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Die 25 schlechtesten Transfers von Bayern München seit 1999/00


DIE STORY IN KURZEN VIDEOS

DIE STORY IN KURZEN TEXTEN

Gar nicht so einfach 25 schlechte Bayern-Spieler zu finden

Gehört Medhi Benatia zu der Flop-Kategorie? Foto: Getty Images
Gehört Medhi Benatia zu der Flop-Kategorie? Foto: Getty Images
Der FC Bayern München machte in den letzten Jahren vieles richtig. Eine Menge Titel, volle Kassen und auch bei den Transfers lag der deutsche Rekordmeister weitestgehend richtig. Gar nicht so einfach also, die 25 schlechtesten Bayern München Transfers seit der Saison 1999/00 zu finden.

Der Verein ist unangefochten die Nummer 1 in Deutschland und gehört zu den besten 5 Vereinen in Europa. Vielleicht ist er der am besten gemanagte Fußballverein der Welt. Und wer es bei den Bayern schafft, der hat es in der Regel geschafft. Nach ganz oben. Das lockt natürlich Talente, Stars und Wanna Be Stars an, die den nächsten Schritt in der Karriere machen wollen. Doch das geht auch beim FC Bayern durchaus mal schief. Denn auch die Chefeinkäufer der Münchener bewiesen in der jüngeren Vergangenheit nicht immer ein glückliches Händchen. Ein relativ aktuelles Beispiel ist Medhi Benatia, der 2014 für eine Ablösesumme von 26 Millionen Euro aus Rom kam und schnell wieder nach Italien verschwand.

Doch es geht noch schlechter. Hier sind unsere Top 25 der schlechtesten Bayern München Transfers im 21. Jahrhundert. Wir definieren schlecht sowohl als absolute als auch als relative Größe. In der Aufstellung befinden sich daher Spieler, die einfach schlecht gespielt haben – Absolute Größe. Wir haben aber auch Spieler aufgeführt, die gemessen an ihrem Anspruch und den in sie gesetzten Erwartungen schlecht performten – Relative Größe.

Unsere Nummer 1 passt nicht ganz in die Systematik. Doch für uns ist er der größte Bayern Flop – die schlechteste Verpflichtung im 21. Jahrhundert. An das Ende des Posts haben wir zusätzlich zu den „dreadful 25“ noch 1 Spieler gestellt, der zum FC Bayern wechselte und dadurch seine Karriere nachhaltig beschädigte. Der Transfer gilt als die Geburtsstunde der strategischen „Gegnerschwächungskäufe“ des FC Bayern. Der FC Bayern ist ein Karriere-Katalysator. Entweder es geht dann schnell nach oben, oder nach unten.

Die Schlechtesten 25 – 21: Vom Marketing-Gag aus Japan bis zum Flop-Wunsch von LvG

25. Takashi Usami – Der Marketing-Gag

Takashi Usami blieb nur ein Jahr in München. Foto: Getty Images
Takashi Usami blieb nur ein Jahr in München. Foto: Getty Images
Mit dem Japaner wollten die Bayern Asien erschließen. Doch Usami blieb nur ein Jahr in München. Seine Spiele für die Profis lassen sich an einer Hand abzählen. Dann wurde er nach Hoffenheim abgeschoben. Sein erstes Pflichtspieltor für die erste Mannschaft des FC Bayern erzielte Usami am 26. Oktober 2011.

Und zwar beim 6:0-Sieg im Zweitrundenspiel um den DFB-Pokal gegen den FC Ingolstadt 04 mit dem Treffer zum Endstand in der 90. Minute. In der Champions League debütierte er am 7. Dezember 2011 im letzten Gruppenspiel bei der 0:2-Niederlage im Auswärtsspiel gegen Manchester City mit einem neunminütigen Kurzeinsatz. Erstmals in der Startelf einer Bundesligapartie stand er am 21. April 2012 (32. Spieltag) beim 2:1-Sieg im Auswärtsspiel gegen Werder Bremen.

Zur Saison 2012/13 wechselte Usami auf Leihbasis zur TSG 1899 Hoffenheim. Wie beim FC Bayern München wurde auch beim Wechsel nach Hoffenheim eine Kaufoption vereinbart. Bei den Kraichgauern erzielte er sein erstes Bundesligator am 16. September 2012 (3. Spieltag) bei der 3:5-Niederlage im Auswärtsspiel gegen den SC Freiburg mit dem Treffer zum 3:3 in der 76. Minute.

Nach Beendigung der Spielzeit 2012/13 endete auch der Aufenthalt in Deutschland für Usami, da die Hoffenheimer die Kaufoption nicht wahrgenommen hatten. Usami erzielte nach seiner Rückkehr für den im Jahr 2012 in die 2. Liga abgestiegenen Verein Gamba Osaka in 18 Ligaspielen 19 Tore und war so am Wiederaufstieg beteiligt. Zur Saison 2016/17 wurde er vom FC Augsburg verpflichtet, bei dem er einen bis zum 30. Juni 2020 gültigen Vertrag erhielt. Dort reüssierte er aber auch nicht. In der Saison 2017/18 ist er Ergänzungsspieler bei Fortuna Düsseldorf in der 2. Bundesliga. Zu einem asiatischen Superstar wird er sich wohl nicht mehr entwickeln.

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24. Christian Lell – Gescheitertes Talent

Christian Lell kam aus der Bayern-Jugend und galt als großes Talent. Foto: Getty Images
Christian Lell kam aus der Bayern-Jugend und galt als großes Talent. Foto: Getty Images
Der Verteidiger kam aus der Bayern-Jugend und galt als großes Talent. Zeitweise war er sogar Stammspieler beim FC Bayern. Dann wurde er aussortiert und an Hertha BSC abgegeben.

Lell machte während seiner Karriere eher durch krawallige Aktionen außerhalb des Platzes und nicht durch sportliche Leistungen auf sich aufmerksam. Das zieht sich wie ein roter Faden durch die Karriere. Erst vor Kurzem machte er wieder Schlagzeilen, angeblich wurden Drogenreste in seiner Wohnung gefunden. In der Hinrunde der Saison 2009/10 hatte der neue Cheftrainer der Bayern, Louis van Gaal, keine Verwendung mehr für Lell, sodass der Verteidiger lediglich ein Spiel für die Drittligamannschaft bestreiten durfte. Das Spiel am 9. August 2009 (3. Spieltag) endete beim FC Carl Zeiss Jena mit einer 0:6-Niederlage und für Lell bereits in der 38. Minute – er erhielt die Rote Karte. Zur Saison 2010/11 wechselte Lell zum Bundesliga-Absteiger Hertha BSC. Sein Vertrag lief zunächst ein Jahr bis zum Ende der Saison. Mit dem sofortigen Wiederaufstieg der Berliner verlängerte sich dieser um zwei weitere Jahre bis 2013. Das Debüt für die Berliner gab Lell am 14. August 2010 in der 1. Hauptrunde des DFB-Pokal-Wettbewerbs beim 2:0-Auswärtssieg gegen den SC Pfullendorf.

Bei den Berlinern war er Stammspieler. Und spielte durchaus solide und erfolgreich. Im Januar 2012 verlängerte Lell seinen Vertrag um weitere drei Jahre bis Juli 2016. Nach den Vorfällen beim Relegations-Rücksspiel bei Fortuna Düsseldorf am 12. Mai 2012 wurde Lell wegen Beleidigung von Schiedsrichter Wolfgang Stark nach Spielende vom DFB-Sportgericht für fünf Spiele gesperrt. Da jedoch der neue Trainer Jos Luhukay nicht mehr mit ihm plante, stand ein erneuter Wechsel an. Zur Saison 2012/13 wechselte Lell ablösefrei zum spanischen Erstligisten UD Levante. Sein Ligadebüt absolvierte er am 27. August 2012 (2. Spieltag) bei der 0:2-Niederlage im Auswärtsspiel gegen Real Valladolid.

Sein erstes Ligator erzielte er am 2. September 2012 (3. Spieltag) beim 3:2-Sieg im Heimspiel gegen Espanyol Barcelona mit dem Treffer zum 2:2 in der 56. Minute. Der Verein einigte sich im Januar 2014 mit Lell auf eine sofortige Vertragsauflösung. Lell schloss sich zur Spielzeit 2015/16 in der bayrischen Kreisklasse Zugspitze 2 dem TSV Weyarn an. Sein Debüt gab er am 3. Oktober 2015 (10. Spieltag) beim 1:1-Unentschieden im Auswärtsspiel gegen die SG Miesbach / ASV Miesbach, sein erstes Tor erzielte er am 11. Oktober 2015 (11. Spieltag) beim 3:1-Sieg im Heimspiel gegen die SF Egling. Nach 4 Spielen endete das Engagement von Lell beim TSV Weyarn im Frühjahr 2016.

23. Landon Donovan – Der Zehn-Wochen-Flop

Landon Donovan trug kurzzeitig das Trikot der Bayern. Foto: Getty Images
Landon Donovan trug kurzzeitig das Trikot der Bayern. Foto: Getty Images
Coach Jürgen Klinsmann hatte einige Schnapsideen, als er bei den Bayern Trainer war. Eine betraf einen Spieler aus den USA. Klinsi war der Meinung, Landon Donovan aus den USA wäre für die Bayern eine Verstärkung. Nach gut zwei Monaten und einigen Kurzeinsätzen war für den amerikanischen Nationalspieler aber schon Schluss an der Säbener Straße.

Für den FC Bayern war Landon Donovan mit Sicherheit keine Verstärkung. Und für Donovan war der FC Bayern mit Sicherheit so ziemlich die schlechteste Fußballentscheidung seines Lebens. Denn außer bei den Bayern war der Amerikaner äußerst erfolgreich. Donovan ist mit 57 Treffern in 157 Länderspielen Rekordtorschütze der amerikanischen Nationalmannschaft.

Zudem bestritt er von allen Spielern des Kontinentalverbands CONCACAF die meisten Spiele im Gold Cup und erzielte dabei die meisten Tore. Donovan bestritt auch von allen US-Spielern die meisten WM-Spiele und erzielte die meisten WM-Tore für die USA. Im Januar 2015 wurde der MVP Award der Major League Soccer zu Donovans Ehren in Landon Donovan MVP Award getauft. Von einem Flop oder von einer nachhaltig beschädigten Karriere kann also keine Rede sein. Doch in München reüssierte der Amerikaner trotz Protektion von Jürgen Klinsmann einfach nicht.

In einer wenig erfolgreichen Mannschaft ohne klares spielerisches Konzept und starke Führung war das aber auch nicht einfach.Da der Ami aber als einer der besten US-Fußballer aller Zeiten gilt und in den USA massig Erfolge hatte, gehört er eindeutig in die Bayern-Flopkategorie 2.Gut, aber nicht gut genug für die „roten Riesen“.

22. Danijel Pranjic – Teures Missverständnis

Danijel Pranjic (rechts) war für die Bayern ein teures Missverständnis. Foto: Getty Images
Danijel Pranjic (rechts) war für die Bayern ein teures Missverständnis. Foto: Getty Images
Danijel Pranjic (rechts) hielt sich immerhin drei Jahre in München. Warum ihn Louis van Gaal für satte 7,7 Millionen Euro an die Isar lotste, war den FCB-Fans nie so ganz klar. Spanien, Portugal, Griechenland: Das waren dann auch die nächsten Stationen des Kroaten nach seinem Abschied vom FC Bayern im Jahr 2012.

Nach drei Spielzeiten verließ Pranjic den FC Bayern München in Richtung Portugal und unterschrieb am 13. Juli beim Erstligisten Sporting Lissabon einen bis 30. Juni 2015 datierten Vertrag. Für diesen debütierte er in der Liga am 16. September 2012 (3. Spieltag) beim 1:1-Unentschieden im Auswärtsspiel gegen CS Maritimo. Im Januar 2013 wurde er dann bis zum Saisonende 2012/13 an den spanischen Erstligisten Celta Vigo verliehen, der sich zudem eine Kaufoption sicherte.

Am 30. August 2013 wurde bekannt, dass Pranjić und Sporting Lissabon in beiderseitigem Einvernehmen den noch bis zum 30. Juni 2015 laufenden Vertrag auflösten. Zur Saison 2013/14 wechselte er zum griechischen Erstligisten Panathinaikos Athen. Für diesen debütierte er am 15. September 2013 (4. Spieltag) beim 1:1-Unentschieden im Auswärtsspiel gegen Platanias Chanion bis zur 85. Minute.

Am 8. Dezember 2013 (14. Spieltag) gelangen ihm beim 4:0-Sieg im Auswärtsspiel gegen AEL Kallonis seine ersten beiden Ligatore.
Im September 2016 – während der laufenden Saison 2016/17 – verpflichtete ihn der slowenische Erstligist FC Koper. Also – solides internationales Mittelmaß, aber halt nichts für den FCB.

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Der ,,FC Bayern Jugend forscht" beim Audi-Cup-Finale 2019 gegen Tottenham Hotspur. Spieler wie Jonas Kehl (vorn, von links), Ryan Johansson, Sarpreet Singh oder Alexander Nollenberger werden die Fans in der Bundesliga sicher nicht allzu häufig sehen.

21. Edson Braafheid – Der Flop-Wunsch von Louis van Gaal

Edson Braafheid (rechts) lief der Musik in München oft hinterher. Foto: Getty Images
Edson Braafheid (rechts) lief der Musik in München oft hinterher. Foto: Getty Images
Edson Braafheid war einer der größten Transferflops des FC Bayern in der Ära von Louis van Gaal. Der Holländer kam auf Ansinnen des Tulpengenerals und performte gleich so schlecht, dass LVG ihn schon nach einem halben Jahr an Celtic Glasgow weiterreichte. Nachdem er dort auch nicht reüssierte und nach München zurückkehrte, schmiss van Gaal ihn im Herbst 2010 während der Saison komplett raus. Höchststrafe – die Karriere war zunächst mal ruiniert.

Zumindest was die Ambitionen anbetraf, ganz nach vorne zu kommen. Die nächsten Stationen hießen denn auch Hoffenheim und Twente Enschede. Und Hoffenheim war ein ganz besonders negatives Kapitel für den Holländer. Am 27. Januar 2011 unterschrieb er einen Dreieinhalbjahresvertrag bei der TSG 1899 Hoffenheim, die zwei Tage zuvor bereits seinen Nationalmannschaftskameraden und ehemaligen Schulfreund Ryan Babel verpflichtet hatte.

Sein Debüt am 5. Februar 2011 (21. Spieltag) – in der 74. Minute für Vedad Ibišević eingewechselt – endete nach einer Tätlichkeit gegen Christian Tiffert bereits fünf Minuten später; er wurde mit der Roten Karte des Spielfeldes verwiesen. Im Rahmen eines einvernehmlichen Leihgeschäfts auf Anfrage des FC Twente Enschede wechselte Braafheid am 31. August 2012 für eine Spielzeit bis 30. Juni 2013 in die Eredivisie, in der er immerhin 25-mal zum Einsatz kam.Zur  Saison 2013/14 kehrte Braafheid nach Hoffenheim zurück und wurde unter anderem mit Tim Wiese in die von Vereinsseite betitelte „Trainingsgruppe 2“ versetzt, die unabhängig vom übrigen Profikader trainierte.

Der „Trainingsgruppe 2“ haftet seither ein „legendärer“ Ruf an. Braafheid verließ den Verein mit Auslaufen des Vertrages mit Ablauf des 20. Juni  2014.Am 1. August 2014 verpflichtete Lazio Rom Braafheid. Am 14. September 2014 (2. Spieltag) debütierte er in der Serie A beim 3:0-Sieg im Heimspiel gegen AC Cesena von Beginn an. Sein Vertrag endete am 30. Juni 2016. Im August 2016 kehrte er zu seinem ehemaligen Verein FC Utrecht zurück. Zwischen 2014 und 2016 kam er auf nur 21 Spiele bei 0 Toren. Die Karriere war irgendwie hinüber. Auch wenn sie jetzt beim FC Utrecht in Holland ausklingt. Da läuft es aber einigermaßen gut.

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