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Bundesliga: Eintracht Frankfurt in der Bayern-Falle!

Ein Sieg gegen Bayern – und dann kommt gar nichts mehr? Gibts nicht? Gibts doch und zwar bei Eintracht Frankfurt und zwar fast immer, wenn es einen seltenen Glücksmoment gegen die Großkopferten gegeben hat.

Eintracht Frankfurt FC Bayern München 1995/96

Es ist gerade mal 4 Wochen her, da hat Eintracht Frankfurt dem FC Bayern München mit 5:1 (2:1) eine empfindliche Niederlage beigebracht – und die Entlassung von Trainer Niko Kovac (48) mit eingeleitet.

Es ist der erste Bundesliga-Sieg – Pokalfinale 2018 ausgeklammert – für den hessischen Bundesligisten gegen die Großkopferten aus München seit März 2010.

Damals hat es einen Last-Minute-Sieg gegen die Van-Gaal-Bayern (2:1) gegeben. Der Jubel ist gigantisch, ähnlich wie am 2. November 2019. Aber sobald der Ebbelwoi-Rausch vorbei ist, folgt in Frankfurt der Kater!

Ein Sieg über die Bayern – Da müssten bei den Eintracht-Verantwortlichen und Statistikern eigentlich die Alarmglocken schrillen.Die Frankfurter sind im Anschluss an ihre letzten 3 Siege gegen die Münchner in die Bayern-Falle gegangen. Nur 1998/99 nicht. 

Da gewinnen die ,,Adler” 2 der nächsten 3 Spiele und retten sich am Ende mit 4 Erfolgen in Serie unter Coach Jörg Berger noch vor dem Abstieg.

Warum ein Erfolg gegen den Giganten aus dem Süden psychologisch so eine Negativ-Wirkung hat, lässt sich schwer sagen. Vielleicht ist es die unterschwellige Überheblichkeit, die der ,,launischen Diva” zumindest vor 2016 nachgesagt wird, vielleicht der Fußballprofis ur-eigene Irrglaube ,,Wer Bayern schlägt, kann jeden anderen auch besiegen”, schwierig! Das kann wahrscheinlich nicht mal ein Bembel-Psychologe sagen. Fakt ist: Nach 2 der letzten 4 Siege gegen den FC Bayern München ist Eintracht Frankfurt am Saisonende abgestiegen!

So geschehen erstmals in der Saison 1995/96. Am 4. November 1995 zerlegen Manni Binz und Co. das ,,Dream Team” des FC Bayern unter Trainer Otto Rehhagel im Frankfurter Waldstadion mit 4:1. Zuvor ist man in 6 Spielen ohne Sieg geblieben. ,,Mit einem 4:1-Sieg gegen Bayern München scheint die Krise überwunden. Bis zum Ende der Hinrunde rappelt sich die in der Abwehr um den im Dezember von den Queens Park Rangers geholten Ned Zelic verstärkte Eintracht auf und belegt Rang 10″, heißt es dazu auf der offiziellen Homepage der SGE, ,,doch der Schein trügt, sportlich läuft nicht mehr viel. Vom 18. bis zum 29. Spieltag können die Adler gerade einmal einen Sieg verbuchen, die erhoffte Trendwende durch einen Trainerwechsel nach der 0:2-Heimpleite gegen Borussia Mönchengladbach – auf Charly Körbel folgt mit Dragoslav Stepanoviæ ein alter Bekannter – bleibt aus. Am Ende der Saison stehen 32 Punkte und Tabellenplatz 17 zu Buche – die Eintracht ist erstmals in ihrer Geschichte nicht mehr erstklassig.”2000/2001 ist es das Gleiche. Auf einen 2:1-Erfolg im Münchner Olympiastadion folgt kein Auftrieb – sondern ein brutaler Absturz!

Die Frankfurter kassieren nach dem 2:1 beim FC Bayern 6 Niederlagen in Serie (!), holen aus den verbleibenden 21 Spielen nur noch 4 Siege und sind schon am 33. Spieltag – 0:3 in Wolfsburg – abgestiegen!

2009/2010 ist der Fall etwas weicher, wobei 2 Siege aus den letzten 5 Spielen auch nicht das sind, was man sich nach dem Erfolg gegen die Mannschaft von Louis van Gaal in Frankfurt erhofft hat.

Nun steckt Eintracht Frankfurt erneut in der Bayern-Falle! Am Montagabend muss man beim 1:2 im Rhein-Main-Duell beim FSV Mainz 05 die 3. Bundesliga-Niederlage in Serie hinnehmen. Coach Adi Hütter (49) nach dem Spiel gegenüber der Hessenschau: ,,Wir wollten Geschichte schreiben als erste Frankfurter Mannschaft, die in Mainz gewinnt. Wir waren auch auf einem guten Weg zur Pause, aber bringen uns wieder um die Früchte unserer Arbeit mit der Roten Karte.” Nach einer ,,Notbremse” gegen Levin Öztunali muss Dominik Kohr nach 44 Minuten vom Platz.


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