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Diese 25 Fußball-Mythen und Weisheiten sind blanker Unsinn

Im Fußball gibt es jede Menge skurriler Geschichten, Mythen und Weisheiten. Einige sind wahr, andere sind einfach nur Quatsch. Manche sind fast 100 Jahre alt, andere kommen jedes Jahr neu hinzu oder aufs Neue daher. Fakt oder Fiktion – wir haben uns mal einige der bekanntesten Fußball-Geschichten, Weisheiten und Mythen angeschaut und sie analysiert.

Und zumindest diese 25 hier sind alle Urban Legend, Fake News oder Scheißhausparole. Das gilt ganz besonders auch für das (unserer Meinung nach) gemeinste und brutalste Foul der jüngeren Fußball-Geschichte. Der Fußball-Held beging es mit voller Absicht und nur um seinem langjährigen Fußballfeindzu schaden. Er erhielt die rote Karte und kurze Zeit später musste das Opfer seine Karriere aufgeben. Aber eben nicht, weil….

Zum Ende des Beitrags räumen wir mit einigen regelkundlichen Fußballweisheiten und Mythen auf. Wie zum Beispiel dem angeblich besonderen Schutz des Torwarts im 5-Meter Raum, der Tatsache, dass ein gefoulter Spieler keinen Elfmeter schießen sollte und dass sich Glück und Pech im Verlauf einer Saison statistisch immer ausgleichen… Dabei beantworten wir auch die Frage. Können Leo Messi und CR7 Freistoß? Oder sollten sie das anderen überlassen? Oder zumindest einer von beiden?

Eine Geschichte ist aber wahr. Länderspiel zwischen Brasilien und Deutschland. Ein deutscher Spieler wird eingewechselt. Das ganze Stadion lacht sich kaputt – kollektives Grinsen. Dabei hat der Spieler gar nichts “gemacht”. Und bis 1 Sekunde vor der Einwechselung waren die Zuschauer auch noch ernsthaft bei der Sache. Doch dann… Das gleiche wäre den Österreichern auch passiert, wenn das Nationalteam häufiger in Portugal oder Brasilien angetreten wäre.Mario Balotelli hat sich schon so einiges geleistet. Aber einiges eben auch nicht.

Diese 3 Sachen zum Beispiel hat er nicht gemacht – bisher jedenfalls nicht.

1. Er hat sich nicht als Weihnachtsmann verkleidet und Cash an Passanten verteilt. 2. Er hat nicht das eigene Badezimmer in Flammen gesetzt, das war ein Kumpel von ihm. 3. Er hat keinen gemobbten Jungen zur Schule begleitet.

Und die hier hat er auch nicht “verbrochen”

4. Er hat keine DJ Stunden bei Tim Westwood genommen. 5. Er hat niemals das Benzin für alle an einer Tanke gerade ihr Auto betankenden Autofahrer bezahlt. 6. Und er hat auch keinem Obdachlosen vor einem Kasino  £1,000 geschenkt.Die Serie A galt mal als die beste Fußball-Liga der Welt. Das war in den späten 80er Jahren und bis ungefähr zur Jahrtausendwende. Danach verschlechterte sich das Niveau und die Serie A fing sich das Image einer langweiligen, defensivbetonten und von Korruption bedrohten Liga ein.

Doch das stimmt nicht ganz. Zwar hat die Qualität der Liga nachgelassen im Vergleich zu den anderen 4 großen europäischen Ligen. Das ist richtig. Das zeigt z.B. die Zahl der Champions-League bzw. Europacup der Landesmeister Finalisten (3 zwischen 2006 und 2016 vs. 9 zwischen 1988 und 1998). Und das mit der Korruption stimmt auch, wie das Beispiel Juventus Turin zeigt.

Doch die defensivbetonteste und torärmste Liga der 5 großen Ligen in Europa ist die Serie A nicht. Zumindest nicht zurzeit. Denn in der Saison 2015/16 zum Beispiel verzeichnete sie die geringste Zahl an 0:0 Endergebnissen unter den 5 großen europäischen Ligen.

Und im Schnitt fielen in der Serie A immerhin 2,55 Tore pro Spiel. In Frankreich fielen in der gleichen Saison nur 2,52 Tore pro Spiel. Ein weiteres Vorurteil aber stimmt. Die häufigsten roten Karten pro Spiel unter den 5 Top-Ligen  Europas in den letzten Jahren gab es regelmäßig in Italien.Es gehört quasi zum Allgemeinwissen in England zu glauben, dass der legendäre Krimiautor und Arzt Sir Arthur Conan Doyle der erste Torhüter in der Geschichte des FA Cup Gewinners von 2008, dem FC Portsmouth, gewesen sei.

Das ist Quatsch.

Doyle war zwar sportlich und auch Torhüter. Aber er spielte nur für die Amateure des Portsmouth AFC, einem Team, welches sich im Jahr 1886 auflöste und keine direkte Beziehung zum FC Portsmouth hatte.

Denn der wurde erst im Jahr 1888 gegründet.Indien hat nun wirklich keine Fußballtradition. Volkssport sind dort eher Hockey und Cricket. Und das Land spielte auch niemals bei einer Fußball-WM.

Und das, obwohl es sich sogar für eine WM qualifizierte. Doch auch nur weil alle Gegner in der Qualifikation für die WM 1950 ihre Teilnahme an dieser zurückzogen. Und das machte dann auch Indien.[sam id=”59″ codes=”true”]

“Urban legend has it”, dass dies geschah, weil die FIFA den Indern das Barfuß-Spielen verboten hatte oder weil kein Geld da war. Doch beides ist Quatsch.

Die Inder hatten einfach keine Ahnung vom Fußball und dachten, dass ein  olympisches Fußballturnier mehr wert sei als die Teilnahme an der Fußball-WM 1950. Und so entschieden sie sich dann.Wer Chelsea nicht mag, der behauptet gerne mal, der Klub sei im Jahr 2003 gegründet worden, als Roman Abramowitsch ihn von Ken Bates kaufte.

Und während es richtig ist, dass der Verein seitdem deutlich erfolgreicher ist, so ist es doch Quatsch, wenn behauptet wird, der Verein sei vorher eine Nullnummer oder eine graue Maus gewesen.

Immerhin gewannen die Blues, bevor Abramowitsch kam, 1 Mal die englische Meisterschaft, 3 Mal den FA Cup, 2 League Cups und 2 Mal den UEFA Cup Winners’ Cup, dazu 1 Mal den UEFA Super Cup.

Und in den sieben Spielzeiten vor der Übernahme durch den russischen Milliardär kamen die Blues auf den Plätzen 4, 6, 6, 5, 3, 4 und 6 in der Premier League ein.
Die Nordamerikanische Soccer Liga (NASL) – das Original, welches von 1968 – 1984 existierte, war eine Operettenliga, in der nur alte Herren spielten, um kurz vor dem Karriereende nochmals so richtig abzukassieren.

Dieses Statement ist gesetzt in den Vorurteilen der internationalen Fußballanhänger und Medienprofis. Doch auch das ist falsch. Denn obwohl man über das Niveau der NASL trefflich streiten kann, bleibt festzuhalten.

So alt waren die Stars, die in der Liga spielten nicht.  Als sie in die USA kamen waren die folgenden Top-Spieler am Anfang ihrer Karriere oder im Zenit: Giorgio Chinaglia – 29 Jahre, Hugo Sanchez – 21 Jahre, Trevor Francis – 23 Jahre, Peter Beardsley – 20 Jahre.

Und auch die Altstars, die dann verpflichtet wurden, waren noch nicht jenseits von Gut und Böse, als sie in den USA anfingen. Johan Cruyff war 32, Pele war 34, Gerd Müller war 33 und Franz Beckenbauer war 31. Und der Kaiser formulierte damals trefflich: “Wir hatten Spieler aus 14 Ländern in New York, aber wir waren keine Zirkustruppe. Wir spielten einen technisch anspruchsvollen und erfolgreichen Fußball und haben immerhin Ham­burg, Lazio und Atlético Madrid geschlagen.”Was und wann Abseits ist, das glauben alle Hobby Jupp Derwalls zu wissen.

Und doch – ein Spruch wie “wird der Ball zurückgespielt, kann es kein Abseits sein” hält sich seit ewigen Zeiten.

Und das ist falsch. Denn entscheidend ist nur, ob sich der Spieler beim Abspiel – wo dabei der Ball hingespielt wird, ist vollkommen egal – vor oder hinter dem Ball befindet.

Deshalb gibt es auch so viele Abseitsentscheidungen bei kurz ausgeführten Ecken. Wenn ein Mitspieler den zurückgespielten Ball stoppt, kommt der ausführende Kollege fast immer aus einer Abseitsposition.Das zweite Jahr in der Bundesliga ist für jeden Aufsteiger immer das schwerste.  Denn Aufsteiger spielen im ersten Jahr befreit auf, sind von den Gegnern schwer auszurechnen.

Aber im zweiten Jahr Jahr erwischt es die meisten. Klingt gut, ist aber  Legende oder besser “Scheißhausparole”.

Denn ca 40 % aller Aufsteiger steigen gleich im ersten Jahr wieder ab. Ca. 30 % steigen in der in keiner Weisheit auftauchenden vierten Saison ab.

Nach dem angeblich so schwierigen zweiten Jahr müssen nur ca. 25 Prozent der Aufsteiger wieder eine Etage tiefer spielen.Roy Keane hat wohl das brutalste und gemeinste Foul der jüngeren Fußball-Geschichte begangen. Warum. Es war vorsätzlich und mit Ansage und dann wurde es in vollem Bewusstsein ausgeführt und nicht im Affekt.

Worum geht es? Um das Foul an Alf-Inge Haaland im April 2001. Das folgende YouTube Video zeigt die ganze Brutalität des Vorgehens von Keane. Und das Foul hätte wirklich auch das Ende der Karriere von Haaland bedeuten können. Doch es beendete die Karriere des ewigen Feinds von Keane eben nicht.

Keane erhielt für das Foul eine rote Karte und Haaland konnte die Partie sogar weiterspielen.

Ein paar Tage später absolvierte der Norweger sogar ein Länderspiel – immerhin eine ganze Halbzeit lang. Und Haaland musste seine Karriere zwei Jahre später – also im Juli 2003 – wegen Problemen an seinem linken Knie aufgeben. Keane traf aber im April 2001 das rechte Knie.Die ManU Legende Denis Law höchstpersönlich hat damals für den Abstieg der Red Devils aus der höchsten englischen Liga gesorgt.

Und zwar als er für den Stadtrivalen ManCity spielte. Klingt gut – stimmt aber auch nur fast. Es stimmt, dass Denis Law das einzige Tor beim 1:0 Sieg von ManCity gegen ManU genau an dem Spieltag schoss, an dem der Abstieg der Red Devils besiegelt wurde.

Aber egal wie das Spiel gegen die Citizens ausgegangen wäre. Aufgrund der Resultate von Birmingham und West Ham wäre ManU sowieso abgestiegen, sogar wenn sie gewonnen hätten.

Und das hätte auch am gleichen Spieltag festgestanden.
Eine Fußball-Weisheit, die sich schon ewig hält, aber einfach keine ist, ist die, dass der Gefoulte selbst nie zum Elfmeter antreten sollte.

Stimmt so nicht, denn es ist ziemlich egal, ob der Gefoulte zum Elfer antritt oder einer seiner Mitspieler. Zumindest was die Zeit von 1963 bis 2005 angeht.

Denn da wurde in einer Langzeitstudie beweisen, dass gefoulte Elfmeter-Schützen mit einer Quote von 72,55 Prozent ihre Strafstöße verwandelten, die anderen Schützen mit einer Quote von 74,62 Prozent.

Der Unterschied von 2,07 Prozent liegt im Rahmen der zufälligen Schwankung. Das kann sich natürlich in den letzten 10 Jahren geändert haben. Wenn ständig Messi oder Huntelaar zum Penalty antreten – sogar mit Sicherheit :-))).Abseits, rote Karte, Hand – sieht so einfach und eindeutig aus, doch auch hier gibt es diverse Fußball-Weisheiten, die einfach falsch sind.

Zum Beispiel die, dass es Handspiel ist, wenn sich ein Spieler durch das Handspiel einen Vorteil verschafft. Doch ob sich ein Spieler einen Vorteil verschafft, ist völlig irrelevant.

Entscheidend ist die Frage: Absicht oder nicht? Selbst bei einer Torerzielung oder Torverhinderung.

Wird beispielsweise der Stürmer aus nächster Nähe vom Verteidiger beim Klärungsversuch angeschossen und der Ball prallt von dessem sich in natürlicher Haltung befindlichem Arm ins Tor, zählt der Treffer. Vorteil hin oder her.Und noch so ein Regelding. Aus einem Freistoß kann direkt ein Eigentor erzielt werden, heisst es seit Jahren. Doch auch das ist falsch.

Ein Freistoß soll einen Vorteil für die ausführende Mannschaft darstellen. Hier kann unmittelbar, das heißt ohne weitere Berührung, kein Nachteil entstehen. Sollte ein Spieler einen Freistoß zum Torwart zurückspielen und dieser über den Ball schlagen, würde es daher kein Tor, sondern Eckstoß geben.

Und damit ein wirklicher Vorteil entsteht sollten Leo Messi und CR7 den Freistoss nicht ausführen.

Denn entgegen landläufiger Meinung sind sie keine guten Freistoß-Schützen. Näheres zeigt dieser Post:https://www.ligalive.net/das-sind-die-22-besten-freistoss-schuetzen-der-letzten-10-jahre/. Er zeigt übrigens auch, wer schießen sollte, damit es klappt.Pep Guardiola hat beim FC Bayern München das seelenlose Passmonster eingeführt, welches TikiTaka genannt wird. TikiTaka ist nur auf Ballbesitz aus, aber fürchterlich langweilig, da sich die ballbesitzende Mannschaft das Spielgerät sinnfrei zuspielt, ohne auch nur in die Nähe einer gefährlichen Situation zu kommen.

Auch dieses Vorurteil hält sich seit 2013 beständig. Dabei hasst Pep Guardiola nach eigener Aussage Tikitaka. Und Guardiola verabscheut den Begriff Tiki Taka, weil er in seinen Augen eher für toten Ballbesitz steht. “Das ist doch genau das, was ich hasse, sich den Ball einfach nur zuzuspielen, dieses Tiki-Taka. Das ist dummes Zeug und führt zu nichts”, wird Guardiola im Buch “Herr Guardiola” von Martí Perarnau zitiert.

“Man muss den Ball in einer bestimmten Absicht in den eigenen Reihen halten, in der Absicht nämlich, vors gegnerische Tor zu kommen und Schaden anzurichten. Für Guardiola soll Ballbesitz kein Dogma sein sondern das entscheidende Werkzeug. Ballbesitz ohne Raumgewinn ist für den Katalanen im Endeffekt ohne Wirkung und meist lediglich eine Verteidigungsstrategie – eher so eine Art “Tikinaccio”, eine Mischung aus TikiTaka und Catenaccio.

Das “Juego de Posición” a la Guardiola zeichnet sich deshalb weniger durch vorgegebene Spielzüge aus, wie das Schema F Spiel eines Louis van Gaal. Jeder Angriff soll für sich genommen einzigartig sein, wird aber durch bestimmte Regeln und Grundordnungen, die Guardiola jeweils anpasst, beeinflusst. Natürlich ergeben sich dabei gerade im frühen Spielaufbau wiederholende Muster, aber selbst diese sind aufgrund des hohen Tempos und der präzisen Pässe nur schwer zu verteidigen.Playing for Juventus in Turin is ‘like living in a foreign country’.

Dieser schlaue Satz wird dem Fußball-Philosophen aus Wales, Ian Rush, zugesprochen. Das hat die Qualität eines Andreas Möller oder eines Andreas Brehme.

Das Liverpooler Urgestein spielte genau eine Saison in Turin und schoss 14 Tore in 39 Spielen.

Doch den blöden Satz haben ihm wohl seine Ex-Kumpels – von der Anfield Road untergeschoben.
Seitdem der Transfer von Luther Blissett zu AC Mailand floppte, hieß es, die Italiener hätten sich verguckt und gar nicht Blissett hätten verpflichten wollen sondern den Watford Teamkollegen John Barnes.

Klingt gut, stimmt aber wohl nicht. Blissett schaffte in seiner einzigen Saison in Italien ganze 5 Tore in 30 Spielen und nach 12 Monaten war Schluss bei Milan.

Aber es gibt keine Anzeichen dafür, dass die Italiener nicht den damaligen Watford-Star hätten haben wollen. Zumindest gibt es keinen Beweis für diese These. Und außerdem sahen sich die beiden Spieler auch nicht unbedingt ähnlich.

Vielmehr passte die Watford-Legende einfach nicht in das Spielsystem der Italiener. Das ist alles. Dafür bleibt ihm der ewige Watford Rekord mit 186 Toren.Manchester City und Paris St. Germain haben den Fußball ruiniert.

Sie haben sich an reiche Scheichs verkauft und geben nun Unsummen für neue Spieler aus. Dadurch verzerren sie den Wettbewerb. Klingt gut, ist auch einfach, doch so nicht richtig. Denn ManCity ist zwar besser geworden seit 2008, doch dominieren die Citizens die Liga ja nun wirklich nicht. Wie das Beispiel Leicester City eindrucksvoll zeigt.

Und den Transfermarkt hatten vor ManCity und PSG auch schon andere Vereine aufgemischt. Von den 15 teuersten Spielerverpflichtungen aller Zeiten wurden ganze zwei von ManCity getätigt, vom PSG drei, von Barca ebenfalls drei – aber von Real Madrid sechs.

Die Königlichen sind also eher Shopping-Queen des Fußballs. Und nicht die Scheich-Klubs – auch wenn die schnell aufholen. Und vielleicht in den nächsten Jahren dann doch alle Rekorde brechen werden.Und dieses ist die Lieblingsregel der Fußball-Kommentatoren. Grobes Foul in der eigenen Hälfte. Und dann die Frage: War der foulende Spieler der letzte Mann?

Bekommt er deshalb die rote Karte? Doch allein die Frage ist schon Quatsch. Denn es ist vollkommen egal, ob der Foulende der letzte Mann war oder nicht. Das hat nichts mit der Rotwürdigkeit eines Fouls zu tun.

Eine rote Karte ist vom Schiri zu geben ‘if a player prevents a clear goalscoring opportunity’.

Das kann nun vom letzten Mann geschehen, dann bekommt dieser die rote Karte. das kann aber auch von einem anderen Spieler erfolgen, der nicht letzter Mann ist. Dann erhält dieser eben auch rot.Nur der Kapitän darf sich mit dem Schiedsrichter gepflegt über dessen Entscheidungen austauschen. Auch so eine Fehleinschätzung des gemeinen Bundestrainers zu Hause.

Denn grundsätzlich darf jeder Spieler den Schiedsrichter ansprechen. Dies sollte jedoch im angemessenen, ruhigen und respektvollen Ton geschehen – auch wenn es der Kapitän tut. Der Spielführer wurde seitens der Regel als Ansprechpartner für den Schiedsrichter eingeführt – also für die Kommunikation in umgekehrter Richtung.

Wenn der Schiri zum Beispiel einen Trainer aus dem Innenraum schicken will (Kennen wir ja), muss dieses über den Spielführer erfolgen, der der Bitte des Schiris auch Folge leisten muss und ds Ersuchen weiterzuleiten hat.

Widersetzt er sich der Forderung des Unparteiischen, ist er dafür zu verwarnen. Das einzige Recht, welches den Capitano von allen anderen Spielern unterscheidet, ist das der Platzwahl.Die goldene Generation des englischen Fußballs, die nichts gewann, einfach gar nichts, hätte durch Ryan Giggs den finale Touch erhalten können.

Dieses Gerücht hält sich hartnäckig auf der Insel. Aber ob die Elf um Seaman, Neville, Ferdinand, Terry, Cole, Beckham, Gerrard, Lampard, Scholes, Owen und Rooney mit Giggs einen Titel geholt hätte, erscheint zweifelhaft.

Und es ist müßig, darüber zu streiten. Zwar hatte das englische Team gerade auf dem linken Flügel immer seine Schwierigkeiten und dort mussten regelmässig zentrale Mittelfeldspieler aushelfen.

Und Giggs hätte das Problem sicher lösen können. Doch der ManU-Star war nun mal Walliser. Wallisische Mutter, Vater aus Wales – nichts zu machen für England.
Der Torhüter genießt im 5-Meter Raum besonderen Schutz. Glaubt jeder und weiß jeder. Doch das stimmt nicht ganz. Der 5-Meter Raum ist eigentlich nur von Bedeutung für den Ort der Spielfortsetzung.

Im aktuellen Regelwerk ist nichts davon vermerkt, dass der Torwart hier einen besonderen Schutz genießt.

Denn ein entsprechender Passus wurde bereits vor einigen Jahren gestrichen. Der einzige Vorteil des Keepers im Tor- und Strafraum ist, dass ihm beim Abschlag “freies Geleit” gewährt wird. Das heißt, ein Angreifer kann sich zwar vor ihn stellen, er darf aber keine weiteren Bewegungen mitmachen.

Tut er dies und angelt sich den Ball, selbst wenn dieser frei in der Luft ist, handelt er strafbar. Auch wenn es nicht zu einem Kontakt mit dem Torwart kommt, gibt es einen indirekten Freistoß.Glück und Pech für ein Team gleichen sich im Verlauf einer Saison genauso wie Fehlentscheidungen des Schiris für oder gegen ein Team  immer aus. Auch das hört man häufiger von den kommentierenden Sprechakrobaten.

Diese haben aber wohl in den seltensten Fällen Statistik oder Wahrscheinlichkeitsrechnung in ihrem Studium gehabt. Denn die Äußerung ist falsch.

Nur weil eine Mannschaft in der einen Woche Pech hatte, heisst das nicht, dass sie in der anderen Woche Glück haben muss. Die Chance weiterhin Pech zu haben ist in der Folgewoche genauso groß wie in der Woche davor.

Und dass es bei Schiedsrichtern so einen kleinen Heimmannschaftsbonus und einen “große Mannschaften” Bonus gibt, das wissen alle, die keine Bayern-Fans sind.Und auch dass früher mehr Tore fielen als heutzutage in der Bundesliga, stimmt so nicht ganz.

Zwar fielen in der Bundesliga im Zeitraum von 1963 – 1990 im Schnitt mehr als 3 Tore pro Spiel.

Seit dem Jahr 2000 ist die Torausbeute pro Spiel relativ konstant und schwankte zwischen 2,75 Toren pro Spiel in der Saison 2014/15 und 3,16 Toren in der Saison 2013/14.Die meisten Tore in den großen 5 europäischen Ligen fallen in der Premier League. Die wenigsten in Italien.

Auch dieses Vorurteil hält sich schon so einige Jahre. Zumindest für die Saison 2015/16 stimmt das nicht. Die meisten Tore fielen in der Saison 2015/16 mit im Schnitt 2,83 Toren pro Spiel in der Bundesliga.

In der Premier League fallen übrigens im Durchschnitt der letzten Spielzeiten 2.7 Tore pro Spiel. In Frankreich fielen in der Saison 2015/16 960 Tore in 380 Spielen.

Das waren 2,53 Tore pro Spiel. Und in der Serie A fielen in ebenfalls 380 Spielen 979 Tore. Das sind 2,58 Tore pro Spiel im Schnitt.Wenn Franco Foda das Stadion betritt, lachen sich natürlich nicht alle Zuschauer kaputt. Es sei denn, das Stadion ist in Brasilien oder Portugal und der Name wird an der tafel eingeblendet.

Warum? Franco Foda heißt im portugiesischen soviel wie Geschlechtsverkehr ohne Bezahlung. Das kann schon mal zur Erheiterung führen.

Genau wie damals im Maracana-Stadion las Franco Foda kurz vor Schluss für die deutsche Nationalmannschaft eingewechselt wurde und sein Name auf der großen tafel erschien.

Aber das ist mehr als 30 Jahre her.


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