Copa América: Argentinien und die Messi-Show rumpeln weiter


Sergio Agüero erlöste Argentinien mit dem 2:0 gegen Katar bei der Copa América. (Photo by Alessandra Cabral/Getty Images)

Gerade noch mal gut gegangen! Dass Argentinien bei der Copa América in Brasilien am Freitag nach Rio de Janeiro gegen Venezuela ins Viertelfinale weiterziehen darf, verdankt man einem mühevollen 2:0 (1:0)-Arbeitssieg gegen das eingeladene Team aus Katar.

Ein Glück. Gegen ein Team vom Kaliber der starken Kolumbianer wäre man wahrscheinlich außen vor gewesen. ,,Argentinien kommt mit einem blauen Auge davon“, heißt es nach dem Spiel am Sonntagabend bei Kicker.de.

Lautaro Martinez (4.) von Inter Mailand und Sergio Agüero (82.) von Manchester City retten Argentinien erneut vor einem Vorrunden-Aus. Im letzten Jahr, bei der WM in Russland, ist es ein 2:1 im letzten Spiel gegen Nigeria, dass den frühen Knock-out des 2-maligen Weltmeisters in der Gruppenphase verhindert.

Die im Vorfeld beschworene Fußball-Sensation vom Golf, das erste wirkliche Ausrufezeichen des WM-Gastgebers von 2022 aus Katar bei einem großen Turnier bleibt aus. Die Messi-Show, sie rumpelt weiter.

Ende gut, alles gut - Argentiniens Nationalmannschaft feiert Sergio Agüero nach dessen 2:0 gegen Katar bei der Copa América. (Photo by Pedro Vilela/Getty Images)

Argentiniens einziger Fortschritt: Auf der Tribüne wird es nicht so peinlich wie 2018...

Diego Armando Maradona out of control bei Argentinien - Nigeria am 26. Juni 2018 und die bange Frage der russischen Security in St. Petersburg: Wird die Brüstung halten?
Diego Armando Maradona out of control bei Argentinien - Nigeria am 26. Juni 2018 und die bange Frage der russischen Security in St. Petersburg: Wird die Brüstung halten? (Photo by Alex Livesey/Getty Images)
Und sie rumpelt gewaltig. Argentinien kann sich gegen die nicht ungefährlichen Kataris nur bedingt steigern.

Nationaltrainer Lionel Scaloni stellt auf ein 4-4-2-System mit Martinez und Agüero in der Spitze um. Ein haarsträubender Abwehrfehler der Mannschaft vom Golf verhilft Argentinien früh in den Fahrersitz.

Aber: Die Partie in Porto Alegre lebt – wie vor einem Jahr in St. Petersburg gegen die Nigerianer – von der Spannung. Einziger Lichtblick: Den Fans bleiben peinliche Szenen von und mit Argentiniens Fußball-Idol Diego Armando Maradona, der 2018 in St. Petersburg fast die Loge zerlegt und am Ende sogar ärztlich behandelt werden muss, weitgehend erspart.

Aber wirklich wohl fühlt man sich im ,,Gaucho“-Trikot nicht. Ein einziger Treffer des Teams vom Golf hätte Argentinien ins ,,Aus“ befördert – und Argentinien verscheicht.

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,,Es wäre verrückt, wenn wir in der Vorrunde ausscheiden“, sagt Argentiniens Superstar Lionel Messi vor dem Spiel.

Es bleibt verrückt, weil Agüero nach einer guten Stunde Chancen im Minutentakt (60., 62., 65.) liegen lässt.

Wirklich überzeugt hat Argentinien bei nur 54 Prozent Ballbesitz nicht. Ganze 8 Torschüsse bringt die ,,Abiceleste“, die seit 1993 auf einen Sieg bei der Copa wartet, auf das Tor der Kataris.

Messi selbst kann in diesem Spiel nicht glänzen. Ein Freistoß von ihm geht nach 72 Minuten weit über das Tor der Kataris.

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