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Diese 25 Transfers bedauert Real Madrid noch heute

DIE STORY IN KURZEN VIDEOS

DIE STORY IN KURZEN ESSAYS

Bernabeu Bite - oder die Angst vor dem großen Versagen

Der argentinische Fußball-Zauberer und Philosoph Diego Maradona diagnostizierte einst das Problem von Real Madrid wie folgt: “Ihr Problem ist, dass sie alle da Stars sind. Man braucht aber auch jemanden, der das Wasser zum Brunnen trägt“. Keinen Maradona natürlich, aber gute solide Spieler, die ihre Aufgabe perfekt erfüllen. Diese 25 Transfers bedauert Real Madrid noch heute.

Real Madrid und der Bernabeu-Bite. Foto: Getty Images
Real Madrid und der Bernabeu-Bite. Foto: Getty Images

EINE ANDERE LIGALIVE STORY?

Die Transfers von Senor Perez

Seit seiner Gründung im Jahr 1902 wandelte sich Real Madrid von einem einfachen Fußballklub zur stärksten Fußballmarke der Welt und zu einem Verein, der über die Jahre immer wieder die besten Spieler der Welt in seine Reihen lockte. Und die, die es werden wollten.

Puskas, Butragueno, Zidane, CR7 und Co. bewiesen ihr Können vor den Augen des mehr als kritischen Madrider Publikums und wurden Ikonen. Sie überwanden den „Bernabeu-Bite“, die Angst vor dem Versagen, den mehr als kritischen und ungeduldigen Fans und dem ungeheuren Leistungsdruck bei Real Madrid.

Doch das schafften eigentlich nur die wenigsten. Immer wieder zerbrachen High Potentials oder als kommende Superstars gehandelte Novizen unter dem Druck der Erwartungen. Einige ruinierten sich ihre Karriere für längere Zeit oder immer in Madrid.

Und auch an gescheiterten Superstars, die zu den Los Blancos wechselten, mangelte es bei den Königlichen nie. Das bezieht sich insbesondere auf das 21. Jahrhundert  und die Ägide von Florentino Perez, dem spanischen Unternehmer, Fußballfunktionär und ehemaligen Politiker mit dem besonderen Image.

Real Madrid - das ging gar nicht

Jede Saison ein neuer Super-Transfer. Foto: Getty Images
Jede Saison ein neuer Super-Transfer. Foto: Getty Images

Perez gehört zu den 5 mächtigsten Menschen im europäischen Fußball. Mit kleinen Unterbrechungen regiert er über das Madrider Königreich seit Sommer 2000.

Trainer und Spieler kamen und gingen seitdem, Perez blieb. Unter Perez ist kaum ein anderer Fußballklub auf der Welt so gnadenlos zu seinen fußballerischen Angestellten (Trainern und Spielern) wie Real Madrid. Sobald es „nicht läuft“, muss der Trainer mit seinem Team mit seinem Kopf bezahlen und Superstar 1 wird durch Superstar 2 ausgetauscht. Das Ergebnis dieser Politik: 13 Trainerwechsel in 18 Jahren. Jeder der Elite-Trainer hatte dabei seine Lieblingsspieler. Doch wer Lieblingsspieler des Vorgängers war, der war selten auch ein Günstling des Nachfolgers. Die Folge: Unzählige Spieler wurden verpflichtet und viele von ihnen verbrachten fast den ganzen Vertrag auf der Bank oder als Leihgaben bei anderen Vereinen. Wir haben uns bei den TOP-Verpflichtungen von Real näher umgeschaut und ein Ranking daraus erstellt. Daraus haben wir deine Geschichte über die 25 Transfers erstellt, die Real bis heute am wohl am meisten bedauert. Aus den unterschiedlichsten Gründen.

Weil Real Madrid den Spieler kaufte und es nicht funktionierte oder weil man den Spieler wieder (billig) verkaufen musste, weil es nicht passte. Einige Spieler floppten dann auch beim nächsten Verein, andere spielten groß auf. Die Spanne der Real-Trauertransfers reicht von den größten finanziellen Transferflops und den größten sportlichen Enttäuschungen von verpflichteten Superstars bis hin zu Spielern aus der eigenen Jugend, die den entscheidenden Schritt in die Stammelf der ersten Mannschaft nicht schafften.

Darunter sind auch einige Teens, die ihre Karriere wegwarfen und einfach nicht das in der spanischen Hauptstadt brachten, was sie hätten bringen können, wenn sie etwas disziplinierter und weniger egoman gewesen wären.

Regret 25 – 21: Vom schwierigen Franzosen bis zum "Erben Maradonas"

25. Nicolas Anelka: "Le Sulk" did not pay off - Von Arsenal London für €34.5m | 2009

Anelka und Real Madrid passte einfach nicht. Mandatory Credit: Ross Kinnaird/ALLSPORT
Anelka und Real Madrid passte einfach nicht. Mandatory Credit: Ross Kinnaird/ALLSPORT
Real war im Gambling-Modus, als sie einen talentierten aber temperamentvollen jungen Franzosen verpflichteten. Spitzname: ‚ Le Sulk ‚ (so ähnlich wie der Schmoll auf Deutsch). 

Der Gamble ging nicht auf. Nicolas Anelka hielt es nur eine Spielzeit bei Real Madrid aus. Anelka schoss magere 7 Tore in dieser Saison, aber es waren wichtige Tore. Sein erstes Tor schoss er im Clasico gegen Barca, zwei Tore erzielte er im Halbfinale der Champions-League gegen Bayern München.

Ein Grund für die wenigen Tore: Eine Suspendierung vom Trainingsbetrieb für 45 Tage war natürlich, weil er sich geweigert hatte zu trainieren. Anelka bezichtigte daraufhin seinen spanischen Arbeitgeber, ihn wie einen Hund zu behandeln.

„Something does not turn around properly in his head,“ so drückte es Real-Präsident Lorenzo Sanz als Replik aus, kurz bevor er das Enfant Terrible zu Paris St. Germain ziehen ließ – mit Verlust natürlich.

Regretfaktor bei Real Madrid:
Hoch, Anelka war teuer, brachte Unruhe und spielte überwiegend schlecht.
Was bedauerte Real Madrid?
Den Kauf, der Verkauf brachte ungefähr die gleiche Ablöse ein wie der Kauf.

EINE ANDERE LIGALIVE STORY?

Nico Patschinski spielte unter anderem für Union Berlin. Foto: Getty Images

24. Danilo: Missverständnis aus Brasilien - Vom FC Porto für €31.5m | 2015

Danilo konnte sich nicht durchsetzen. Foto: Getty Images
Danilo konnte sich nicht durchsetzen. Foto: Getty Images

Danilo ging offen damit um. Mit der Aufmerksamkeit und dem Gejagt werden durch die spanische Presse, mit dem jeder Spieler von Madrid klar kommen muss, hatte er seine Probleme. 

„An error, no matter how small, goes viral,“ lamentierte er. „A mistake becomes very great even if it is small. But, of course, when you do something good, it is also very great.“

Dummerweise gelang dem Brasilianer zu selten etwas gutes, während er bei Real spielte. In der Saison 2015/16 war er bei jeder Niederlage von Real auf dem Platz.

Im Sommer 2018 wechselte Danilo zu Manchester City. Da ist die Aufmerksamkeit aber nur unwesentlich geringer. Aber bei Manchester spielt eben kein Dani Carvajal auf der Stammposition.

Regretfaktor bei Real Madrid:
Mittel, Danilo war teuer.
Was bedauerte Real Madrid?
Den Kauf, "stupid English transfer money" sorgte für einen guten Verkaufspreis.

23. Robert Prosinecki: Fehlkauf vom Roten Stern - Von Roter Stern Belgrad für €15m | 1991

Prosinecki spielte für Barca und Real Madrid . Foto: Getty Images
Prosinecki spielte für Barca und Real Madrid . Foto: Getty Images

Robert Prosinecki gab es im nachhinein offen zu. „My time at Madrid could certainly have been better. But I established myself there at a time when foreign players were limited, and I discovered a different type of football.“

So kann man es auch sehen. Die Zeit des Serben  bei den „Los Blancos“, des eine Zeit lang bestbezahlten Spielers seiner Zeit, steht für Verletzungen und verlorene Titel und nicht für große Erfolge. Dabei waren die Erwartungen groß. Einer der talentiertesten Spieler, die jemals auf dem Balkan das Fußballspielen erlernt hatten, ein begnadeter Mittelfeldspieler, der soeben Roter Stern Belgrad zum  Sieger im Pokal der Landesmeister geführt hatte. Und jetzt die Krönung bei Real.

Doch das ging schief. Der Höhepunkt des Schaffens von Prosinecki bei Real war wohl ein Tor im Clasico gegen Barca. Und selbst das wurde noch dadurch überschattet, dass er ausgerechnet im Jahr 1995 von Real zu Barca wechselte.

Zum Glück für die Real Fans floppte er aber auch in Katalonien.

Regretfaktor bei Real Madrid:
Ziemlich hoch, Žuti („Blonder“) galt als bestbezahlter Fußballer der Welt.
Was bedauerte Real Madrid?
Kauf und Verkauf. Der Transfer zu Oviedo braucht nur 3 Mio. € ein. Barca zahlte später nur 1.5 Mio. €

22. Walter Samuel: "The Wall" funktionierte nicht - Vom AS Rom für €25m | 2004

Walter Samuel hatte überall Erfolg, nur bei Real Madrid kam er nicht zurecht. Foto: Getty Images
Walter Samuel hatte überall Erfolg, nur bei Real Madrid kam er nicht zurecht. Foto: Getty Images

Trotz einer Ablösesumme von 25 Mio. € sah der Transfer von Walter Samuel zu Real wie ein genialer Deal für die Spanier aus. 

Real suchte einen physisch starken Innenverteidiger mit internationaler Klasse und der Argentinier war genau das. Doch irgendwie schien nicht ‚The Wall‘ höchstpersönlich in Spanien angekommen zu sein, sondern ein Bruder oder ein Cousin.

So richtig fassen konnte es auch Fabio Capello nicht. „The fact that he did not make a name for himself at Real Madrid still surprises me,“ sagte der Starcoach später in einem Interview. „Perhaps it was the wrong time.“

Oder irgendwas in Spanien stimmte sonst nicht. Denn sobald der Argentinier wieder in Italien war (2005), spielte er wieder so gut wie früher – und das ca. 10 Jahre lang. Bei Inter Mailand ist er noch heute eine Legende.

Regretfaktor bei Real Madrid:
Sehr hoch, Samuel spielte überall überragend, nur...
Was bedauerte Real Madrid?
Verkauf. Samuel wurde mit großem Verlust zu Inter verkauft. Dort spielte er fast 10 Jahre überragend.

21. Javier Saviola : Noch ein Erbe Maradonas - Vom FC Barcelona für 0€ | 2007

Javier Saviola spielte wenig und wenn dann überwiegend schlecht. Foto: Getty Images
Javier Saviola spielte wenig und wenn dann überwiegend schlecht. Foto: Getty Images

„Im Nachhinein hätte ich doch gerne häufiger gespielt,“ sagte Javier Saviola über seine Zeit in Spanien. 

Dabei waren die ersten Jahre in Barcelona gar nicht so schlecht. Der Wechsel zu Real ging aber vollkommen daneben. Der ehemalige südamerikanische Spieler des Jahres konnte die Erwartungen als Erbe Maradonas nie erfüllen.

Im Endeffekt bedeutete die Verpflichtung von Saviola eine Schwächung von Barcelona aber keine Stärkung von Real. Das Schema ist so selten nicht.

„The little rabbit“ konnte sich gegen Spieler wie Arjen Robben, Gonzalo Higuain, Raul, Robinho und Ruud van Nistelrooy nicht durchsetzen. Von Real ging es nach nur 5 Toren relativ schnell zu Benfica Lissabon und mit der Karriere bergab.

Regretfaktor bei Real Madrid:
Mittel, Saviola war ablösefrei, verdiente aber sehr gut.
Was bedauerte Real Madrid?
Den Kauf. Er führte zu keiner Stärkung des Teams, Der Verkauf brachte 5.0 Mio. €.
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