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Relegation: Geht Benjamin Pavard als Absteiger zum FC Bayern?

Muss Weltmeister Benjamin Pavard absteigen? (Photo by Matthias Hangst/Bongarts/Getty Images)

Deutschland sucht den Relegator, besser gesagt: Den 18. Bundesliga-Klub für die Saison 2019/2020. Der VfB Stuttgart ist nach dem 2:2 (1:1) gegen Union Berlin am Donnerstagabend unter Zugzwang.  

Das Remis im Hinspiel setzt den Erstligisten wie zuvor schon in den Jahren 2012 (Hertha BSC), 2014, 2015 (jeweils HSV) und 2016 (Frankfurt) gewaltig unter Druck.

Für die unkonzentriert auftretenden Stars des 16. der Bundesliga gibt es am Ende Pfiffe von den Rängen. Im Schwäbischen klingen Durchhalteparolen an.

Einen VfB-Profi, der bereits als Abgang feststeht, könnte es dabei am Ende besonders hart treffen: Benjamin Pavard (23).Dem französischen Weltmeister von 2018 droht der Abstieg aus der Bundesliga. Pavard, der im Sommer für 35 Mio. Euro zum FC Bayern wechseln wird, wäre damit in illustrer Gesellschaft.

Auch die Weltmeister Andreas Brehme (Lautern), Wolfgang Kleff (Hertha) Andreas Köpke (Frankfurt und Nürnberg), Thomas Häßler (KSC), Andreas Möller (Frankfurt) mussten beispielsweise den Weg in die Zweitklassigkeit antreten. In Italien erwischte es u. a. Gianluigi Buffon und Alessandro del Piero, dies allerdings durch Zwangsabstieg 2006 mit Juventus Turin.

Der sportliche Abstieg kann Pavard nun auch ereilen, wenn der schwäbische Erstligist am Montag in Berlin nicht die große Wende schafft. Die Gefühlslage in Stuttgart ist so, wie sie die gesamte Saison über war: mies und hoch explosiv. 20 Niederlagen aus 34 Spielen, nur 7 Siege und 32 eigene Treffer – das sind die Zahlen eines Absteigers!

,,Die ganze Stimmung gefällt mir nicht, wenn man weiß, dass man in Berlin gewinnen kann, geht man so hier nicht raus”, kritisiert Torschütze Mario Gomez nach der Partie im TV-Sender Eurosport, ,,wir haben die ganze Saison nichts geboten, den Fans steht es bis zum Hals. Der Großteil der Kurve hat uns gepusht bis zum Schluss und wir brauchen in Berlin jeden einzelnen.”Einer, der den VfB während der regulären Saison oft kritisiert hat (,,Taktisch eine Katastrophe”) hat durchaus noch Hoffnung für die Mannschaft von Interimstrainer Nico Willig: Matthias Sammer.

Der ehemalige Superstar des VfB Stuttgart, 1992 mit den Schwaben Deutscher Meister geworden, anschließend bei Eurosport: ,,Berlin hat 2 Auswärtstore erzielt, aber trotzdem bin ich der Meinung, dass der Zweitligist nur mit 51 Prozent im Vorteil ist.“

,,Es ist kein Traumergebnis, aber wir sind heute noch nicht abgestiegen”, räumt auch Christian Gentner, Torschütze zum 1:0 und vor exakt 10 Jahren Deutscher Meister mit dem VfL Wolfsburg, nach dem Spiel ein.

Benjamin Pavard bleibt – wie in seinen 29 Bundesliga-Einsätzen in dieser Saison für den VfB – übrigens auch gegen die Berliner ohne Tor-Beteiligung. Für eine Stabilisierung der Schwaben-Abwehr kann der Weltmeister in der abgelaufenen Spielzeit nie sorgen. Die Stuttgarter kassieren 70 Gegentore in 34 Spielen, nur Absteiger Hannover 96 und der FC Augsburg (71) müssen mehr Treffer hinnehmen, der FCA dabei allein 8 im Saisonfinale beim VfL Wolfsburg. In Berlin brauchen Pavard und Co. unbedingt einen Sieg, jedes Unentschieden unter 2 Toren hievt ,,Die Eisernen” erstmals in ihrer Klub-Historie in die Bundesliga – und macht Pavard als Weltmeister zum Absteiger…


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