HSV im DFB-Pokal: Raus aus den Schulden!


HSV: Über den DFB-Pokal und Deutschlands Fußball-Hinterhöfe zurück zu altem Glanz? (Photo by Stuart Franklin/Bongarts/Getty Images)

Mussten sie erst aus der Bundesliga absteigen, um wieder ein großes Finale zu erreichen? Der Hamburger SV hat im DFB-Pokal-Halbfinale am Dienstag gegen RB Leipzig die Chance, die Schmach des historischen Abstiegs zu tilgen und erstmals seit 1987 in ein nationales Endspiel einzuziehen. 

Mit einem möglichen Pokalsieg stünde man auch erstmals seit dem letzten Halbfinale, seit 2009, wieder in einem internationalen Wettbewerb. Das ist zuletzt in der Saison 2008/2009 über die Bundesliga gelungen. Über die Hinterhöfe der 2. Liga, Paderborn, Leipzig und Berlin wieder ins Rampenlicht? Das ist noch alles Zukunftsmusik. Wird es real, wird sich für die Hamburger auch finanziell lohnen!

Der klamme Traditionsklub darf sich bei einem Pokalsieg wohl über Milde vom strengen Investor Klaus-Michael Kühne (81) freuen. Dafür müssen die Hanseaten aber erst einmal den Tabellendritten der Bundesliga aus Leipzig und dann auch den Sieger der Partie Werder Bremen gegen FC Bayern München am Mittwoch mit einem ähnlichen Husarenstück wie im Vorjahr Eintracht Frankfurt aushebeln.

Dann und nur dann winkt ein Schuldenerlass von Kühne.

Ausgejubelt: Lewis Holtby wird nicht mehr für den Hamburger SV spielen.
Ausgejubelt: Lewis Holtby wird nicht mehr für den Hamburger SV spielen. (Photo by Stuart Franklin/Bongarts/Getty Images)

Die Sache mit dem Schulden-Erlass ist gut durchdacht...

Ohne das Geld vom Milliardär. (
Hamburgs mächtiger Investor Klaus-Michael Kühne (m.). (Photo by Martin Rose/Bongarts/Getty Images)
Möglich wird dieser Schulden-Erlass dank einer Klausel.

Gewinnt der HSV den DFB-Pokal – das gelang zuletzt vor 32 Jahren gegen die No-Names von den Stuttgarter Kickers (3:1), würde Kühne auf Geld verzichten.

,,Wenn der HSV den Pokal holt, erlasse ich dem Verein 12,8 Millionen Euro“, bestätigt Klaus-Michael Kühne in einem Interview mit SPORT BILD, ,,es würde dem Klub in jedem Fall gut tun.“

Der Logistik-Milliardär hat sich offensichtlich gut überlegt, was er in seine Verträge mit dem Hamburger SV reinschreiben lässt. Denn an einen ähnlichen Erfolg, wie ihn die Frankfurter im Vorjahr gegen die Bayern (3:1) und auch 2017 als Fast-Absteiger (Pokalfinale gegen Borussia Dortmund) geschafft haben, glaubt Kühne nicht wirklich. ,,Meiner Meinung nach ist das Spielerpotenzial das größte Problem auf dem Weg zum Pokalsieg“, erklärt Kühne, ,,es fehlen 5 bis 6 Leute.“

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Auch nach dem Wechsel in die Wüste in der Kritik: Stürmerstar Pierre-Michel Lasogga. (Photo by Stuart Franklin/Bongarts/Getty Images)

Ein anderer HSV-Spieler, den Kühne mal in eine Interview als ,,Lusche“ abgestempelt hat, wird wohl spielen und er könnte wieder den entscheidende Faktor sein: Sturmtank Pierre-Michel Lasogga (27).

Der von Kühne so arg kritisierte Angreifer hat den HSV mit 6 Toren in 3 Pokalspielen im Alleingang ins Halbfinale geschossen.

,,Ich betrachte ihn nach wie vor kritisch“, will Kühne hier nicht unbedingt Milde walten lassen, ,,er ist kein Spitzenspieler, den ich mir in der Bundesliga vorstellen kann. Seine Schwächen sind ja auch allgemein bekannt: Er ist zu langsam und fußballerisch ist er auch nicht der Stärkste.“

Mehr als 100 Millionen Euro hat Klaus-Michael Kühne in seinen Lieblingsverein Hamburger SV investiert. Dafür gibt es im noblen Hamburg Lob, aber auch viel Kritik. Letztere will Kühne nicht gelten lassen. ,,Mich stören alle Kommentare in dieser Hinsicht“, ärgert sich der Unternehmer, ,,wenn mein Engagement aber gehässig kommentiert wird, kann ich mich nicht mehr im Hintergrund halten.“

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