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Copa América: Viva Zapata! Kolumbien schlägt Messi und Argentinien

Die 46. Copa América erlebt am 2. Spieltag ihre erste Überraschung: Kolumbien und Ex-Bayernstar James Rodriguez bezwingen Mit-Favorit Argentinien mit Lionel Messi (32) in Salvádor mit 2:0 (0:0).

Damit gerät Argentinien, das seit 1993 auf einen Erfolg bei der Copa wartet – damals noch mit legendären Spielern wie Gabriel Batistuta, Diego Simeone oder Sergio Goycochea.

Von diesem Glanz ist die ,,Albiceleste” auch nach dem enttäuschenden WM-Auftritt 2018 in Russland mit dem Achtelfinal-Aus gegen Frankreich nun beim Turnier in Brasilien meilenweit entfernt.

Bis zum Strafraum kombinieren die ,,Gauchos” gegen Kolumbien mitunter ganz passabel, aber spielerischen Glanz oder gar Torgefahr entfachen sie nur selten. Freistöße von Lionel Messi sind das einzige, was die zahlreichen Fans der kolumbianischen ,,Cafeteros” im Stadion den Atem anhalten lässt.Argentiniens neuer Nationaltrainer Lionel Scaloni (41) probiert es mit einem 4-4-2-System mit Messi und Manchester Citys Tor-Maschine Sergio Agüero in der Spitze.

Messi ist bemüht, für Agüero, den Ex-Schwiegersohn von Argentinien-Idol Diego Armando Maradona, ist der Arbeitstag nach 79 Minuten beendet.

Die Stürmer Gonzalo Higuain und Mauro Icardi hat Scaloni gar nicht erst für Brasilien 2019 nominiert – auch das sagt vieles über den Zustand der argentinischen Nationalmannschaft aus.

Ein Kopfball von Messi, der um Zentimeter am Tor vorbei geht, ansonsten viel Stückwerk. Das 0:1 von Roger Martinéz (71.) leitet dann eine historische Pleite für Argentinien ein. Seit 1979 hat der 2-fache Weltmeister kein Spiel mehr zum Copa-Auftakt gewonnen, seit 2007 hat man nicht mehr gegen Kolumbien verloren.Damit ist es 4 Minuten vor dem Spielende vorbei. Der eingewechselte Duvan Zapata vom italienischen Champions-League-Teilnehmer Atalanta Bergamo schießt zum 0:2 ein – und holt sich fürs Jubeln mit freiem Oberkörper gern noch die Gelbe Karte ab…

Argentinien, 2015 und 2015 jeweils im Finale an Chile gescheitert, steht nun vor dem 2. Spiel in der Gruppe gegen Paraguay immens unter Druck.

,,So wollten wir nicht beginnen”, sagt ein enttäuschter Lionel Messi – Sinnbild des argentinischen Trauerspiels der letzten Jahre – nach dem Spiel, ,,wir müssen den Kopf hochnehmen und uns auf die nächsten Spiele konzentrieren.” Scalonis Rechnung: ,,Wenn wir beide Spiele gewinnen, sind wir trotzdem weiter.” 3. Gruppengegner der ,,Albiceleste” ist WM-Gastgeber Katar.

,,Wir wussten, dass ein Sieg gegen Argentinien lange her ist”, sagt Siegtor-Schütze Duván Zapata bei copaamerica.com, ,,ich bin sehr glücklich, aber das Turnier hat erst begonnen.” Für Argentinien hat schon wieder dieses Zittern begonnen…,


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