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Diese 30 Fußball-Rekorde sind für die Ewigkeit

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DIE STORY IN KURZEN ESSAYS

Unschlagbar. Unerreichbar. Für die Ewigkeit.

Unschlagbar. Unerreichbar. Für die Ewigkeit. Unter den Spielern oder Mitglied der Teams zu sein, die ihren Platz im Fußball-Geschichtsbuch auf ewig sicher haben, ist wohl der Traum eines jeden Fußballprofis. Fußball-Rekorde – die Fußballwelt lebt von diesen Bestleistungen. Superstars, namhafte Spieler, aber auch liebenswerte Außenseiter haben im Laufe der Jahre immer wieder für Bestmarken gesorgt, mit denen sich im Fan-Talk glänzen lässt. Wen von den Größten des Fußballs geschwärmt wird, kommen immer wieder auch ihre unglaublichen Rekorde ins Spiel.

„Nein, das war ein Anderer, ich weiß es ganz genau.“

Brasilien ist ein besonderer Rekordhalter.
Brasilien ist ein besonderer Rekordhalter. (Photo by Mario Tama/Getty Images)

Nicht immer ist man in einer solchen Diskussion sicher. „Weiß ich ganz genau, dass das Rekord ist“, heißt es dann.

Oder es kommen kategorische Antworten wie „Nein, das war ein Anderer, ich weiß es ganz genau.“ Solche Fan-Dialoge, sei es im Wohnzimmer beim gemeinsamen Fußballgucken, in der Fan-Kneipe oder in der Halbzeitpause im Stadion sind Teil der lieb gewonnenen Fußball-Folklore – überall auf der Welt.

Doch es gibt auch die Kehrseite der Medaille. Die ewigen Negativ-Rekorde. Diese werden von den Fans fast genauso häufig ins Spiel gebracht wie die Rekorde der ganz Großen.

Dahinter steht die unkaputtbare Psychologie der Schadenfreude. Wer möchte schon dem Team angehören oder die Daumen drücken, dass eine historische Klatsche erlebt hat? Wer spricht gern über Gegentore für den eigenen Lieblingsklub, die in jedem Fußball-Jahresrückblick vorkommen und die im Internet zu Evergreens unter den Klick-Hits für sportliche Missgeschicke gehören?

Unschlagbare Fußball-Rekorde

"Giggsy" hält einen Rekord, der wohl kaum gebrochen werden kann.
"Giggsy" hält einen Rekord, der wohl kaum gebrochen werden kann. (Photo by Dean Mouhtaropoulos/Getty Images)
Große Stars, freche Nobodys, aber auch die Fans sind es, die für Rekorde sorgen. Die Sehnsucht, Teil eines großen Fußballspiels zu sein, Augenzeuge zu sein, wenn Fußballgeschichte geschrieben wird, lockt sie in die Stadien – und sorgt für Bestmarken, die im wahrsten Sinne des Wortes „Unbreakable“ sind.

Unschlagbar. Der Fußball lebt – bei aller Berechenbarkeit – doch von seiner Unberechenbarkeit. Somit gibt es in der Fülle der Fußball-Rekorde auch Werte, die mittel- oder langfristig doch noch ins Wanken kommen. Unwahrscheinlich zwar, aber eben doch nie ganz auszuschließen. Die Fußballwelt wird sich auch nach Ronaldo und Messi weiter drehen. Der Sport wird neue Superstars zu Tage fördern – und vielleicht auch den ein oder anderen Rekordhalter, der von einem solchen Status vorher vielleicht geträumt hat.

Wir haben sie uns angesehen, die unschlagbaren Fußball-Rekorde. Tore, Karten, Team-Bestmarken, Zuschauerrekorde – einfach abtauchen ins Guinness-Buch der Fußball-Bestmarken. Wir teilen die Fußball-Rekorde in 6 Kategorien auf:

1.) Individualrekorde

2.) Team-Rekorde

3.) Negativ-Rekorde / Rekorde zum Fremdschämen

4.) World Cup Rekorde

5.) Rekorde, die vielleicht noch gebrochen werden

6.) Rekorde für die Ewigkeit

EINE ANDERE LIGALIVE STORY?

Rekorde 30 - 26: Individualrekorde einzelner Spieler

30. Rob Rensenbrink: Ewiger Tor-König im Pokalsieger-Cup

Rob Rensenbrink (re., RSC Anderlecht)Rob Rensenbrink right RSC Anderlecht

Es ist still geworden um Rob Rensenbrink. Der heute 71 Jahre alte Niederländer hat sich aus der Öffentlichkeit zurückgezogen, seit im Juli 2015 bekannt wurde, dass er unter der tückischen Krankheit progressive Muskelatrophie leidet.

Rob Rensenbrink ist der Fußballer, der die Niederlande zum Weltmeister machen konnte. In der Nachspielzeit des WM-Finales vom 25. Juni 1978 gegen Argentinien (1:3 n. V.) trifft der niederländische Stürmer nur den Pfosten – und verpasst damit nicht nur die Krönung des „Voetbal totaal“, sondern auch seine eigene. Mit einem 6. Treffer wäre Rensenbrink in Argentinien WM-Torschützenkönig. Vier Jahre zuvor haben die Niederlande mit einem angeschlagenen Rensenbrink im Finale von München mit 1:2 gegen die BR Deutschland verloren.

Trotz dieser Pleiten besitzt Rob Rensenbrink einen Rekord, den ihm niemand nehmen wird. Der Stürmer des RSC Anderlecht und des FC Brügge gewinnt den Europapokal der Pokalsieger zwei Mal (1976 und 1978) – und ist mit 25 Treffern Rekord-Torschütze des 1999 eingestellten Wettbewerbs. Anderlechts großes Team der 70er – mit Arie Haan, Rensenbrink und Frankie Vercauteren – holt sich den „EP2“ 1976 in der eigenen Stadt gegen West Ham United (4:2). 1978 folgt in Paris der zweite Triumph mit einem 4:0-Kantersieg gegen Austria Wien. Pieter Robert „Rob“ Rensenbrink – das Cruyff-Double aus Anderlecht –  hat seine erfolgreichste Saison im Pokalsieger-Pokal 1975/76 mit acht Treffern in neun Spielen.

Rensenbrink, wegen seiner hageren Gestalt und seinen geschmeidigen Dribblings auch „der Schlangenmensch“ genannt, gelingen in beiden gewonnenen Finals jeweils zwei Tore – auch das ist einmalig im Pokalsieger-Wettbewerb. Sein Deutschland-Trauma wird er allerdings nicht los. Im Finale von Amsterdam am 11. Mai 1977 verhindert ein deutscher Verein die historische Titelverteidigung im Pokalsieger-Pokal. Der Hamburger SV bezwingt den RSC Anderlecht mit 2:0.

29. Mauricio Baldivieso: Jüngster Spieler beim Profi-Debüt

Der jüngste Spieler beim Profi-Debüt.

Zwölf Jahre ist Mauricio Baldivieso alt, als er am 19. Juli 2009 sein Profi-Debüt für den bolivianischen Klub Aurora gibt.

Gegen den FC La Paz läuft Baldivieso als jüngster Spieler aller Zeiten auf. Er löst damit den Peruaner Fernando Garcia als bisher jüngsten Fußball-Profi der Geschichte ab, der bei seinem Debüt im Jahr 2001 exakt 13 Jahre und elf Monate alt ist. Baldivieso – bei diesem Namen klingelt es bei Fans des südamerikanischen Fußballs. Mauricio Baldivieso, am 22. Juli 1996, ist der Sohn des 85-fachen bolivianischen Nationalspielers Julio César Baldivieso. Der offensive Mittelfeldspieler gehört 1994, bei Boliviens WM-Teilnahme in den USA, zum Kader.

„El Emperador“, wie Baldivieso Senior in Bolivien genannt wird, spielt noch mit 46 Jahren für Aurora und sorgt auch dafür, dass sein Sohn zu diesem Rekord-Debüt kommt. Der Druck ist für das Fußballkind im Profilager wohl zu viel.

Nach Spielende bricht Mauricio Baldivieso in Tränen aus. Sein Vater hat dafür eine einfache Erklärung: Der Schiedsrichter ist schuld. 5 Tage später muss Julio César seinen Trainerposten bei Aurora räumen. Mauricio Baldivieso könnte ein ähnlicher Fußball-Weltenbummler werden wie sein Vater. San José ist seine 6. Profistation seit 2009.

28. Asmir Begovic: Torhüter mit 91-Meter-Tor

Der Rekord-Torschütze - Asmir Begovic.
Der Rekord-Torschütze - Asmir Begovic. (Photo by Chris Brunskill/Getty Images)
Im Britannia Stadium von Stoke sind am 2. November 2013 erst 13 Sekunden gespielt, als Potters-Keeper Asmir Begovic gegen den FC Southampton den Ball nach einem Rückpass seiner Teamkollegen in Höhe des eigenen Elfmeterpunkts einfach auf den rechten Hammer nimmt – und ihn ins Feld drischt.

Das Leder geht auf die Reise… hoch über dem Spielfeld, der Wind hilft ein bisschen mit. Und dann senkt sich der Ball am Strafraum der Saints ab. Die beiden absichernden Southampton-Abwehrspieler heben schützend die Arme, bleiben weg. Sie sind sicher, dass der hinter ihnen stehende Torhüter Artur Boruc das Spielgerät abfängt. Nimm du ihn, ich hab ihn sicher! Doch der polnische Keeper, der bereits am Fünfmeterraum steht, hat den Ausfallswinkel des Balles unterschätzt und das Ding trudelt über ihn hinweg – ins Netz!

Ein Jahrhunderttor! Die gemessene Tor-Entfernung beträgt 91,9 Meter. Sie bringt den bosnischen Nationaltorhüter und WM-Teilnehmer von 2014 im gleichen Jahr in das Guinness Buch der Rekorde – es ist der Treffer mit der größten Tor-Entfernung aller Zeiten.

Pechvogel Boruc hat Glück im Unglück. Gegen Stoke City mit dem deutschen Nationalspieler Robert Huth in der Startelf rettet Jay Rodriguez den Gästen aus Southampton mit dem 1:1 (42.) noch einen Punkt und bewahrt Boruc vor der totalen Blamage.

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27. Gareth Barry: Rekordspieler der englischen Premier League

Niemand hat häufiger in der Premier League gespielt - Gareth Barry..
Niemand hat häufiger in der Premier League gespielt - Gareth Barry.. (Photo by Mike Hewitt/Getty Images)

Bereits am 28. Oktober 2007 setzt sich Gareth Barry im Spiel Aston Villa gegen die Bolton Wanderers (1:1) an die Spitze der Einsatz-Rangliste der Premier League. Im Trikot der Villains überholt der Mittelfeldspieler Chelseas Frank Lampard als Rekordspieler in der erst 1992 gegründeten englischen Fußball-Eliteliga.

Barry spielt in seiner fast 20 Jahre währenden Profikarriere für Aston Villa, Manchester City, den FC Everton und West Bromwich Albion in der Premier League.

Bis zum Abstieg aus der Fußball-Eliteklasse der Insel 2018 mit den Baggies absolviert er 653 Einsätze – und gewinnt 2014 mit Man. City auch die englische Meisterschaft.

Abjagen kann Barry den Einsatz-Rekord im englischen Fußball-Oberhaus wohl niemand mehr. Keiner der 13 hinter ihm rangierenden Spieler ist noch aktiv. Der inzwischen 36-jährige Veteran Jermain Defoe vom AFC Bournemouth müsste noch 159 Spiele und damit mehr als vier Jahre in der Premier League bestreiten, um sich den Rekord zu holen. Impossible!

26. Josef Bican: Bester Torjäger aller Zeiten

Der beste Torjäger des 20. Jahrhunderts - Pepi Bican. Foto: Imago
Der beste Torjäger des 20. Jahrhunderts - Pepi Bican. Foto: Imago

Vergesst Pelé, Ronaldo oder Messi: Keiner erzielt mehr Tore in der Fußball-Geschichte als Josef Bican. „Pepi“, wie der gebürtige Wiener genannt wird, erhält 1997 in München von der Internationalen Organisation der Fußball-Historiker die Trophäe des „weltbesten Torjägers des 20. Jahrhunderts.“

Etwas 5.000 Tore gehen auf das Konto des für Österreich bei der WM 1934 stürmenden Bican – unbreakable! In nur 34 Länderspielen für das ÖFB-Team erzielt er 29 Treffer. 643-mal traf er in der ersten und zweiten Liga.

Bican, der 2001 mit 88 Jahren stirbt, sammelt Torjäger-Titel wie andere Hemden. Insgesamt 18-mal wird Bican als bester Torschütze eines nationalen oder internationalen Wettbewerbs ausgezeichnet. Eine Auswahl: In Diensten von Slavia Prag und Vitkovice wird er allein zwischen 1938 und 1950 insgesamt 5-mal Torschützenkönig in der Tschechoslowakei. Torschützenkönig des wichtigsten internationalen Vorkriegs-Wettbewerbs, des Mitropa-Cup, wird er 1938. Bester Schütze in Österreich wird er nur ein einziges Mal: 1934, mit Rapid Wien.

„Ich bin der Auffassung, dass seine Torjäger-Qualitäten in jeder Etappe der Fußballentwicklung das Wichtigste waren, egal in welchem System gespielt wurde“, sagt Josef Masopust, Europas Fußballer des Jahres 1962, später über Bican, „.im Fußball gilt es, Tore zu schießen und er erfüllte diese Aufgabe voll und ganz.“

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