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Diese 30 Fußball-Rekorde sind für die Ewigkeit

Diese 30 Fußball-Rekorde sind für die Ewigkeit. Zu gut, zu einmalig, zu verrückt – Unbreakable. WM-Rekorde, Vereinsrekortde, Spielerrekorde. Rensenbrink, Sukur, Ross, Aston Villa, Leipzig

Schneller war bisher keiner - Hakan Sükür.

Fußball-Rekorde – Unschlagbar,  unerreichbar,  für die Ewigkeit. Unter den Spielern oder Mitglied der Teams zu sein, die ihren Platz im Fußball-Geschichtsbuch auf ewig sicher haben, ist wohl der Traum eines jeden Fußballprofis. Fußball-Rekorde – die Fußballwelt lebt von diesen Bestleistungen. Superstars, namhafte Spieler, aber auch liebenswerte Außenseiter haben im Laufe der Jahre immer wieder für Bestmarken gesorgt, mit denen sich im Fan-Talk glänzen lässt. Wen von den Größten des Fußballs geschwärmt wird, kommen immer wieder auch ihre unglaublichen Rekorde ins Spiel.

Nicht immer ist man in einer solchen Diskussion sicher. „Weiß ich ganz genau, dass das Rekord ist“, heißt es dann. Oder es kommen kategorische Antworten wie „Nein, das war ein Anderer, ich weiß es ganz genau.“ Solche Fan-Dialoge, sei es im Wohnzimmer beim gemeinsamen Fußballgucken, in der Fan-Kneipe oder in der Halbzeitpause im Stadion sind Teil der lieb gewonnenen Fußball-Folklore – überall auf der Welt.

Doch es gibt auch die Kehrseite der Medaille. Die ewigen Negativ-Rekorde. Diese werden von den Fans fast genauso häufig ins Spiel gebracht wie die Rekorde der ganz Großen.

Dahinter steht die unkaputtbare Psychologie der Schadenfreude. Wer möchte schon dem Team angehören oder die Daumen drücken, dass eine historische Klatsche erlebt hat? Wer spricht gern über Gegentore für den eigenen Lieblingsklub, die in jedem Fußball-Jahresrückblick vorkommen und die im Internet zu Evergreens unter den Klick-Hits für sportliche Missgeschicke gehören?Große Stars, freche Nobodys, aber auch die Fans sind es, die für Rekorde sorgen. Die Sehnsucht, Teil eines großen Fußballspiels zu sein, Augenzeuge zu sein, wenn Fußballgeschichte geschrieben wird, lockt sie in die Stadien – und sorgt für Bestmarken, die im wahrsten Sinne des Wortes „Unbreakable“ sind.

Unschlagbar. Der Fußball lebt – bei aller Berechenbarkeit – doch von seiner Unberechenbarkeit. Somit gibt es in der Fülle der Fußball-Rekorde auch Werte, die mittel- oder langfristig doch noch ins Wanken kommen. Unwahrscheinlich zwar, aber eben doch nie ganz auszuschließen. Die Fußballwelt wird sich auch nach Ronaldo und Messi weiter drehen. Der Sport wird neue Superstars zu Tage fördern – und vielleicht auch den ein oder anderen Rekordhalter, der von einem solchen Status vorher vielleicht geträumt hat.

Wir haben sie uns angesehen, die unschlagbaren Fußball-Rekorde. Tore, Karten, Team-Bestmarken, Zuschauerrekorde – einfach abtauchen ins Guinness-Buch der Fußball-Bestmarken. Wir teilen die Fußball-Rekorde in 6 Kategorien auf:

1.) Individualrekorde  2.) Team-Rekorde  3.) Negativ-Rekorde / Rekorde zum Fremdschämen  4.) World Cup Rekorde  5.) Rekorde, die vielleicht noch gebrochen werden  6.) Rekorde für die EwigkeitEs ist still geworden um Rob Rensenbrink. Der heute 71 Jahre alte Niederländer hat sich aus der Öffentlichkeit zurückgezogen, seit im Juli 2015 bekannt wurde, dass er unter der tückischen Krankheit progressive Muskelatrophie leidet.

Rob Rensenbrink ist der Fußballer, der die Niederlande zum Weltmeister machen konnte. In der Nachspielzeit des WM-Finales vom 25. Juni 1978 gegen Argentinien (1:3 n. V.) trifft der niederländische Stürmer nur den Pfosten – und verpasst damit nicht nur die Krönung des „Voetbal totaal“, sondern auch seine eigene. Mit einem 6. Treffer wäre Rensenbrink in Argentinien WM-Torschützenkönig. Vier Jahre zuvor haben die Niederlande mit einem angeschlagenen Rensenbrink im Finale von München mit 1:2 gegen die BR Deutschland verloren.

Trotz dieser Pleiten besitzt Rob Rensenbrink einen Rekord, den ihm niemand nehmen wird. Der Stürmer des RSC Anderlecht und des FC Brügge gewinnt den Europapokal der Pokalsieger zwei Mal (1976 und 1978) – und ist mit 25 Treffern Rekord-Torschütze des 1999 eingestellten Wettbewerbs. Anderlechts großes Team der 70er – mit Arie Haan, Rensenbrink und Frankie Vercauteren – holt sich den „EP2“ 1976 in der eigenen Stadt gegen West Ham United (4:2). 1978 folgt in Paris der zweite Triumph mit einem 4:0-Kantersieg gegen Austria Wien. Pieter Robert „Rob“ Rensenbrink – das Cruyff-Double aus Anderlecht –  hat seine erfolgreichste Saison im Pokalsieger-Pokal 1975/76 mit acht Treffern in neun Spielen.

Rensenbrink, wegen seiner hageren Gestalt und seinen geschmeidigen Dribblings auch „der Schlangenmensch“ genannt, gelingen in beiden gewonnenen Finals jeweils zwei Tore – auch das ist einmalig im Pokalsieger-Wettbewerb. Sein Deutschland-Trauma wird er allerdings nicht los. Im Finale von Amsterdam am 11. Mai 1977 verhindert ein deutscher Verein die historische Titelverteidigung im Pokalsieger-Pokal. Der Hamburger SV bezwingt den RSC Anderlecht mit 2:0.Zwölf Jahre ist Mauricio Baldivieso alt, als er am 19. Juli 2009 sein Profi-Debüt für den bolivianischen Klub Aurora gibt.

Gegen den FC La Paz läuft Baldivieso als jüngster Spieler aller Zeiten auf. Er löst damit den Peruaner Fernando Garcia als bisher jüngsten Fußball-Profi der Geschichte ab, der bei seinem Debüt im Jahr 2001 exakt 13 Jahre und elf Monate alt ist. Baldivieso – bei diesem Namen klingelt es bei Fans des südamerikanischen Fußballs. Mauricio Baldivieso, am 22. Juli 1996, ist der Sohn des 85-fachen bolivianischen Nationalspielers Julio César Baldivieso. Der offensive Mittelfeldspieler gehört 1994, bei Boliviens WM-Teilnahme in den USA, zum Kader.

„El Emperador“, wie Baldivieso Senior in Bolivien genannt wird, spielt noch mit 46 Jahren für Aurora und sorgt auch dafür, dass sein Sohn zu diesem Rekord-Debüt kommt. Der Druck ist für das Fußballkind im Profilager wohl zu viel.

Nach Spielende bricht Mauricio Baldivieso in Tränen aus. Sein Vater hat dafür eine einfache Erklärung: Der Schiedsrichter ist schuld. 5 Tage später muss Julio César seinen Trainerposten bei Aurora räumen. Mauricio Baldivieso könnte ein ähnlicher Fußball-Weltenbummler werden wie sein Vater. San José ist seine 6. Profistation seit 2009.Im Britannia Stadium von Stoke sind am 2. November 2013 erst 13 Sekunden gespielt, als Potters-Keeper Asmir Begovic gegen den FC Southampton den Ball nach einem Rückpass seiner Teamkollegen in Höhe des eigenen Elfmeterpunkts einfach auf den rechten Hammer nimmt – und ihn ins Feld drischt.

Das Leder geht auf die Reise… hoch über dem Spielfeld, der Wind hilft ein bisschen mit. Und dann senkt sich der Ball am Strafraum der Saints ab. Die beiden absichernden Southampton-Abwehrspieler heben schützend die Arme, bleiben weg. Sie sind sicher, dass der hinter ihnen stehende Torhüter Artur Boruc das Spielgerät abfängt. Nimm du ihn, ich hab ihn sicher! Doch der polnische Keeper, der bereits am Fünfmeterraum steht, hat den Ausfallswinkel des Balles unterschätzt und das Ding trudelt über ihn hinweg – ins Netz!

Ein Jahrhunderttor! Die gemessene Tor-Entfernung beträgt 91,9 Meter. Sie bringt den bosnischen Nationaltorhüter und WM-Teilnehmer von 2014 im gleichen Jahr in das Guinness Buch der Rekorde – es ist der Treffer mit der größten Tor-Entfernung aller Zeiten.

Pechvogel Boruc hat Glück im Unglück. Gegen Stoke City mit dem deutschen Nationalspieler Robert Huth in der Startelf rettet Jay Rodriguez den Gästen aus Southampton mit dem 1:1 (42.) noch einen Punkt und bewahrt Boruc vor der totalen Blamage.Bereits am 28. Oktober 2007 setzt sich Gareth Barry im Spiel Aston Villa gegen die Bolton Wanderers (1:1) an die Spitze der Einsatz-Rangliste der Premier League. Im Trikot der Villains überholt der Mittelfeldspieler Chelseas Frank Lampard als Rekordspieler in der erst 1992 gegründeten englischen Fußball-Eliteliga.

Barry spielt in seiner fast 20 Jahre währenden Profikarriere für Aston Villa, Manchester City, den FC Everton und West Bromwich Albion in der Premier League.

Bis zum Abstieg aus der Fußball-Eliteklasse der Insel 2018 mit den Baggies absolviert er 653 Einsätze – und gewinnt 2014 mit Man. City auch die englische Meisterschaft.

Abjagen kann Barry den Einsatz-Rekord im englischen Fußball-Oberhaus wohl niemand mehr. Keiner der 13 hinter ihm rangierenden Spieler ist noch aktiv. Der inzwischen 36-jährige Veteran Jermain Defoe vom AFC Bournemouth müsste noch 159 Spiele und damit mehr als vier Jahre in der Premier League bestreiten, um sich den Rekord zu holen. Impossible!Vergesst Pelé, Ronaldo oder Messi: Keiner erzielt mehr Tore in der Fußball-Geschichte als Josef Bican. „Pepi“, wie der gebürtige Wiener genannt wird, erhält 1997 in München von der Internationalen Organisation der Fußball-Historiker die Trophäe des „weltbesten Torjägers des 20. Jahrhunderts.“

Etwas 5.000 Tore gehen auf das Konto des für Österreich bei der WM 1934 stürmenden Bican – unbreakable! In nur 34 Länderspielen für das ÖFB-Team erzielt er 29 Treffer. 643-mal traf er in der ersten und zweiten Liga.

Bican, der 2001 mit 88 Jahren stirbt, sammelt Torjäger-Titel wie andere Hemden. Insgesamt 18-mal wird Bican als bester Torschütze eines nationalen oder internationalen Wettbewerbs ausgezeichnet. Eine Auswahl: In Diensten von Slavia Prag und Vitkovice wird er allein zwischen 1938 und 1950 insgesamt 5-mal Torschützenkönig in der Tschechoslowakei. Torschützenkönig des wichtigsten internationalen Vorkriegs-Wettbewerbs, des Mitropa-Cup, wird er 1938. Bester Schütze in Österreich wird er nur ein einziges Mal: 1934, mit Rapid Wien.

„Ich bin der Auffassung, dass seine Torjäger-Qualitäten in jeder Etappe der Fußballentwicklung das Wichtigste waren, egal in welchem System gespielt wurde“, sagt Josef Masopust, Europas Fußballer des Jahres 1962, später über Bican, „.im Fußball gilt es, Tore zu schießen und er erfüllte diese Aufgabe voll und ganz.“
Aston Villa! Ein englischer Verein, dessen Name sich in das kollektive Gedächtnis aller Fans des FC Bayern München eingebrannt hat. Die „Villains“ schlagen die hoch favorisierten Münchner im Europapokal-Finale der Landesmeister am 26. Mai 1982 in Rotterdam mit 1:0. Unsterblich werden die Engländer aber schon in ihrer vorangegangenen Meister-Saison.

Es ist ein exklusiver Kreis, fast schon eine eingeschworene Clique, die sich 1981 den Titel in der First Division holt. Villa-Coach Ron Saunders, inzwischen 85, kam mit 14 eingesetzten Spielern aus. Bei 42 Liga-Spieltagen und zwei weiteren Pokal-Wettbewerben mutet das damals wie heute unglaublich an.

Peter White, Torschütze im Finale gegen die Bayern, spielt in Villas Meisterjahr eine besondere Rolle. Der weit gereiste Profi aus Liverpool wird mit 20 Treffern Top-Torjäger der „Villains“ in der First Division.

Torhüter Jimmy Rimmer, Kenny Swain, Ken McNaught, Dennis Mortimer, Des Bremner, Gordon Cowans und Tony Morley scheinen eine eiserne Kondition zu haben. Sie machen alle 42 Spiele über die vollen 90 Minuten. Jimmy Rimmer muss ein Jahr später im Finale gegen die Bayern schon nach 9 Minuten für Nigel Spink verletzungsbedingt ausgetauscht werden. Sein Vertreter narrt nicht nur die Münchner mit unglaublichen Paraden, sondern sorgt auch dafür, dass der englische Torhüter am Ende eine eigene Bestmarke holt. Rimmer wird nach dem Italiener Saul Malatrasi (80) der erste Spieler, der mit 2 verschiedenen Klubs einen europäischen Wettbewerb gewinnt. 1968 hat Rimmer mit Manchester United schon einmal den Landesmeister-Pokal geholt. An der Seite des legendären George Best.Es gibt viele Namen, die man der Erfolgsmannschaft von Real Madrid in den 1950er-Jahren gegeben hat. Das „weiße Ballett“ ist nur einer davon.

Die Mannschaft um den legendären Alfredo di Stefano verdient sich diesen Titel zu Beginn ihrer unglaublichen Erfolgsstory. Es beginnt 1943 mit der Präsidentschaft von Santiago Bernabeu. „Die Vision des Don Santi“, wie das RTL-Buch zur Champions League 1994/95 titelt, ist es, die Madrilenen an die Spitze Fußball-Europas zu führen. Mit dem neuen Estadio Santiago Bernabeu, 1947 im ebenfalls aus dem Boden gestampften Stadtteil Chamartin eröffnet und dem 1955 ins Leben gerufenen Europapokal der Landesmeister kommen „Die Königlichen“ ins Rollen.

Di Stefano gibt den meisterhaften Choreographen, Kapitän ist Miguel Munoz, dazu kommt der quirlige Dribbler Francisco Gento (heute 84), der 8-mal in einem Landesmeister-Finale stand. Diese Bestmarke hält der heutige Ehrenpräsident zusammen mit dem Mailänder Cesare Maldini. 1958 kommt noch der ungarische Ausnahmefußballer Ferenc Puskás dazu. Mit ihnen bestimmt Real Madrid ein ganzes Jahrzehnt in diesem neuen Wettbewerb.

Fünf Mal in Folge gewinnt Real zwischen 1956 und 1960 den Europapokal der Landesmeister. Stade Reims zieht 1956 trotz „Heimvorteil“ im Finale von Paris und trotz seiner Stars Raymond Kópa und Michel Hidalgo den Kürzeren. Auch 1959 in Stuttgart triumphiert Real gegen Reims (2:0) 1957 genießt man beim 2:0 gegen den AC Florenz sogar Heimrecht im Finale. Knapper geht es 1958 in Brüssel zu: 3:2 gegen den Emporkömmling vom AC Mailand. Da 7:3 gegen Eintracht Frankfurt 1960 in Glasgow ist das bis heute torreichste und mit 135.000 Zuschauern auch am besten besuchte Europapokalfinale aller Zeiten. Noch ein unerreichbarer Rekord für Real.Lionel Messi – Der Argentinier in Diensten des FC Barcelona steht vor allem für eins: Für Rekorde. Stand Oktober 2018 hat der Stürmer bereits 15 fußballerische Bestmarken gesetzt. Mindestens eine davon ist dem noch bis 2021 an Barca gebundenen Vize-Weltmeister von 2014 nicht mehr zu nehmen.

Gemeint ist Messi Tor-Rekord in der spanischen Primera Division, wo er am 16. Oktober 2004 gegen den Stadtrivalen Espanyol Barcelona sein Debüt gibt und seitdem bis 2018 neun Mal die Meistertrophäe holte. Mit gigantischen 389 Treffern führt Messi die ewige Torschützenliste in La Liga an. Fast ein Jahrzehnt lang liefert sich „Leo“ ein Baller-Duell mit dem Portugiesen Cristiano Ronaldo von Real Madrid.

Aber selbst „CR7“ könnte Messi den Rekord in der spanischen Liga nicht mehr streitig machen. Der inzwischen zu Juventus Turin abgewanderte Außenstürmer erzielte 311 Tore, mehr als 70 weniger als sein Kontrahent aus Barcelona.

Seine Ausnahmestellung in Spaniens Liga zementiert Messi in der Saison 2011/2012 mit allein 50 Treffern in La Liga. Hinter den ewigen Rivalen Ronaldo und Messi rangieren Legenden wie Hugo Sanchez („Hugól“, 234 Liga-Tore), Raúl, der spanische Weltmeister David Villa oder der Kameruner Samuel Eto`o. Der erste noch in der Liga aktive Spieler ist Real Madrids Karim Benzema. Der inzwischen 30-jährige Franzose liegt allerdings mehr als 260 Treffer hinter Messi – und ist damit außen vor.Kein anderer Trainer bleibt in der englischen Premier League länger im Amt als der Franzose Arsene Wenger. 22 Jahre oder 7.600 Tage war der pragmatische Elsässer in London tätig.

Wegen seiner unkonventionellen Methoden und seinem smarten Kleidungsstil inklusive Designerbrille anfangs von seinem Erzrivalen Sir Alex Ferguson von Manchester United als „Professor“ verulkt, prägt Wenger die Premier League noch länger als der knorrige Schotte.

Ferguson holt zwar mehr Meistertitel (13) als Wenger, doch der Fußball-Revolutionär aus Frankreich, der Arsenal einen kompletten Kulturwandel verordnet, hat den längeren Atem. In 828 Spielen sitzt Wenger in der Premier League auf der Bank. Seine einzigartige Erfolgsbilanz: 3 Meistertitel (1998, 2002, 2004), 7-mal FA Cup-Sieger. Nur ein internationaler Titel blieb ihn in den verlorenen Europapokalfinals 2000 (UEFA-Cup) und 2006 (Champions League) verwehrt.

Wengers Trainer-Reise scheint auch mit 68 noch nicht zu Ende. Im Oktober 2018 sehen wir Arsene Wenger beim Abschiedsspiel seines ehemaligen Schützlings Per Mertesacker (34) in Hannover. Der deutsche Weltmeister von 2014 ist einer von 300 (!) Transfers, die Wenger in 22 Jahren Arsenal tätigte. Der Grandseigneur kündigt im SPORT BILD-Interview an: „Ich glaube, am 1. Januar geht es wieder los, ich bin gut ausgeruht und bereit, wieder zu arbeiten.“In der 1992 ins Leben gerufenen englischen Fußball-Eliteliga setzt der Waliser Ryan Giggs für Manchester United gleich mehrere Bestmarken.

Mit 632 Partien kommt Ryan Giggs auf die meisten Einsätze für United in der Premier League. Nimmt man die Spiele in der PL-Vorgängerliga First Division dazu, bringt es Giggs auf die gigantisch anmutende Zahl von 672 Liga-Spielen. 34 Trophäen – zu seinen 13 Premier-League-Meisterschaften kommen etwa 4 FA Cup-Triumphe und der2-fache Gewinn der Champions League (1999, 2008) – machen Giggs zum erfolgreichsten Spieler in Europa.

„Ryan Giggs hat 34 Trophäen gewonnen. Das sind mehr, als Manchester City in seiner gesamten Vereinsgeschichte geholt hat“, schreibt das Boulevardblatt Daily Mirror 2014 am Ende von Giggs' unvergleichlicher Profi-Karriere mit 23 Spielzeiten bei den „Red Devils“ mit 963 Pflichtspieleinsätzen und 168 Toren, „nun hat er das Undenkbare vollzogen – und Manchester United verlassen.“

Den Rekord kann „Giggsy“, wie sie den stillen Ballkünstler im Old Trafford nennen, niemand mehr nehmen. Kein einziger unter den 10 Spielern mit den meisten Einsätzen für Man. United ist noch aktiv.[svc_carousel_layout car_autoplay=”yes” dexcerpt=”yes” dmeta_data=”yes” dsocial=”yes” query_loop=”size:16|order_by:date|order:DESC|post_type:post|categories:17077″ grid_thumb_size=”200X172″ svc_class=”bigger-slider” title=”MEHR LIGALIVE – DIE GEHEIMNISSE DER BUNDESLIGA-VEREINE” pbgcolor=”#eaeaea” car_navigation_color=”#1ebf21″]
Die Zahl von Gerardo Bedoyas Länderspielen für sein Heimatland Kolumbien ist fast so hoch wie die seiner Platzverweise. 49-mal lief der defensive Mittelfeldspieler für die Cafeteros auf, 46-mal sah er in seiner Profikarriere die Rote Karte.

Es wäre vermessen, den 1975 in Ebejico in Kolumbien geborenen Gerardo Alberto Bedoya Múnera als pflegeleichten Fußballprofi zu bezeichnen. Mit seiner wilden Mähne wirkt der Typ irgendwie schon naturgemäß respekteinflößend. Dann wären da noch die 12 Vereine, für die er im Verlauf seiner 20 Jahre währenden Profilaufbahn spielte. Die meisten Spiele machte Bedoya für den kolumbianischen Klub Deportivo Cali (118).

Der „schmutzigste Fußballer der Welt“ (Weltfussball.de) liegt mit seinen gesammelten 46 Platzverweisen übrigens weit vor dem gleichaltrigen Franzosen Cyril Rool, der bis 2010 u. a. für Olympique Marseille, RC Lens und AS Monaco 20 Rote und Gelb-Rote Karten sah. Der spanische Welt- und Europameister Sergio Ramos, sicher nicht der Spieler mit dem besten Ruf im Weltfußball, kommt auf 23 Feldverweise.

Die längste Sperre kassiert Bedoya 2012 im Bogota-Derby zwischen Independiente Santa Fé und den Millonarios. Ein Kopfstoß gegen seinen Gegenspieler Jhonny Ramirez verurteilt ihn für 15 Spiele zum Zuschauen. Bedoya kann es auch als Trainer nicht lassen. Eine Pöbelei mit dem Linienrichter als Assistenzcoach von Union Santa Fé bringt ihm die 47. Rote Karte – und den Gang auf die Tribüne.Kennen Sie Lee Todd? Nein? Sollten Sie aber! Der 1972 in Hartlepool geborene Fußballprofi sah die schnellste Rote Karte der Fußball-Geschichte und sicherte sich so auf wenig rühmliche Weise seinen Platz im Guinness Buch der Rekorde.

Lee Todd spielt 1997/98 zwar nur 10-mal für den FC Southampton in der Premier League – und dennoch hat er seinen Platz in der Historie sicher. Kein Spieler fliegt schneller vom Platz als der Abwehrspieler. Dies allerdings in einem Amateurliga-Spiel der Cross Farm’s Sunday League.

Im Oktober 2000 pfeift der Schiedsrichter die Partie zwischen Rochedale und den Taunton East Reach Wanderers (11:2) an. Wohl zu laut für Todd. „Leck mich am A…, war das laut“, echauffiert er sich am Anstoßkreis. Eine solch vulgäre Sprache ist nicht die feine englische Art. Schon gar nicht in der Cross Farm’s Sunday League. Es ist schließlich Sonntag… Todd sieht nach 2 Sekunden Rot – ein wohl nicht mehr zu toppender Rekord.

,,Ich schwöre, ich habe nichts Böses zum Schiedsrichter gesagt”, erzählt Todd 2009 der Zeitung The Guardian, „so hätte wohl jeder reagiert, denn die laute Pfeife hat mir fast das Trommelfell zerrissen.“Vermutlich wollte Damian Robino einmal ausprobieren, wie es ist, allein auf dem Fußballplatz zu sein. Möglicherweise wollte der argentinische Schiedsrichter am 4. März 2011 auch nur regelkonform handeln. Damian Robino verteilt im Fünftligaspiel zwischen Claypole, einem Vorort von Buenos Aires, gegen Victoriano Arena die Rekordanzahl von 36 Roten Karten.

Der Unparteiische stellt alle Spieler inklusive Ersatzspielern und Trainern vom Platz. Auslöser des Rekord-Rotlaufs ist eine „normale“ Gelb-Rote Karte beim Stand von 2:0 für Claypole. Danach heizt sich die Stimmung immer mehr auf. Es folgen weitere Rote Karten. Auch Trainer und Fans stürmten auf den Platz und es begann eine Massenschlägerei, die Sicherheitskräfte müssen einschreiten.

Dem Referee „entgleitet das Spiel“, wie es in der Reportersprache heißt – und die Partie wird zu einem unschlagbaren Präzedenzfall. Mehr Rote Karten hat es in einem Fußballspiel nie gegeben. Robinos Kartenspielerei schlägt damit den bisherigen Rot-Rekord aus einem Spiel in Paraguay (1993) mit 20 Roten Karten.

Absoluter Höchstwert in einem WM-Spiel sind 4 Platzverweise im Achtelfinale Portugal gegen die Niederlande (1:0) am 25. Juni 2006 in Nürnberg. Schiedsrichter Walentin Iwanow aus Russland schickt mit den Portugiesen Deco und Costinha sowie den Niederländern Khalid Boulahrouz und Giovanni van Bronckhorst vier Spieler vorzeitig in die Kabinen.Bis 2006 müssen die Fans in Down under warten, ehe sich Australien nach 1974 wieder für eine Weltmeisterschaft qualifiziert.

Auf dem Weg zur WM 2002 in Japan und Südkorea wollen es die Australier mit dem Ex-Ulmer David Zdrilic, Craig Moore und John Aloisi im Kader wirklich wissen. Das 22:0 am 9. April 2001 lässt erahnen, dass sie Großes vorhaben. Zwei Tage später bekommt es Amerikanisch-Samoa in Wollongong in New South Wales so richtig dicke: 31:0. Allein Archie Thompson trägt sich 13-mal in die Torschützenliste ein. Zdrilic erzielt 8 Treffer. Es ist der höchste Sieg in einem offiziellen Länderspiel.

Man muss es beschreiben. Bis zur 10. Minute steht es tatsächlich 0:0. Dann prasseln 8 Tore in 13 Minuten auf den bedauernswerten Gegner aus Samoa ein. Zur Pause steht es 16:0. Zwischen der 50. und der 66. Minute klingelt es 8-mal im Tor der Gäste. Thompson und Co. ziehen durch bis zum Schluss: 31:0 in der 89. Minute durch Zdrilic nach Vorarbeit von Moore.

Mit einem Torverhältnis von 66:0 schließen die Australier die 1. Runde der Ozeanien-Qualifikation ab. Sechs Treffer schenken sie auch dem Rivalen Neuseeland in Hin- und Rückspiel im Finale ein. Die WM verpassen sie aber: 1:0 und 0:3 im interkontinentalen Playoff gegen Uruguay. Das nennt man wohl Pech…Bei dieser WM ist scheinbar alles anders. Die Endrunde 2022 wird am 29. November angepfiffen und endet mit dem Finale am 18. Dezember. Fußballidol Franz Beckenbauer gab den Anstoß zur „Winter-WM“ – aufgrund der unzumutbaren Klima-Verhältnisse in Katar im Sommer mit bis zu 50 Grad Celsius.

Damit nicht genug. Katar ist das einzige WM-Gastgeberland, das zuvor noch nie für die Spiele qualifiziert war – und erhält nun für die Heim-Weltmeisterschaft weitere Privilegien. Als erster und einziger WM-Gastgeber wird der Golfstaat ab 2020 in den Qualifikationsspielen mitwirken.

Ein Novum: Noch nie hat ein WM-Ausrichter seit 1930 ungeachtet seiner garantierten Teilnahme Qualifikationsspiele für das WM-Turnier auf heimischen Boden bestritten. Alle 21 bisherigen WM-Gastgeber mussten sich durch Länderspiele ohne Wettbewerbscharakter auf ihre Heim-WM vorbereiten – zuletzt 2018 Russland, das aufgrund der schwachen Testspielergebnisse, u. a. 0:3 gegen Rekord-Weltmeister Brasilien, im Vorfeld des Heim-Turniers viel Kritik einstecken muss.

Das vom asiatischen Fußball-Kontinentalverband (AFC) im August 2017 auf den Weg gebrachte „Lex Katar“ hingegen verschafft der momentan bestenfalls zweitklassigen Nationalelf aus dem Wüstenstaat wichtige Wettkampfpraxis für den ersten WM-Auftritt. Die Sonderregelung ist durch die Zusammenlegung der asiatischen WM-Ausscheidung für 2022 einerseits und der Qualifikation für die ein Jahr später stattfindende Asienmeisterschaft möglich gemacht worden. Irgendein Schlupfloch gibt es immer…
Das Jahr 2002 wird als erfolgreichstes in der Geschichte des türkischen Fußballs wohl noch lange eine Ausnahmestellung einnehmen.

Die Mannschaft von Trainer Senol Günes verblüfft die Fußballwelt bei der Weltmeisterschaft in Japan und Südkorea. Sie qualifizierte sich trotz einer 1:2-Auftaktniederlage gegen Brasilien in Gruppe C für das Achtelfinale.

In der Runde der letzten 16 schaltete das Team vom Bosporus den Co-Gastgeber Japan mit 1:0 aus und ließ sich auch von der Turnier-Überraschung aus dem Senegal – Die Afrikaner kippten Titelverteidiger Frankreich in der Vorrunde aus der WM – nicht aufhalten: 1:0 nach Verlängerung. Denkbar knapp verpasst die Türkei das Finale: 0:1 gegen Brasilien, bei dem der alles überragende WM-Torschützenkönig Ronaldo den Unterschied ausmachte.

WM-Geschichte inklusive Weltrekord schreibt die Türkei am 29. Juni 2002 in der südkoreanischen Stadt Daegu. Im Spiel um Platz 3 gegen den im Turnier verbliebenen Gastgeber Südkorea – 63.000 Fans sehen beim 3:2 ein flottes „kleines Finale“ – trägt sich der türkische Superstar Hakan Sükür in die Geschichtsbücher ein. Nur 10,8 Sekunden sind nach dem Anpfiff von Schiedsrichter Mane aus Kuwait vergangen, ehe Sükür gegen Südkoreas Keeper Lee Won-jae zum 1:0 traf. Es ist sein einziger Turniertreffer.Mehr als 30 deutsche Profis und Nachwuchsspieler suchen allein ab 1992 und in den ersten 15 Jahren der Premier League ihr Fußball-Glück auf der Insel. Auch Welt- und Europameister Jürgen Klinsmann schaut vorbei.

„Klinsi“ führt 1994 zunächst auf der Yacht von Tottenham-Boss Alan Sugar Transfergespräche und will dann in London „ein bisschen gucken und ein bisschen kicken“, wie er in seiner schwäbisch-lockeren Art der SPORT BILD verrät. Zunächst muss der neue Superstar der Spurs jedoch gegen das Vorurteil ankämpfen, ein „Diver“, ein „Schwalbenkönig“, zu sein. Als er seine ersten Tore für Tottenham macht, segelt der Schwabe demonstrativ im Sturzflug über die Grasnarbe – ein neuer Jubelkult ist geboren.

Selbst die strengen Kommentatoren des noblen Guardian müssen ihre Urteile über Klinsmann innerhalb von nur zwei Monaten revidieren. Klinsmann rockt die Premier League. Er erzielt 30 Tore in 56 Pflichtspielen für Tottenham und wird zum „Eisbrecher und Wegbereiter für alle anderen deutschen England-Profis. Und zum Export-Schlager: Seit der offiziellen Einführung von Fan-Trikots mit Rückennummer und Spielername 1995 verkaufen die Spurs 150.000 Jerseys von Klinsmann.

Sein Sprachgefühl – Klinsmann ist mit einer US-Amerikanerin verheiratet – und seine spielerische Leichtigkeit, mit der er auch in 108 Länderspielen und ab 2004 bis zur Heim-WM als Bundestrainer eine Ausnahmeerscheinung ist, lassen die Engländer staunen. Nix mehr ist es mit dem „hässlichen Deutschen“ und die Weltkriegs-Klischees können in die berühmte Schublade. Klinsmann führt alle Klischees mit seinem verschmitzten Lächeln ad absurdum und wird – als erster Deutscher seit Bernd Trautmann 1956 – im Jahr 1995 „Fußballer des Jahres“ in England. Danach holen ihn die Bayern.Nie mehr drängten sich mehr Menschen in ein Fußballstadion als am 16. Juli 1950 ins Estadio Maracana in Rio de Janeiro. 199.854 Fußballbegeisterte – die FIFA spricht offiziell von 173.850 Besuchern – sind bereits drei Stunden vor Spielbeginn des WM-Endrundenfinales 1950 mit Brasilien gegen Uruguay (1:2) in die riesige Betonschüssel der brasilianischen Millionenstadt. Andere Quellen sehen gar 205.000 Fußballfans an diesem denkwürdigen Tag im Maracana.

Die Sehnsucht, fünf Jahre nach dem Ende des furchtbarsten aller Kriege die erste Weltmeisterschaft feiern zu dürfen, hat sie elektrisiert. WM-Gastgeber Brasilien trägt seinen Teil dazu bei, dass die Euphorie vor dem entscheidenden Finalrundenspiel (Gruppen-Modus) gegen den Erzrivalen aus Uruguay ins Unermessliche gestiegen ist. Mit 7:1 und 6:1 haben die Brasilianer um WM-Torschützenkönig Ademir erst Schweden, dann Spanien deklassiert. 100.000 Fans gegen die „Tre Kronor“ und 150.000 gegen „La Roja“ haben das Maracana – offiziell: Estadio Mario Filho – schon in diesen Spielen zum Beben gebracht. „Wir wussten, dass die Massen Himmel und Hölle zugleich sein können“, sagt Uruguays Torhüter Roque Maspoli später, „sie würden alles tun, um Brasilien zum Titel zu peitschen. Sie würden andererseits aber auch keinen Fehler verzeihen.“

Stimmt. Der uruguayische Stürmer Alcides Ghiggia lässt Maracana nach 79 Minuten verstummen. Sein Tor zum 1:2 macht Uruguay zum Weltmeister – und löst genau diese Reaktion bei den brasilianischen Fans aus. Drei Zuschauer sterben im Stadion an einem Herzinfarkt, ein vierter stürzt sich die Brüstung hinab in den Tod. Als „Maracanazo“, als Debakel von Maracana, geht die Niederlage im Finalspiel bei der Heim-WM in die Fußballgeschichte Brasiliens ein.

Heute ist Maracana nach dem Umbau zur WM 2014 in Brasilien von der Architektur gezähmt. Mit 78.838 Zuschauerplätzen ist es zwar immer noch das größte Fußballstadion Brasiliens, aber ein Rekord wie 1950 ist unerreichbar. Auch anderswo nicht. Die heute größte Fußballarena der Welt in Pjöngjang (Nordkorea) hat eine Zuschauerkapazität von 114.000.Es ist schwer in einer solchen Aufzählung am wohl besten Fußballer aller Zeiten, Pelé, vorbei zu kommen. Die meisten Hattricks, aber auch die meisten Weltmeistertitel gehen auf das Konto des unvergleichlichen Brasilianers.

Dazu hält Edson Arantes do Nascimento, der am 7. Juli 1957 mit 16 sein Länderspiel-Debüt für Brasilien gibt und dank eines Treffers gegen Argentinien (1:2) bis heute jüngster Torschütze in der Selecao ist, noch die Bestmarke des jüngsten Weltmeisters aller Zeiten. Pelé ist 17, als er, von Weinkrämpfen geschüttelt, nach dem 5:2 im Finale gegen Gastgeber Schweden in Stockholm schon früh am Ziel aller Fußballträume ist.

Dem Titelgewinn in Schweden folgt 1962 in Chile die zweite WM-Medaille. Im Endspiel gegen die CSSR (3:1) in Santiago de Chile kann aber selbst Brasiliens Physiotherapeut und „Wunderheiler“ Mario Américo den verletzten Superstar nicht wieder auf die Beine bekommen.

Acht Jahre später kehrt Pelé unter dem Druck der brasilianischen Staatsspitze in die Nationalmannschaft zurück. Der Maestro führt Brasilien zum dritten Mal innerhalb von zwölf Jahren zum WM-Titel. Im Finale von Mexiko-City erzielt er beim 4:1 gegen Italien das wichtige 1:0. Drei WM-Titel werden sicher auf ewig unerreicht bleiben.Der Franzose Just Fontaine bringt es auf eine Fabel-Quote im Trikot der Equipe Tricolore. In nur 21 Länderspielen zwischen 1953 und 1960 erzielt der in Marokko geborene Angreifer 30 Tore.

Diese Treffer-Anzahl wird durch seinen einmaligen Lauf bei der Weltmeisterschaft 1958 in Schweden relativiert. Mit 13 Buden schießt sich Fontaine zum WM-Torschützenkönig und ist bis heute der treffsicherste Schütze bei einer einzelnen Endrunde.

Schwer zu schlagen: Nicht einmal Tor-Maschine Gerd Müller kann diesen Rekord brechen. Der „Bomber der Nation“ kommt 1970 in Mexiko auf 10 Treffer. Seitdem ist kein WM-Torschützenkönig mehr auf eine zweistellige Trefferzahl gekommen.

Fontaine sichert sich diesen einmaligen Rekord u. a. mit 4 Dingern im Spiel um Platz 3 gegen den entthronten Weltmeister Deutschland. Im ersten Vorrundenspiel gegen Paraguay (7:3) am 8. Juni 1958 in Norrköping lässt er es 3-mal krachen.
Wohl kaum ein Fans, der an diesem Samstag am 6. November 1971 ins Stadion kleine Stadion Lye Meadow gekommen ist, wird daran gedacht haben, samt der beiden auflaufenden Teams von Alvechurch FC und Oxford City im Guinness Buch der Rekorde zu landen.

Es ist die vierte Runde im FA Cup. Der Außenseiter Alvechurch FC aus der englischen Grafschaft Worcesterchire empfängt Oxford City. Nach einem 2:2-Unentschieden gibt es das erste Wiederholungsspiel. Diese „Replays“, die auch anderorts FA Cup-Geschichte schrieben, werden erst 1991 durch das Elfmeterschießen entschieden.

Aber bleiben wir im Jahr 1971. Alvechurch und Oxford treffen sich drei Tage später an der Marsh Lane wieder. 1:1, es gibt Verlängerung – aber wieder keinen Sieger. Bis zum zweiten Wiederholungsspiel dauert es sechs Tage, ehe es am 15. November, einem Montag, im St. Andrews‘ Stadium von Birmingham City weitergeht. „Am Anfang“, erinnert sich Graham Allner von Alvechurch im Guardian, „wussten wir wenig über sie, weder über sie als Team noch als Mensch. Am Ende redeten wir uns nur noch mit Vornamen an, so vertraut war man einander geworden.“ Die Beziehungskiste geht weiter. Nach 1:1 in Birmingham im dritten Versuch und wieder mit 120 Minuten in den Knochen geht das Los zurück nach Oxford.

Am 17. November 1971 steigt im Manor Ground von Oxford die vierte Auflage dieser FA-Cup-Partie. Sie endet 0:0. Spiel Nummer fünf sieht drei Tage später in Oxford wieder keinen Sieger! „Am Ende gingen wir auf dem Zahnfleisch“, so Allner. Die Erlösung naht. 22. November 1971, Villa Park Birmingham, sechstes Spiel zwischen „The Church“ und Oxford – und nach 588 Minuten Gesamt-Spielzeit erlöst Bobby Hope alle mit dem 1:0-Siegtor. City-Torhüter Peter Harris kann den Ball nicht festhalten, das Leder trudelt ins Netz. Ein Siegtreffer, der irgendwie zu diesem Marathon-Spiel passt. Manche Dinge dauern eben… unendlich lange.Kaum eine Rekordmarke, die Lionel Messi in Sachen Tore nicht hält! Aber ein Rekord des Argentiniers wird wohl auf ewig Bestand haben: 91 Tore im Kalenderjahr 2012 bedeuten eine fabulöse Marke.

1972 ist das ganz große Jahr von Gerd Müller. Der „Bomber der Nation“ bringt den Ball im EM-Jahr 85-mal im gegnerischen Netz unter. Allein in der Bundesliga-Partie gegen Rot-Weiß Oberhausen sind es am 19. Februar 1972 fünf Tore, ehe am 24. Oktober mit fünf Treffern im Europapokal gegen Omonia Nikosia (9:0) eine weitere Bestmarke hinzukommt.

Es dauert 40 Jahre, bis der scheinbar ewige Rekord von Müller übertroffen wird. Am 9. Dezember 2012 ist es soweit. Lionel Messi, 25-jähriger Ausnahmespieler des FC Barcelona, erzielt beim 2:1-Auswärtserfolg bei Betis Sevilla seine Treffer Nummer 85 und 86 im Kalenderjahr – und überflügelt damit den deutschen Weltmeister von 1974.

Die Messi-Tor-Show sieht im Detail so aus: 56 Treffer in „La Liga“, 13 in der Champions League, drei in der spanischen Copa del Rey, zwei im spanischen Supercup, sowie 13 im Nationaltrikot Argentiniens, darunter fünf Buden in der WM-Qualifikation für Brasilien 2014. Mit dem Müller-Rekord holt sich Messi auch noch den Titel „Rekord-Liga-Torschütze“ beim FC Barcelona. 192 Messi-Tore übertrumpfen den Wert von Cesar Rodriguez, der zwischen 1939 und 1955 insgesamt 190 Tore für die Katalanen in der höchsten spanischen Liga geschossen hat. Kurios: Mit der Einstellung von Gerd Müllers Rekord erscheint auf Barcas Website die Schlagzeile „Der Bomber Messi“. Gerd Müller selbst, der zu diesem Zeitpunkt bereits sehr zurückgezogen lebt, in BILD: „Mir persönlich bedeuten Rekorde nicht viel, aber wenn es jemand verdient hat, mich zu überholen, dann Messi.“Mazaropi – bürgerlicher Name Geraldo Pereira de Matos Filho – spielt zwischen 1970 und 1992 in 22 Profijahren für die großen Klubs in Brasilien.

Für Vasco da Gama, Gremio und Nautico steht der Torhüter zwischen den Pfosten. In Diensten von Vasco, einem der großen Klubs von Rio de Janeiro, liefert Mazaropi in der Saison 1977/78 eine unglaubliche Serie. In 20 Liga-Spielen blieb er über 1.816 Minuten ohne Gegentor – eine nahezu unantastbare Rekordmarke.

Denn: Hinter Mazaropi, der nur ein Länderspiel für Brasilien macht und allein 3-mal für Vasco spielt, befinden sich alle potenziellen Jäger des heute 65-jährigen Keepers längst im Ruhestand.

Das gilt für Brügges Dany Verlinden (1.390 Minuten, 1990) ebenso wie für den legendären Niederländer Edwin van der Sar. Er hält 2009 in der Premier League 1.311 Minuten lang die Bude sauber.Kein Spieler ist seiner Zeit derart voraus wie Edson Arantes do Nascimento, genannt Pelé. Der Fußballgott aus Brasilien, 3-maliger Weltmeister und jüngster WM-Gewinner aller Zeiten, verzaubert die Fans in aller Welt wie kein anderer vor und nach ihm.

Charmant, zurückhaltend, auf dem Platz mit einer fast tänzerischen Eleganz, sichert er sich 1999 völlig zu Recht die Auszeichnung „Weltfußballer des 20. Jahrhunderts.“

Doch „O Rei“, der König, wie sie den Jahrhundertfußballer in Brasilien mit höchstem Respekt nennen, hält noch mehr Rekorde. 1956 zum FC Santos (26 nationale und internationale Titel in 17 Jahren) gekommen, setzt Pelé, dem die brasilianische Regierung trotz zahlloser Angebote einen Wechsel ins Ausland schlichtweg untersagt, mit 1.091 Toren eine astronomische Marke.

Unter diesen Treffern befindet sich die bis heute unerreichte Bestmarke von 92 (!) Hattricks. Nimmt man die Tore Pelés im Trikot der Selecao und ab 1975 für den US-Klub Cosmos New York hinzu, landet man 1.363 Treffern.Sein Langzeit-Rivale Lionel Messi vom FC Barcelona halt ähnlich viele Tor-Rekorde wie ,,CR7”. Die Champions League ist der Wettbewerb des 1985 auf der Insel Madeira geborenen Portugiesen.

Die Chancen von Cristiano Ronaldo, als erfolgreichster Spieler der Champions-League- bzw. im Europapokal der Landesmeister in die Geschichte einzugehen, sind mit seinem 100 Mio. Euro teuren Transfer von Real Madrid zu Juventus Turin im Sommer 2018 nicht größer geworden. Der Ausnahmestürmer hat die „Königsklasse“ 5-mal, davon 4-mal mit Real, gewonnen. Ein Titel noch – und „CR7“ würde mit dem legendären Francisco Gento von Real Madrid gleichziehen. Der Spanier Gento holt in den Anfangsjahren dieses Wettbewerbs 5-mal in Folge den Henkelpott.

Aber: Den Tor-Rekord in der Champions League hat Ronaldo. 7-mal holte sich Cristiano Ronaldo den Titel „Torschützenkönig der Champions League“ (2008 und seit 2013 durchgehend). Cristiano bringt es in der CL – Stand: Oktober 2018 – auf 120 Treffer. Das erste Ronaldo-Tor in der Belle Etage des europäischen Fußballs sehen die Fans am 10. April 2007 – damals noch in Diensten von Manchester United und beim 7:1-Triumph gegen AS Rom.

In absoluter Tor-Laune präsentiert sich Ronaldo in der Saison 2013/2014. Mit 17 Saisontreffern schießt er Real fast im Alleingang zum Titel. Mit seinem 79. Treffer beim 1:2 im Halbfinale bei Juventus Turin am 5. Mai 2015 überflügelt er den bisherigen CL-Rekordhalter Raúl, ebenfalls von Real Madrid.
Mit der Saison 1991/92 endet die fußballerische Eigenständigkeit der DDR auch formal. Während der FC Hansa Rostock und Dynamo Dresden in die nunmehr gesamtdeutsche Bundesliga aufgenommen wurden, blieb der 1. FC Lokomotive Leipzig außen vor. Die „Loksche“ verpasst die Qualifikation zur zweiten Bundesliga – und steht heute nach Umbenennungen und Insolvenz im Schatten des Emporkömmlings RB Leipzig.

Stürmt RBL 2017 als erstes Team aus den neuen Bundesländern in die Champions League, so ist es Lok Leipzig, das 1987 für eine ewige Bestmarke sorgt. Es ist das Spiel, das zu den absoluten Klassikern im DDR-Fußball gehört. Ein Spiel, dem der Mitteldeutsche Rundfunk 30 Jahre später noch eine „Lange Nacht“ widmet. Lok Leipzig gegen Girondins Bordeaux, Europapokal-Halbfinale bei den Pokalsiegern 1987. Es wird ein Zuschauer-Rekord für die Ewigkeit im DDR-Europapokal.

73.000 Zuschauer sind in der riesigen Schüssel des Leipziger Zentralstadions offiziell mit dabei. Andere Quellen sprechen von 93.000 oder gar 100.000 Besuchern. Reporter-Legende Gottfried Weise schildert das Gedränge in seinem bemerkenswerten Nachschlagewerk Als Maradona 80.000 lockte – Die DDR-Klubs im Europapokal (Verlag DIE WERKSTATT, 2015) eindrucksvoll: „Gefühlte 100.000 Zuschauer empfangen an diesem 22. April 1987 die Lok-Spieler. Eine überwältigende, teils gespenstische Kulisse. Auf der TV-Sprecherkabine des Kollegen Achim Schröter balancieren die Fans. Auf der Dammkrone, eigentlich von Fans unbesetzt, schmiegen sich die Leute aneinander.“ Auf der offiziellen Internetseite des 1. FC Lokomotive Leipzig heißt es: „Es gilt als sicher, dass über 100.000 Menschen in der Schüssel waren.“

Die Kulisse beflügelt vor allem die „jungen Wilden“ bei den Leipzigern. „Fußballgott“ Olaf Marschall und Matthias Lindner (beide 21) treffen gegen die hoch favorisierten Franzosen mit Superstar Jean Tigana im Elfmeter-Krimi. Den Schlusspunkt setzt Leipzig-Keeper und Elfmeter-Killer René Müller. Er schießt Lok mit dem 6:5 ins Finale von Athen. „Wann bekommst du so eine Situation geschenkt?“, fragt sich Olaf Marschall auch nach Jahren, „zwei gehaltene Elfmeter vor gefühlten 100.000, und dann machst du als Torhüter noch den entscheidenden rein. Mehr geht nicht.“,,Mister Google” nennen ihn seine Mitspieler in London. Der tschechische Nationaltorhüter Petr Cech war beim FC Chelsea und später beim FC Arsenal dafür bekannt, dass er sich über gegnerische Stürmer auch jedes noch so kleine Detail aus dem Internet holt. Cechs eigene Datensammlung ist ein Puzzlestück in der Rekord-Geschichte des 1982 in Pilsen geborenen Torhüters.

Die Bilanz des Petr Cech in der englischen Premier League liest sich ab 2004 wie eine Geschichte Marke „Traumhüter“. Der 1,96 m große Torhüter – für 13 Mio. Euro von Stade Rennes zum FC Chelsea geholt – bleibt in 333 Liga-Spielen für die Blues 166-mal ohne Gegentor.

In 41 Spielen hält Cech – Stand: Oktober 2018 – ab 2015 auch für Chelseas Londoner Stadtrivalen FC Arsenal den Kasten sauber. Die Ablöse, die die Gunners für den Torwart-Veteran zahlen, ist mit 14 Mio. Euro sogar höher als der Betrag, den Chelsea elf Jahre zuvor für ihn bezahlt hat. Der Beweis für einen fast zeitlos großen Wert eines Ausnahmetorhüters.

„Petr Cech ist ein absoluter Fels im Tor“, schreibt das Portal thesportster.com über den Tschechen, dessen Markenzeichen nach einer schweren Schädelverletzung ein Rugby-Helm wurde. Bis zum 30. Juni 2019 läuft Cechs Kontrakt in London noch. Bis zu seiner möglicherweise letzten Saison bei Arsenal dürften noch weitere ,,Clean Sheets”, Spiele ohne Gegentor, folgen. Cechs Bestmarke wird somit wohl auf ewig bestand haben.Eigentlich wollte Jone Samuelsen nur einen Kopfball des Gegners nahe der Mittellinie aus der Gefahrenzone bugsieren.

Dass sein Kopfball in der Nachspielzeit der norwegischen Liga-Partie Odd gegen TromsØ am 25. September 2011 am aufgerückten gegnerischen Torhüter Marcus Sahlman vorbei geht und aus 58 Metern ins Tor trudelt, geht eigentlich auf einen Klärungsversuch zurück. Samuelsen köpft den Ball kurz hinter der Mittellinie einfach aus der Gefahrenzone. Da kein Gästespieler defensiv absichert, wird das Jahrhundert-Kopfballtor möglich.

3:1 für Odd – das anschließende Bad in der Fan-Kurve gehört allein Samuelsen. Der heute 34-jährige Norweger löst damit den Argentinier Martin Palermo ab, der aus 40 Metern per Kopf ins gegnerische Tor getroffen hat.

Das Video von Samuelsens Jahrhundert-Header erreicht allein bei YouTube mehr als 883.000 Klicks. Schwer zu toppen!Dieser Rekord geht an einen Spieler von der Insel, den Schotten Tommy Ross.

Am 19. Mai 2017 vermeldet die Website des St. Dothus FC den Tod von Tommy Ross. Dort hat Ross als Trainer gearbeitet. Er ist einer der lange unerkannten Helden im britischen Fußball.

Ross erzielt am 28. November 1964 den schnellsten Hattrick der Fußballgeschichte. Innerhalb von 90 Sekunden trifft er im Spiel zwischen Ross County – Nomen est Omen – gegen Nairn County drei Mal. Es ist ein Meilenstein in Ross‘ toller Saison 1964/65. Insgesamt 44-mal netzt er für den Klub aus Dingwall in den schottischen Highlands ein.

Sein Profi-Debüt hat der für einen Stürmer mit 1,68 m nicht eben riesig wirkende Tommy Ross bereits 1961 und mit 15 Jahren gegeben. St. Duthus ist 1997 seine letzte Trainerstation. Er stirbt im Alter von 71 Jahren.Der heute 69-jährige Peter Shilton blickt auf eine einmalige Torhüterkarriere zurück. 1.390 Pflichtspiele für 11 Vereine machen ihn zum absoluten Rekordmann in Sachen Einsätze.

Bis 1995 hat Shilton, der mit England ab 1980 an 5 (!) großen Turnieren teilnahm, auch den europäischen Rekord in Sachen Länderspiele (125). Der Torhüter ist von 1970 bis 1990 eine Institution bei den „Three Lions“. Auf einen anderen Rekord würde Shilton sicher gern verzichten: Im WM-Viertelfinale 1986 kassiert er das legendäre Hand-Tor des Argentiniers Diego Armando Maradona.

Sein 1.000. Pflichtspiel macht Shilton, 1979 und 1980 Europapokalsieger der Meister mit Nottingham Forest, am 22. Dezember 1996 in Diensten des Drittligisten Leyton Orient FC.

Es ist sein letzter Profivertrag in 20 Jahren als Spieler. 1997 beendet Shilton im Alter von 47 Jahren seine aktive Laufbahn.[svc_carousel_layout car_autoplay=”yes” dexcerpt=”yes” dmeta_data=”yes” dsocial=”yes” query_loop=”size:16|order_by:date|order:DESC|post_type:post|categories:17077″ grid_thumb_size=”200X172″ svc_class=”bigger-slider” title=”MEHR LIGALIVE – DIE GEHEIMNISSE DER BUNDESLIGA-VEREINE” pbgcolor=”#eaeaea” car_navigation_color=”#1ebf21″]


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