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Diese 15 Transfers bedauert Bayern München heute noch. Und über diese 15 lachen sie Tränen

DIE STORY IN KURZEN VIDEOS

DIE STORY IN KURZEN ESSAYS

Die teuersten Transfers der Vereinsgeschichte

Auf dem Festgeldkonto des FC Bayern München befinden sich aktuell ca. 250 Millionen Euro. So viel war es nicht immer. Aber prall gefüllt war die Kasse mit Ausnahme einer Phase, als die Bayern ziemlich viele Schulden hatten und Spieler verkaufen mussten, immer in den letzten 40 Jahren. Jedenfalls praller als bei der Bundesliga-Konkurrenz. Entsprechend konnte der FC Bayern München bei Transfers ordentlich hinlangen. Und das gelang meistens ziemlich gut aber nicht immer. Diese 15 Transfers bedauert Bayern München und über diese 15 lachen sie immer noch.

1 guter, 1 mäßiger, 1 mieser Transfer. Foto: Getty Images
1 guter, 1 mäßiger, 1 mieser Transfer. Foto: Getty Images

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Was für ein Abstieg - vom Weltfussballer zum Mitläufer - Kaka. Foto: Getty Images

Der Bimbes wurde geschickt eingesetzt

In der Regel setzten die Bayern den vorhandenen Bimbes geschickt ein. Jedenfalls deutlich geschickter als die Management-Kollegen in den anderen deutschen Millionenstädten.

Doch einige Transfers in den letzten 40 Jahren bedauern die Bayern noch heute. Auf der Kaufseite und auf der Verkaufsseite. Weil sie stattfanden oder weil sie nicht, oder nicht rechtzeitig stattfanden.

In unserem Beitrag haben wir  15 Transfers zusammengestellt, die der FC Bayern heute noch bedauert. Und wir erzählen die Geschichten von 15 Transfers, über die man an der Säbener Strasse heute noch Tränen lacht. Weil sie „passierten“, wie sie „passierten“, oder weil sie eben zum Glück (für die Bayern) doch nicht „passierten“.

Hier sind die Hintergründe der besten, burleskesten, schlechtesten und drolligsten Bayern-Transfers in den letzten 40 Jahren. Geschichten von Weitblick, Finesse, Scharaden, fiesen Tricks und Inkompetenz, die man so im Umfeld des FC Bayern gar nicht vermutet hätte. Ist aber so geschehen.

Zwischen "WTF" und "super gemacht"

Den Bimbes gut angelegt? (Photo by Bongarts/Getty Images)
Den Bimbes gut angelegt? (Photo by Bongarts/Getty Images)

Wir starten mit der Kategorie der Transfers, die der FC Bayern heute noch bedauert.

Zuerst kommen die Verpflichtungen, für die heute keiner mehr so richtig verantwortlich sein will. Dann kommen die Verkäufe, für die bei den Bayern-Granden keiner mehr die Idee gehabt haben will. Danach erzählen wir die Hintergründe einiger Transfers, die nicht stattgefunden haben, die der FC Bayern aber gerne abgeschlossen hätte.

Nach den Transfers der Marke „WTF“ kommen die Transfers der Kategorie „Super gemacht“. Über diese 15 Transfers lachen und freuen sich die Bayern-Oberen heute noch.

Entweder weil sie einen Spieler teuer verkaufen konnten (teurer jedenfalls als er es wert war) oder weil sie einen Angestellten zum Schnäppchenpreis verpflichten konnten. In einigen Fällen aber auch, weil der Transfer dann doch nicht zu Stande kam, obwohl die Bayern wirklich baggerten und den Spieler „unbedingt haben“ wollten. Glück gehabt. Bayern-Dusel eben.

Regret 15 – 11: Vom schwachen Mario bis zum kleinen Daniel

15. Mario Götze: Der teuerste Flop der Bayern-Geschichte

Mario Götze wechselte mit großen Hoffnungen zum FC Bayern München. Foto: Getty Images
Mario Götze wechselte mit großen Hoffnungen zum FC Bayern München. Foto: Getty Images
„Es ist meine größte Hoffnung, dass Mario nicht zum FC Bayern geht.“ Das sagte Willi Götze irgendwann im Jahr 2011. Weniger als 2 Jahre später war der Opa von Mario Götze ziemlich enttäuscht. 

Ende April 2013 gab der FC Bayern München bekannt, dass er das damals größte deutsche Mittelfeldtalent zur Spielzeit 2013/14 verpflichtet hätte. Für eine Ablösesumme von 37.5 Mio. Euro. Pikant zudem: Die Bayern lancierten den Transfer genau einen Tag vor dem Champions-League Halbfinalspiel des BVB gegen Real Madrid. Ein Schelm, wer dabei an Zufall oder Dusseligkeit denkt.

Da war sie wieder – die hässliche Fratze des FC Bayern München, der die Gegner in der Bundesliga systematisch schwächte und sich den nächsten Superstar einverleibte. So dachte man. Entsprechend groß war der Ärger vor allem in Dortmund. Und die Freude in München.

Doch die währte nicht lange. Und die folgenden 3 Jahre herrschte großes Bedauern in München. Denn Götze war beim FC Bayern eine einzige Enttäuschung. Statt vom deutschen Superstar zum Weltklassemann zu reifen, degenerierte der Dortmunder zum moppeligen Ergänzungsspieler. Zum größten Transferflop des FC Bayern seit dem Jahr 2000.

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Was bedauert Bayern München?

Der FC Bayern München bedauert den Kauf des damals 21-jährigen Mario Götze zur Saison 2013/14 für 37.5 Mio. € von Borussia Dortmund. 

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14. Renato Sanches: Missverständnis aus Portugal

Große Enttäuschung statt Wunderkind - Renato Sanches beim FC Bayern München. Foto: Getty Images

Renato Sanches kam im Sommer 2016 nach der Europameisterschaft von Benfica Lissabon zum FC Bayern. Als 18-jähriges Wunderkind, welches mit den Portugiesen sensationell den EM-Titel gewonnen hatte.

Der FCB zahlte für das Talent massiv Bimbes – 35 Millionen Euro als Ablöse und bis zu weitere 45 Millionen Euro an etwaigen Erfolgsprämien. Das wäre dann mit erheblichem Abstand Bundesliga-Rekord. Allein: Daran glaubt inzwischen niemand mehr. In München absolvierte Sanches bis zum Start der Saison 2018/19 25 Pflichtspiele.  In England auf Leihbasis bei Swansea gar nur 15.

Bayern-Vorstandschef Karl-Heinz Rummenigge glaubt (öffentlich zumindest) weiter an den Portugiesen und drückte es im Sommer 2018 so aus:

„Niko Kovac wird versuchen, ihn zu früherer Stärke zurückzuführen. Das ist eine spannende Aufgabe.“

Bedauernd fügte er gegenüber dem Münchner Merkur hinzu: „Renato hat zwei schwierige Jahre hinter sich, die meines Erachtens mit seinem Aufstieg zum Golden Boy der EM 2016 zusammenhingen.“ Das sei für ihn psychologisch nicht so einfach zu verarbeiten gewesen. „Wir waren vor zwei Jahren total überzeugt von ihm und werden jetzt nicht den Stab über ihn brechen.“ Sanches hat einen Vertrag bis zum Sommer 2021. Sein Marktwert liegt südlich von 20 Millionen Euro. Ein fettes Minus für den FC Bayern.

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Was bedauert Bayern München?

Der FC Bayern München bedauert den Kauf von Renato Sanches zur Saison 2016/17 von Benfica Lissabon für 35 Millionen Euro. 

 

Addendum – 26.09.2018

Das galt uneingeschränkt bis zum UCL-Spiel Benfica Lissabon vs. Bayern München im September 2018, in dem der Portugiese brillierte. Seitdem ist die Hoffnung wieder da, dass Renato Sanchez doch noch seine 35 Millionen Euro und darüber hinaus wert sein könnte.  

13. Breno: Die Tragödie aus Brasilien

Breno in München- eine große Tragödie. Foto: Getty Images
Breno in München- eine große Tragödie. Foto: Getty Images

„Eine Verpflichtung für die Zukunft.“ So bezeichnete der FC Bayern im Dezember 2007 den Transfer des damals 18 Jahre alten Innenverteidigers, den die Münchener vom damaligen brasilianischen Meister FC Sao Paulo unter beträchtlichen Mühen „loseisten“.

Die Ablösesumme für Brasiliens „Entdeckung der Saison“ lag bei ca. 12 Millionen Euro – schlecht angelegtes Geld. Denn Breno in München – das war eine Tragödie. Gefängnis, eine Straftat, Alkohol – ein Beispiel für nicht gelungene Integration, auf das der FC Bayern nicht stolz sein kann. Am Ende stand die Villa Brenos in Grünwald in Flammen und Breno wurde wegen schwerer Brandstiftung im Juli 2012 zu drei Jahren und neun Monaten Haft verurteilt.

Dabei sah 2007 alles wie ein perfekter Deal aus. Zum Zeitpunkt der Verpflichtung war Breno nach Franck Ribéry (25,0 Millionen Euro) und Miroslav Klose (15,0) der drittteuerste Saison-Einkauf der Bayern; noch vor Luca Toni und Marcell Jansen, die jeweils 11 Millionen Euro kosteten. Der brasilianische U-20-Nationalspieler und Kapitän der Olympia- Auswahl bestritt in der dem Transfer vorangehenden Saison 22 Spiele für Sao Paulo, erzielte zwei Tore und wurde mit dem Traditionsklub Meister. Nationaltrainer Dunga plante fest mit ihm für das Olympische Turnier im August 2008 in Peking. Von den brasilianischen Sportjournalisten war Breno zur „Entdeckung der Saison 2007“ gewählt worden. Der frühere Bayern-Profi Giovane Elber bezeichnete Breno gar als „eine absolute Granate“. Er sei für sein Alter schon absolute Weltklasse. „Er ist kopfballstark, robust, schnell, beidfüßig“, betonte Elber. An Breno war lange Zeit auch der spanische Rekordmeister Real Madrid interessiert gewesen.

So kann man sich irren. Mittlerweile spielt Breno wieder in Brasilien und das sogar ausgesprochen gut. Mitte 2017 traf der Brasilianer eine richtige Transferentscheidung. Denn er wechselte von Sao Paulo zu Vasco da Gama. Auf Anhieb spielte sich Breno in den Kader, am Ende der Saison standen mehr als 25 Pflichtspiele in der Statistik, fünfmal so viel wie in seinen zwei Jahren zuvor beim FC Sao Paulo. Mit Breno schaffte es Vasco sogar in die Qualifikationsrunde für die Copa Libertadores.

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Was bedauert Bayern München?

Der FC Bayern München bedauert den Kauf des damals 18-jährigen Breno vom FC Sao Paolo  zur Saison 2007/08 für 12.0 Mio. €. 

12. José Sosa: Argentinier ohne Fortune

Ein durchschnittlicher Argentinier. Foto: Getty Images
Ein durchschnittlicher Argentinier. Foto: Getty Images

Jose Ernesto Sosa galt mal als Ausnahmetalent. Und er kam aus Argentinien. Ein Lionel Messi war er allerdings keineswegs. In drei Jahren Vertragszeit bei Bayern konnte er zu keiner Zeit wirklich überzeugen.

Also ging es 2010 nach Argentinien zurück, zum Heimatverein Estudiantes de La Plata. Und dort entwickelte sich Sosa zwar nicht zum Megastar aber zu einem Leistungsträger. Also versuchte er es zum zweiten Mal in Europa. Und dieses Mal mit etwas mehr Erfolg. Sosa schaffte es letztlich in Europa – wenn auch eher als Typ Wandervogel.

Nach einem durchwachsenen Jahr in Italien bei SSC Neapel 2010/11, für das er vor allem als Joker zum Einsatz kam, zog es Sosa im Juli 2011 in die Ukraine zu Metalist Kharkiv, wo er einen Vierjahres-Vertrag erhielt. Dort avancierte er in den folgenden zweieinhalb Jahren zum Leistungsträger (19 Tore, 32 Vorlagen). Mit seinen guten Auftritten empfahl er sich für Atlético Madrid, das Sosa im Januar 2014 für 1,5 Millionen Euro nach Spanien auslieh. Dort nahm er den Meistertitel mit und kam in 24 Pflichtspielen zum Einsatz – darunter in beiden Champions League-Halbfinalspielen sowie im Endspiel – spielte aber nur sechs Mal von Beginn an.

Für den WM-Kader 2014 kam der Argentinier nicht in Frage, obwohl er im März 2014 noch in einem Freundschaftsspiel für Argentinien eingesetzt worden war. Zu früh zu den Bayern gewechselt, Pech gehabt oder doch einfach nicht gut genug. Aber dennoch eine respektable internationale Profi-Karriere. Nur hatte der FC Bayern nichts davon

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Was bedauert Bayern München?

Der FC Bayern München bedauert den Kauf des damals 22-jährigen José Sosa zur Saison 2007/08 für 9.0 Mio. € von Estudiantes.  

11. Danijel Pranjic: Der Flop des Tulpen-Generals

Der LvG-Wunsch entpuppte sich als Flop. Foto: Getty Images
Der LvG-Wunsch entpuppte sich als Flop. Foto: Getty Images

Danijel Pranjic hielt sich immerhin drei Jahre in München. Warum ihn Louis van Gaal für satte 7,7 Millionen Euro an die Isar lotste, war den FCB-Fans nie so ganz klar.

Spanien, Portugal, Griechenland: Das waren dann auch die nächsten Stationen des Kroaten nach seinem Abschied vom FC Bayern im Jahr 2012. Nach drei Spielzeiten verließ Pranjic den FC Bayern München in Richtung Portugal und unterschrieb am 13. Juli beim Erstligisten Sporting Lissabon einen bis 30. Juni 2015 datierten Vertrag. Für diesen debütierte er in der Liga am 16. September 2012 (3. Spieltag) beim 1:1-Unentschieden im Auswärtsspiel gegen CS Maritimo. Im Januar 2013 wurde er bis zum Saisonende 2012/13 an den spanischen Erstligisten Celta Vigo verliehen, der sich zudem eine Kaufoption sicherte.

Am 30. August 2013 wurde bekannt, dass Pranjić und Sporting Lissabon in beiderseitigem Einvernehmen den noch bis zum 30. Juni 2015 laufenden Vertrag aufgelöst hatten. Zur Saison 2013/14 wechselte der Spieler zum griechischen Erstligisten Panathinaikos Athen. Für diesen debütierte er am 15. September 2013 (4. Spieltag) beim 1:1-Unentschieden im Auswärtsspiel gegen Platanias Chanion bis zur 85. Minute. Ein weiterer Abstieg, gemessen an den ursprünglichen Ambitionen zu Beginn der Karriere.

Am 8. Dezember 2013 (14. Spieltag) gelangen ihm beim 4:0-Sieg im Auswärtsspiel gegen AEL Kallonis seine ersten beiden Ligatore. Im September 2016 – während der laufenden Saison 2016/17 – verpflichtete ihn der slowenische Erstligist FC Koper. Solides internationales Mittelmaß, aber nichts für den FCB. Die grämen sich noch heute über den Transfer, insbesondere über die hohe Ablösesumme und den Netto-Transferverlust von ca. 8.0 Millionen Euro.

Was bedauert Bayern München?

Der FC Bayern München bedauert den Kauf des damals 27-jährigen Danijel Prancic zur Saison 2009/10 für 7.7 Mio. € vom SC Heerenveen. 

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