und 1970/71 Meister geworden ist und die Bayern in der Vorsaison die Meisterschaft noch durch eine Niederlage am letzten Spieltag beim damaligen Angstgegner MSV Duisburg versaubeutelt haben, werden die Münchener 1971/72 wieder Meister. Doch es ist knapp: Denn vor dem letzten Spieltag führt der Klub nur mit einem Punkt vor Herbstmeister Schalke 04, das seine bis dato beste Saison in der Bundesliga spielt. Am letzten Spieltag treffen die beiden Mannschaften im neuen Münchner Olympiastadion aufeinander. Der FC Bayern gewinnt mit 5:1 und wird Deutscher Meister. Das fünfte Tor der Bayern von Franz Beckenbauer ist das 101. Saisontor der Bayern, ein neuer Torrekord. Torschützenkönig wird wieder Gerd Müller mit 40 Toren – ebenfalls Rekord. Der Meisterschaft 1972/73 fehlt der Glanz, zu überlegen sind die Bayern, die den Titel schon am 30. Spieltag einfahren. Diesmal kommt Müller auf 36 Tore, wieder gibt es die Kanone.

Europacup der Landesmeister 1974 – Atletico Madrid: Der FC Bayern München und Atletico Madrid stehen sich im Jahr 1974 im Finale um den Europapokal der Landesmeister im Brüsseler Heysel-Stadion gegenüber. Drei Mal hat Ajax Amsterdam zuvor den Titel gewonnen, nun steht eine Wachablösung in der Königsklasse an und der FC Bayern schickt sich an, der neue europäische Dominator zu werden. Doch lange deutet gar nichts daraufhin. Nach 90 Minuten steht es in einem langweiligen Spiel ohne Höhepunkte 0:0. Bis zur 114. Minute tut sich auch in der Verlängerung wenig. Dann wird den Spaniern ein Freistoß auf der linken Seite zugesprochen. Kapitän Luis Aragones, der spätere Nationaltrainer Spaniens, legt sich den Ball zurecht und zirkelt ihn über die Mauer ins Tor. Nichts zu machen für Sepp Maier, die Bayern scheinen verloren zu haben. Zwei Gegentore hat die Atletico-Abwehr um Eusebio Bejarano und Ramon Heredia bis zum Finale zugelassen, in sieben Partien haben sie zu Null gespielt. Dreißig Sekunden vor Schluss starten die Münchener einen letzten Angriff, der belgische Schiedsrichter Vital Loraux hat die Pfeife bereits im Mund. Da traut sich ein Spieler etwas, der sich sonst nichts traut (trauen darf). Georg Schwarzenbeck, „Katsche“, „Putzer des Kaisers“ oder auch „des Kaisers Adjutant“ genannt, der Mann für das Grobe, der die Drecksarbeit für Le Kaiser verrichtet. Die Legende sagt, dass er nur mit ausdrücklicher Genehmigung von Beckenbauer die Mittellinie überqueren darf. 30 Meter vor dem gegnerischen Tor erhält er den Ball zugespielt, ein Zeichen von Verzweiflung beim FC Bayern. Die Spanier rechnen mit allem, aber nicht mit einem Schuss des Vorstoppers. Doch der traut sich, auch weil ihm nichts Besseres einfällt. Der Ball schlägt im linken unteren Eck ein. „Er wusste gar nicht, wohin mit dem Ball, da hat er einfach draufgehalten. Ich war schon auf dem Weg in die Kabine, guckte nur über die Schulter und sehe wie der Ball einschlägt. Ein unglaubliches Ding“, erinnert sich Trainer Udo Lattek Jahre später. Das Spiel endet Remis. Da es damals noch kein Penalty Shoot-Out gibt, muss das Finale wiederholt werden. Der FC Bayern gewinnt zwei Tage später mit 4:0, Uli Hoeneß schießt die entscheidenden Tore. Es krönt die Supersaison, in der der FC Bayern auch den Meister-Hattrick schafft.

Europacup der Landesmeister 1975: Der zweite Landesmeister-Titel ist der vielleicht überraschendste Triumph der Bayern, die sich 1974/75 in einer veritablen Krise befinden. Im WM-Finale gegen die Niederlande (2:1) haben sechs Spieler des Serien-Meisters gestanden, denen jegliche Motivation fehlt. Sie unterliegen zum Auftakt Kickers Offenbach im Frankfurter Waldstadion – der Bieberer Berg wurde modernisiert – mit 0:6. Es ist die bis dahin höchste Bundesliga-Niederlage des Meisters. Schon zuvor setzt es Debakel in Testspielen wie gegen Betis Sevilla (0:5) und Racing Brüssel (1:5).  Warum? Die Bayern sehen sich als WM-Opfer. Weil das Starensemble im Monat 600.000 D-Mark an Gehalt verschlingt und der Verein wegen der langen Sommerpause drei Monate keine Einnahmen hat, jagt es Manager Robert Schwan unmittelbar nach dem dreiwöchigen Urlaub um die Welt. Trainer Udo Lattek dazu im Rückblick: „Training fand damals eigentlich nur noch im Flieger und auf der Gangway statt“. Aber der Klub kassiert gutes Geld für seine Weltmeister-Kombo, aus der nur Paul Breitner (zu Real Madrid) ausgeschieden ist. Dessen letzte Worte werden zum Menetekel: „Die Bayern sind satt und brauchen vom Zeugwart bis zum Schuhputzer eine neue Motivation.“ Wie wahr.

Schon im dritten Heimspiel schwindet der Nimbus der Unbesiegbarkeit im Olympia-Stadion, als Schalke 04 nach 73 Spielen und viereinhalb Jahren dort als erster Bundesligist gewinnt (0:2). Gegen eine Meistermannschaft, die weitgehend unverändert ist – nur der Ex-Duisburger Stürmer Klaus Wunder oder Neuling Karl-Heinz Rummenigge kommen häufiger zum Einsatz. Doch dem großen Rest um die Achse Sepp Maier, Franz Beckenbauer und Gerd Müller fehlt es an Kraft und Motivation. Uli Hoeneß: „Unser Abgleiten war ein ganz natürlicher Vorgang. Wir waren ausgebrannt, müde, ausgelaugt. Wir konnten uns nur noch in den Europacupspielen zusammenreißen“ Bereits nach dem 1:3 in Braunschweig am 7. Spieltag titelt der Münchner Merkur: „Der Respekt vor dem Meister ist weg.“ Die Mannschaft konzentriert sich nur noch auf die Verteidigung des Europapokals, profitiert auch von einem Freilos in der 1. Runde und schaltet dann im deutsch-deutschen Duell den 1. FC Magdeburg (3:2/2:1) aus. Das reicht damals schon, um über den Winter zu kommen. Udo Lattek kommt nicht über den Winter, er wird am 2. Januar 1975 in höchster Abstiegsnot gefeuert (14. Platz). Fußball-Professor Dettmar Cramer übernimmt und gewinnt auf Anhieb den Europapokal, den die Mannschaft nach Erfolgen über Ararat Erewan (2:0/0:1), AS St. Etienne (2:0/0:0) und Leeds United (2:0 im Finale) glanzlos, aber abgeklärt verteidigt. Das Finale wird von der brutalen Gangart der Engländer, die Andersson und Hoeneß vom Platz treten, und Ausschreitungen ihrer Fans, die mit Sitzschalen werfen, überschattet.

FC Bayern – Leeds United: 28. Mai 1975 in Paris, Ergebnis 2:0 (0:0), Zuschauer: 50.000 (Prinzenpark) Schiedsrichter: Kitabdjan (Frankreich)

FC Bayern: Sepp Maier – Rainer Zobel, Hans-Georg Schwarzenbeck, Franz Beckenbauer (Kapitän der Mannschaft), Bernd Dürnberger – Björn Andersson (4. Josef Weiß), Franz Roth, Hans-Josef Kapellmann – Uli Hoeneß (42. Klaus Wunder), Gerd Müller, Conny Torstensson. Trainer: Dettmar Cramer. Tor 1:0 Franz Roth (72.), 2:0 Müller (82.).

Weltpokal 1976 und zum dritten Mal Europacup der Landesmeister: Der FC Bayern gewinnt 1976 zum dritten Mal nacheinander den Europacup der Landesmeister. In einem uninspirierten Spiel wird der AS St. Etienne mit 1:0 geschlagen. „Bulle“ Roth schießt mal wieder den Siegtreffer.

FC Bayern München – AS Saint-Étienne:  12. Mai 1976 in Glasgow (Hampden Park), Ergebnis: 1:0 (0:0), Zuschauer: 54.684, Schiedsrichter: Károly Palotai (Ungarn). Die Aufstellung: Sepp Maier – Johnny Hansen, Georg Schwarzenbeck, Franz Beckenbauer (Kapitän), Udo Horsmann – Bernd Dürnberger, Franz Roth, Hans-Josef Kapellmann – Karl-Heinz Rummenigge, Gerd Müller, Uli Hoeneß, Trainer: Dettmar Cramer. Tor 1:0 Franz Roth (57.)

Im Dezember 1976 tritt Bayern erstmals im damals eher zweitrangigen Weltpokal an und triumphiert über die Brasilianer von Cruzeiro Belo Horizonte in zwei wegen der Witterungsumständen denkwürdigen Spielen (2:0 in München/0:0). In München liegt schon im November Schnee, der die Rasenheizung überfordert. In Brasilien sind es drei Tage vor Weihnachten 23 Grad und ein Platzregen fegt über den Platz. Gespielt wird um 22.30 Uhr. Die Tore schießen Gerd Müller und Jupp Kapellmann.

1980 Meister, endlich wieder: Zwei Spieltage vor Ende der Saison liegen der Hamburger SV und Bayern München punktgleich an der Tabellenspitze. Beide haben eine Tordifferenz von +48, nur aufgrund zweier mehr geschossener Tore liegt der HSV vorne. Doch Meister werden die von Pal Csernai trainierten Bayern. Am vorletzten Spieltag verlieren die Hamburger beim Aufsteiger Leverkusen mit 1:2, während die Bayern ihre beiden letzten Spiele gewinnen. Meistertitel Nummer 6! 1981 wird der Titel verteidigt, wieder ist der HSV der schärfste Konkurrent. Es ist die Breitnigge-Ära, Spielmacher Paul Breitner und Stürmer Karl-Heinz Rummenigge, der in beiden Spielzeiten Torschützenkönig wird (26 bzw. 29 Tore), dominieren die Liga.

1984/85 – Einleitung der super-erfolgreichen 80-er Jahre. Bayern München gelingt in der Saison 1984/85 ein Start-Ziel-Sieg. Nach dem ersten Spieltag steht die Mannschaft torgleich und punktgleich mit Borussia Mönchengladbach und dem 1. FC Köln an der Tabellenspitze, ab dem zweiten Spieltag sind die Münchener bis zum Saisonende alleiniger Tabellenführer. Nach sechs Siegen in Folge haben sie bereits vier und nach dem 10. Spieltag sogar fünf Punkte Vorsprung vor Mönchengladbach. Am letzten Spieltag stehen die Münchner zwei Punkte und zwei Tore vor Werder Bremen. Während die Bremer das letzte Spiel bei Borussia Dortmund mit 0:2 verlieren, gewinnt der FC Bayern bei Eintracht Braunschweig mit 1:0. Wissen für Blowhards: Das Nachholspiel des 12. Spieltags Borussia Mönchengladbach–Bayern München (3:2) am 11. Dezember 1984 am Bökelberg ist die erste bundesweite Live-Übertragung einer kompletten Bundesligapartie in Deutschland (in der ARD).

Gewinn der deutschen Meisterschaft 1986: Herbstmeister Werder Bremen führt die Tabelle vor dem vorletzten Spieltag mit zwei Punkten vor Titelverteidiger FC Bayern München an. Dann kommt es im Bremer Weserstadion zum direkten Duell der Titelaspiranten, in dem die Bremer durch einen Sieg vorzeitig Deutscher Meister werden können. Das Spiel endet 0:0. In der 89. Minute vergibt Michael Kutzop einen Elfmeter für Werder Bremen. Am letzten Spieltag verlieren die Bremer beim VfB Stuttgart mit 1:2, während die Bayern mit 6:0 gegen Borussia Mönchengladbach gewinnen und bei Punktgleichheit aufgrund der besseren Tordifferenz erneut Deutscher Meister werden. Zum ersten und bisher einzigen Mal holt damit ein Verein, der an den 33 Spieltagen zuvor nie Tabellenführer gewesen ist, die Meisterschale.

Gewinn 1986/87, Hattrick again: In der Saison 1986/87 gewinnt der FC Bayern München mit sechs Punkten Vorsprung seinen dritten Titel in Folge. Dieses ist nach der Periode von 1972 bis 1974 der zweite Meisterschafts-Hattrick der Bayern. Trainer ist wieder Udo Lattek. Insgesamt ist dies die zehnte deutsche Meisterschaft der Bayern, die damit vor dem 1. FC Nürnberg alleiniger Rekordmeister sind. Die Münchner verlieren nur ein einziges Spiel, das Heimspiel gegen Leverkusen mit 0:3, das ist Rekord (egalisiert in der Spielzeit 2012/13 mit einer Niederlage – wieder gegen Leverkusen).

Gewinn der Meisterschaft 1989 gegen Köln und Daum: Bayern München führt seit dem fünften Spieltag die Tabelle der Saison 1988/89 an, nur ein einziges Mal unterbrochen vom VfB Stuttgart am 10. Spieltag. Als einzige ernstzunehmende Konkurrenz erweist sich der 1. FC Köln, der unter Trainer Christoph Daum seine beste Saison seit der Meisterschaft 1977/78 spielt und nach dem 29. Spieltag bis auf einen Punkt an die Bayern herankommt. Das Duell zwischen dem FC Bayern und dem 1. FC Köln ist geprägt von der verbalen Auseinandersetzung zwischen den Trainern Christoph Daum und Jupp Heynckes. Der mediale Höhepunkt ist das legendäre Encounter im „Aktuellen Sportstudio“ kurz vor dem Duell der Klubs in Köln am 25. Mai. Im TV-Studio gibt es keinen Sieger, auf dem Platz triumphieren die Bayern. Bis zur 80. Minute steht es 1:1. Dann wird Daum nervös und verzockt sich. Er nimmt Abwehrmann Jürgen Kohler vom Feld, dessen Gegenspieler Roland Wohlfarth schießt noch zwei Tore und sichert den Bayern den 3:1-Sieg, der die Meisterschaft vorentscheidet. 1990 verteidigen die Heynckes-Schützlinge die Meisterschaft, diesmal ganz ohne Drama. Köln wird wieder Zweiter, nun aber mit sechs Punkten Rückstand und die Liga spottet über den „Vize-Daum“, der nach der Saison entlassen wird.

UEFA Cup Sieg 1996, alle drei Wettbewerbe voll: Der deutsche Rekordmeister besiegt unter Aushilfstrainer Franz Beckenbauer, der schon bei der Meisterschaft 1994 seinem Ruf als Glückskund gerecht wird, in den Finalspielen Girondins Bordeaux (2:0 und 3:1) und wird nach Bayer 04 Leverkusen (1988), Eintracht Frankfurt (1980) und Borussia Mönchengladbach (1975, 1979) der vierte deutsche Verein, der den UEFA-Pokal gewinnen kann. Damit hat der Verein alle drei europäischen Pokale gewonnen. Im Jahr darauf misslingt die Titelverteidigung schon in der ersten Runde – Aus gegen den FC Valencia (0:3/1:0), doch holt das Team von Giovanni Trapattoni die Deutsche Meisterschaft nach zweijähriger Dortmunder Dominanz wieder an die Isar. „Trap“ wird der erste italienische Meistertrainer in Deutschland.

Double Gewinn 1999/00, Duelle gegen Bayer Leverkusen: Im Mittelpunkt der Saison steht der Zweikampf um den Meistertitel zwischen Bayern München und Bayer 04 Leverkusen. Der von Christoph Daum trainierte Werksklub übernimmt am 30. Spieltag durch ein 4:1 gegen Arminia Bielefeld die Tabellenführung. Titelverteidiger FC Bayern leistet sich dagegen eine überraschende 1:2-Niederlage im Derby gegen 1860 München. Leverkusen und der FCB gewinnen die letzten Spiele vor dem 34. Spieltag (Leverkusen 3:1 in Bremen, 2:0 beim HSV und 4:1 gegen Frankfurt, Bayern 1:0 in Dortmund, 4:1 gegen Rostock und 3:0 in Bielefeld). Leverkusen geht mit 73 Punkten und einer Tordifferenz von +40 in das Auswärtsspiel bei der Spvgg. Unterhaching, Bayern hat vor dem Finale gegen Werder 70 Punkte und eine Differenz von +43. Drei Punkte weniger, aber eine bessere Torbilanz. Zum Meistertitel reicht Leverkusen ein Remis, Manager Reiner Calmund plant schon die Meisterfeier, der DFB bringt die Schale in den Sportpark Unterhaching. Doch die Werkself gerät durch ein Eigentor von Michael Ballack nach 20 Minuten in Rückstand, der FCB führt zur Halbzeit bereits mit 3:1. Leverkusen drückt, trifft aber nicht. Nach 72 Minuten köpft Markus Oberleitner zum 2:0 für Unterhaching ein. Der FCB ist Meister und wieder schaut Christoph Daum in die Röhre.

Deutsche Meisterschaft 2000/01, gegen Schalke 04 – Do it again, FCB: Seit dem 29. Spieltag ist Schalke 04 in der Saison 2000/01 Tabellenführer vor dem FC Bayern München. Vor dem vorletzten Spieltag sind die Bayern und Schalke punktgleich bei einer besseren Tordifferenz der Schalker. In der 90. Minute fallen nahezu zeitgleich zwei Tore. Für den FC Bayern trifft Alexander Zickler zum 2:1-Heimsieg gegen den 1. FC Kaiserslautern, sieben Sekunden zuvor hat Krassimir Balakow für den VfB Stuttgart das 1:0-Siegtor gegen Schalke erzielt. Jetzt ist der FC Bayern wieder Erster und hat vor dem letzten Spieltag drei Punkte Vorsprung vor Schalke 04. Die Bayern benötigen bei einem Sieg der Schalker gegen Unterhaching mindestens ein Unentschieden beim Hamburger SV. Schalke gewinnt das letzte Spiel gegen Unterhaching, während Bayern gegen den HSV Remis spielt und Deutscher Meister wird. Das Finale ist weit dramatischer als es klingt: Schalke liegt mit 0:2 und 2:3 zurück, siegt aber schlussendlich noch mit 5:3. Markus Merk leitet die Partie des HSV gegen Bayern München. Eine Leihgabe der Schalker steht im Tor der Hamburger, Matthias Schober. Der HSV erzielt in der 90. Minute das 1:0 durch Sergej Barbarez. In der vierten Minute der Nachspielzeit gibt es einen indirekten Freistoß für den FCB im Strafraum des HSV. Schober hat eine Rückgabe regelwidrig mit der Hand aufgenommen. Die HSV-Mauer steht auf der Linie, es gibt eigentlich keine Lücke. Patrick Andersson findet trotzdem eine und schießt sein einziges Tor in einem Pflichtspiel für den FC Bayern. Die Münchener sind wieder Deutscher Meister. Diesmal heißt der Architekt des Hattricks Ottmar Hitzfeld, seit 1998 im Amt und jedes Jahr Meistertrainer.

Champions League 2001 und Weltpokal: Das Finale findet am 23. Mai 2001 im Giuseppe-Meazza-Stadion in Mailand statt. Der FC Bayern München gewinnt gegen den FC Valencia nach einem 1:1 nach Verlängerung mit 5:4 im Elfmeterschießen. Oliver Kahn pariert drei Elfmeter und errichtet sich sein eigenes Denkmal. Im Halbfinale schaltet der FCB zuvor Titelverteidiger Real Madrid aus. Die Münchener gewinnen beide Spiele, mit 1:0 und 3:1. Im November holen die Bayern in Tokio den Weltpokal. Held des Tages ist Verteidiger Sammy Kuffour, der das „goldene Tor“ zum 1:0 gegen Boca Juniors aus Argentinien erzielt (110. Minute).

Double 2005 und 2006, die Ära Magath: 2004/05 übernimmt der Schleifer Felix Magath von Ottmar Hitzfeld die Bayern-Mannschaft, die ihren 2002/03 (16 Punkte Vorsprung) souverän gewonnenen Titel 2004 an Werder Bremen verloren hat. Magath holt auf Anhieb das Double, was vor ihm nur Branko Zebec (1969) gelungen ist. Der schärfste Verfolger, Schalke, nach einem 1:0 gegen Bayern am 25. Spieltag noch Erster, bricht ein und wird um 14 Punkte distanziert, weil Bayern die letzten neun Spiele gewinnt. Die Meisterschaft wird schon am 31. Spieltag (4:0 in Kaiserslautern) eingefahren. Auch im Pokalfinale wird Schalke besiegt (2:1). 2005/06 wiederholt Magaths Team das Kunststück: Der FC Bayern steht mit Ausnahme des ersten und des neunten Spieltages auf dem ersten Tabellenplatz und sichert sich am vorletzten Spieltag den Meistertitel – kurioserweise wieder auf dem Betzenberg (1:1). Die Bayern haben fünf Punkte Vorsprung auf Werder Bremen. Im Pokalfinale quält sich das Team von „Quälix“ zu einem 1:0 gegen Eintracht Frankfurt. Magaths Kredit reicht trotzdem nur sieben Monate, auf Platz vier wird er am 30. Januar 2007 entlassen. Ottmar Hitzfeld kommt zurück und wird 2008 ein fünftes und letztes Mal Meister.

Double 2010, LvG und sein statisches Systemspiel: Nach einem Jahr ohne Meisterschaft gewinnt der FC Bayern München wieder den Titel. Entscheidend ist die neu verpflichtete Flügelzange Arjen Robben/Franck Ribéry, vom Boulevard „Robbery“ getauft. Auch wichtig: Der niederländische Trainer Louis Van Gaal (LvG) integriert die aus dem Jugendbereich des Vereins stammenden Thomas Müller und Holger Badstuber in die erste Mannschaft, beide fahren nach der Saison zur WM nach Südafrika. Nach der Meisterschaft gewinnen die Bayern auch das Pokalfinale gegen Werder Bremen (4:0).

Der Triumph des Josef Heynckes 2012/13 Teil 1 – Die Meisterschaft gegen den BVB: Nach zwei Jahren ohne Titel dominiert der FC Bayern wieder die Bundesliga. Bereits am ersten Spieltag übernimmt er mit einem 3:0 bei Aufsteiger Greuther Fürth die Tabellenführung und behält diese durchgehend bis zum Saisonende. Acht Siege zu Saisonbeginn bedeuten einen neuen Rekord; am neunten Spieltag folgt die einzige Saisonniederlage, zu Hause gegen Leverkusen (1:2). Ansonsten gibt es nur noch zwei Mal gegen Borussia Dortmund und je einmal gegen den 1. FC Nürnberg und Borussia Mönchengladbach keinen Sieg. Die 91 Punkte sind ein weiterhin bestehender Bundesligarekord.

Der Triumph des Josef Heynckes 2012/13 Teil 2: Im Endspiel der UEFA Champions League bezwingt der FC Bayern München im Londoner Wembley-Stadion in einem deutschen Duell Borussia Dortmund mit 2:1 und qualifiziert sich damit für den UEFA Super Cup 2013 und die FIFA-Klub-Weltmeisterschaft 2013. Das entscheidende Tor erzielt Arjen Robben (89. Minute), die Führung von Mario Mandzukic (60.) gleicht Ilkay Gündogan per Foulelfmeter (68.) noch aus. Von besonderer Bedeutung ist der zweifache Sieg des FC Bayern gegen die damalige Übermannschaft des FC Barcelona im Halbfinale. Mit 4:0 und 3:0 demütigt die Elf von Jupp Heynckes das Starensemble der Katalanen. Zehn Tage nach Wembley holen sich die Bayern das historische und einmalige Triple, schlagen im DFB-Pokal-Finale den VfB Stuttgart mit 3:2. Heynckes bekommt einen perfekten Abgang.

2013 gewinnt der FCB auch noch den UEFA Supercup und wird Club-Weltmeister: Der FC Bayern besiegt, nun unter Pep Guardiola, den FC Chelsea nach Elfmeterschießen und gewinnt im Sommer 2013 erstmals den europäischen Supercup. Gegen die Londoner liegen die Münchner zweimal in Rückstand und kommen erst in der letzten Sekunde der Verlängerung durch Javi Martinez zum 2:2-Ausgleich. Im Elfmeterschießen leistet sich der Triple-Sieger keinen Fehlschuss, Manuel Neuer pariert den fünften Versuch der Engländer. 37 Jahre nach dem ersten Weltpokalsieg wird der FC Bayern im Dezember 2013 zum dritten Mal Club-Weltmeister.

Seit der Spielzeit 2012/13 dominiert der FC Bayern die Bundesliga und wird bis zur Saison 2018/19 mit vier verschiedenen Trainern siebenmal hintereinander Deutscher Meister. Eine derartige Serie hat es im deutschen Fußball nur in der DDR gegeben, wo staatliche Einflussnahme dem BFC Dynamo Berlin zu zehn Titeln am Stück verhilft.

OMG - OH MY GOD!

Deutscher Fußballmeister 1999/00 - Bayern München
Deutscher Fußballmeister 1999/00 - Bayern München (Photo by Bongarts/Getty Images)

Ein Vorbild an aktiver Resozialisierung

“Der FC Bayern ist ein Verbrecherklub.” Das sagen die Bayern-Hater. Aber es stimmt – wenn auch auf eine ganz andere Art. Denn der FC Bayern wird maßgeblich von vorbestraftem Personal geführt. Ein Vorbild an aktiver Resozialisierung also.

  1. Der Vorstandsvorsitzende Karl-Heinz Rummenigge akzeptierte im Jahr 2013 einen Strafbefehl wegen Zollvergehens und bezahlte eine Strafe von 250.000 Euro. Er hatte zwei Luxusuhren aus Katar nicht verzollt. Ein Richter am Amtsgericht in Landshut verurteilte ihn zu 140 Tagessätzen. Laut FOCUS ging das Gericht davon aus, dass Rummenigge täglich 1785 Euro zur freien Verfügung hat.
  2. El Presidente Uli Hoeneß saß wegen Steuerhinterziehung 21 Monate im Gefängnis. Aber auch der Aufsichtsrat, mit dem der FC Bayern München in die Saison 2018/19 ging, war nicht ganz “sauber”. Dieser bestand aus neun Mitgliedern: Uli Hoeneß, Herbert Hainer, Prof. Rupert Stadler, Dr. Werner Zedelius, Timotheus Höttges, Prof. Dr. Dieter Mayer, Dr. Edmund Stoiber, Dr. Theodor Weimer und Prof. Dr. Martin Winterkorn. 33 % von ihnen hatten oder haben Probleme mit dem Gesetz.
  3. Sofern jemand zu mehr als 90 Tagessätzen oder mehr als 3 Monaten Freiheitsstrafe verurteilt wurde, gilt er nach dem deutschen Recht als vorbestraft. Das trifft auf Uli Hoeneß zu, den Aufsichtsratsvorsitzenden der FC Bayern München AG. Der stellvertretende Aufsichtsratsvorsitzende zum Start der Saison 2018/19, Prof. Rupert Stadler war im Sommer 2018 in Untersuchungshaft wegen Verdunklungsgefahr und gegen das Aufsichtsratsmitglied Prof. Dr. Martin Winterkorn lag im Rahmen der VW Dieselgate ein Haftbefehl aus den USA vor.

Manuel Neuer: 'Ich war gerade bei der Doping-Probe noch.' 'Was ist denn raus gekommen da?' Manuel Neuer: 'Urin.'

BAYERN MÜNCHEN - FUN FACTS

Und wieder Deutscher Meister - dieses Mal in der Saison 2015/16.
Und wieder Deutscher Meister - dieses Mal in der Saison 2015/16. (Photo by Alexandra Beier/Bongarts/Getty Images)

Der FC Bayern München ist deutscher Rekordmeister. Das ist ein “No Brainer”. Doch hier kommen 20 Fun Facts der besonderen Art. 

Max Gablonsky – So hieß der erste Nationalspieler, den die Bayern stellten. Im Jahr 1910 war das.

Keiner ohne Niederlage – Eine Bundesliga-Saison ohne Niederlage hat noch keine Mannschaft geschafft. In den Jahren 86/87 und 12/13 kam der FC Bayern München mit nur jeweils einer Niederlage durch die Saison.

Tabellenletzter in der Bundesliga – In der Saison 1974/75 war der FCB Bayern nach dem ersten Spieltag SChlusslicht der Bundesliga-Tabellen. Das Team hatte mit 6:0 bei Kickers Offenbach verloren. Abstiegsrelevant sind 2 Platzierungen auf einem (heutigen) Abstiegsplatz 16, nämlich 1966/67 (8.Spieltag) und 1977/78 (16.Spieltag).

Die erfolgreichsten Eigentorschützen – Eigentore (Bundesliga, DFB-Pokal und Europapokal zusammen gerechnet)

Die erfolgreichsten Eigentorschützen stammen aus den goldenen Zeiten des FC Bayern in den 70er und 80er Jahren des 20. Jahrhunderts. Die Top-Scorer sind:
Franz Beckenbauer 4
Hans-Georg Schwarzenbeck 4
Klaus Augenthaler 4

Das Weinhaus Gisela – Am 27. Februar 1900 fand im Gasthaus „Bäckerhöfl“ in München eine Sitzung der Fußballabteilung des MTV München statt. Bei dieser kam es zu einem gewaltigen Streit über die weitere Entwicklung der Fußballabteilung des Vereins. Die Generalversammlung des MTV hatte kurz zuvor den Beitritt des Vereins zum Verband der Süddeutschen Fußball-Vereine abgelehnt. Das war umstritten. Kurz nach 21:00 Uhr verließen die MTV-Vereinsmitglieder Ringler, Otto Ludwig Naegele, Zoepffel, Josef Pollack, Fritz Wamsler, Carl Wamsler, Georg Schmid, Paul Francke, Kuno Friederich, Wilhelm Focke und Franz John wutentbrannt das Gasthaus und berieten sich im „Weinhaus Gisela“ in Schwabing. Noch am selben Abend gründeten sie den F.C. Bayern.

Ein Berliner als erster “Chefe” – Zu den auf der Gründungsurkunde erwähnten Mitgliedern des F.C. Bayern gehörte der Bildhauer Benno Elkan, der damals noch unbekannt war. Den Vorsitz führte ein Berliner mit Namen Franz John. John wurde auch der erste Vorsitzende in der Geschichte des Vereins.

Vereinsfarben Blau-Weiß – Als Vereinsfarben wurde Blau-Weiß gewählt, die Farbe Rot tauchte nicht auf.

Keine Bayern – Die Vereinsgründer kamen zu einem Großteil nicht aus München oder Bayern, sondern aus Berlin, Freiburg, Leipzig und Bremen.

TEAM-STATS, INFOGRAFIKEN, EXTERNE QUELLEN

TEAM-STATISTIKEN

Infos umfassen: Alter der Spieler, Einsätze, Gespielte Minuten, Gegentore, Zu Null gespielt, Einwechselungen, Auswechselungen, Gelbe Karten, Rote Karten, Ampelkarten. 

 

EXTERNE QUELLEN

Bayern München ist DFB Pokalsieger 2016.
Bayern München ist DFB Pokalsieger 2016. (Photo by Boris Streubel/Bongarts/Getty Images)

Offizielle Website des FC Bayern München

https://fcbayern.com/de

Wikipedia-Eintrag des FC Bayern München

https://de.wikipedia.org/wiki/FC_Bayern_M%C3%BCnchen

Historisches Lexikon Bayerns

https://www.historisches-lexikon-bayerns.de/Lexikon/FC_Bayern_M%C3%BCnchen

AKTUELLES (INKL. SPIELE, STATS ZU TORSCHÜTZEN, FORMÜBERSICHT, HANDICAP, ÜBER/UNTER)

Well,well, well - another day. Und der FC Bayern ist wieder Meister.
Well,well, well - another day. Und der FC Bayern ist wieder Meister. Foto: getty Images

UNSERE EMPFEHLUNG: AKTE FC BAYERN - DAS FC BAYERN DOSSIER.

Wenn Dir die vorliegende Story zu Bayern München gefallen hat, dann empfehlen wir Dir: AKTE FC BAYERN – Das Bayern München Dossier. Denn da gibt es noch viel mehr Bayern München.

Wir beschreiben, wie sich der Klub von einer mittelmäßigen Lokalgröße in den ersten 60 Jahren seines Bestehens zum mit Abstand besten Verein Deutschlands und einem der zehn besten Klubs in Europa entwickelte. Das hat er in den zweiten 60 Jahren seines Bestehens geschafft.

In AKTE FC BAYERN „Der Aufstieg der Mittelmäßigen. Von der Lokalgröße zum Weltverein“ beschreiben wir in 11 Kapiteln wir die Metamorphose des Vereins von einem relativ erfolglosen Provinzklub zum uneingeschränkten Dominator des deutschen Fußballs; einem Verein, dem man zunächst den Zutritt zur Bundesliga verweigerte und dem man den Lokalrivalen 1860 München aus eher fadenscheinigen Gründen vorzog.

AKTE FC BAYERN“ richtet sich an Lover und Hater von Bayern München. Geschichte wird Legende, Legende wird Mythos. Und aus Mythos wird Kult. Oder Grund zum „ewigen“ Fremdschämen – je nach Ereignis mal so oder eher so. Für die Lover beschreiben wir die größten Triumphe und wichtigsten Erfolge, für die Hater die peinlichsten Katastrophen und größten Niederlagen.

Dazu Geschichten, die nur Wenige kennen und Ereignisse, die die Kluboberen der Münchener als mehr als nur peinlich empfinden. Beispiel? Die wichtigste Entscheidung des Uli Honeß. Sie rettet sein leben und brachte drei anderen den Tod. Noch ein Beispiel. Der FC Bayern war mal Tabellenletzter der Bundesliga. Wann und wie detaillieren wir im Dossier. Genauso wie ein brutales Foul an einem mäßigen FC Bayern Spieler den Weltfußball veränderte.

Wir charakterisieren die Most Important Persons der Vereinsgeschichte und benennen die größten Feinde – die Personae Non Gratae des Klubs. Fun Facts und ein ganz besonderer Moment, der für den Verein bis heute prägend ist, ergänzen das Dossier. Übrigens: Ein Dossier wie zum FC Bayern gibt es zu jedem Bundesliga-Verein und zur Bundesliga. Wer alles in einer Schrift will, dem empfehlen wir das E-Book „AKTE BUNDESLIGA“. Dort finden sich Dossiers über Triumphe, Tragödien, Erfolge und Peinlichkeiten der Bundesliga und ihrer Vereine. Ziemlich ungerecht, bewusst einseitig aber wahr. Mehr zu AKTE BUNDESLIGA und den einzelnen Vereinsdossiers findet sich am Ende von AKTE FC BAYERN.

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