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Das sind die 22 besten Freistoß-Schützen der letzten 10 Jahre


Foto: Getty Images – Schlenzer, Hammer oder Tricks – diese Jungs sind Spezialisten
Foto: Getty Images – Schlenzer, Hammer oder Tricks – diese Jungs sind Spezialisten

Zlatan Ibrahimovic, Cristiano Ronaldo und Lionel Messi – diese drei Spieler gelten gemeinhin als die derzeit besten Spieler der Welt. Doch wenn es um Elfmeter geht, sind sie schlecht. Und wenn es um Freistösse geht, dann sind sie  auch nicht besser (siehe Tabelle zum Schluss).

Wer ist der beste?

Ist er der beste Freekick Taker aller Zeiten ? Andrea Pirlo. (Photo by Michael Steele/Getty Images)
Ist er der beste Freekick Taker aller Zeiten ? Andrea Pirlo. (Photo by Michael Steele/Getty Images)
Auch wenn sie regelmäßig ihr Glück versuchen. Dabei sind Tore nach Freistössen wichtig. Was wären Bayer Leverkusen oder Werder Bremen ohne die Freistoßtore von Hakan Calhanoglu oder Zlatko Juzunovic gewesen?

Und Borussia Mönchengladbach vermisst heute noch die genialischen Momente von Juan Arango, wenn der Ball ruht. Fast hätte das 1:0 von Xavi Alonso für die Bayern im Champions-League-Halbfinale gegen Atletico Madrid ja auch zum Weiterkommen gereicht. Wenn Thomas Müller vom Punkt getroffen hätte.

Egal. Einige Spieler sind wahre Free Kick Künstler und wir wollen die besten 22 besten Schützen der letzten 10 Jahre im internationalen Fußball vorstellen.

Wir halten uns dabei nicht strikt an die Statistik sondern wollen verschiedene Freistoß-Spezialitäten der Schützen herausstellen. Entsprechend ist die Liste natürlich subjektiv.

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Juninho - Meister des ruhenden Balls

Juninho
Juninho

Er war der Meister des ruhenden Balls: Juninho.

Der Brasilianer begann seine Karriere in seiner Heimat, ehe er 2001 zu Olympique Lyon wechselte. Dort machte sich der Mittelfeldspieler einen Namen als bester Freistoßschütze Europa. Denn bei Standardsituationen war er fast so zielsicher wie andere Profis vom Elfmeterpunkt.

44 seiner 100 Tore für Lyon markierte er per Freistoß.

Sogar in der brasilianischen Nationalmannschaft avancierte Juninho zum Schützen Nummer 1 und das, obwohl die Konkurrenz mit Spielern wie Ronaldinho, Roberto Carlos und Kaka nicht eben klein war. Viele aktuelle Schützen schauen sich noch heute Tricks und Feinheiten von Juninho ab.

Xabi Alonso – Unter der Mauer durch ist sein Spezialtrick

Xabi Alonso – unter der Mauer durch, das ist sein besonderer Trick. Foto: Getty Images
Xabi Alonso – unter der Mauer durch, das ist sein besonderer Trick. Foto: Getty Images
Der Spanier zeichnet sich nicht nur durch eine exzellente Passquote sondern auch durch gefährliche Freistöße aus.

In seinem neunten Spiel für den FC Bayern München erzielte er sein erstes Tor für den deutschen Rekordmeister und das – wie sollte es auch anders sein – per Freistoß. Seitdem tritt der Mittelfeldspieler regelmäßig an und das mit Erfolg, wie im Champions-League-Halbfinale gegen Atletico.

Vorher war Alonso bereits bei Liverpool und Real Madrid einer der Freistoßspezialisten. Eine besondere Spezialität – und deshalb schafft er es auf die Liste – sind seine Freistösse unter der hochspringenden Mauer hindurch.

In einem Interview gab er zu, sich einige Feinheiten von seinem ehemaligen Kollegen Cristiano Ronaldo abgeschaut zu haben. Warum eigentlich? denn der kann das ja gar nicht so gut….

Willian – Freistoß-Gott

Willian
Willian
Von den Londoner Fans wird Chelseas Willian als Freistoß-Gott bezeichnet.

Der Brasilianer erzielte allein in der Saison 2015/16 schon fünf Freistoßtore. Bei der Champions-League-Partie gegen Dynamo Kiev war er mit seinem wunderschönen Treffer der Matchwinner für die Blues.

Willian hat eine sehr gute Freistoßtechnik. Er schießt alle Bälle mit der Innenseite, gibt ihnen so eine seitliche Rotation mit und hat zudem eine hohe Präzision. Der Brasilianer erzielte in 2015/16 sechs Tore per direktem Freistoß, vier davon in der Champions League. Für seine Kunstschüsse in der europäischen Königsklasse benötigte er gar nur fünf Versuche.

Wenn der Mittelfeldspieler so weiter macht, wird der Marktwert wohl nur wegen seiner Freistossqualitäten die Marke von 30 Millionen Euro übersteigen.

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Steven Gerrard – Yesterday Man mit Qualitäten

Steven Gerrard
Steven Gerrard

Auch wenn Steven Gerrard ein Yesterday Man ist, so gehört er definitiv in die Liste der besten Freistoßschützen der Welt.

In der Saison 2015/16 wechselte der Engländer von FC Liverpool in die USA nach Los Angeles. In seinen 17 Jahren bei den Reds stellte Gerrard bis zum Schluss seine Freistoßqualitäten immer wieder unter Beweis und traf 9 Mal per Freistoss.

Seine größten Erfolge auf internationaler Ebene waren der Gewinn des UEFA-Pokals 2001 und der Champions League 2005 sowie in den heimischen Wettbewerben des FA-Cups (2001, 2006) und des Ligapokals (2001, 2003, 2012). Gerrard nahm zudem als englischer A-Nationalspieler (2000–2014) an drei Europameisterschaften (2000, 2004, 2012) und drei Weltmeisterschaften (2006, 2010, 2014) teil.

Seine besonderen Stärken liegen neben seiner Passsicherheit und Zweikampfstärke eben auch in der herausragenden Schusstechnik, wodurch ihm auch zahlreiche Treffer aus größerer Entfernung gelungen sind.

CR7 kann es nicht so gut

Foto: Getty Images – CR7 – Gar nicht so gut
Foto: Getty Images – CR7 – Gar nicht so gut

Ball hinlegen, ein paar Schritte zurück, gespreizte Beine und ein konzentrierter Blick – richtig, es geht um Cristiano Ronaldo.

Doch eigentlich dürfte er in dieser Liste gar nicht auftauchen. Denn Ronaldo beherrscht zwar fast alles, seine Freistoßquote von 6,8 % ist schlecht.

Und das obwohl er per 30.04.2016 bereits 47 Freistosstore geschossen hat, darunter 28 für Real Madrid, 14 für Manchester United und 5 für Portugal.

Vielleicht liegt das aber nur daran, dass der Portugiese bei wirklich jedem Freistoß antritt. Sein Konkurrent Lionel Messi hat es übrigens bis zum Frühjahr 2016 nur auf 25 Tore gebracht. Aber Ronaldo sind die Statistiken vermutlich egal, er trifft ja eh wie er will.

Aleksandar Kolarov – er kann es

Foto: Getty Images – Kolarov – Schon etwas besser
Foto: Getty Images – Kolarov – Schon etwas besser

Der serbische Fußballprofi zeichnet sich vor allem durch seine Schusskraft aus. 

Aleksandar Kolarov begann seine Karriere beim serbischen Zweitligisten FK Čukarički, mit dem er 2004/05 auch erstklassig spielte. Anfang 2006 wechselte der Verteidiger zu OFK Belgrad, für den er fünf Tore in 38 Spielen erzielte. Im Sommer 2007 ging Kolarov in die italienische Serie A, wo er einen langfristigen Vertrag beim damaligen Champions League-Teilnehmer Lazio Rom unterschrieb. Bei Lazio kam er seitdem ebenfalls regelmäßig zum Einsatz. Im Sommer 2010 wechselte Kolarov für umgerechnet 22,7 Millionen Euro zu Manchester City.

In seiner Heimat wird der Verteidiger mit Siniša Mihajlović verglichen, der bis heute als einer der besten Freistoßschützen aller Zeiten im Fußball gilt.

Bis dahin ist es zwar noch ein weiter Weg für Kolarov, aber vielleicht kommt ja noch das ein oder andere Tor dazu. Seinen Verein Manchester City würde das mit Sicherheit freuen.

Lionel Messi – er kann es gar nicht

Foto: Getty Images – Messi – Das kann er eigentlich nicht
Foto: Getty Images – Messi – Das kann er eigentlich nicht
Vor seinen Freistößen haben die Gegner Angst. Doch Quatsch – völlig unbegründet.

Denn Messi hat wie Cristiano Ronaldo eine eher mäßige Quote und per 30.04.2016 nur 25 Tore per Freistoß erzielt.

Treffer nach Elfmetern und Freistössen gehören nicht grade zu den Stärken des Argentiniers.

Unbestritten jedoch sind seine herausragende Technik und seine Schusskraft. Aber wenn der Stürmer vom FC Barcelona mal per Freistoß trifft, dann richtig. Wie zuletzt im Ligaspiel gegen den FC Sevilla.

Cabaye – Der kann es schon

Foto: Getty Images – Cabaye – Der kann es schon
Foto: Getty Images – Cabaye – Der kann es schon

Dass ein Freistoß auch nicht immer ganz fair ausgeführt werden muss, bewies der Franzose Yohan Cabaye 2013 im Zusammenspiel mit seinem ehemaligen Mannschaftskameraden Steven Taylor.

Während Taylor den gegnerischen Torhüter mit einer tänzerischen Showeinlage ablenkte, verwandelte Cabaye seinen Schuss ohne Probleme.

Astrein war das nicht, aber sie führte zum gewünschten Erfolg. Auch ohne Mätzchen gilt der Mittelfeldspieler, der seit der Saison 2015/16 bei Crystal Palace unter Vertrag steht, als exzellenter Freistoss-Schütze. Acht mal traf er schon auf diesem Weg.

Cabaye besitzt eine große Spielübersicht und kann Bälle mithilfe seiner technischen Qualitäten gut verteilen. Er gilt zudem als exzellenter Elfmeterschütze.

Yaya Touré – Hohe Trefferquote

Yaya Touré erlebte seine größte Zeit in der Premier League bei Manchester City.
Yaya Touré hat für einen Mittelfeldspieler eine überdurchschnittlich hohe Trefferquote. Woran das liegt? An seinen Freistößen natürlich.

Er steht seit 2010 beim Premier-League-Verein Manchester City unter Vertrag. In den Jahren 2011 bis 2014 wurde er zu Afrikas Fußballer des Jahres gewählt und ist der erste Spieler, der diese Auszeichnung viermal in Folge gewann

Nach sechs Jahren bei den Citizens und 72 Toren in 260 Spielen wurde sein auslaufender Vertrag allerdings nicht verlängert.

Grund dafür sollen Differenzen zwischen ihm und dem zukünftigen Trainer Pep Guardiola sein.

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Miralem Pianic – Zurzeit der Beste?

Foto: Getty Images – Pianic – Zurzeit der Beste?
Foto: Getty Images – Pianic – Zurzeit der Beste?
Europas bester Freistoß-Schütze ist Miralem Pjanic. Das sagt kein geringer als der Brasilianer Juninho und der muss es ja wissen, steht dieser Titel für viele doch eigentlich ihm zu.

Und nicht nur das, denn Pjanic und Juninho trainierten sogar zusammen bei Olympique Lyon. Kein Wunder, dass der aus Bosnien-Herzegowina stammende Profi seinen derzeitigen Verein AS Rom mit seinen Traumtoren nach Standardsituationen verzückt.

Fast Ein Drittel seiner Tore (14 von 49) schießt Pjanic per Freistoß.

Eines davon in der spektakulären Champions-League-Partie gegen Bayer Leverkusen. Bei diesen Qualitäten klopfen internationale Top Vereine wie der FC Bayern immer mal wieder an.

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