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Die Elf der toten Fußball-Genies – Heaven 11

Die Elf der toten Fußball-Genies – Heaven 11. Lew Jaschin, Ernst Happel, George Best, Fritz Walter, Socrates, Garrincha, Stan Matthews, Hidegkuti, Johan Cruyff, Eusebio, Bobby Moore und viele andere verstorbene Stars

Der tragische Tod von Johan Cruyff im Frühjahr 2016 hat einen der wichtigsten Trendsetter, besten Fußballer und Trainer aller Zeiten viel zu früh abberufen. 

Wir haben dieses zum Anlass genommen, um Tribut den bereits gestorbenen Fußball-Genies zu zollen. Wir küren die „Heaven Eleven“ – Die Startelf der toten Fußball-Genies.

Wir haben uns für eine sehr offensive 3-4-3 Formation mit einem Wiener Grantel-Coach und illustrer Stürmer-Ersatzbank entschieden, die natürlich kein Bank von Ergänzungsspielern ist sondern eine Ansammlung von Fußball-Genies.

Thanks for the memories.Im Tor steht der wichtigste Protagonist des modernen Sweeper-Keeper Goalies. Da Manuel Neuer noch lebt und putzmunter ist, muss es jemand anders sein.

In der Abwehr haben wir den wohl besten Linksverteidiger aller Zeiten, zumindest den für seine Gegner unangenehmsten, eine Enciclopédia do Futebol auf zwei Beinen und den Captain ihrer Majestät aufgestellt.

Im Mittelfeld spielen der alte Mann aus K-Town, ein Superstar von Real Madrid, der größte Fußball-Revolutionär des modernen Fußballs und ein ewig unterschätzter Fußball-Freigeist. Der Freigeist gewann mit seinem Team alles.  Nur das eine Spiel nicht. Das gewann der alte und bescheidene Mann aus K-Town mit seiner Truppe.

Im Sturm stehen drei ganz besondere Spieler. Für den Superstar von Real Madrid aus dem Heaven 11 Mittelfeld war der eine der beste Spieler aller Zeiten. Der andere verlor kein Spiel, wenn er zusammen mit der noch lebenden Legende in der Nationalmannschaft spielte. Sein Ende war tragisch. Genau wie das des dritten Stürmers.Ernst Franz Hermann Happel (* 29. November 1925 in Wien; † 14. November 1992 in Innsbruck) war ein guter österreichischer Fußballspieler und wohl der beste österreichische Trainer aller Zeiten.  

Als Spieler erreichte Happel als Verteidiger unter anderem den 3. Platz bei der Weltmeisterschaft 1954 in der Schweiz und wurde zum Publikumsliebling bei Rapid Wien.

Um seine Lauffaulheit als Spieler zu kompensieren, entwickelte er eine neue Form der Abseitsfalle.

Ein Pfiff des Liberos Ernst Happel reichte aus, um die Verteidigung zwei Schritte nach vorne treten zu lassen. Diese Innovation machte später den Trainer Happel in der Welt berühmt.Als Trainer war er das Gegenteil eines großen Kommunikators. Zumindest verlor er nicht so viel Worte mit diesen.

„Wann’s red’n wollen, müssen’s Staubsaugervertreter werden. Ich brauche nur Fußballer.“ So erging es seinem damaligen FC-Tirol-Spieler Hansi Müller, als der um ein Gespräch bat.

Seine größten Erfolge konnte Ernst Happel als Trainer in den Niederlanden, Belgien und Deutschland feiern.

Aufgrund seiner eigenwilligen Art wurde Happel als „Grantler“ bezeichnet. Rauchen war für Happel kein sporadischer Genuss sondern eine Art Grundnahrungsmittel. Ernst Happel war der erste Trainer, der mit zwei verschiedenen Mannschaften den Europacup der Landesmeister gewinnen konnte – Feynoord Rotterdam und dem Hamburger SV.Die Liste der Erfolge von Ernst Happel ist lang:

1962-1968: ADO Den Haag Niederländischer Pokalsieger 1968

1968-1973: Feyenoord Rotterdam Europapokal der Landesmeister 1970 Weltpokalsieger 1970 Niederländischer Meister 1969, 1971 Niederländischer Pokalsieger 1969

1973-1975: FC Sevilla Aufstieg in die erste Liga 1974

1975-1978: Club Brügge Belgischer Meister 1976, 1977, 1978 Belgischer Pokalsieger 1977

1978: Nationaltrainer Niederlande Vizeweltmeister 1979: KRC Harelbeke

1979-1981: Standard Lüttich Belgischer Pokalsieger 1981

1981-1987: Hamburger SV Europapokal der Landesmeister 1983 Deutscher Meister 1982, 1983 Deutscher Pokalsieger 1987

1987-1991: FC Swarovski Tirol Österreichischer Meister 1989, 1990 Österreichischer Pokalsieger 1989

1991-1992: Nationaltrainer Österreich.Wenn es heutzutage um den einflussreichsten und disruptivsten Goalie geht, fällt zwangsläufig der Name Manuel Neuer. Denn der Ex-Schalker perfektionierte den Sweeper-Keeper, der nicht nur in der Box verharrt, sondern als weiterer Abwehrspieler sowohl in der Defensive als auch beim Spielaufbau mitwirkt.

Doch Neuer hatte Vorläufer. Da wäre einmal Rene Higuita aus Kolumbien. Doch noch wichtiger war Lew Jaschin – der Russe, der in den 60er Jahren das Torwartspiel revolutionierte.

Lew Iwanowitsch Jaschin (russisch Лев Иванович Яшин; * 22. Oktober 1929 in Bogorodskoje bei Moskau; † 20. März 1990 in Moskau), Spitzname die „Schwarze Spinne“, erfand den Sweeper-Keeper und machte ihn international gesellschaftsfähig. Und das war in den 50er und 60er Jahren des zwanzigsten Jahrhundert.

„Die Freude, Juri Gagarin durch das All fliegen zu sehen, wird nur durch die Freude eines gut gehaltenen Elfmeters übertroffen“. Lew JaschinJaschin kombinierte Athletik, Größe, starke Reflexe und Innovation. Dazu hatte er eine ganz besondere Attitüde zum Spiel.

Und Rituale, die sich heue niemand mehr erlauben könnte. Denn der Russe rauchte vor jedem Spiel noch schnell eine Zigarette und nahm öfter auch mal einen kleinen Schuss Alkohol zu sich – als Anreger.

Mit Jaschin gewann die Sowjetunion 1960 die Europameisterschaft.

Jaschin wurde 5 Mal Meister mit Dynamo Moskau und 3 Mal Cup-Sieger.
Giacinto Facchetti gehört in die Kategorie der „one-club men“. Er spielte während seiner ganzen Karriere nur für Inter Mailand. 

Als Inter Mailand im Sommer 1960 den gerade 18-jährigen Junior aus dem kleinen Städtchen Treviglio in der Provinz Bergamo unter Vertrag nahm, ahnte niemand, dass dieser junge Spieler anschließend 18 Jahre lang das schwarz-blaue Inter-Trikot tragen und zu einem der überragenden Spieler nicht nur in der Geschichte des Klubs werden würde.

Facchetti war über ein Jahrzehnt lang einer der besten Linksverteidiger der Welt.

Für die International Federation of Football History & Statistics ist er „der beste Außenverteidiger Europas aller Zeiten“ (World Football Gala ’99).Er schrieb Fußballgeschichte, indem er Mitte der sechziger Jahre weltweit zum Prototypen des Offensivverteidigers in einem bestimmten taktischen System wurde.

Facchetti war als Außendecker ein wichtiger Defensivfaktor im italienischen „Catenaccio“, gleichzeitig war er aber auch, und darin bestand das Novum, eine wesentliche offensive Komponente des von Helenio Herrera entwickelten, Systems.

Vor allem unter Druck machte er fast alles richtig. Berühmt und berüchtigt waren seine Tacklings.

Die deutsche Nationalmannschaft hat dieses bei der WM 1970 deutlichst zu spüren bekommen.Er gehört auch in die Legenden-Kategorie der Spieler, denen es nicht vergönnt war, Weltmeister zu werden. Brasilien war nach dem kräftezehrenden Jahrhundert-Match gegen Deutschland im Halbfinale im Endspiel 1970 einfach zu stark. Dafür führte er Italien zum Europameistertitel 1968.

Geburtstag: 18. Juli 1942 Treviglio
Todestag: 4. September 2006 Mailand
Klassifikation: Fußball
Nation: Italien
Erfolge/Funktion: 94 Länderspiele
Vizeweltmeister 1970
Europameister 1968Wenn es nach Pele geht, war Nilton Santos einer der Größten überhaupt. Auch er war ein „one-club man“, der nur für Botafogo spielte. Aber er gewann den World Cup mit Brasilien und ist logischerweise im „Brazilian Football Museum Hall of Fame“.

Der zweifache Weltmeister erwarb den Beinamen „Fußballlexikon“ (Enciclopédia do Futebol) durch sein tiefgreifendes Verständnis des Spiels, in dem er sich durch große Intelligenz und Weitsicht auszeichnete. Nílton Santos gilt als der Pionier der offensiven Interpretation der Außenverteidigerposition. Bei der Verpflichtung Garrinchas 1953, der im Probetraining gegen ihn antrat, war sein Urteil gegenüber der Vereinsführung, dass „er besser für uns spielt als gegen mich“ ausschlaggebend. Die beiden sollte eine lebenslange Freundschaft verbinden.

Seine 13 Jahre überspannende Nationalmannschafts-Karriere begann bei der Copa América 1949 im eigenen Land, als der damals knapp 24 Jahre alte Verteidiger im Spiel gegen Kolumbien als Einwechselspieler – in Südamerika damals schon erlaubt – zu seinem ersten Einsatz kam. Das Spiel endete 5:0 für Brasilien und blieb sein einziger Einsatz während des Turniers. Am Ende holte Brasilien den Titel und damit durfte auch Nílton Santos seinen ersten Erfolg mit der Seleção verbuchen. Im darauffolgenden Jahr fand auch die Fußball-Weltmeisterschaft in Brasilien statt. Hier war Nílton Santos zwar im Aufgebot kam aber nicht zum Einsatz und die als schmachvoll empfundene Vizeweltmeisterschaft blieb ihm erspart. Bei der Copa América 1953 in Peru verlor Brasilien sensationell im Finale gegen den Außenseiter Paraguay und wurde erneut nur Zweiter. Bei der Fußball-Weltmeisterschaft 1954 in der Schweiz kam für Brasilien im Viertelfinale das vorzeitige Aus.

In der Partie gegen Ungarn, die als die Schlacht von Bern in die Fußballgeschichte einging, wurde das brasilianische Team von der ungarsichen „Übermannschaft“ besiegt. Und noch schlimmer – neben seinem Landsmann Humberto Tozzi und dem Magyaren József Bozsik – wurde er vom englischen Schiedsrichter Arthur Ellis des Feldes verwiesen. Der Boxkampf zwischen Nílton Santos und Bozsik, nachdem Santos Bozsik foulte, bleibt im kollektiven Gedächtnis.Bei der Copa América 1956 in Peru wurde Brasilien wieder nur Zweiter und unterlag im Finale gegen Argentinien.

Besser wurde es 2 Jahre später – deutlich besser. Bei der Fußball-Weltmeisterschaft 1958 in Schweden im Spiel gegen Österreich dribbelte Santos über die gesamte Länge des Spielfeldes und krönte seine Anstrengung mit einem sehenswerten Treffer. Brasiliens Trainer Vicente Feola schrie sich bei der Situation vergeblich die Kehle aus dem Hals: seine Anweisung an Nílton Santos, er möge gefälligst hinten bleiben, wurde ignoriert. Während des Turnieres stellten sich Pelé und Garrincha einem staunenden Publikum vor und Brasilien, das die Welt bezauberte, wurde mit einem 5:2-Finalsieg über die Gastgeber Schweden zum ersten Mal Weltmeister.

Die Verteidigung des Weltmeistertitels bei der Fußball-Weltmeisterschaft 1962 in Chile gelang der Selecao eindrucksvoll. Der damalige Jung-Superstar Pelé musste zwar schon früh im Verlauf des Turniers wegen einer Verletzung aufgeben, doch Nílton Santos’ Mannschaftskamerad Amarildo von Botafogo vertrat ihn mehr als hinreichend. Beim 3:1-Sieg im Finale gegen die Tschechoslowakei erzielte Amarildo sogar den Ausgleich für die Brasilianer.

Für den nunmehr 37-jährigen Nílton Santos war aber nach dem Schlusspfiff des Finales, seines 75. Länderspiels, die Zeit gekommen, von der Nationalmannschaft Abschied zu nehmen. 1964 machte er auch mit dem Vereinsfußball Schluss. Er veröffentlichte ein Buch “Minha Bola, Minha Vida” (Mein Ball, mein Leben), ansonsten blieb er dem Licht der Öffentlichkeit fern. Bei der Eröffnungsfeier der Fußball-Weltmeisterschaft 2006 war Nílton Santos, gemeinsam mit Amarildo, Teil einer Abordnung brasilianischer Weltmeister. Santos lebte zuletzt in einem Seniorenheim in Rio de Janeiro und litt an Alzheimer. Sein Verein Botafogo und einige Fans gewährten dem zuletzt mittellosen Nílton Santos finanzielle Unterstützung. Am 27. November 2013 starb Nílton Santos im Alter von 88 Jahren an einer Lungeninfektion. Er wurde auf dem Vereinssitz General Severiano aufgebahrt und fand dann auf dem Friedhof Cemitério São João Batista von Botafogo seine letzte Ruhe.Pele nannte den West Ham Spieler einst den besten Verteidiger, gegen den er jemals gespielt habe. Nun ja.

„If you never concede a goal, you’re going to win more games than you lose“.

Bobby Moore. Unstreitig ist, dass Bobby Moore entscheidend für den einzigen WM-Titel Englands 1966 war.

Auch wenn das 3:2 in der Verlängerung…
Friedrich „Fritz“ Walter (* 31. Oktober 1920 in Kaiserslautern; † 17. Juni 2002 in Enkenbach-Alsenborn) gehört zu den herausragenden Persönlichkeiten des deutschen Fußballs. Mit ihm als 34-jährigem Kapitän gewann die Nationalmannschaft die Weltmeisterschaft 1954.

1920 wurde der spätere Fußball-Weltmeister in Kaiserslautern als ältestes von fünf Kindern geboren. Sein Vater war Wirt der Vereinsgaststätte des 1. FC Kaiserslautern.

Und der pfälzische Traditionsverein nahm ein Leben lang einen besonderen Platz in Walters Leben ein.

„Der Schlüssel zum Erfolg ist Kameradschaft und der Wille, alles für den anderen zu geben!“ Fritz Walter. Mit acht Jahren trat er der Schülermannschaft des FCK bei.Etwas Besonderes. Bei Lautern lief Walter immer mit der Rückennummer 8 auf, seinen größten Erfolg bei der Weltmeisterschaft 1954 in der Schweiz feierte er aber mit der 16. Walter absolvierte für den FCK 384 Spiele und erzielte 327 Tore.

Das sind bemerkenswerte Zahlen für einen Spieler, dem der Zweite Weltkrieg wertvolle Jahre seiner Karriere raubte.

Als der 1. FC Kaiserslautern 1951 und 1953 Deutscher Meister wurde, gehörte Walter schon zu den Routiniers. 1954 folgt dann die Krönung, als die Nationalmannschaft in Bern gegen Ungarn (3:2) mit Walter als Kapitän, Eckel und drei weiteren Spielern aus Kaiserslautern – neben Walters Bruder Ottmar standen auch Werner Liebrich und Werner Kohlmeyer in der Siegerelf – zum ersten Mal Weltmeister wurde.

Auf Vereinsebene hielt Walter dem 1. FC Kaiserslautern über 30 Jahre lang die Treue. Für seine fußballerischen und sozialen Verdienste wurde er vielfach geehrt und als damals erster Spieler zum Ehrenspielführer der Nationalelf ernannt.Alfredo di Stefano war einer der besten Spieler der Welt in den 50er und 60er Jahren. Geboren in Argentinien als Sohn italienischer Einwanderer spielte di Stefano international für Argentinien, Kolumbien und Spanien.

Aber er schaffte es nie, an einer WM teilzunehmen. Seine Brillianz zeigte sich auf Klubebene.

Während viele der 11 Legenden ihre Erfolge mit den jeweiligen Nationalteams erzielten, gehört Alfredo di Stefano in die Kategorie der Klub-Giganten. Er war das Herz und das Hirn von Real Madrid in den 60er Jahren des letzten Jahrtausends.

„Tore schießen ist wie Liebe machen: Alle Welt weiß, wie das geht, aber keiner macht das so wie ich.“ (Über das Tor, sein Markenzeichen) Alfredo di StefanoDer Stürmer führte Real Madrid zu 5 Siegen im Landesmeisterwettbewerb (Vorläufer der Champions League). Und zwar in den ersten 5 Jahren des Wettbewerbs.

Im ersten Finale, welches Madrid mit 4:3 gegen Stade Reims gewann, schoss er 2 Tore.

Ohne di Stefano wäre Real wohl nicht zur Mannschaft des 20. Jahrhunderts von der UEFA gewählt worden.

Fünf europäische Titel, acht Primera Division Titel, zwei Ballon d’Ors und ein Mal die Copa Del Rey. Dazu noch 484 Tore – wahrlich legendär.„If I wanted you to understand it, I would have better explained it.“

Hendrik Johannes Cruijff (1947-2016) war nicht nur ein disruptiver Innovator auf dem Fußballplatz sondern auch als Manager eine Legende.

Cruyffs Spiel in den 70er Jahren war Total Football – Revolution pur. In den 90er Jahren entwickelte er Total Football in Barcelona weiter und begründete La Masia. Damit legte er den Grundstein für die Dominanz des FC Barcelona und führte den Fußball vom 20. ins 21. Jahrhundert.

Und die erste Fußballrevolution begründete er in den 70er Jahren in Holland, einem Land welches in den Jahrzehnten zuvor im Fußball maximal zweitklassig gewesen war.Rinus Michels entwickelte das fußballerische Konzept und Johan Cruyff setzte es perfekt um. Allerdings – das Team verlor das WM Finale 1974 gegen Deutschland und das gleiche passierte den Oranjes auch 4 Jahre später in Argentinien (schon ohne Cruyff).

Auf Klubebene gewann Cruyff mit Ajax Amsterdam 8 nationale Meisterschaften und 3 Mal europäische Cupwettbewerbe.

Dazu wurde er mit dem FC Barcelona spanischer Meister. Cruyff starb im Frühling 2016. Der Lungenkrebs nahm keine Rücksicht auf das Genie….

Johan Cruyff ist der wichtigste Trendsetter im modernen Fußball. Er legte das Barca-Fundament und kreierte Fußball Total. Dazu gewann er 22 Titel und drei Mal den Ballon d’Or.Nando Hidegkuti war der Denker, Lenker und Avantgarde-Performer des ungarischen Wunderteams, welches in der ersten Hälfte der 50er Jahre alle wichtigen Spiele gewann. Bis auf das eine in Bern im Juni 1954, als Deutschland zum ersten Mal Fußball-Weltmeister wurde.

32 Spiele hintereinander waren die Ungarn damals bis zum Wunder von Bern unbesiegt. Und schlugen Deutschland in der Vorrunde der WM mit 8:3. Und Brasilien und Uruguay in der K.O. Runde. Dazu wurde das Team 1952 Olympiasieger, als dieser Titel noch einen großen Stellenwert im Fußball hatte.

Und während normalerweise Ferenc Puskas  als bester Spieler des Wunderteams gefeiert wird, so war es doch Hidegkuti der für Ton, Tempo und Balance in der Mannschaft zuständig war.

Unvergessen bleibt seine Performance beim 6:3 Sieg der Magyaren im Jahr 1953 im Londoner Wembley-Stadion gegen die bis dato zu Hause unbesiegte englische Mannschaft.Hidegkuti gelang ein Hattrick und er spielte so gut, wie kaum ein Spieler es je zuvor geschafft hatte. Hidegkuti geht in die Geschichte des Fußballs ein als einer der größten Freigeister und positiven Anarchisten des Spiels.

Damit war er trendbestimmend für die Kreativen, Regisseure und Genies, die ihm folgen sollten.

Er war so gut, dass man den „goal of the year“ Award nach ihm benannte. Überragend waren seine Technik und sein Ballgefühl.

Auch ihm blieb es nicht vergönnt, Weltmeister zu werden. Dafür schoss er mehr als 600 Tore in seiner Karriere bei wenig mehr als 600 Spielen.
Eusébio da Silva Ferreira [ewˈzɛbiu ðɐ ˈsiɫvɐ fɨˈʁɐjɾɐ], kurz Eusébio (* 5. Januar 1942 oder 25. Januar 1942 in Lourenço Marques, dem heutigen Maputo, Mosambik; † 5. Januar 2014 in Lissabon), war ein portugiesischer Fußballprofi mosambikanischer Herkunft.

Eusebio zählte zu den torgefährlichsten Stürmern der Fußballgeschichte und war das größte Sportleridol Portugals. 1965 erhielt er die Auszeichnung als Europas Fußballer des Jahres und belegte bei der FIFA-Wahl zum Spieler des Jahrhunderts den 9. Platz.

Insgesamt 15 Jahre lang trug Eusébio das Trikot Benfica Lissabons und prägte die bisher erfolgreichste Ära der Klubgeschichte (u. a. zehnmal Meister, fünf Pokalsiege und einmal Gewinner des Europapokals der Landesmeister). Mit 474 Pflichtspieltreffern ist er Rekordtorjäger Benficas.

Bei der Weltmeisterschaft 1966 war Eusébio der überragende Spieler des Turniers. Mit neun Toren wurde er Torschützenkönig und hatte damit erheblichen Anteil am dritten Platz Portugals. Nur Weltmeister wurde auch er nicht. Eusebio starb nach einer Herzattacke im Jahr 2014. Für Alfredo di Stefano war er der beste Spieler aller Zeiten.Er hatte stets eine Schräglage. Aufgrund seiner zwei krummen Beine. Das eine war zudem noch sechs Zentimeter kürzer als das andere. Dadurch schien es ständig so, als würde er gleich sein Gleichgewicht verlieren. Doch Manoel Francisco dos Santos fiel nie, oder erst dann, wenn ihm mehrfach in die Beine getreten worden war.

Der Ausnahmestürmer hat in seinem kurzen Leben viele Namen bekommen, Garrincha, kleiner Vogel, wurde er wegen der Leichtigkeit seines Spiels genannt. Weil er von Geburt an ein O- und ein X-Bein hatte, nannten sie ihn »Engel der krummen Beine«. Und als er berühmt war, wurde er zu Alegria de Povo, der Freude des Volkes. Der Schriftsteller Nelson Rodrigues hat ihn in seinen Chroniken den Charlie Chaplin des Fußballs getauft. Und genau so slapstickartig sah es auch aus, wenn man sich den tanzenden Außenstürmer in den wenigen alten Filmaufnahmen anschaut, die es von Garrincha gibt. Meistens ist es der gleiche Trick, er täuscht an, einmal, zweimal, wippt mit dem Oberkörper, springt vor und zurück, wartet ab, und plötzlich zieht er am Gegner vorbei. Manchmal hält er dann inne, damit ihn der Verteidiger wieder einholt, um einmal mit dem Ball um ihn zu kreisen und erneut an ihm vorbei zu flitzen.

Garrincha war ein Malandro, ein Schlitzohr, ein Schlingel – eine Figur, die im brasilianischen Fußball bis heute kaum wegzudenken ist. Spieler wie Edmundo und Romário waren Malandros. Auch Josimar war einer. Jener Rechtsverteidiger, der bei der WM 1986 aus dem Nichts auftauchte, zwei unglaubliche Tore fast von der Eckfahne schoss, und dann wieder aus dem Rampenlicht verschwand und im Drogensumpf endete. Robinho und mit Abstrichen Neymar gehören ebenfalls zu diesem Spielertyp.

Der Godfather von allen Malandros aber ist Garrincha, 1958 und 1962 mit Brasilien zweifacher Weltmeister, Rechtsaußen von Botafogo in Rio, ein Malandro und Mulherengo, Frauenheld, aus dem kleinen Städtchen Pau Grande. In Brasilien sagt man, Pelé werde zwar geschätzt. Vergöttert werde aber primär »Mané« Garrincha. Als Garrincha aktiv war, gab es noch keine gelben Karten und er wurde ständig getreten und gefoult, ohne dass es geahndet wurde. Ob er heute besser wäre und eine große Nummer im verdichteten Mittelfeld des modernen Fußballs und im Blitzlicht der elektronischen Medien? Fraglich.Als Garrinchas Stern 1958 während der Weltmeisterschaft in Schweden aufging, waren es zuerst die Zuschauer in den Stadien, die begriffen, dass hier ein außergewöhnlicher Fußballer sein Debüt feierte.

So etwas hatte man noch nicht gesehen, all die Tricks, die Finten, diese ursprüngliche, fast naiv anmutende Freude am Spiel. Er erfand Tricks, entwickelte andere weiter, machte intuitiv Dinge, die andere Spieler über Jahre einstudieren müssten.

Der Titelgewinn 1958, der das Trauma der im eigenen Land verlorenen WM 1950 milderte, machte Garrincha fast über Nacht zur nationalen Identifikationsfigur. Er versammelte die Bevölkerung eines Landes hinter sich, das von einer politischen Krise in die nächste taumelte, die sich aus eigener Kraft aus der Kolonialherrschaft befreit hatte. Die Seleção einte das Volk. Und Garrincha wurde verehrt, obwohl seine Schwierigkeiten mit dem Leben jenseits des Fußballplatzes offensichtlich waren. Früh schon begann er zu trinken, wohl auch, um die Schmerzen in seinen verkrüppelten Beinen zu ertragen. Er war in mehrere Autounfälle verwickelt, kam mit dem Geld nicht aus. Wenig erstaunlich also, dass Porträts Garrincha stets als genialen Fußballer, aber bescheidenen Geist darstellten. Doch Garrincha war ein dem Alkohol verfallener empfindsamer Mensch, der sich auf dem Land wohlfühlte.

Als er sich 1966 von seiner Frau und sechs Kindern trennte, um mit der skandalumwitterten Sängerin Elza Soares zusammenzuleben, einer schönen Mulattin aus bitterarmen Verhältnissen, entsprach das im katholischen Land nicht dem guten Ton. Das Volk auf den Straßen hingegen ließ nicht von seinem Idol ab. Und stürzte prompt in eine tiefe Depression, als Garrincha 1966 seinen Abschied von der Nationalmannschaft nahm. 1973 beendete er mit einem Abschiedsspiel im Maracanã seine Karriere. Und geriet bald in Vergessenheit. Die schmale Rente reichte hinten und vorne nicht. Als er am 20. Januar 1983 als erst 49-Jähriger an einer Alkoholvergiftung, ohne einen Pfennig in der Tasche, starb, hinterließ Garrincha mindestens 14 Kinder und ein Publikum, das sich nun wieder an ihn erinnerte. Den Weg zum Grab säumten tausende Anhänger.Es war kein Zufall, dass Garrinchas Tod zeitlich mit dem Ende jenes “futebol arte” zusammenfällt, des klassischen brasilianischen Kunstfußballs, der den Fußball in spielerischer Vollkommenheit inszenierte.

Ein Jahr zuvor, bei der WM 1982 in Spanien, war die traumhaft aufspielende Nationalmannschaft Brasiliens um Zico, Sócrates und Falcão an den cleveren Italienern bereits im Achtelfinale gescheitert.

Übrigens: Standen Pele und Garrincha – die beiden außergewöhnlichsten Kicker Brasiliens – zusammen in der Nationalelf, ging kein einziges Spiel verloren. Und Garrincha musste in seiner Länderspielkarriere sowieso nur eine Niederlage hinnehmen – in seinem letzten Spiel für Brasilien (insgesamt 50 Einsätze, 12 Tore) beim WM-Vorrunden-Aus am 15. Juli 1966 in England gegen Ungarn (1:3).

Sein Grabstein auf dem Friedhof „Cemiterio Raiz da Serra“ von Rio de Janeiro trägt die Inschrift: Descanse em paz, que era a alegria do povo – Mané Garrincha. (Hier ruht in Frieden der, der die Freude des Volkes war – Mané Garrincha).An einem lauen Sommerabend im Jahr 2003 ist George Best auf dem Weg zu seiner letzten Mission. Grau geworden, mit leerem Blick, sitzt der ehemalige Stürmerstar von Manchester United, Idol einer ganzen Generation britischer Fußballfans, auf der Rückbank eines silbergrauen Mercedes. Best ist auf der Flucht – vor sich selbst.

Wenig später gibt Bests Berater Phil Hughes mal wieder einen Alkohol-Rückfall des einstigen Weltklassefußballers vor der Presse bekannt. „Nach einigen Weinschorlen“ hat Best in einem Landhotel in der Nähe seines Wohnorts Lower Kingswood, 25 Kilometer südlich von London, randaliert – und anschließend auf einer Polizeiwache genächtigt. George Best ist das ewige Enfant terrible und der erste Popstar des britischen Fußballs. Die Eskapaden des technisch hochbegabten Außenstürmers von Manchester United (178 Tore in 466 Spielen) sind so legendär wie seine Dribblings. Freundinnen und Nobel-Karossen wechselte Best wie die Handtücher. Seine Alkoholexzesse machen ihn zum Dauergast der Klatschspalten. Seine Sprüche („Ich habe 1969 aufgehört zu trinken und mich mit Weibern zu beschäftigen – es waren die schlimmsten 20 Minuten meines Lebens“) sind Kult.

Mit 17 gibt der Sohn eines Hafenarbeiters aus Belfast sein Debüt bei Manchester United. Er wird mit den „Red Devils“ englischer Meister und Europapokalsieger der Landesmeister und „Fußballer des Jahres“ 1968. Das Londoner Wembleystadion ist im Finale gegen Benfica Lissabon (4:1 n. V.) die größte Bühne des George Best: Mit seinem unnachahmlichen Hüftschwung tanzt er Torhüter Enrique aus, schiebt den Ball ins leere Tor. „Eigentlich“, gesteht der Leichtfuß hinterher, „wollte ich den Ball noch einmal jonglieren und dann über die Linie köpfen, aber ich habe mich nicht getraut.“ Mehr muss man über das Spiel des George Best nicht wissen. Seit den frühen Siebzigerjahren führt Best längst das Leben eines Jet-Setters und Playboys. Die Klatschpresse fotografiert ihn oft und gerne beim Befüllen der Champagner-Pyramiden oder halbnackt mit den ebenfalls nur leicht bekleideten Starlets auf dem Hotelsofa.

Sein Spruch „Ich habe den größten Teil meines Geldes für schnelle Autos, schöne Frauen und Schnaps ausgegeben – den Rest habe ich einfach verprasst“ wird zum Programm.Bei diesen Orgien ist Best eigentlich nicht er selbst. „George war nicht anders, als wir alle“, sagt Pat Jennings, der wie Best am 15. April 1964 in Swansea gegen Wales (3:2) sein Länderspiel-Debüt für Nordirland gibt und vor allen 37 Länderspielen des George Best mit ihm das Hotelzimmer teilt, „nur wurde er mit den Jahren immer populärer und konnte schließlich nicht einmal mehr die einfachsten Dinge unbeobachtet tun.

In diesen Tagen sind wir oft nach dem Training losgezogen, mal in London, mal in Belfast oder anderswo, aber George war oft scheu und saß lieber in seinem Zimmer und hat fern gesehen, weil er genau wusste, dass sie ihn foltern würden, wenn er herauskam. Die Leute haben ihn regelrecht gejagt, um an Autogramme und Fotos zu kommen.“ Bests Abstieg beginnt 1971. Manchester United suspendiert ihn erst, weil er nach durchzechter Nacht den Zug zu einem Auswärtsspiel in London verpasst. Ein Jahr später wird George erneut suspendiert – diesmal hat er das Training verschlafen. Die „Red Devils“ zwingen ihn, sein Haus in Cheshire zu verlassen und stattdessen in eine Mietwohnung in der Nähe des Old Trafford-Stadions zu ziehen. Im Sommer 1974 hat man in Manchester genug von seiner lange geduldeten Trunksucht und den ewigen Extravaganzen. United-Trainer Tommy Docherty wirft ihn raus.

Nach seinem Abschied von Manchester United wechselt Best auch die Klubs im Jahres-Rhythmus und spielt bis 1984 bei elf Teams, darunter u. a. Stockport County, FC Fulham, Fort Lauderdale Strikers – zusammen mit Gerd Müller – und Hibernian Edinburgh. Der freie Fall des „fünften Beatle“, wie George Best wegen seiner Riesen-Popularität genannt wird, geht ohne Netz und ohne doppelten Boden weiter. Seine Ehe scheitert. Es folgt eine Reihe von geschäftlichen Fehlschlägen – sein Reisebüro und zwei Lokale in Manchester gehen Pleite. 1998 muss er sein mit Hypotheken überladenes Haus im noblen Londoner Stadtteil Chelsea verkaufen. Weihnachten 1984 verbringt George Best im Knast. Nach einer Trunkenheitsfahrt und einem Angriff auf einen Polizeibeamten landet der gefallene Superstar, der sich inzwischen mit der Leitung eines Fußball-Camps verdingt, für drei Monate im Gefängnis von Pentonville in Greater London. „Ich bin bei meiner Geburt mit einer großartigen Gabe beschenkt worden“, beschreibt er später sein Dilemma, ,,aber mit so einem Talent kommen auch selbstzerstörerische Triebe. So wie ich auf dem Platz alle ausstechen wollte, wollte ich das auch machen, wenn ich abends weg ging.“ 1990 kaspert Best betrunken in einer Fernsehshow herum, doch ganz unten angekommen ist er noch nicht. „Ich trinke nur noch Mineralwasser“, sagt er bei der Veröffentlichung seiner Autobiografie Blessed im Sommer 2001. Von wegen. Um überhaupt überleben zu können, braucht der Alkoholiker im Dezember 2002 eine Leber-Transplantation. Diese Operation und mehrere Entziehungskuren können George Best nicht mehr helfen.

Im Sommer 2003 verschleudert George Best die Trophäen und Auszeichnungen seiner großen Fußballerkarriere im Internet. „Mir liegt nichts mehr daran“, kommentiert er knapp, „ich möchte mir nur ein Ferienhäuschen in Korfu damit finanzieren.“ Daraus wird nichts. Der Vorfall im Sommer 2003 ist der vorletzte Akt auf George Bests Mission „Selbstzerstörung“. Bei mehreren Flaschen Weißwein pro Tag. Am 25. November 2005 ist die letzte Mission des George Best beendet. Nach fast vier Wochen Todeskampf stirbt er in einem Krankenhaus in London nach kollektivem Organversagen. „Er war ohne Zweifel der größte Spieler aller Zeiten“, sagt Manchester Uniteds Coach Sir Alex Ferguson, „es gibt niemanden, der mit ihm vergleichbar wäre.“ Sein ehemaliger Mitspieler und Kumpel Denis Law ist traurig:


„Er wäre noch besser gewesen, wenn er die Nachtclubs ähnlich elegant umspielt hätte, wie er den Ball weitergegeben hat.“


Schade.George Best über den Sinn des Lebens und seine Attitüde…

…seinen Lebensstil: „Ich habe viel von meinem Geld für Alkohol, Weiber und schnelle Autos ausgegeben. Den Rest habe ich einfach verprasst.“

…seine Popularität: „Ich könnte den anonymen Alkoholikern beitreten. Das Problem dabei ist nur, ich kann nicht anonym bleiben.“

…sein Nationalteam: „Da kam dann das Elfmeterschießen. Wir hatten alle die Hosen voll, aber bei mir lief’s flüssig.“

 …Pelé: „Wäre ich hässlich auf die Welt gekommen, hätte die Welt Pelé nie gekannt.“

…David Beckham: „Er hat keinen linken Fuß, kann nicht köpfen und erzielt keine Tore. Abgesehen davon ist er ok.“

 …Frauen: Früher bin ich oft missen gegangen: Miss England, Miss Kanada, Miss World.“

…seinen Alkoholkonsum: „Ich habe mit dem Trinken aufgehört. Aber nur wenn ich schlafe.“

…den Zusammenhang von Bluttransfusionen und seinen Trinkgewohnheiten: „Die haben innerhalb von 10 Stunden 40 Pints in mich geschüttet. Damit haben sie meinen Rekord um 20Minuten verbessert.“

Andere über George Best als Fußballer und Mensch

Tony Blair: „George Best war einer der größten Fußballer, die Großbritannien jemals hervorgebracht hat. Wer ihn auf dem Platz spielen gesehen hat, wird ihn niemals vergessen“

ManU-Trainer Alex Ferguson: „Er ist der größte britische Fußballer von allen.“

Sir Bobby Charlton: „Er ist auf einer Stufe mit den besten Spielern aller Zeiten“

Ex-Bayern-Profi Mark Hughes: „Ich werde ihn immer als besten Fußballer der Welt in Erinnerung behalten.“

Chefarzt Roger Williams: „Es ist unglaublich. Niemand von uns hat jemals miterlebt, dass ein Patient durch so viele Komplikationen kam wie er. Er muss eine ganz starke Person sein.“

Sohn Calum Best: „Ich habe nicht nur meinen Vater verloren, sondern wir alle haben einen wunderbaren Menschen verloren.“
Sócrates Brasileiro Sampaio de Souza Vieira de Oliveira (bekannt als Dr. Sócrates; * 19. Februar 1954 in Belém; † 4. Dezember 2011 in São Paulo) war ein brasilianischer Fußballspieler und Kinderarzt.

Socrates ist der Inbegriff des tragischen Helden. Er war das Hirn einer brasilianischen Mannschaft, die von der Qualität her alles hatte, nur keinen großen Titel gewann. Nach seiner Fußball-Karriere killte ihn der Suff.

Im August 2011 wurde Sócrates mit Magenblutungen und entzündeter Leber in ein Krankenhaus eingeliefert und musste mehrere Tage auf der Intensivstation verbringen. In diesem Zusammenhang machte er seine Alkoholprobleme öffentlich.

Am 4. Dezember 2011 starb er im Alter von 57 Jahren in São Paulo an einer durch eine Darminfektion verursachten Sepsis.Socrates debütierte in der Selecao am 17. Mai 1979 gegen Paraguay und spielte insgesamt 60 Mal für die brasilianische Fußballnationalmannschaft. Dabei erzielte der Mittelfeldregisseur 22 Tore. Sócrates war Brasiliens Kapitän bei den Fußballweltmeisterschaften 1982 in Spanien und 1986 in Mexiko.

Der Mann mit dem längsten Namen unter allen je offiziell registrierten WM-Teilnehmern war die treibende Kraft in der Offensive der brasilianischen Nationalmannschaft der 1980er. Sócrates bildete zusammen mit Zico, Falcão und Toninho Cerezo das „magische Mittelfeld-Quartett“ Brasiliens, das auch die „Fantastischen Vier“ genannt wurde. Dieses Team konnte, obwohl besonders vor der WM 1982 in Spanien haushoch favorisiert, zwar nie den Weltmeistertitel gewinnen, gilt aber in Brasilien zusammen mit der 1970er Weltmeistermannschaft um Pelé dennoch als die beste Seleção aller Zeiten. 1986 nahm Brasilien wieder an der WM teil und scheiterte erneut unglücklich knapp vor dem Halbfinale.

Man traf im Viertelfinale auf Europameister Frankreich und lieferte sich ein Duell, das als eines der besten der WM-Geschichte gilt. Nach der Verlängerung kam es zum Elfmeterschießen, wo Sócrates, der Elfmeter immer aus dem Stand schoss, vergab. Platini und Júlio César vergaben ebenfalls und Frankreich gewann das Elfmeterschießen mit 4:3. Nach der WM trat Sócrates von der Nationalmannschaft zurück. Falcão und Zico folgten ebenfalls, so dass eine der großen Ären der brasilianischen Nationalelf zu Ende ging.Sócrates, der 192 cm groß war, aber nur Schuhgröße 41 hatte und berühmt für seine Absatzkicks und Steilpässe mit der Hacke war, galt als Enfant terrible des brasilianischen Fußballs.

Nach eigener Aussage rauchte er täglich 20 Zigaretten, trainierte eher wenig, feierte aber umso mehr. Bei Corinthians São Paulo setzte er basisdemokratische Strukturen durch (die sogenannte Democracia Corinthiana), so dass die Spieler fortan alles bestimmten, von den Trainingszeiten bis hin zum Speiseplan. Zudem rief er die Fans dazu auf, sich gegen die Militärdiktatur und für die Demokratie zu engagieren.

Zu seinen fußballerischen und politischen Mitstreitern gehörten der Kommunist und linke Verteidiger Wladimir sowie der junge Spieler Walter Casagrande. Während der zwei Meisterschaften 1982 und 1983 nutzten Casagrande und die Democracia Corintiana immer wieder den Fußballplatz zur Demonstration ihrer politischen Einstellung, um beispielsweise in Trikots aufzulaufen, die den Slogan „Demokratie jetzt“ trugen. Sócrates war studierter Arzt und wurde daher auch Dr. Sócrates genannt. Da er parallel zu seiner Laufbahn als Fußballprofi sein Studium absolvierte, verpasste er die Teilnahme an der WM 1978 in Argentinien.

Im Jahre 1983 antwortete er in einem Interview auf die Frage, wie er sterben wolle mit: „Ich möchte an einem Sonntag sterben und Corinthians (São Paulo) soll Meister werden“. Sócrates starb an einem Sonntag, wenige Stunden danach gewann Corinthians die Meisterschaft.Südamerikas Fußballer des Jahres: 1983
Mit Botafogo-SP

Gewinn des Vicente Feola Turniers: 1976
Gewinn des Taça Cidade de São Paulo: 1977
Mit Corinthians

Gewinn der Campeonato Paulista: 1979, 1982 & 1984
Mit Flamengo

Gewinn der Campeonato Carioca: 1986
Campeonato Carioca Finalteilnehmer: 1987
Gewinn der Copa União: 1987
Mit Brasilien

Dritter der Copa América 1979
Vize-Meister der Mini-WM 1980/81[6]
Vize-Meister der Copa América 1983
FIFA Fair Play Trophy der FIFA 1982Sir Stanley Matthews, CBE (* 1. Februar 1915 in Hanley, Staffordshire; † 23. Februar 2000 in Newcastle-under-Lyme) war ein englischer Fußballspieler. Matthews gilt noch heute als einer der besten englischen Spieler überhaupt.

Als erster Fußballer erhielt der Rechtsaußen 1956 die Auszeichnung als „Europas Fußballer des Jahres“.

Als „lebende Legende“ gefeiert dauerte seine aktive Karriere 35 Jahre lang, ehe er im Alter von 50 (!) Jahren sein letztes Pflichtspiel bestritt. Berühmt ist er bis heute für den Stan-Matthews-Trick.

„You’re 32, do you think you can make it for another couple of years?“ Blackpool Manager Joe Smith, in 1947Dieser ist ein klassisches Manöver beim Dribbling im Fußball. Er basiert darauf, mit dem Ball am Fuß auf den jeweiligen Gegenspieler zuzulaufen und das Gewicht dabei so zu verlagern, dass der Gegenspieler aus dem Gleichgewicht gerät, worauf der ballführende Spieler auf der anderen Seite vorbeigehen kann.

Die Gewichtsverlagerung wird ggf. auch mehrmals nacheinander in schneller Folge ausgeführt, wobei der Ball auch vom linken auf den rechten Fuß und umgekehrt gelegt wird.

Stanley Matthews war als Rechtsaußen bemerkenswert, weil sein Repertoire im Zweikampf fast ausschließlich aus diesem elementaren Stilmittel bestand – allerdings in einer Geschwindigkeit, die für die meisten Fußballer unerreichbar blieb.

Matthews konnte das Manöver beliebig oft hintereinander ausführen, ohne dass der Verteidiger mit fairen Mitteln an den Ball gelangen konnte.


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