Diese 5 Klubs sind Top-Verdiener der Champions League

Die Champions-League-Saison 2017/2018 ist sicher nicht für die Ruhmeshalle des deutschen Fußballs bestimmt. Mit Borussia Dortmund und RB Leipzig verabschieden sich zwei ambitionierte Klubs schon nach der Vorrunde. 1899 Hoffenheim bleibt gar in der Quali auf der Strecke. Lediglich der FC Bayern München erfüllt sein Soll. In der Geld-Rangliste der „Königsklasse“ hechelt aber auch der Branchenprimus der Bundesliga hinterher…

Die europäische Klub-Vereinigung (ECA) hat in der vergangenen Woche die Zahlen auf den Tisch gelegt. Die Prämien für die Klubs in der Champions League 2017/2018 zeigen ein klares Bild.

Mit dem neuen Vermarktungsvertrag der UEFA werden die Einnahmen für die Klubs künftig noch steigen. Seit der laufenden Saison 2018/2019 sind 2,04 Milliarden Euro drin im großen Spiel „Champions League“. In der vergangenen Saison hat die UEFA noch 1,4 Milliarden Euro für die Teilnehmer locker gemacht.

Die 4 deutschen Klubs können davon aber nur zum Teil profitieren. Die Pleiten-Saison 2017/2018 der Bundesliga in Europa war teuer. Mehr als 30 Millionen Euro haben die 4 Teams aus der deutschen Fußball-Eliteklasse liegen lassen.

Der FC Bayern München und Robert Lewandowski mussten sich über das Halbfinal-Aus 2018 auch in finanzieller Hinsicht ärgern. (Photo by David Ramos/Getty Images)
„Nur 7 Siege und 3 Remis in den Gruppenspielen von Bayern München (Halbfinalist), Borussia Dortmund und RB Leipzig (jeweils Aus in der Vorrunde) und das Scheitern der TSG Hoffenheim in den Play-offs hatten ihren Preis“, schrieb das Kicker-Sportmagazin am Montag.

Real Madrid: Königlich auch in der Vermarktung

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Real Madrid und Sergio Ramos sind die absoluten Top-Verdiener der Champions League. (Photo by Michael Regan/Getty Images)
Unangefochtener Krösus bleibt Rekord-Sieger Real Madrid. Die „Königlichen“ kassieren 2017/2018 auch königlich ab.

Blickt man auf die vergangenen 10 Jahre, so scheffeln die Madrilenen auch dank der exzellenten TV-Vermarktung in Spanien mehr als 530 Millionen Euro. Die italienischen TV-Anstalten zahlen Juventus Turin im gleichen Zeitraum trotz zwei Mal verpasster Gruppenphase fast genauso viel: 507 Mio. Euro.

Der FC Bayern München und die Bundesliga sind in Sachen TV-Geld nicht nur kurzfristig, sondern auch langfristig im Nachteil. Die Bayern kassieren seit 2008 zwar 492 Mio. Euro aus Fernsehvermarktung, insgesamt sind die Übertragungsrechte zur Champions League den deutschen Sendern um Sky nur 67,5 Mio. Euro wert. Zum Vergleich: Englands Sender schütten 112 Mio. über die ohnehin in Geld schwimmenden Premier-League-Klubs aus, die italienischen Broadcaster 115 Mio. Spanien ist das TV-Vergnügen Champions League 90 Mio. Euro wert.

Bleiben wir bei Real Madrid. Toni Kroos und Co. schreiben 2018 mit dem 3. Erfolg in Serie in der Champions League Geschichte – und lassen die Kassen für „Los Blancos“ so richtig klingeln. 88,6 Millionen Euro kassiert Real Madrid in der Champions-League-Saison 2017/2018. Allein für das Finale in Kiew gegen den FC Liverpool (3:1) streichen sie 15,5 Mio. Euro ein.

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AS Rom, FC Liverpool und Juventus Turin vor den Bayern

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Die Halbfinal-Kontrahenten FC Liverpool und AS Rom räumten ab... (Photo by Clive Brunskill/Getty Images)

Wenn Jürgen Klopp (51) mit einem seiner Teams im Wettbewerb ist, wird’s teuer für die UEFA. Mit Borussia Dortmund erreicht Klopp 2013 ebenso das Champions-League-Finale wie 2018 mit dem FC Liverpool.

Für den Finaleinzug streichen die „Reds“ 81 Mio. Euro ein. Nur 2 Teams verdienen mehr. Die 11 Mio. Euro, die sie für die Endspielteilnahme in der ukrainischen Hauptstadt Kiew erhalten, sind für die heißblütigen Fans in Anfield aber nur Trostpflaster. Liverpool verliert sein 2. europäisches Finale unter Klopp nach 2016.

Knapp am Finale schrammt ein Team aus der oft geschmähten italienischen Serie A vorbei. Die AS Rom – im Halbfinale am FC Liverpool gescheitert, kommt auf 83,8 Millionen Euro Einnahmen in der Champions League – und damit auf Rang 2. Die Roma um Ex-Wolfsburger Edin Dzeko mischt auch in diesem Jahr wieder ganz vorn bei den Top-Kassieren mit.

Gilt auch für Juventus Turin. 2015 und 2017 jeweils im Finale an den spanischen Vertretern FC Barcelona und Real Madrid gescheitert, hat die „alte Dame“ immer noch den Sinn fürs Geschäft. 80 Mio. Euro Champions-League Gelder bedeuten im UEFA-Ranking Platz 4.

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FC Bayern auf Rang 5, BVB, RBL und „Hoffe“ verspielen Millionen

Und die Bayern? Die Münchner müssen 2017/2018 wieder einmal im Halbfinale den Traum vom 6. Champions-League-Titel begraben. Das Aus gegen den späteren Sieger Real Madrid wird mit 70 Mio. Euro Gesamt-Einnahmen in der CL etwas erträglicher.

Für die übrigen Teilnehmer aus der Bundesliga gilt 2017/2018 allerdings: „Das wär‘ Ihr Preis gewesen!“ Beispiel Borussia Dortmund. In dieser Saison souverän auf Achtelfinal-Kurs, scheitert der BVB kläglich mit 2 Pünktchen in der Vorrunde. Mit 27,4 Mio. Euro Einnahmen liegen die Dortmunder hinter Klubs wie dem FC Porto (29,4 Mio.) oder dem diesjährigen Gruppengegner AS Monaco. Das Team aus dem Fürstentum streicht allein durch den Marktpool 32,8 Mio. Euro ein.

Von solchen Summen ist man auch in Leipzig weit entfernt. Die Roten Bullen machen es bei ihrer Champions-League-Premiere ganz ordentlich, müssen aber trotzdem in die Europa League absteigen. 34,5 Mio. Euro Gesamt-Preisgeld sind für den polarisierenden Klub durchaus ein Anreiz, nächstes Jahr wieder mitzumischen.

Die TSG 1899 Hoffenheim hat das Tor zum großen Geld in diesem Jahr dank Platz 4 und der damit verbundenen Direktqualifikation aufgestoßen. Wirklich lukrativ wird Europa für die Kraichgauer aber nur, wenn sie die Gruppenphase überstehen. 9,2 Mio. Euro, die die TSG in den Playoffs erhielt, dürfte der mächtige Mäzen Dietmar Hopp aus der Porto-Kasse zahlen.