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Cristiano Ronaldo: CR7 auswechseln? – Geht gar nicht!

Cristiano Ronaldo (34) äußert sich erstmals zur umstrittenen Auswechslung bei Juventus Turin gegen den AC Milan (1:0) in der Serie A.

Juventus Turin AC Milan

Diese verflixte 55. Minute aus dem Serie-A-Spiel gegen den AC Mailand (1:0) hängt Cristiano Ronaldo (34) und Juventus Turin immer noch nach.

Das Kicker-Sportmagazin macht am Donnerstag dazu gar einen satirischen Ausflug: ,,Na gut, ohne jetzt einst wie Jens Lehmann sich Geld für die S-Bahn-Fahrt zu leihen, war CR7 ja nicht ganz bis zum Schluss geblieben. Erbost über die Majestätsbeleidigung bei seiner Auswechslung in der 55. Minute, verließ er das Stadion 3 Minuten vor dem Abpfiff und brachte alle in peinliche Erklärungsnot.”

Und die hält scheinbar immer noch alle in Atem! „In den letzten 3 Wochen war ich nicht in Bestform. Ich habe versucht, Juventus zu helfen. Ich mag es nicht, ausgewechselt zu werden, aber ich verstehe es, weil es mir nicht gut ging“, erklärt der portugiesische Kapitän nach dem EM-Qualifikationsspiel in Luxemburg (2:0) gegenüber Frankreichs Fußball-Bibel L' Equipe 2.

Mit dem Austausch von Cristiano Ronaldo hat Juventus-Trainer Maurizio Sarri (60) die früheste Auswechslung der portugiesischen Tor-Maschine seit seligen Sporting-Lissabon-Zeiten im Jahr 2002 vorgenommen.Damals schreibt man die 54. Minute, als Ronaldo den Rasen verlässt.

Die Bilanz seitdem: In 292 Liga-Spielen für Real Madrid sind Auswechslungen von CR7 eher die Ausnahme, 284-mal hat er bei den ,,Königlichen” in der Startelf gestanden, bei nur 35 Auswechslungen. Von diesen erfolgen nur 6 vor der 60. Minute.

Verletzt war Ronaldo dabei nur 5-mal. In der Champions League erlebt Cristiano Ronaldo bei 166 Einsätzen für Manchester United, Real Madrid und Juventus Turin nur ganze 21 Auswechslungen.

Ronaldo auswechseln? Eigentlich ein No go, oder? Nicht ganz. Irgendwie ist es gut, dass Kettenraucher Sarri Ronaldo in irdische Sphären zurückholt und damit deutlich macht, dass Juves Kommerz-Maschine auch nur ein Fußballprofi wie jeder andere in seinem Team ist.Mensch bleiben – das rät auch Kicker-Autor Oliver Birkner dem exzentrischen Portugiesen.

,,Mit 35 Jahren im nächsten Februar sollte auch die erstaunlich robuste Physis des Stürmers das Erfordernis von dosierten Pausen akzeptieren”, schreibt Birkner am vergangenen Donnerstag, ,,und den Abend lieber mal mit einem Barolo als knatschiger Stadionflucht ausklingen lassen.”

,,Meine Gesten nach meiner Auswechslung hatten nichts mit Umzufriedenheit zu tun”, widerspricht Ronaldo gegenüber L' Equipe nun diesem gut gemeinten Ratschlag. Auch von den von Sarri ins Feld geführten Verletzungsproblemen (Wade, Adduktoren) ist während der Länderspiel-Reise mit Portugal nicht viel zu merken.

Ronaldo steht beim Kantersieg gegen Litauen (6:0) in Faro und beim 2:0 in Luxemburg insgesamt 173 Minuten auf den Platz und erzielt ganz nebenbei 4 Tore. „Auch in diesen beiden Spielen war ich nicht bei 100 Prozent. Ich habe mich fürs Nationalteam geopfert“, so Cristiano Ronaldo zu L' Equipe, ,,die Probleme halten sich fortwährend. „Es ist ein Schmerz, der mich davon abhält, bei 100 Prozent zu sein, aber ich versuche, immer noch zu spielen. Manchmal gebe ich nicht mehr, weil ich es nicht kann, aber wir haben eine Kontroverse ausgelöst, die nie hätte existieren dürfen. Der Klub wusste, dass ich geschwächt war. Aber das Wichtigste ist, dass wir gewonnen haben, Juventus ist an erster Stelle und ich werde so schnell wie möglich in Topform sein.“ Davon gehen wir jetzt einfach mal aus…


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