Bundesliga-Geschichte – FC Bayern „So einen Trainer kriegst‘ nie wieder“


Bester Stoff für Bundesliga-Junkies auf Entzug: Was geschah am 19. April in der deutschen Fußball-Eliteklasse?

Im Berliner Olympiastadion endet 1975 unter den Augen von 81.108 Zuschauern die bis dahin längste Erfolgsserie der Bundesliga. Tabellenführer Borussia Mönchengladbach muss nach 17 Spielen wieder mal eine Niederlage einstecken (1:2). Der dafür zuständige Mann trägt einen Massennamen: Kurt „Kudi“ Müller schießt beide Hertha-Tore. Das Titelrennen 1974/75 erhält neue Spannung, auch Bezwinger Hertha, der 1. FC Köln und Kickers Offenbach (!) hoffen noch.

Die Kickers feiern einen Prestigesieg gegen die Frankfurter Eintracht (2:1), der Treffer von Manfred Ritschel wird sicherlich auch mit einigen Stimmen aus dem Rhein-Main-Gebiet zum Tor des Monats gewählt.

Am selben Tag beginnt in Stuttgart die Ära Gerhard Mayer-Vorfelder. Nachts um 0.53 Uhr wählen ihn 375 VfB-Mitglieder zum Präsidenten.

Giovanni Trapatoni bleibt Kult.
Giovanni Trapatoni bleibt Kult. (Photo by Johannes Simon/Bongarts/Getty Images)

Bayern München gibt die Verpflichtung von Giovanni Trapattoni zu Beginn der Saison 1994/95 bekannt

Ein bisserl Fußball... Franz Beckenbauer vor der Skyline von New York.
Ein bisserl Fußball... Franz Beckenbauer vor der Skyline von New York. Foto: Imago Images / Copyright: imago/Sven Simon

Kaiserdämmerung am 19. April 1977 in München. Was seit Wochen im Schwang und mehrmals eifrig dementiert worden ist, wird nun publik. Franz Beckenbauer, Kapitän und Libero von Deutschland und Bayern München, verlässt das Land und zieht in die Neue Welt. Verkünder der Botschaft ist ausgerechnet DFB-Präsident Hermann Neuberger: „Franz Beckenbauer hat mir am vergangenen Samstag auf gezielte Fragen erklärt, dass er bereits am 28. Mai sein erstes Spiel für Cosmos New York machen wird.“ Weil der DFB so was prinzipiell nicht so toll findet, fehlt der Kaiser erstmals seit sieben Jahren im Länderspielaufgebot von Bundestrainer Helmut Schön, der da sagt: „Ich bin tief betroffen, ja bestürzt.“ Dass dem Kaiser das Finanzamt im Nacken sitzt, wird der deutschen Öffentlichkeit verschwiegen.

 

Was bleibt am 19. April 1985 von sieben Jahren Bundesliga mit Waldhof Mannheim? Zumindest ein merkwürdiger Rekord. Die Elf von Klaus Schlappner spielt zum achten Mal in Folge Unentschieden. Das 1:1 in Düsseldorf wollen zwar nur 7500 Zuschauer sehen, aber sie können heute sagen dass sie dabei war, als die längste Unentschiedenserie der Bundesligageschichte entstand.

Die Bundesliga bekommt am 19. April 1994 ihren ersten italienischen Trainer. Bayern München gibt die Verpflichtung von Giovanni Trapattoni zu Beginn der Saison 1994/95 bekannt. „So einen Trainer kriegst‘ nie wieder“, verteilt der aktuelle Bayern-Trainer Franz Beckenbauer, eigentlich Vize-Präsident, denkbar große *Vorschusslorbeeren.

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Ein neuer Retter bei Eintracht Frankfurt

Jörg Berger, Eintracht Frankfurt, 1991
Jörg Berger fliegt nach dem 0:6 der Eintracht gegen den HSV als Trainer raus. Copyright: Imago images

Wieder mal höchste Zeit für einen Retter in Frankfurt im April 1999. Jörg Berger kehrt nach acht Jahren an den Main zurück. Sollte er 1991 noch möglichst in den Europacup einziehen, gibt es in der Chaos-Saison 1998/99 nur ein Ziel: Klassenerhalt. Am Vortag entlassen die Hessen mit Reinhold Fanz bereits den zweiten Trainer der Saison, nun soll es der Feuerwehrmann der Liga richten. Seine Parolen sind immer die gleichen, aber ihm nimmt man sie ab: „Der Abstieg wird im Kopf entschieden. Die Mannschaft muss wieder an sich glauben.“

Im deutschen Classico wird am 19. April 2003 Samba getanzt. Bei Dortmunds 1:0-Sieg gegen die Bayern stehen 2003 sieben Brasilianer auf dem Platz – Bundesligarekord für eine ausländische Nation. Kein Wunder, dass einer von ihnen das Tor des Tages erzielt: Marcio Amoroso. Ein Novum ist auch das Outfit von Schiedsrichter Markus Merk, ganz in Königsblau. „Sein einziger Fehler“, witzelt BVB-Präsident Dr. Gerd Niebaum.

Derby-Siege sind 2015 doppelt so schön, wenn sie dem Gegner schaden und mit einem historischen Moment zusammen fallen. Werder Bremens 1:0 gegen den HSV durch einen Foulelfmeter von Franco di Santo ist zugleich der 500. Heimsieg der Grün-Weißen in der Bundesliga.

Außerdem manifestiert er den letzten Platz des HSV und versaut die Premiere von Trainer Bruno Labbadia.

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