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Schalke in der Tönnies-Zwickmühle: Millionen-Hilfe von Ex-Aufsichtsrat?

Der FC Schalke 04 befindet sich in einer moralischen Zwickmühle: Hilfe vom Ex-Aufsichtsrat Tönnies annehmen oder nicht?

Tönnies, Schalke

Der FC Schalke 04 befindet sich in der größten Krise seit seiner Gründung.
Eine sportliche Talfahrt und mehr als 200 Millionen Euro Verbindlichkeiten sorgen für jede Menge Ärger in Gelsenkirchen.

Nun soll ausgerechnet der umstrittene Ex-Aufsichtsratschef Clemens Tönnies die Knappen aus dem finanziellen Desaster führen.

“Wir dürfen Schalke nicht untergehen lassen, da bin ich der allerletzte, der nicht hilft”, hatte Tönnies kürzlich in einem Interview mit RTL/ntv gesagt. Sollte es tatsächlich zu einer Anfrage kommen, käme er “sicherlich ins Überlegen”, gab der Fleischfabrikant zu. Im Juni hatte der langjährige Aufsichtsratsvorsitzender aufgrund mehrerer Eklats sein Amt niedergelegt.

Nach Informationen der Bild-Zeitung, könnte nun eine Summe im zweistelligen Millionenbereich in die königsblauen Kassen fließen. “Kurzfristige Verhandlungen” müssten ergeben, ob die Unterstützung als Darlehen oder in anderer Form zur Verfügung gestellt werden würde.

Festgelegt sei aber, dass eventuelle Zahlungen ausschließlich für die Verpflichtung neuer Spieler bestimmt wären. Denn mit der Unterstützung soll in erster Linie der Abstieg aus der Bundesliga verhindert werden.

Offen sei, ob Schalke das Angebot des langjährigen Machers annimmt oder versucht, mit Bordmitteln durch die Krise zu navigieren, heißt es in dem Bericht weiter.

 

Schalke will nicht zu Tönnies-Ära zurückkehren

Grundsätzlich tendiere der Aufsichtsrat dazu, sich von der Tönnies-Ära und der Unterstützung des milliardenschweren Unternehmers endgültig zu distanzieren.

Tönnies habe zudem die Bedingung gestellt, dass das Geld nur dann fließe, wenn die Maßnahme in dem Kontrollgremium einstimmig abgesegnet werde. Damit sollen die auf Schalke schon traditionellen Konflikte zwischen Gegnern und Anhängern des früheren Klub-Bosses vermieden werden.

Zu lange sollten die Schalker mit ihrer Entscheidung aber nicht mehr warten. Denn schon am 1. Februarschließt das seit Samstag geöffnete Transfer-Fenster. Bis dahin müssen alle Kaderentscheidungen für den Klassenerhaltsversuch getroffen worden sein.


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