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Diese Fußball-Profis haben sich als schwul geoutet

Diese Fußball-Profis sind schwul. Das sind die Gerüchte. Eigentlich müsste es 150 schwule Profis in den Bundesligen geben. Und 1000 seit Bestehen der Liga

Eigentlich müsste es aktuell 45 – 150 schwule Spieler in den drei Bundesligen Deutschlands geben. Aber in den drei deutschen Profi-Ligen gibt es derzeit keinen aktiven und offen schwulen Spieler. Nicht viel anders sieht es in den anderen vier europäischen Top-Ligen (Premier League, Primera Division, Serie A, Ligue 1) aus. Gibt es also gar keine oder kaum schwule Fußballer? Oder trauen sich die männlichen Fußballer ihr Coming Out nicht?

Denn der Anteil homosexueller Menschen an der Bevölkerung liegt laut Psychomeda zwischen 3 und 10 Prozent. Die Zahlen schwanken stark, weil es unterschiedliche Antworten auf die Frage gibt, ab wann jemand eindeutig homosexuell ist. So schätzten sich in einer repräsentativen Emnid-Umfrage aus dem Jahr 2000 nur 1,3 bzw. 0,6 Prozent der in Deutschland lebenden Befragten als schwul bzw. lesbisch sowie 2,8 bzw. 2,5 Prozent als bisexuell ein. Gleichzeitig gaben aber 9,4 Prozent der Männer und 19,5 Prozent der Frauen an, sich vom eigenen Geschlecht erotisch angezogen zu fühlen.

Und was das tatsächliche Sexualverhalten angeht, kam der Kinsey-Report 1948 zu dem Ergebnis, dass 37 Prozent der männlichen US-Bevölkerung nach Beginn der Pubertät „zumindest einige physische homosexuelle Erlebnisse bis zum Orgasmus“ hatten und weitere 13 Prozent „erotisch auf andere Männer“ reagierten, „ohne tatsächliche homosexuelle Kontakte“ zu unterhalten.

Entsprächen Sexualverhalten und -orientierung der Profi-Fußballer der Gesamtbevölkerung, dann müsste es bei ca. 1500 aktiven Fußball-Profis in den drei Fußball-Bundesligen in Deutschland gegenwärtig zwischen 45 (3 %) und 150 (10%) schwule Fußball-Profis geben. Und nicht Null.

Und in den mehr als 50 Jahren Bundesliga hätte es deutlich mehr als 1.000 schwule Profis geben müssen. Doch es gibt nur ganz wenige Fußballer, die sich während oder nach der Karriere als homosexuell oder bisexuell geoutet haben. Dafür gibt es umso mehr Gerüchte, wer denn nun schwul sei. In England konnte man im Jahr 2015 sogar auf das Coming Out der damaligen Nationalspieler wetten.Wir fangen unseren Beitrag mit den männlichen nationalen und internatioanlen Fußballern an, die sich als homosexuell geoutet haben. Besonders tragisch ist der Fall des ersten Fußball-Profis der Premier League, der sich als schwul outete. Er endete mit dem Suizid des Spielers. Der Spieler hatte einiges “ausgefressen”, aber die Presse verdächtigte ihn eines Vergehens, welches er nicht begangen hatte.

Wir zeigen nachfolgend, wie vergleichsweise unbefangen weibliche Fußball-Profis mit dem Thema Homosexualität umgehen. Hier ist es eher schon umgekehrt und jede “stabile” Innenverteidigerin muss dagegegn ankämpfen, nicht gleich in die Schublade “Kampflesbe” gesteckt zu werden (wenn sie es denn nicht ist). Der Frauenfußball lebt mit der Normalität der lesbischen Liebe – zumindest solange es nicht um eine Darstellung des Privatlebens in der Öffentlichkeit geht. Für den weitgehend normalen Umgang mit Homosexualität innerhalb des Frauenfußballs ist auch die Geschichte verantwortlich: Der Sport war nach der Aufhebung des DFB-Verbots im Jahr 1970 nicht betont lesbisch. Aber er bot, da das Spiel mit dem Ball von Frauen ohnehin voller Vorurteile war, den gesellschaftlich im Abseits stehenden Lesben eine Nische, in der sie akzeptiert wurden. Der Anteil homosexueller Spielerinnen war in den 80er Jahren deutlich höher als im Querschnitt der Gesellschaft. Die ehemalige Bundestrainerin Tina Theune-Meyer nennt in ihrer Diplomarbeit aus den frühen 80er Jahren einen Anteil von 20 – 40 Prozent, im Spitzenbereich von weit über 50 Prozent.

Auch in anderen Sportarten soll der Anteil lesbischer Spitzensportlerinnen deutlich höher sein als im Querschnitt der Gesellschaft. Sergej Stachowski, bekannt durch seine Zweitrunden-Attacke gegen Roger Federer 2013 in Wimbledon, sagte in einem russischen Interview im Jahr 2015  offen: “Die Hälfte der Frauen der WTA-Tour ist lesbisch. Ich würde meine Tochter niemals zum Tennis schicken! Die soll Golf spielen.”

Wir beenden unseren Beitrag mit der Absurdität der Boulevardberichterstattung und listen auf, welcher männliche Fußballstar schon so alles  im “Verdacht stand”, homosexuell zu sein und – Höhepunkt – wie die Wettquoten für einige englische Nationalspieler mal waren…Thomas Hitzlsperger wurde 1982 als jüngstes von sieben Kindern in München geboren und wuchs im Forstinninger Ortsteil Wagmühle auf. Er hat fünf Brüder und eine Schwester. 1998 beendete er seine Schullaufbahn mit der mittleren Reife und erlernte anschließend bis 2003 den Beruf des Bürokaufmanns.

Der größte Erfolg in der Karriere war der Gewinn der Deutschen Meisterschaft mit dem VfB Stuttgart in der Bundesliga-Saison 2006/07. Außerdem erreichte Hitzlsperger mit der deutschen Nationalmannschaft bei der WM 2006 den dritten Platz und wurde 2008 Vizeeuropameister. Insgesamt spielte er 52 Mal für das DFB-Team. Er kickte sowohl in der Bundesliga als auch in der Serie A und in der Premier League (u.a. für Aston Villa).

Im Januar 2014, ein Jahr nach seinem Karriereende, outete sich „The Hammer“ in einem Interview mit der Zeitung „die Zeit“ als schwul. Den Link zu einem Interview in England gibt es am Schluss des Posts. Auf einer Fifa-Konferenz im Frühjahr 2017 war Hitzlsperger als Podiumsgast eingeladen zum Thema „Gleichberechtigung und Inklusion“. Als Fragen aus dem Publikum kommen, steht auch Clarence Seedorf auf.

Der ehemalige Weltklasse-Spieler aus den Niederlanden richtet sich an den schwulen Hitzlsperger und fragt: „Ist es wirklich notwendig, dass ihr über eure sexuelle Orientierung sprecht? Heterosexuelle tun das doch auch nicht.“ Hitzlsperger hält eine bewegende Rede, warum er dieses für notwendig hält. Den Holländer hat er nicht überzeugt. Viele andere schon, aber viele eben auch nicht.Marcus Urban war eines der grössten ostdeutschen Fußball-Talente in den 80er und 90er Jahren. Eindeutiges Ziel – die Nationalmannschaft. Dann ruinierte eine Verletzung die Karriere und er musste sich in unterklassigen Ligen verdingen.

Irgendwann verlor er die Lust daran und traute sich das Coming Out.

Zitat aus einer englischen Quelle:

„It was fantastic. All this pressure was suddenly relieved. And it was well received by my surrounds.“ „From there on out I was much happier. This was my World Cup win.“

Am Tag, als Justin Fashanu sterben wollte, spazierte er ein letztes Mal durch das Londoner East End. Im Stadtteil Shoreditch bog er in die Fairchild Street ein und besuchte die Gay-Sauna „Chariots“. Zeugen berichteten später, er sei gut gelaunt gewesen.

Am nächsten Morgen fand die Polizei Fashanu in einer Nebenstraße, um seinen Hals ein Elektrokabel, er baumelte von einem Holzbalken einer Garage. Das war der 3. Mai 1998.

18 Jahre vorher wurde Justin Fashanu ganz plötzlich zum Star. Da war er 19 Jahre alt. Und der Grund war ein Tor. Der Mittelstürmer in Diensten von Norwich City schießt es in der Saison 1979/1980 gegen den FC Liverpool, und es ist wirklich phänomenal: Fashanu steht in halbrechter Position etwa 20 Meter vor dem gegnerischen Tor und erwartet den Pass eines Mitspielers. Mit dem rechten Außenrist lässt er den Ball auf Hüfthöhe abtropfen, dann dreht er sich und schießt den Ball volley mit links in den Winkel.

Die Sendung „Match of the Day“ wählt den Treffer zum Tor der Saison, und Fashanu wechselt für mehr als eine Million Pfund zu Europapokalsieger Nottingham Forest. Die Presse berichtet ausführlich über ihn, denn so viel ist in England bis dahin noch nie für einen schwarzen Fußballer gezahlt worden. Fashanu tritt in Talkshows auf, schreibt Autogramme und fühlt sich wohl.Er kauft sich flotte Sportwagen und lässt sich für Magazine in roten Lederanzügen fotografieren. Auf dem Platz gelingt ihm allerdings bei Nottingham Forest nicht viel, für den Klub schießt er in 35 Spielen ganze drei Tore. Verzieh man ihm in Norwich Fehlschüsse, toben sie bei Forest über jeden Ballverlust, insbesondere der impulsive Coach Brian Clough. Eines Tages findet dieser heraus, dass Fashanu in Schwulenbars verkehrt. Vor versammelter Mannschaft beschimpft er seinen Stürmer als „Schwuchtel“ und wirft ihn später aus dem Kader. Als Fashanu trotzdem beim Training erscheint, ruft Clough die Polizei. In seiner Biografie räumt der Coach hinterher eine Mitschuld am Tod Fashanus ein.

Fashanus Leben gerät aus der Bahn, er verletzt sich am Knie, verbringt Monate in der Reha, versucht Neuanfänge in den USA, eröffnet eine Schwulenbar in Los Angeles, und als ein Freund ihm sagt, dass nur Jesus ihm helfen kann, schließt er sich einer protestantischen Fundamentalisten-Gruppe an. Er predigt gegen die sexuelle Lust, hält sich aber weiterhin in der Schwulenszene auf, geplagt vom Glauben, dass eine gleichgeschlechtliche Beziehung eine schwere Sünde sei.

Dann kommt der 22. Oktober 1990, ein Tag, der England in Wallung versetzt. Die „Sun“ veröffentlicht ein Foto von Fashanu mit der Schlagzeile: „Eine Million Pfund teuer Fußballstar: ‚Ich bin schwul!'“ Fashanu ist der erste Fußballprofi, der sich öffentlich zu seiner Homosexualität bekennt. Fashanu erhält 80.000 Pfund,  eine Summe, die ihm sein Bruder John zuvor ebenfalls angeboten hatte, wenn er sich nicht outen würde. Es folgt eine Serie in der „Sun“, Fashanu berichtet von Sex mit Popstars, Mitspielern oder Abgeordneten des britischen Parlaments. Er verdient gut, denn für jede neue Story gibt es Geld. Fashanu ist zurück im Rampenlicht, und es gefällt ihm.

Er vermutet, dass ihn die Leute als Pionier sehen. Tatsächlich geht vielen sein Öffentlichkeitsdrang auf den Nerv. Sogar die schwarze Community kritisiert ihn für sein Auftreten, und Mitspieler sagen, dass Homosexualität nicht zum Teamsport passe. Die letzten Freunde wenden sich ab, als Justin Fashanu öffentlich zugeben muss, dass er den Abgeordneten Stephen Milligan, mit dem er ein Verhältnis gehabt haben will, gar nicht kennt.Danach lässt das Interesse an seiner Person nach. Fashanu wechselt wieder Wohnsitze und Vereine, er spielt in Neuseeland, Schweden und Schottland. Nirgendwo bleibt er lang. 1998 heuert er als Trainer bei Maryland Mania in einer US-amerikanischen Amateurliga an. Bekannten erzählt er, dass er Besitzer des Clubs sei. Einer davon ist Donald H., ein 17-jähriger Junge, der eines Abends zu einer kleinen Party in Justins Wohnung erscheint.

Sie trinken Bier, rauchen Marihuana. Zwei Tage später steht ein Polizist vor Fashanus Tür und fragt, ob er homosexuell sei und in der Nacht vom 24. auf den 25. März 1998 sexuellen Kontakt zu Donald H. gehabt habe. Fashanu verneint beide Fragen. Wenige Tage später verlässt er die USA in Richtung London. Danach verliert sich seine Spur.

Monate nach seinem Tod veröffentlicht eine Zeitung einen Abschiedsbrief: „Wenn irgendjemand diese Notiz findet, bin ich hoffentlich nicht mehr da. Schwul und eine Person des öffentlichen Lebens zu sein, ist hart. Ich will sagen, dass ich den Jungen nicht vergewaltigt habe.“ Fashanu war in London unter dem Mädchennamen seiner Mutter untergetaucht, weil er über die Presse erfahren hatte, dass Scotland Yard nach ihm fahndete.

Am Tag, als sich Justin Fashanu das Leben nahm, stellte sich heraus, dass es sich um eine Falschmeldung handelte. Man kann über Fashanu urteilen wie man will. Aber er war der erste Profi der Premier League, der sich traute, sein Schwulsein öffentlich zu bekennen.Anton Hysén ist der jüngste Sohn des schwedischen Nationalspielers und erfolgreichen Trainers Glenn Hysen. Sein Coming out in 2011 war ein ‘global one-off’.

Und für einige ein Schock. Denn Anton war als Spieler aktiv und blieb das auch. Seine einleuchtende Begründung: „I had that thought about it for a second, but then again I was like, fuck it. People are always going to say whatever they’re going to say, and people gets stuff said to them no matter who you are and what you do, so I was like, fuck it.“

Glenn Hysen hielt die Eröffnungsrede beim Pride Festival 2007 in Stockholm. Dort setzte er sich mit der Homosexualität seines Sohnes auseinander. Dieser nahm wie folgt Stellung zur Rede seines Vaters.

„Until now only my family and friends have known about my sexuality – well I think so, at least. That was the funniest thing when my dad made that speech. When he was talking about ‚a 16-year-old who didn’t want to come out because he feared what his team‑mates would think‘, that was me. And people thought it so bloody strange that he was allowed to speak at the Pride Festival, that he was a homophobe and so on. Shit, they were so wrong. „It is completely strange, isn’t it? It’s all fucked up. Where the hell are all the others? No one is coming out.“[svc_carousel_layout car_pagination=”yes” car_autoplay=”yes” loadmore=”yes” grid_link_target=”nw” dexcerpt=”yes” dmeta_data=”yes” dsocial=”yes” query_loop=”size:16|order_by:date|order:DESC|post_type:post” grid_thumb_size=”200X172″ svc_class=”bigger-slider” title=”MEHR STORIES VON LIGALIVENET”]
Was nach einem Coming Out negativ passieren kann, zeigt die Karriere von David Testo. Nach seinem „Geständnis“ ebenfalls im Jahr 2011 war seine Karriere sofort vorbei.

Die Montreal Impact hatten ihn einen Monat vorher entlassen. Und kein Verein wollte ihn nach dem Bekenntnis mehr verpflichten.

When I did come out, ‘I didn’t know if I was going to play more, but I knew I couldn’t keep playing the way that I was. I knew if I was going to continue it had to be out in the open and people had to know about it.“

Mit 32 Jahren schulte Testo auf Yogalehrer um. Kein Fußball mehr.Der belgische Fußballer Jonathan De Falco versuchte eine Fußballer-Karriere, doch Augenprobleme verhinderten, dass dabei mehr als ein paar Spiele in den unteren Ligen Belgiens herauskamen.

Als Alternative entschied er sich dann zunächst für eine Karriere als GoGO-Dancer.

Bevor er dann als Gay Porno Schauspieler zu einer gewissen Berühmtheit gelangte.

Das Doppelleben wurde 2011 öffentlich und Schluss war es mit der Fußballer-Karriere.Wieder ein Beispiel aus dem semi-professionellen Bereich. Liam Davis spielte in den unterklassigen Ligen Englands und outete sich 2010. Die Folgen waren ähnlich wie bei Fashanu. 

Davis startet seine Karriere bei Coventry City und spielte dann für Yeovil Town.

Am bekanntesten ist ein BBC Interview, in dem er öffentlich über die Probleme von schwulen Fußballern sprach.

Er thematisierte insbesodere die Schmähungen durch die gegnerischen Fans  und äußerte Verständnis für die sogenannten „closet gay footballers“, die sich nicht trauen…Robbie Rogers ist ein amerikansicher Fußballspieler, der u.a. in England für den ehemaligen Europa-Cup Sieger Leeds United spielte. 

Rodgers machte seine Homosexualität öffentlich in 2012 und beendete kurze Zeit später seine Karriere.

Doch bald darauf revidierte er diese Entscheidung und zurzeit spielt er für die LA Galaxy in den USA.

Seine Story wurde von diversen Magazinen in den USA und Großbritannien ausführlich dargestellt.Thomas Berling, ein Fußballer aus Norwegen, verschwand im Jahr 2000 plötzlich aus zunächst unerfindlichen Gründen.

Später wurden die Sache klar. Er hatte sein Coming Out. Und die Folge war Homophobie.

Berling spielte damals in der zweiten Liga Norwegens. Und sein Fall gilt vielen als Grund, warum es bis heute so wenig Bekenntnisse von aktiven Fußballern gibt.

12 Jahre nach seinem Bekenntnis sagte er: “I thought it would be ok to stand up in Norway, but it could ruin my ambitions abroad. I was wrong. But it’s okay, I’m not in the closet anymore.“Collin Martin, Mittelfeldspieler von Minnesota United, hat sich im Jahr 2018 als erster US-Fußballer während seiner aktiven Karriere öffentlich geoutet.

Martin ist damit der erste US-Fußballer, der als aktiver Spieler seine Homosexualität bekannt gab. Robbie Rogers, der von 2014 bis 2017 als erster offen schwuler Profi für Los Angeles Galaxy auflief, nutzte 2013 eine Karrierepause für sein Coming-out.

“Familie, Freunde und auch viele Teamkollegen haben bereits seit vielen Jahren von meiner sexuellen Orientierung gewusst. Nun bin ich stolz, dass der gesamte Verein Bescheid wisse”. Das ließ der US-Profi verlauten.

“Ich will andere Profis ermutigen und ihnen die Gewissheit verschaffen, dass der Sport sie voll und ganz willkommen heißen wird.”
Im Gegensatz zu den Männern sind die Frauen viel offener.

18 Spielerinnen und Trainerinnen bekannten sich im Vorfeld der Fußball WM 2015 ganz offen zu ihrer Homosexualität.

Nadine Angerer, Deutschland; Ramona Bachmann, Schweiz; Lisa Dahlkvist, Schweden; Katie Duncan, Neuseeland; Jillian Ellis, USA (Coach); Nilla Fischer, Schweden; Isabell Herlovsen, Norwegen;

Michelle Heyman, Australien; Ali Krieger, USA; Hedvig Lindahl, Schweden; Erin McLeod, Kanada; Megan Rapinoe, USA; Trine Ronning, Norwegen; Lianne Sanderson, England; Caroline Seger, Schweden; Casey Stoney, England; Pia Sundhage, Schweden (Coach) und Abby Wambach, USA.Im Spätherbst 2010 outet sich Nadine Angerer, erfolgreichste deutsche Torhüterin, in einem Interview mit dem „Zeit“-Magazin. Wie sie zum Thema Homosexualität stehen würde?

Angerer: „Ich persönlich bin da offen, weil ich der Meinung bin, dass es nette Männer und Frauen gibt, und weil ich eine Festlegung generell total albern finde.“

Sie wurde deswegen für bisexuell gehalten, doch das relativiert sie in ihrer Biographie „Meine Story“: „Ich war schon genauso mit Männern zusammen wie mit Frauen, und das jeweils gern. Ich mag Männer also wirklich, aber lieben tue ich nun mal nur Frauen.“

Mit einer Fußballerin, „geschweige denn mit einer Mitspielerin war ich nie zusammen. Der Aspekt war mir auch immer wichtig: Never fuck the company.“Mit dem 1. FFC Frankfurt gewann Ursula Holl, ehemalige Nummer 2 im deutschen Fußball-Tor, 2002 und 2006 den UEFA-Cup sowie 2002, 2003 und 2007 die Deutsche Meisterschaft und den DFB-Pokal.

Beim DFB-Hallenpokal 2005 wurde sie zur besten Torhüterin gewählt. Im DFB-Pokalfinale 2007 hielt sie im entscheidenden Elfmeterschießen zwei Strafstöße und trug damit erheblich zum Pokalsieg ihrer Mannschaft bei. Nach der Saison 2006/07 wechselte sie vom 1. FFC Frankfurt zum SC 07 Bad Neuenahr. Beim DFB-Hallenpokal 2009 wurde sie erneut zur besten Torhüterin gewählt. Zur Saison 2009/10 wechselte Holl zum FCR 2001 Duisburg, bei dem sie einen Zweijahresvertrag unterschrieb. Zur Saison 2011/12 wechselte sie zum Ligakonkurrenten SG Essen-Schönebeck. Im Mai 2012 beendete sie die sportliche Laufbahn. Am 18. Juni 2010 ging Holl in Köln mit ihrer Lebensgefährtin eine eingetragene Lebenspartnerschaft ein. Das wurde bekannt und…Seit 2014 agiert sie für das WDR Fernsehen als Expertin bei Frauenfußball-Übertragungen.

Ebenso ging Steffi Jones nach ihrer aktiven Fußballer-Karriere mit dem Thema um. 2013 machte sie ihre Verbindung mit ihrer Freundin, Nicole Parma, öffentlich und erklärte.

“Ja, es stimmt. Wir werden 2014 heiraten und sind darüber wirklich sehr glücklich”, so sagte es die damalige DFB-Direktorin für Frauen- und Mädchenfußball der “Bild”-Zeitung. Der Deutsche Fußball-Bund bestätigte die geplante Hochzeit.Ein eher bizarres Liebes-Dreieck bildete das lesbische Fußballerpärchen Inka Grings und Linda Bresonik zusammen mit dem Ex-Nationalspieler und Trainer Holger Fach. Denn der gute Holger brachte das Paar Grings und Bresonik auf eine ganz spezielle Art auseinander.

Fünf Jahre lebte Inka Grings mit ihrer Nationalmannschaftskollegin Linda Bresonik in einer Beziehung. Dann begann Grings 2005 eine Affäre mit dem damaligen Wolfsburg-Trainer Holger Fach.

Eine komplizierte Liaison, die bald wieder Geschichte war – als Fach nämlich mit Grings’ Ex Bresonik anbändelte.

Die Folge: Zickenkrieg. Aber irgendwann war dann auch gut…als alle Beziehungen wieder auf 0 waren.
Neben den offen schwulen Fußballern gibt es noch die Kategorie der „closet gays“, der schwulen Fußballer, die sich nicht trauen und in Scheinbeziehungen leben.

Und da gilt für die einschlägige Journaille: Je hübscher die Burschen und je mehr sie mit wechselnden weiblichen Partnern “angeben”, umso grösser die Chance, dass das alles nur ein Fake sein könnte. Regelmässig tauchen Insider auf, die von schwulen Nationalspieerln zu berichten wissen, die in Scheiehen lebten.

Ein im Jahr 2018 29-Jähriger, der im Jahr 2012 in Berlin als Fotograf unter dem Pseudonym “Foxxy Fox” arbeitete – nach allem, was man im Internet zu ihm findet, vor allem als Amateur und Ehrenamtler in der Regionalliga Nord-Ost, tat kund. “Zurzeit könnte ich eine komplette Elf aufzählen mit Spielern aus der Bundesliga und sogar zwei aktuelle Nationalspieler, die schwul sind”, so der Insider. Die Dunkelziffer sei “natürlich viel höher”.

Und deshalb taucht auch CR7 regelmäßig auf, wenn es um Gerüchte um schwule „closet gay soccer player“ geht. Neben solchen Gerüchten um Ronaldo sind seine Sportlichen Qualitäten jedoch unbestritten.Mathew Taylor spielte für West Ham, Bolton und Portsmouth in der Premier League.

Auch ihm wurde und wird nachgesagt, er sei schwul.

Er hat dieses nie bestätigt, doch Geschichten über ihn gibt es einige in englischen Gazetten und Magazinen.

Es gibt wohl auch diverse einschlägige Sex-Bilder, die im Internet kursieren sollen.Sol Campbell ist auf der Insel ein Superstar. Als Spieler von Arsenal und Tottenham wurde er immer wieder als „closet homsexual“ bezeichnet. Er hat dieses aber beständig bestritten.

In einem relativ aktuellen Interview erinnert er sich daran, dass „Puma“ auf der Insel mal den ersten aktuellen und aktiven schwulen Fußball-Profi suchte und ihn fälschlicherweise kontaktierte.

Es hätte dann logischerweise keinen Deal gegeben, denn er sei ja nicht…

Als Grund, warum er immer wieder als „closet gay“ tituliert würde, sagte er, er würde seine Freundinnen nie zu Klubfeiern und ähnlichen öffentlichen Anlässen mitnehmen. Das sei zumindest ein Grund….In Großbritannien kann man ja bekanntlich auf fast alles und jeden wetten.

Also dachte sich im Herbst 2015 die Betting Company „Win Cash Live“ aus, eine besondere Wette zu initiieren.

Wer denn nun ‘the First England footballer to come out as gay before 1st September 2016’ sein würde.

Das hat keiner gemacht. Der Buchmacher hat das ganze Wettgeld gewonnen. Die folgenden Spieler finden sich unter anderem im Ranking und waren beliebte Wettobjekte.Luke Shaw war Ende Oktober 2015 der Wettfavorit mit der niedrigsten Quote.

Da hilft es nichts, wenn der Spieler von Manchester United von sich sagt, er sei nicht schwul.

Das war den Bookies ziemlich egal.

Situation wie heute: Nichts ist bekannt.

Die Quoten für den als Lebemann mit unzähligen Affären bekannten John Terry waren kaum höher. Im Jahr 2009 war Terry übrigens „Vater des Jahres“ in England.

Und ein Jahr später bestätigte ein englischer Richter die Spekulationen über ein Verhältnis mit der Freundin von Terrys ehemaligem Teamkollegen Wayne Bridge.

Dabei hatte der verheiratete Familienvater Terry zuvor alle Hebel in Bewegung gesetzt, damit die Affäre mit dem französischen Unterwäschemodel Vanessa Perroncel zunächst nicht publik wurde.

Doch selbst massive Geldzahlungen über Mittelsmänner an Perroncel und Drohungen von Unterlassungsklagen gegen Zeitungen nutzten ihm am Ende nichts.

Das meiste Geld hätte es bei einem Outing von Phil Jones gegeben

Die Quote war höher als 1:50.

Warum – das wissen die Engländer besser als alle anderen.

Oder auch nicht.Ob hübsch oder nicht. Arne Friedrich wurde immer mal wieder als schwuler, sich nicht trauender Fußballer gehandelt, der in einer Scheinbeziehung lebt. 

Die langjährige Freundin von Ex-Kicker Arne Friedrich sah sich sogar dazu genötigt, zu dem Thema einen offenen Brief zu verfassen.

Zu lesen gab es da: “Nein, Arne ist nicht schwul.”

“Und ich bin mir sicher, dass er der Letzte wäre, der nicht dazu stehen würde!”Jogi Löw und Philipp Lahm sind heimlich ein Paar! Mit diesen Spekulationen wurden der Fußball-Weltmeister und sein Coach im Jahr 2011 konfrontiert.

Lahm und Löw hätten sich in einer griechischen Ferienanlage zum gemeinsamen Urlaub verabredet, um ihre mutmaßliche Affäre verdeckt zu halten.

Beide dementierten… So richtig nützt es nichts.

Das Gerücht taucht ab und an immer mal wieder auf.
Im Juni 2016 verübte der Bundesliga-Trainer Sascha Lewandowski Selbstmord. Nach Recherchen der „Westdeutschen Allgemeinen Zeitung“ (WAZ) wurde gegen den 44-Jährigen wegen Missbrauch eines zwölfjährigen Jungen ermittelt.

Die Behörden wollten dazu keine Stellung nehmen. Und für Lewandowski gilt die Unschuldsvermutung.Über seine sexuelle Orientierung ist offiziell nichts bekannt. Das Drama rund um Sascha Lewandowski begann offenbar ein paar Tage vor seinem Selbstmord. Wie die „Bild“-Zeitung berichtete, wurde er kurz vor Mitternacht im Dortmunder Bahnhofsviertel bei einer Verkehrskontrolle angehalten. Die Polizisten stellten fest, dass der ehemalige Bundesliga-Trainer 0,88 Promille Alkohol im Blut hatte.

Und er war offenbar nicht alleine im Auto: Nach Recherchen der WAZ, die sich auf „glaubwürdige Quellen“ beruft, befand sich im Auto auch ein zwölf Jahre alter Junge. Dieser soll, so die „Bild“-Zeitung, „rumänischer Herkunft“ gewesen sein. Die Polizisten vermuteten, auch aufgrund der Gegend, in der sich der ehemalige Bundesligatrainer befand, sexuellen Missbrauch und nahmen Lewandowski mit aufs Revier.

Zuvor soll die Polizei einen Bericht geschrieben haben, laut dem Zeugen einen Mann beobachtet hätten, der mit einem Burschen „im Gebüsch eines Grüngürtels an der Straße Oestermärsch im Dortmunder Norden verschwunden sei“, so „Bild“. Im Gebüsch hätten die alarmierten Beamten Taschentücher gefunden und sichergestellt….[svc_carousel_layout car_pagination=”yes” car_autoplay=”yes” loadmore=”yes” grid_link_target=”nw” dexcerpt=”yes” dmeta_data=”yes” dsocial=”yes” query_loop=”size:16|order_by:date|order:DESC|post_type:post” grid_thumb_size=”200X172″ svc_class=”bigger-slider” title=”MEHR STORIES VON LIGALIVENET”]Genützt hat sein Coming Out aber Thomas Hitzlsperger.

“Homophobe Leute haben jetzt einen Gegner mehr”, sagt der frühere Nationalspieler Thomas Hitzlsperger.

In einer Videobotschaft hat er sich im Jahr 2014 zu seinem Coming-out geäußert, die seine Kommunikationsagentur dictum law veröffentlichte.

Wer seine Beweggründe und Erfahrungen näher wissen will, hier ist ein Link:


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