Diese 5 Weltstars wurden auf Anhieb mit dem BVB Deutscher Meister


Deutscher Meister nach einem spektakulären Transfer? Diesen Traum haben bei Borussia Dortmund viele Spieler mit in den Ruhrpott gebracht. 5 von ihnen haben mit dem BVB in ihrem 1. Jahr den Titel gewonnen – und sind echte Weltstars geworden.

Die Verpflichtungen bei Borussia Dortmund sind bei den Fans fast immer mit dem einen Gedanken verbunden: Die Meisterschale in den „Pott“ zu holen.

Die Borussia hat sich seit 1994 – in den letzten 25 Jahren – als Verfolger und Herausforderer Nummer 1 des mächtigen Branchenprimus FC Bayern München profiliert.

Axel Witsel und der überragende Julian Weigl feiern Dortmunds 1:0-Führung in Leipzig. Wird der Belgier der nächste Neuzugang im Klub der ,,Premieren-Meister" beim BVB? (Photo by Karina Hessland-Wissel/Bongarts/Getty Images)

Der BVB hat in jeder Meister-Phase Spieler von Weltruf hervorgebracht

Dass der Revierklub 2004/2005 vor dem finanziellen Crash steht, ist auch den immensen finanziellen Anstrengungen geschuldet, die der BVB in der „Ära“ Dr. Gerd Niebaum getätigt hat. Aber: Ohne diese Drahtseilakte hätte Borussia Dortmund die Meisterschale wahrscheinlich nie berührt. Das ist die Kehrseite der Medaille.

Mit weitaus weniger kostspieligen Transfers, aber mit Augenmaß hat der Verein ab 2011 die Rückkehr an die Bundesliga-Spitze bewerkstelligt – und erneut Weltstars hervorgebracht, die gleich im 1. Jahr beim BVB die Meisterschale hochhalten dürfen.

Es sind dabei nicht immer die Stürmer, die im ersten Jahr in Dortmund und vor der Wahnsinns-Kulisse im Signal Iduna Park zünden.

Es sind auch die Abwehrrecken und die Wasserträger. Wir stellen 5 ganz große BVB-Premierenmeister vor.

Auf Anhieb mit dem BVB Deutscher Meister V: Julio Cesar – Ein Weltstar aus Brasilien

Julio Cesar machte in Dortmund sogar sein offizielles Karriere-Abschiedsspiel. (Photo by Bongarts/Getty Images)

Julio Cesar kommt 1994, im Zuge von Dr. Gerds Niebaums erster Transfer-Offensive, zu Borussia Dortmund.

Die Summe, die der BVB-Boss für den heute 55-jährigen Abwehrspieler aus Brasilien hinlegt, mutet im Zeitalter des Transfer-Wahnsinns fast kurios an. Der UEFA-Cup-Sieger von 1993 in Dortmund – das ist fast eine kleine Sensation. Julio Cesar hat 14 Länderspiele für Brasilien gemacht und gehört zu der ungekrönten Spielergeneration der 1980er-Jahre, die nach großem Kampf und Elfmeterschießen 1986 bei der WM im Viertelfinale an Frankreich scheiter.

Nur 1,25 Mio. Euro zahlt Dortmund an Juventus Turin für den 1,90 m großen, unheimlich abgeklärten Abwehrspieler. Cesar ist ballsicher, kopfballstark und führt die Borussia in der Innenverteidigung zusammen mit Bodo Schmidt und Ex-Italien-Legionär Mattias Sammer auf der Libero-Position mit nur 33 Gegentoren (Liga-Tiefstwert 1994/95) in seiner ersten Saison nach 32 endlosen Jahren wieder zur Deutschen Meisterschaft.

Bis 1999 spielt Julio für den BVB, ehe er 1999/2000 bei Werder Bremen noch eine 2. Station in der Bundesliga hat.

EINE ANDERE LIGALIVE STORY?

Auf Anhieb mit dem BVB Deutscher Meister IV: Sebastian Kehl – Handgeld vom FC Bayern, Wechsel nach Dortmund…

Am 4. Januar 2002 begrüßt BVB-Trainer Matthias Sammer (l.) einen jungen Mann namens Sebastian Kehl in Dortmund beim Trainingsstart..
Am 4. Januar 2002 begrüßt BVB-Trainer Matthias Sammer (l.) einen jungen Mann namens Sebastian Kehl in Dortmund beim Trainingsstart... (Photo by Friedemann Vogel/Bongarts/Getty Images)

Eigentlich hätte Sebastian Kehl zum 1. Januar 2002 für den FC Bayern München auf die Jagd nach Bayer Leverkusen und dem BVB gehen sollen. Daraus wird nichts.

Der Mittelfeldspieler vom SC Freiburg, dem die Münchner 1,5 Mio. Mark vorab überweisen, wechselt aber nicht wie angeblich per Handschlag vereinbart nach München, sondern zum BVB.

Das will man beim Rekordmeister nicht auf sich sitzen lassen. „Wir sind der FC Bayern, da schlägt der Ober den Unter“, lautet die gewohnt blumige Kampfansage von Vorstandschef Karl-Heinz Rummenigge. „Wir werden beim Arbeitsgericht München im Januar Klage einreichen, wenn es beim Schlichtungsverfahren des DFB nicht zu einer Lösung kommt“, bestätigt der vom Rekordmeister beauftragte Anwalt Christoph Schickhardt.

Keine Chance. Da die Münchner keinen Arbeitsvertrag vorlegen können, die angeblich mit Kehl, dessen Vater Dieter und Berater „Schlangen-Franz“ Gerber getroffene Vereinbarung besteht nur mündlich, ist der Wechsel zum FC Bayern hinfällig.

Kehl macht in seiner ersten Saison beim BVB 15 Liga-Spiele (1 Tor) und steht mit der Borussia nach einem packenden Finish am Ende ganz vorn und wird mit Deutschland 2002 Vize-Weltmeister. Nach jahrelanger, sportlicher Misere feiert „Kehli“ mit Dortmund 2011 und 2012 noch 2 weitere Meistertitel. Seit 1. Juli 2018 ist die BVB-Legende Leiter der Lizenzspielerabteilung von Borussia Dortmund.

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Auf Anhieb mit dem BVB Deutscher Meister III: Marcio Amoroso – Teuerster Stürmer oder One-Hit-Wonder?

Marcio Amoroso wurde bei Borussia Dortmund in seiner Premieren-Saison Deutscher Meister und Bundesliga-Torschützenkönig.

Als Borussia Dortmund im Sommer 2001 die damalige Bundesliga-Rekordsumme von umgerechnet 25,5 Mio. Euro für Marcio Amoroso vom AC Parma zahlt, scheint den Schwarzgelben der Erfolg garantiert.

Der Brasilianer Amoroso (19 Länderspiele) gilt zu diesem Zeitpunkt als einer der besten Stürmer der Welt.

Wie wertvoll er ist, macht er vom Start weg klar – der 1. FC Nürnberg wird am 1. Spieltag dank zweier Amoroso-Tore besiegt. Mit 18 Treffern aus 31 Spielen führt der launische Südamerikaner, dessen wendiges und sehr abschlusssicheres Offensivspiel mit einem Schuss Schlitzohrigkeit gepaart ist, den BVB zur Deutschen Meisterschaft 2002.

Er lässt ein Video mit seinen 18 Saisontoren anfertigen, um Brasiliens Nationalcoach Vanderlei Luxemburgo doch noch zu überzeugen, ihn zur WM in Asien mitzunehmen. Daraus wird nichts. Brasilien holt seinen 5. WM-Titel ohne Amoroso. Dessen Differenzen mit dem nicht eben für Glamour einstehenden BVB-Coach Matthias Sammer nehmen 2003 zu, sodass es schon 2004 zur Trennung kommt. An die Leistungen aus der Meistersaison kommt Amoroso in Dortmund nicht mehr heran. 2002/2003 erzielt er – auch verletzungsbedingt – nur noch 3, in der nachfolgenden Saison 4 Bundesliga-Tore.

Auf Anhieb mit dem BVB Deutscher Meister II: Robert Lewandowski – Meister konnte „Lewy“ nicht nur in München

Mit 23 wirbelte Robert Lewandowski im Trikot der Dortmunder Borussia. Foto: Getty Images
Mit 23 wirbelte Robert Lewandowski im Trikot der Dortmunder Borussia. Foto: Getty Images
Jugendliche Fans kennen in Deutschland eigentlich nur den FC Bayern als Deutschen Meister. Seit 2012 dominieren die Münchner die Liga fast nach Belieben. 6 Meisterschaften holten sie seitdem in Folge, 4 davon mit dem polnischen Ausnahmestürmer Robert Lewandowski (30).

Mit diesen 6 Meistertiteln jagt „Lewy“, wie der Kapitän der polnischen Nationalmannschaft auch genannt wird, den Bundesliga-Rekord seines Münchner Teamkollegen Franck Ribéry. Der Franzose, seit 2007 beim FC Bayern, holt bis 2018 mit dem Star-Ensemble 8-mal die Meisterschale.

Aber: Was die jungen Leser wahrscheinlich kaum noch wissen: Lewandowski hat auch in Dortmund wie am Fließband getroffen – und er gehört zum erlesenen Kreis der Spieler, die mit dem BVB in ihrem ersten Jahr Deutscher Meister wurden.

2010 verpflichtet Borussia Dortmund den Mittelstürmer von Lech Posen als Backup für den Paraguayer Lucas Barrios. Lewandowski bleibt in seinem 1. BVB-Jahr mit 8 Toren aus 33 Bundesliga-Partien noch hinter seinen Möglichkeiten. Dennoch wird er mit dem Klub Meister. Die Leistungs-Explosion folgt schon eine Saison später: 2011/2012 schießt Lewandowski Dortmund mit 22 Toren aus 34 Spielen zur Titelverteidigung. Dazu kommen 7 Tore in 6 DFB-Pokalspielen beim historischen, ersten Double der Klubgeschichte.

Lewandowski verabschiedet sich 2014 als Bundesliga-Torschützenkönig von Borussia Dortmund zum FC Bayern München.

Auf Anhieb mit dem BVB Deutscher Meister I: Jan Koller – Dortmund und sein „Dino“…

Jan Koller war in Dortmund ein absoluter Publikumsliebling.
Jan Koller (45) hat mit Borussia Dortmund Geschichte geschrieben wie kein anderer tschechischer Profi.

Auf Empfehlung seines tschechischen Nationalmannschaftskollegen Tomas Rosicky, schon seit Anfang 2001 in Dortmund, holt die Borussia den 2,02 m großen Stürmer zur Saison 2001/2002 vom RSC Anderlecht.

Dort hat der unglaublich robuste, ballsichere, technisch starke Angreifer fast unter Ausschluss der Öffentlichkeit im Vorhof der europäischen Großklubs gekickt – trotz zweier belgischer Meisterschaften (2000, 2001).

Dortmund weiß, was man an „Dino“ hat. 11 Tore in 33 Spielen verhelfen dem BVB 2002 im Endspurt noch zur Deutschen Meisterschaft. Unter anderem trifft „Dino“ Koller am 34. Spieltag zum immens wichtigen 1:1 gegen Werder Bremen (2:1). Als Titelverteidiger reist Dortmund am 9. November 2002 nach München. Nach Rot für Torhüter Jens Lehmann und 3 Wechseln von Coach Matthias Sammer geht Koller nach 67 Minuten ins Tor – und schafft es in die „Kicker-Elf des Tages“. Bis 2006 spielt Koller für die Borussia, ehe er dem finanziell klammen Klub dank 6,5 Mio. Euro Ablöse, die AS Monaco für ihn zahlt, noch einmal hilft.

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